Kunstraum Deutschland
Armando: Fahne 9-4-85, 1985; Foto: Friedrich Rosenstiel, Köln
Ayse Erkmen: Here and There, 1989; Foto: Uwe Walter, Berlin
Joseph Kosuth: One and Three Pans, 1965; © (Jospeh Kosuth) VG Bild-Kunst Bonn, 2012; Fotos: Toman März, Berlin
herman de vries: terre provençale, 1991; Foto: Friedrich Rosenstiel, Köln
Candice Breitz: Factum Kang, 2009
Christine Hill: Volksboutique Offical Template, 1999, Organizational Venture; © (Christine Hill) VG Bild-Kunst Bonn, 2012; Fotos: Uwe Walter, Berlin
Marie-Jo Lafontaine: Jeder Engel ist schrecklich, 1991/92; © (Marie-Jo Lafontaine) VG Bild-Kunst Bonn, 2012; Fotos: Uwe Walter, Berlin
Tony Cragg: Flotsam, 1997; © (Tony Cragg) VG Bild-Kunst Bonn, 2012
Magdalena Jetelová: Atlantic Wall, 1995; Foto: Werner J. Hannappel, Essen
Nam June Paik: Candle TV, 1975; Fotos: Roman März, Berlin
Marianne Eigenheer: Your Time, My World (K1/K2/K3), 1998; Foto: Uwe Walter, Berlin
Per Kirkeby: Ohne Titel (Læsø), 1991
Giuseppe Spagnulo: Cerchio Spezzato, 1972; Fotos: Friedrich Rosenstiel, Köln

Europäische Einigung und globale Vernetzung der Weltregionen stellen jeder Nation die Frage nach der Vermittlung ihrer Kultur neu. Die bildende Kunst zeigt die Auswirkungen des Zusammenrückens der Kulturen bereits deutlich: Das globale Dorf ist hier längst Wirklichkeit. Der Künstler als Global Player, als Wanderer zwischen den Kulturen steigerte sich zum Inbegriff der Künstlerrolle in der heutigen Zeit.

Zogen in den fünfziger Jahren viele deutsche Künstler in die Kunstmetropole Paris oder seit den sechziger Jahren nach New York, wählten Künstler anderer Nationen bewusst ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland. Ihre Integration zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sie neue bildnerische Impulse setzten, die heute als selbstverständlicher Teil der hiesigen Szene wahrgenommen werden. Neben den deutschen prägen vor allem diese Künstler, die nach Deutschland immigriert sind, das kreative Leben – sie lehren an den Akademien und machen sie für junge Menschen im In- und Ausland attraktiv.

Die Ausstellung des ifa wirft einen anderen Blick auf den "Kunstraum Deutschland", an dessen Entwicklung die offene, föderale Kulturpolitik großen Anteil hatte. Sie ist die erste im Rahmen der Europäischen Auswärtigen Kulturpolitik transnational angelegte Ausstellung. Über Gattungsgrenzen der bildenden Kunst hinweg stehen Werkgruppen von Armando, Candice Breitz, Tony Cragg, Marianne Eigenheer, Ayse Erkmen, Christine Hill, Magdalena Jetelová, Per Kirkeby, Joseph Kosuth, Marie-Jo Lafontaine, Nam June Paik, Giuseppe Spagnulo und herman de vries für die künstlerische Vielfalt in der transkulturellen Einheit. Über die Präsentation exemplarischer Positionen der letzten dreißig Jahre hinaus spürt die Ausstellung vor allem der Bedeutung und dem Einfluss der hier lebenden international bekannten Künstlerinnen und Künstler auf Themen, Medien und Ausdrucksformen des aktuellen Diskurses nach.

Ausstellungskatalog

Artspace Germany. rev. version. – Stuttgart: ifa, 2011. – 56 pp.

Artspace Germany

rev. version. – Stuttgart: ifa, 2011. – 56 pp.
(vergriffen)

Die nächsten Termine:

09.09.2017 – 07.10.2017
Mumbai, Indien
Provisorischer Zeitrahmen
15.11.2017 – 31.12.2017
N.N.
Karachi, Pakistan