Futur Perfekt. Zeitgenössische Kunst aus Deutschland
Nairy Baghramian: Beliebte Stellen / Privileged Points, 2011
Danh Vo: We The People 2011-13
Clemens von Wedemeyer: Die Probe (The Test), 2008; © (Clemens von Wedemeyer) VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Dani Gal: Architecture Regarding the Future of Conversations, 2008
Mariana Castillo Deball: Reflejo de cien espejos tu cuerpo, 2011
Antje Majewski: The Donation (2024), 2009; ; © (Antje Majewski) VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Annette Kelm: Untitled, 2010
Nasan Tur: Backpacks in Belgrade, 2006; © (Nasan Tur) VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Yorgos Sapountzis: Fast Cast Past, 2011
Adele Röder, COMCORRÖDER wallpaper for DAS INSTITUT & UNITED BROTHERS, 2012
Henrik Olesen: A.T., 2012
Cyprien Gaillard: New Picturesque, 2012
Jutta Koether: Berliner Schlüssel #9, 2010
Armin Linke: Ghazi Barotha, hydroelectric scheme, workers praying, Hattian Pakistan 1999
Nora Schultz: Discovery of the Primitive, 2011
DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch & Adele Röder): Viola / Viola Ghost, 2011

Future Perfect. Zeitgenössische Kunst aus Deutschland versammelt Filme, Fotografien, Skulpturen, Objekte, Malerei und Collagen von sechzehn Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit Zukunftsvorstellungen und Spekulationen über den Verlauf von Geschichte beschäftigen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich dabei auf die Zeitform des Verbs, die die Vollendung einer Handlung in der Zukunft ausdrückt: Etwas wird gewesen sein. Die Ausstellung fragt von dieser Perspektive aus: Wenn Zukunft bereits als abgeschlossene Vergangenheit wahrgenommen werden kann, wie können wir dann überhaupt noch visionieren, spekulieren und gewohnte Denkmuster verlassen?

Die Möglichkeit, zu spekulieren, Absichten, Erwartungen und Befürchtungen zu benennen und diese als Begründungen für Handlungen zu nutzen hält Gesellschaften zusammen. Heute erscheint Zukunft jedoch zunehmend als ein kritisches Konzept. Selbst nahe Zukunft ist bei aller digitalen und mobilen Beschleunigung kaum zu antizipieren und es erscheint unmöglich, sich in versicherten Aussagen über die Zukunft zu verständigen. So haben beispielsweise der Fall der Mauer in Deutschland und das Ende des Blockdenkens nicht nur die ökonomische Welt globalisiert, sie hatten auch das Ende vieler europäischer Einbildungen und Denkmuster zur Folge. Zukunft ist aber auch ein emanzipatorisches Konzept. Besonders im südlichen Mittelmeerraum fordern derzeit Zivilgesellschaften Zukunft gegen massive Widerstände.

Die Ausstellung entfaltet ein Nachdenken über die Versprechen von Zukunft. Können wir uns noch in der Annahme eines Futur II verständigen? Wie positionieren sich Künstlerinnen und Künstler durch ihren Umgang mit Material, Form, Narration und Imagination dazu? Wie reflektieren sie Vergangenes neu? Wo sehen sie Handlungsmöglichkeiten?

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Nairy Baghramian, Kerstin Brätsch, Adele Röder und DAS INSTITUT, Mariana Castillo Deball, Dani Gal, Cyprien Gaillard, Annette Kelm, Jutta Koether, Armin Linke, Antje Majewski, Henrik Olesen, Yorgos Sapountzis, Nora Schultz, Nasan Tur, Danh Vo, Clemens von Wedemeyer.

Kuratoren: Angelika Stepken, Philipp Ziegler

Future Perfect. Zeitgenössische Kunst aus Deutschland – Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), 2013. – 244 S.

Future Perfect. Zeitgenössische Kunst aus Deutschland. – Stuttgart: ifa, 2013. – 244 S.

Bestellen über ifa Media

Artguide Germany

Artguide Germany

Linksammlung zur deutschen Kulturlandschaft

Oops, an error occurred! Code: 201706240157443c601d82