Futur Perfekt. Zeitgenössische Kunst aus Deutschland
Mariana Castillo Deball: Reflejo de cien espejos tu cuerpo, 2011, Papiermaché, Aluminiumdraht, Laserdrucke; Foto: Nick Ash, © Mariana Castillo Deball, Courtesy: Galerie Wien Lukatsch, Berlin
Mariana Castillo Deball: Aquí el hombre se enfloró la cabeza, 2011, Wandzeichnung, Tusche;  Foto: Mariana Castillo Deball; © Mariana Castillo Deball, Courtesy: Galerie Wien Lukatsch, Berlin

Mariana Castillo Deball (geboren 1975 in Mexiko-Stadt) interessiert sich dafür, wie ein bestimmtes Objekt über einen Zeitraum hinweg in unterschiedlichen Kontexten bestehen kann. Die Papiermaché-Skulpturenserie "Uncomfortable Objects" verfolgt das Verhalten von Epiphyten-Pflanzen wie Orchideen und Bromelien, die an anderen Gewächsen hinaufklettern, aber keine Schmarotzer sind. Die Skulpturen sind überzogen von Bildern, die Deball in den vergangenen zwei Jahren im Zuge ihrer anthropologischen, karnevalesken und museografischen Erfahrungen in Brasilien gesammelt hat. Dass der Schwerpunkt auf Ritualen und Festlichkeiten liegt, erklärt die Wahl der traditionellen Technik des Papiermaché, das für Karnevalsrequisiten und andere Feiern verwendet wird, sich leicht herstellen, benutzen und ausrangieren lässt und damit an der Schwelle zum Wegwerfartikel steht. Die Wandzeichnung bezieht sich auf Bilder, die sie im Londoner Warburg Institut gesehen hat.

Fotos
(l) Reflejo de cien espejos tu cuerpo, 2011, Paper mâché, aluminum wire, laser prints; Photo: Nick Ash
(r) Aquí el hombre se enfloró la cabeza, 2011, Wall drawing, indian ink; Photo: Mariana Castillo Deball
© Mariana Castillo Deball, Courtesy: Galerie Wien Lukatsch, Berlin