ECOLOGY.DESIGN.SYNERGY Behnisch Architekten + Transsolar KlimaEngineering

Materialien

Als haptische Wahrnehmung (griech: haptikos = greifbar; umgangssprachlich auch Tastsinn) bezeichnet man eine Sinneswahrnehmung, mit der bestimmte mechanische Reize wahrgenommen werden können. Die Gesamtheit der haptischen Wahrnehmungen erlaubt es dem Gehirn, Berührungen, Druck und Temperaturen zu lokalisieren und zu bewerten. Der Tastsinn vermittelt dem Gehirn die notwendigen Informationen zum Erkennen der Form, des Gewichts, des Bewegungszustands und der Oberfläche von Gegenständen.

Institut für Forst- und Naturforschung (jetzt Alterra), Wageningen, Südfassade, industriell vorgefertigte Gewächshäuser; © Behnisch Architekten
Institut für Forst- und Naturforschung (jetzt Alterra), Wageningen, Südfassade, industriell vorgefertigte Gewächshäuser; © Behnisch Architekten

Darüber hinaus dient er auch der Eigenwahrnehmung (Propriorezeption), etwa durch die Druckempfindung in den Fußsohlen, die Aufschluss über die Lage des Körperschwerpunktes gibt. Unterschiedlich ausgeprägte Rezeptoren in der Lederhaut sind spezialisiert auf unterschiedliche Funktionen, reagieren optimal auf unterschiedliche Reize wie Schmerz, Temperatur, Berührung, Dehnung, Bewegung und Vibration und leiten diese Reize in getrennten Bahnen ins Gehirn. Hände und Mund beanspruchen sowohl im somatosensorischen, als auch im motorischen Cortex überproportional viele Neuronen im Vergleich zu allen anderen Körperteilen. Mund und Hände müssen, als Voraussetzung für fundamentalste menschliche Verhaltensweisen, wie Essen, Sprechen und Dinge ertasten, höchst sensibel auf Berührung reagieren können. Die Haut eines Erwachsenen bedeckt, je nach Körpergröße, eine Fläche von 1,5–2 m², ihr Gewicht macht ein Sechstel des Körpergewichts, im Durchschnitt 10–12 kg, aus. Wie wichtig das Sinnesorgan Haut ist, kann man auch daran erkennen, dass die Gehirnbereiche, die für die Verarbeitung der Hautsignale zuständig sind, relativ groß sind. So haben die Nervenfasern, die Tastreize von der Haut zum Gehirn leiten, in der Regel einen größeren Durchmesser als die Nervenfasern, die Reize von anderen Sinnesorganen zum Gehirn leiten

Institut für Forst- und Naturforschung (jetzt Alterra), Wageningen, Wintergarten; © Behnisch Architekten
Institut für Forst- und Naturforschung (jetzt Alterra), Wageningen, Wintergarten; © Behnisch Architekten

Institut für Forst- und Naturforschung (jetzt Alterra), Wageningen

Stefan Behnisch

  • Bauherr: Rijksgebouwdienst Direktie Oost, Arnheim
  • Architekt und Generalplaner, Gebäude und Innenbereiche: Stefan Behnisch
  • Energiekonzept: Fraunhofer Institut für Bauphysik, Stuttgart
  • Bruttogeschossfläche: 11.250 m²
  • Bruttoinnenraum: 70.200 m³
  • Wettbewerb: 1993
  • Fertigstellung: 1998