Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder
Zeichnungen und Druckgraphik 1895–1905

"Man müsste beim Bildermalen gar nicht so sehr an die Natur denken. (...) Meine persönliche Empfindung ist die Hauptsache." Es ist die junge Malerin Paula Modersohn-Becker, die diesen Satz notiert. Allein dieses kurze Zitat macht deutlich, dass Modersohn-Becker (1876 – 1906) um die Jahrhundertwende zum Kreis jener Künstler gehört, die sich in Opposition zur strengen akademischen Auffassung befinden. Um nicht im Atelier, sondern direkt in der Natur malen zu können, zieht sie in die Worpsweder Künstlerkolonie. Doch im Unterschied zu ihren Kollegen Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Mackensen, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler sieht Modersohn-Becker ihre Vorbilder nicht im Impressionismus und Jugendstil, sondern bei Cézanne, van Gogh, Gauguin. Sie bestärken sie in ihrer Abkehr vom Abbild der äußeren Erscheinung hin zu der Suche nach dem inneren Wesen. Die damit einhergehende Vereinfachung der Form ist vor allem in ihren Zeichnungen zu entdecken, die die Gemälde an Radikalität häufig übertreffen. Die Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen beschränkt sich daher auf Zeichnungen und Radierungen der Künstlerin. Sie werden ergänzt durch Arbeiten ihrer Worpsweder Künstlerkollegen.

Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker: Moorkahn, um 1898; Foto: Bernd Kuhnert
Paula Modersohn-Becker: Moorkahn, um 1898
  • 1876
    geboren in Dresden
  • 1893–1895
    Ausbildung als Lehrerin in Bremen
  • 1896–1898
    Besuch der Zeichen- und Malschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen
  • 1907
    gestorben in Worpswede

Paula Modersohn-Becker-Museum
Paula Modersohn-Becker-Stiftung

Heinrich Vogeler

Heinrich Vogeler: Frühlingsmorgen, Blatt 2 der Mappe "An den Frühling", 1899; © (Heinrich Vogeler) VG Bild-Kunst Bonn, 1999; Foto: Bernd Kuhnert
Heinrich Vogeler: Frühlingsmorgen, Blatt 2 der Mappe "An den Frühling", 1899; © (Heinrich Vogeler) VG Bild-Kunst Bonn, 1999

Fotos: Bernd Kuhnert
  • 1872
    geboren in Bremen
  • 1890–1894
    Studium in Düsseldorf
  • 1942
    gestorben in Kasachstan

Heinrich-Vogeler-Gesellschaft

Fritz Mackensen

Fritz Mackensen: Mädchenkopf, Blatt 5 aus der Mappe "Vom Weyerberg", 1895; © (Fritz Mackensen) VG Bild-Kunst Bonn, 1999; Foto: Bernd Kuhnert
Fritz Mackensen: Mädchenkopf, Blatt 5 aus der Mappe "Vom Weyerberg", 1895; © (Fritz Mackensen) VG Bild-Kunst Bonn, 1999
  • 1866
    geboren in Greene
  • 1883–1888
    Studium in Düsseldorf und München
  • 1953
    gestorben in Bremen

Hans am Ende

Hans am Ende: Moorlandschaft, Blatt 7 der Mappe "Aus Worpswede", 1897; Foto: Bernd Kuhnert
Hans am Ende: Moorlandschaft, Blatt 7 der Mappe "Aus Worpswede", 1897
  • 1864
    geboren in Trier
  • 1884–1887
    Studium in München und Karlsruhe
  • 1918
    gestorben in Stettin

Fritz Overbeck

Fritz Overbeck: Worpswede, Blatt 1 der Mappe "Aus Worpswede", 1897; Foto: Bernd Kuhnert
Fritz Overbeck: Worpswede, Blatt 1 der Mappe "Aus Worpswede", 1897
  • 1869
    geboren in Bremen
  • 1889–1893
    Studium in Düsseldorf
  • 1909
    gestorben in Bröcken

Otto Modersohn

Otto Modersohn: Moorbäuerin beim Torfstechen, um 1905; © (Otto Modersohn) VG Bild-Kunst Bonn, 1999; Foto: Bernd Kuhnert
Otto Modersohn: Moorbäuerin beim Torfstechen, um 1905; © (Otto Modersohn) VG Bild-Kunst Bonn, 1999
  • 1865
    geboren in Soest
  • 1884–1888
    Studium in Düsseldorf und München
  • 1943
    gestorben in Fischerhude

Otto Modersohn Museum

Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder. Zeichnungen und Druckgrafik 1895 – 1905. – 2. Aufl. – Stuttgart: ifa, 2000. – 150 S.

Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder. Zeichnungen und Druckgrafik 1895 – 1905. – Stuttgart: ifa, 2000. – 150 S.

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