Zwei deutsche Architekturen 1949-1989

Wirtschaft und Verkehr

Sowohl für die Bundesrepublik als auch für die DDR stellte die Umwandlung der Produktionsstätten von der Kriegs- in eine Friedenswirtschaft die Grundlage jeder weiteren Entwicklung dar und wurde entsprechend energisch in Angriff genommen. Die Rahmenbedingungen hierfür waren denkbar ungleich: in der Bundesrepublik Unterstützung durch den US-amerikanischen Marshall-Plan, Nachfrage des Korea-Booms und beginnende Integration in ein westeuropäisches Wirtschaftssystem, in der DDR dagegen anhaltende Demontagen im Rahmen umfangreicher Reparationszahlungen an die Sowjetunion und Aufbau einer Schwerindustrie im eigenen durch die Teilung benachteiligten Territorium. Dennoch werden in beiden Staaten vor allem in den ersten beiden Jahrzehnten architektonisch bemerkenswerte Industrieanlagen auf der Grundlage der Erfahrungen der 20er und 30er Jahre neu geschaffen. Im Westen kommt hierzu noch der Weiterbau der Autobahnen und die gezielte Förderung einer individuellen Motorisierung.

Büro und Verwaltung

Olivetti Verwaltung Deutschland, Frankfurt/M.; 1969 – 1972; Architekt: Egon Eiermann

Olivetti Verwaltung Deutschland, Frankfurt/M.

Frankfurt/M., 1969–1972
Architekt: Egon Eiermann

Haniel-Hochgarage und Motel; Düsseldorf; 1949 – 1950; Architekt: Paul Schneider-Esleben

Haniel-Hochgarage und Motel, Düsseldorf

Düsseldorf , 1949–1950
Architekt: Paul Schneider-Esleben