ECOLOGY.DESIGN.SYNERGY Behnisch Architekten + Transsolar KlimaEngineering

Luft

Luft bezeichnet umgangssprachlich das Gasgemisch der Erdatmosphäre und besteht hauptsächlich aus den zwei Gasen Stickstoff (78%) und Sauerstoff (21%). In vergleichsweise hohen Konzentrationen kommen ferner Argon (0,9%) und Kohlenstoffdioxid (0,03%) vor. Im natürlichen Zustand ist die Luft geruchs- und geschmacklos. Der in der Luft enthaltene Sauerstoff ist für alle aeroben Landlebewesen überlebensnotwendig. Alle Tiere benötigen ihn zur Atmung. Pflanzen benötigen das in der Luft enthaltene Kohlenstoffdioxid zur Photosynthese. Für fast alle Pflanzen ist dies die einzige Kohlenstoffquelle.

LVA Schleswig-Holstein, Lübeck, Eingangshalle, zum Kamin ansteigend, © Behnisch Architekten + Transsolar
Eingangshalle
LVA Schleswig-Holstein, Lübeck, Teeküche, Treffpunkt; © Behnisch Architekten + Transsolar
Teeküche, Treffpunkt

Unter Atmung (lat.: Respiration) versteht man allgemein den aeroben, das heißt Sauerstoff verbrauchenden Abbau (Dissimilation) von Stoffen zur Energiegewinnung und die damit einhergehende Abgabe von Kohlendioxid. Beim Atmen strömt die Luft durch Mund (pars orale pharyngis) oder Nase (pars nasale pharyngis) in den Körper. Wird durch die Nase eingeatmet, wird die Luft zunächst durch Haare der Nase und Schleimhäute gereinigt, angefeuchtet und angewärmt. Anschließend gelangt die Atemluft über den Rachenraum, vorbei an Kehlkopf (Larynx) und Stimmbändern, in die Luftröhre (Trachea). Die Luftröhre verzweigt sich in die beiden Äste der Bronchien, die sich immer weiter verzweigen (Bronchiolen). Am Ende befinden sich die Lungenbläschen (Alveolen) in der Lunge, durch deren dünne Membran Sauerstoff in die Kapillargefäße übertritt und auf umgekehrtem Weg Kohlendioxid aus dem Blut an die Lunge abgegeben wird. In Ruhe atmet ein Erwachsener etwa 12 Mal pro Minute, ein Kind 20 Mal und ein Kleinkind 30–40 Mal. Ein Mensch atmet in seinem Leben durchschnittlich ca. 5.000.000 m³ Luft ein. In Ruhe gibt ein Mensch an seine Umgebung stündlich 19 W Wärme über Atmung ab; 3 W spürbare Wärme und 22 g Wasserdampf (16 W latente Wärme). Die menschliche Lunge hat eine Oberfläche von etwa 100 m². Geruchswahrnehmungen werden von der Nase direkt an Teile des Gehirns weitergeleitet, die Teil des limbischen Systems sind und damit für die Steuerung von Emotionen zuständig. Das Gehirn arbeitet also in der Annahme, dass Gerüche immer wichtig sind für Emotionen. Halten wir uns längere Zeit in einer riechenden Luft auf, so verschwindet schließlich die Geruchswahrnehmung für den beständigen Geruch (sog. phasische Perzeption), ohne dass dadurch die Fähigkeit für die Wahrnehmung anderer Gerüche abnimmt. Frauen können normalerweise besser riechen als Männer.

LVA Schleswig-Holstein, Lübeck, Hauptzugang; Behnisch + Partner, Büro Innenstadt + Transsolar; © Behnisch Architekten + Transsolar
LVA Schleswig-Holstein, Lübeck
© Behnisch Architekten + Transsolar

Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holstein

Behnisch + Partner, Büro Innenstadt + Transsolar

  • Bauherr: Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holstein, Lübeck
  • Architekten: Behnisch + Partner, Büro Innenstadt
  • Umweltkonzept: Transsolar KlimaEngineering
  • Bruttogeschossfläche: 37.109 m²
  • Wettbewerb: 1992
  • Fertigstellung: 1997