KUNST- UND KULTURAUSTAUSCH

Foto: © Matthias Völzke

Under the Mango Tree - Sites of Learning

Indigene Körper, Gedanken und Praxis ins Zentrum stellen

ifa | Die Veranstaltung Under the Mango Tree –Sites of Learning, als Teil der  documenta 14, fungierte als offenes Forum für die Untersuchung des Verständnisses von kultureller Bildung und Bildungsinitiativen aus der ganzen Welt. Der Künstler Duane Linklater, der in der Veranstaltung mit seinem Projekt Wood Land School teilgenommen hat, hat sich zum Gespräch mit Aïcha Diallo getroffen. Der kanadische Künstler diskutierte mit ihr über Bildung, kulturelle Ausdrucksformen und das Zentrieren von Indigenität. Diallos Essay befasst sich mit der anhaltenden Debatte über den Zustand der Vermittlung und der Bildung in der Kunst.

Volker Albus: www/www we want wind/we want water, Korkbälle, 2015; Foto: Philip Radowitz, © Volker Albus/Philip Radowitz

Recycling und Kunst

Pure Gold oder: Warum es sich lohnt, sich etwas gründlicher mit dem Hausmüll zu befassen

ifa | Recycling erfährt in der Bevölkerung immer größere Zustimmung. Doch nicht nur in privaten Haushalten wird Recycling wichtiger, auch in der Kunst findet das Thema Beachtung. Volker Albus ist Kurator der Ausstellung "Pure Gold", die sich dem Thema  Recycling widmet und am 15. September in Hamburg eröffnet wird. In seinem Einführungstext berichtet Albus von seiner Arbeit mit Müll, den vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten und dem recyclingmotivierten Design der letzten Jahre.

Foto: Jocelyn Kinghorn (CC BY-SA 2.0)  via Flickr

Biennale-Konferenz: "Curating Under Pressure"

Über die Ethik des Kuratierens

ifa | "Was kann Kunst in Krisensituationen leisten?" – mit dieser Frage musste sich auch das neuseeländische Christchurch beschäftigen. Nach zwei schweren Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011 stand die Zukunft der dortigen Biennale auf dem Spiel. Die Veranstalter entschieden sich schließlich fürs Weitermachen. Hieraus entstanden ist die Idee einer Biennale-Konferenz in Christchurch, die sich mit der Ethik des Kuratierens beschäftigt. Unter dem Thema "Curating Under Pressure" diskutierten im November 2015 neben den Organisatoren und Direktoren der Biennalen auch Kuratoren, Künstler und Wissenschaftler sowie Vertreter und Aktivisten der örtlichen Kunstszene miteinander. Susanne Boecker fasst die Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Franz Erhard Walther: Handlungskörper, 1969, Baumwollstoff genäht; Foto: Uwe Walther, © (Franz Erhard Walther) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Weltpremiere in Dresden

Handlungskörper

ifa | Franz Erhard Walther gilt als Pionier der partizipativen Kunst. Als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg hat er wichtige Künstler späterer Künstlergenerationen geprägt. 2017 wurde er auf der 57. Biennale von Venedig als bester Künstler mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Neben den Werken 14 weiteren Künstlern sind einige seiner Arbeiten vom 1. September bis 28. Januar in der Ausstellung "The Event of a Thread" im Kunsthaus Dresden zu sehen. Im Interview sprich Franz Erhard Walther über seine Anfänge in den 1950ern, das Zeichnen und seine Definition von "Skulptur".
Interview von Marco Fiedler

Besichtigung der Ausstellung "Future Perfect" mit Lilian Scholtes in Guadalajara, Mexiko, 2017 © FototecaMusa/Nayeli Huizar

Zeitgenössische Kunst aus Deutschland in Mexiko

"Imaginar para Imaginar" – Ein Workshop mit Lilian Scholtes

ifa | Performances, Lichtinstallationen, Skultpuren und Fotoarbeiten – im Workshop "Imagina para Imaginar" im Juni in Guadalajara erarbeiteten junge Menschen neue Kunstwerke. Inspirationsquelle war die Tourneeausstellung "Future Perfect". "Es geht nicht um die Interpretation der Kunstwerke, sondern um eine materielle Praxis der Kontaktaufnahme mit dem Werk", erklärte Lilian Scholtes, Kunstvermittlerin und Leiterin des Workshops. Aktuell ist die Ausstellung in San Luis Potosí zu sehen. Ende August findet dort der nächste Workshop statt. Weitere Gedanken und Informationen zur Ausstellung sind auf dem Future Perfect-Blog zu finden.

Anne Imhof: Faust, 2017; © Anne Imhof, Foto

Biennale Venedig 2017

Anne Imhof. Faust: Neue Impressionen

ifa | Die Zeit vergeht schnell. Anne Imhofs Inszenierung "Faust" auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia hat die Halbzeit nun schon hinter sich. Seit Februar ist ihre prämierte Arbeit im Deutschen Pavillon zu sehen. Besucherinnen und Besucher können Imhofs "Faust" noch bis Ende November in unterschiedlicher Dauer erleben. Der gesamte Pavillon wird in Imhofs Inszenierung aus skulpturaler Installation, performativer Dynamik, malerischer Setzung und präziser Choreografie eingenommen. Die Performerinnen und Performer bewegen sich dabei erhoben wie erniedrigt durch, unter und auf dem Pavillon.

Philip Jailos bei der Arbeit; Foto: Philip Jailos
Philip Jailos bei der Arbeit; Foto: Philip Jailos

RAVE-Stipendienprogamms

"Es war eine einmalige Erfahrung, die mir neue Einblicke eröffnete"

ifa | Philip Jailos aus Malawi arbeitete fünf Monate im Rahmen des RAVE-Stipendienprogamms des ifa  im Ethnologischen Museum Berlin. Seine Erfahrungen dort waren durchweg positiv: „Alle waren sehr nett und hilfsbereit. Die Abteilung der Afrikanischen Sammlung war super, viele junge und gut gelaunte  Menschen arbeiten dort. Ich wurde in alles mit einbezogen, innerhalb und außerhalb der Arbeitszeiten. Jeder hieß mich herzlich willkommen im Museum. So war es sehr leicht mich zu integrieren. Ich fühlte mich wirklich wie zu hause.“ Ein Bericht über seine Arbeit und Eindrücke.

Damian Bern: Dschungel © Damian Bern

Sommerstudio

...das weiß nur der Dschungel

ifa | Dieses Jahr startet die Reihe „Sommerstudio“ des ifa. Zum ersten Mal haben Studierende im Bereich Bildende Kunst die Möglichkeit, in der ifa-Galerie Stuttgart ihre Arbeiten zu präsentieren. Die Ausstellung vom 21. Juli bis 10. September 2017 beschäftigt sich mit der Inszenierung der Natur. Mit dabei sind Lena Heinz und Hyungjeong Ko.

Flavio Cerqueira: I told you..., 2016; Courtesy of the artist and Goodman Gallery

C& Magazin

Alle Ausgaben auf einen Blick

C& | Die erste Ausgabe von Contemporary And (C&) wurde 2014 während der Dakar Biennale veröffentlicht. Das Magazin präsentiert online und offline unterschiedliche Erzählweisen der Geschichte der zeitgenössischen Kunst. C& versteht sich als dynamischen Ort, an dem Themen und Informationen zu zeitgenössischer Kunstpraxis aus afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden.

Titelbild Ausstellungskatalog © ifa

Ausstellungskatalog

Eine Welt in der Stadt: Zoologische und botanische Gärten

ifa | Der neue Ausstellungskatalog des ifa widmet sich städtischen Gärten. Sie sind nicht nur ein Ort der Freizeitgestaltung, sondern auch der Bildung und der Wissenschaft: Das Sammeln von Pflanzen und Tieren aus einheimischen und weit entfernten Regionen sowie deren Verbringung nach Europa begann in der Zeit der Entdeckung und Erforschung der Welt vom 16. bis ins 19. Jahrhundert. Die Ausstellung "Eine Welt in der Stadt: Zoologische und botanische Gärten" ist noch bis zum 2. Juli in der ifa-Galerie Stuttgart zu sehen.

Irene de Andrés: El Segundo Viaje, 2017; © Irene de Andrés

Untie to Tie

Über urbane Kulturen und koloniale Vermächtnisse

ifa | Ausstellung und Veranstaltungsprogramm des zweiten Kapitels zeigen Positionen, die sich den kolonialen Vermächtnissen in der urbanen Kultur entgegensetzen und beleuchten deren Potenzial, den vorherrschenden Strukturen und Politiken entgegenzuwirken. Wie werden soziale Hierarchien geschaffen und durch stereotype Vorstellungswelten in heutigen kolonialen Verhältnissen geografisch repräsentiert? Urbane Kulturen wie Musik, Mode und Tourismus werden als politische oder kulturelle Instrumente der Ermächtigung und der Handlungsmacht genutzt. Durch das Vermitteln von Bildung und Selbstbewusstsein an stigmatisierte und diskriminierte Gemeinschaften zeigen sie Verhältnisse der Unterordnung und Beherrschung auf, die auf kolonialen Strukturen und neokolonialen Beziehungen basieren und aufrechterhalten werden: auf ideologischer, psychologischer, kultureller und politischer Ebene. Die Pluralität von Standpunkten und erzählerischen Stimmen in Kapitel 2 erweitert die eurozentrischen Narrative und bietet starke Gegenpositionen.

Foto: Aida Muluneh Departure 2016 Courtesy of Artist and David Krut Projects

C& Magazin

Neue Printausgabe zur documenta 14

C& | Zu besonderen Anlässen erscheint „C&“ als Print-Version. So widmet sich die 7. Ausgabe zur documenta 14 "Curriculum of Connections. Focus: Education" ganz dem Thema Bildung im künstlerischen Bereich. In Form von Interviews und Gastbeiträgen werden Ideen, Erfahrungen, Werkzeuge sowie Lernorte aus den Bereichen Kunst, kritische Bildungsarbeit, Theorien und Alltagspraxen versammelt. Wichtige Fragen sind: Was sind die Diskurse sowie formale und non-formale Praxen im Bereich der künstlerischen Bildung? Was sind die Verknüpfungen zwischen Kunst, Bildung und globalen Machtverhältnissen? Welche innovativen und alternativen Vermittlungsformate gab es in der Vergangenheit und gibt es heute? 

documenta 14: Eingangsbereich Museum Fridericianum© Mathias Voelzke

documenta 14

Förderung internationaler Künstlerinnen und Künstler

ifa | Auf der diesjährigen documenta 14 vom 10.06 -17.09.2017 in Kassel stellen elf vom ifa geförderte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Dabei sind Arin Rungjang (Thailand), Samnang Khavy (Kambodscha), Lala Rukh (Pakistan) und  Ibrahim Mahama (Ghana). Aus Indien außerdem Nikhil Chopra, Ganesh Haloi, Amar Kanwar und Nilima Sheikh sowie Regina Galindo José, Joaquim Orellana Mejía und Vivian Suter aus Guatemala.

Aufbau der Ausstellung "Future Perfect" in Guadalajara © Fototeca Musa / Nayeli Huizar

ifa-Ausstellungen in Mexiko

Von Oaxaca bis Monterrey

ifa | Während des Deutschlandjahres in Mexiko 2016-2017 präsentiert das ifa insgesamt sieben Ausstellungen in verschiedenen mexikanischen Städten. Aktuell zu sehen sind die Ausstellungen "Sibylle Bergemann. Photographien" in Oaxaca und "Future Perfect" in Guadalajara. In Guadalajara eröffnet am 8. Juni zudem die Ausstellung "Otto Dix: Kritische Grafik 1920-1924". Eine Woche später startet in Oaxaca "Musik ungeklärter Herkunft" mit 40 Gouachen von Sigmar Polke.

Anne Imhof: Faust, 2017; © Anne Imhof, Foto: Nadine Fraczkowski

Anne Imhof im Gespräch

Wie man sich dem Anderen zeigt

ifa | Für ihren Beitrag "Faust" wurde die Künstlerin Anne Imhof auf der 57. Biennale Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Im Interview erzählt sie, wie die Struktur ihrer Stücke entsteht und wofür die von ihr eingesetzten Tiere stehen.

Kaiwan Mehta, Foto: ifa / Gögelmann
Kaiwan Mehta, Foto: ifa / Gögelmann

Eine Welt in der Stadt

Binnenwelten ... und was findet man dort?

ifa | Wir alle sind mit der sogenannten Naturgeschichte vertraut, aber wie steht es um die Geschichte der Naturgeschichte? Ich selbst betrachte die Naturgeschichte als Manifestationen von Beziehungen, die Menschen und menschliche Zivilisationen mit der Natur und den Naturgegebenheiten eingegangen sind. Diese Beziehungen entsprechen der Weltsicht, die Menschen und Zivilisationen entwickelt haben und mit der sie leben.
Von Kaiwan Mehta

Menschenmenge vor dem Deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale 2017 © ifa / Kahrmann

Biennale Venedig 2017

Anne Imhofs "Faust" als bester Länderbeitrag ausgezeichnet

ifa | Das ifa beglückwünscht die Performance-Künstlerin Anne Imhof und die Kuratorin Susanne Pfeffer zum Goldenen Löwen für den besten Länderbeitrag 2017 auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Damit erhält der Deutsche Pavillon zum sechsten Mal diese Auszeichnung. In der fünfstündigen Choreographie "Faust" bewegen sich die Performer im und um den Deutschen Pavillon, begrenzt durch Gitterzäune und Hunde, gespiegelt durch einen gläsernen Boden.

Anne Imhof: Faust, 2017 (12); © Anne Imhof, Foto: Nadine Fraczkowski

Biennale Venedig 2017

Anne Imhof. Faust

ifa | Ein Raum, ein Haus, ein Pavillon, eine Institution, ein Staat. Fließend, kristallin und hart
durchziehen Glasboden und Glaswände wie in den Machtzentren des Geldes den Raum. Anne Imhof hat auf Einladung der Kuratorin Susanne Pfeffer die Arbeit "Faust" für den Deutschen Pavillon auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia entwickelt. "Faust" ist eine fünfstündige Inszenierung und ein auf sieben Monate angelegtes Langzeitszenario aus performativer Dynamik, skulpturaler Installation, malerischer Setzung und präziser Choreografie der Sichtachsen und Bewegungen.

Franz Ferdinand Photography (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Internationaler Tag der Pressefreiheit 

"Die Presse ist das Rückenmark unserer Demokratie"

kulturaustausch.de | Ohne einen gesunden Journalismus können Gesellschaften nicht funktionieren, sagt Journalist Ranga Yogeshwar.

CrossCulture Tour 2017; Foto: Max Boettinger (CC0 1.0), via Unsplash

Projektreihe

7 Städte – 7 Geschichten

ifa | Von April bis Oktober 2017 touren sieben ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des CrossCulture Programms mit ihren Projekten durch Deutschland. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Menschenrechte und Frieden, nachhaltige Entwicklung sowie Medien und Kultur. Den Auftakt der Tour machen die Journalistin Rula Asad und der Kunstfotograf Mohan Dehne. In ihrer Ausstellung "Syrian Elsewhere" in  Freiburg zeigen sie fotografische Porträts und Videointerviews von geflüchteten Syrerinnen und Syrern in Europa. Im Rahmen der Ausstellung findet am 27. April eine Podiumsdiskussion zum Thema "Identitäten im Umbruch: Syrerinnen und Syrer in Europa" statt.

Welttournee

Fabrik – Deutscher Pavillon der Biennale Venedig 2015 on tour

ifa | 2015 kuratierte Florian Ebner den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale. Knapp zwei Jahre später schickt das ifa den Beitrag der Venedig Biennale auf Welttournee. Doch um die Ausstellung "reisefähig" zu gestalten, musste einiges verändert werden. Welche Herausforderungen gab es? Was ist so wie in Venedig? Was hat sich verändert? Darüber spricht der Kurator Florian Ebner bei einem Rundgang durch die erste Station der ifa-Tourneeausstellung im Sursock Museum in Beirut.
Interview von Siri Gögelmann

Alya Sebti, Leiterin der ifa-Galerie Berlin © ifa / Tomaschko

Kuratorische Saison 2017

Tout-monde denken mit Alya Sebti

C& | Alya Sebti, Leiterin der ifa-Galerie Berlin, gewährt einen Ausblick auf die kuratorische Saison 2017: UNTIE TO TIE.

Kuratoren- und Künstlergespräch in der Ausstellung "Politics of Sharing" in der ifa-Galerie Berlin, 2016 © ifa / Tomaschko

Verschiedene Perspektiven von kollektivem Wissen und Erfahrungen von Teilen

Politics of Sharing – On Collective Wisdom

ifa | Die Publikation "Politics of Sharing – On Collective Wisdom" ist als Ergebnis eines internationalen Recherche- und Ausstellungsprojekts entstanden. Sie zeigt verschiedene Perspektiven von kollektivem Wissen und Erfahrungen von Teilen im Kontext von zeitgenössischer Kunst und visueller Kultur. (In englischer Sprache)

Museumsinsel Berlin © Johannes Haile

Interview

Hochhäuser, High Heels und Hochöfen

ifa | Johannes Haile rahmte in Bilder, was die Menschen vor seiner Kamera empfanden: tiefes Vertrauen und Empathie. Seine Fotografien erlauben uns heute eine Reise in fast vergessene Erinnerungslandschaften: In den 1960er Jahren besuchte der äthiopische Fotograf die Bundesrepublik und hielt den Alltag vom industriellen Aufschwung in Bildern fest. Einen Teil dieser Aufnahmen hat die Anthropologin und Autorin Meskerem Assegued mit der Ausstellung "Mit anderen Augen" erstmals nach Deutschland gebracht. Im Interview spricht sie über ihre kuratorischen Entscheidungen und Hailes Leben mit und für die Fotografie. Von Juliane Pfordte

Aufbauarbeiten im Deutschen Pavillon, Venedig Biennale 2015. Foto: Manuel Reinartz

Interview

Biennale Venedig Backstage

ifa | ''Man braucht eine kindliche Lust am Basteln.", sagt Manuel Reinartz zu seiner Tätigkeit als Technischer Leiter des Deutschen Pavillons der Biennale 2015. In der Reihe Biennale Venedig Backstage – 3 ½ Fragen wirft das ifa einen Blick hinter die Kulissen. In dieser Folge spricht Manuel Reinartz über seine Aufgaben und seinen Beitrag als Technischer Leiter. Der deutsche Beitrag ''Fabrik" der Biennale 2015 geht auf Weltreise. Die Eröffnung der ersten Station ist am 30. März im Sursock Museum in Beirut. Von Charlotte Bastam

Kunst als Weichensteller für gesellschaftliche Transformationsprozesse? Foto: Todd Diemer (CC BY 2.0), via Unsplash

Interview

Institutionen im Wandel

ifa | ''Ich glaube an das Potenzial von Kunst in gesellschaftlichen Transformationen und bin mir sicher, dass Institutionen hier wegweisend sein können", sagt Elke aus dem Moore, Leiterin der ifa-Kunstabteilung. Im Interview spricht sie über globale Entwicklungen im Bereich der Kunst, die Rolle von Kulturinstitutionen und ihr persönliches Interesse an Begegnung, mit und durch Kunst.
Von Yeast, Art of Sharing

Blick in die Ausstellung "Über den Teppich" in der ifa-Galerie Stuttgart, 2016 © ifa/Siri Gögelmann

Interview

Blühende Bleistifte und gewebte Bilder

ifa | Als kleiner Junge spitzte Taysir Batniji am Ende der Schulferien stundenlang seine Stifte. Heute ist ein Feld aus Farbstiftspänen Teil einer seiner bekanntesten Performance. Der palästinensische Künstler wurde 1966 in Gaza geboren. In seiner Installation "Hannoun" – aktuell zu sehen in der ifa-Ausstellung "In the Carpet ǀ Über den Teppich" – stellt Batniji zwei zentrale Dimensionen seines Lebens gegenüber: den Konflikt im Gazastreifen und das Leben im Exil. Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, sind die Arbeiten von Amina Agueznay. Die in Casablanca geborene Künstlerin liebt die Zusammenarbeit mit marokkanischen Weberinnen und anderen Handwerkern. In ihren Textilinstallationen setzt sie sich mit traditionellen Motiven und überlieferten Handwerkstechniken auseinander. Im Interview sprechen die beiden über den Zusammenhang von Kunst, Kultur und Handwerk. Von Mustafa Yapakci und Siri Gögelmann

angela n. (CC BY 2.0) via Flickr

Redecoration politics

Will Trump's White House push back recent gains by African-American artists?

contemporaryand.de | Obama's fine selection of works from Glenn Ligon to Alma Thomas is going to leave the White House. But what's coming instead? (Englisch) By Sean O'Toole

Politik des Teilens, Eröffnung in der ifa-Galerie Stuttgart im Juli 2016

Politik des Teilens | Interview

Kunsträume: Orte für verlorenes Wissen

ifa | Von welchen Gemeinschaftskonzepten wollen wir lernen? Wie können weltweit gute Lebensbedingungen geschaffen werden? Die Ausstellung "Politik des Teilens – Über kollektives Wissen" eröffnet neue Gedankenwelten. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit kollektivem Wissen und verschiedenen Vorstellungen von Teilen. Im Interview erzählen die Künstler Gabriel Rossell-Santillán, Natalie Robertson und Daniel Maier-Reimer von ihrer Motivation und den Lebensbedingungen indigener Bevölkerungen in Neuseeland und Mexiko. Interview von Siri Gögelmann

Kuratorin Meskerem Assegued © Guenet Assegued

Contemporary &

Meine Erinnerungen an Johannes Haile

ifa | "Man konnte viel Spaß mit ihm haben", erinnert sich die Kuratorin Meskerem Assegued an Johannes Haile. Der äthiopische Fotograf war nicht nur ihr Mentor, sondern auch ein guter Freund. In ihrem Beitrag beschreibt sie Haile als einen Mann, der falsches Lächeln nicht mochte und erst dann zufrieden war, wenn die Menschen, die er ablichtete, seine Kamera vergaßen. Assegued gründete das Zoma Contemporary Art Center (ZCAC) in Addis Abeba und kuratierte die Ausstellung "Mit anderen Augen. Deutschland in den 1960er Jahren – Fotografien von Johannes Haile".
Beitrag von Meskerem Assegued

Contemporary &: 'I grew up with Johannes Haile and his photographs'. Interview with Meskerem Assegued

Tabiat-Brücke, Teheran; Foto: Mohammad Hassan Ettefagh

Iran

Die Brücke der Natur

ifa | Teheran – eine Metropole mit etwa zwölf Millionen Einwohnern, unzähligen Straßen und lauten Highways. Mittendrin: die Tabiat-Brücke (Persisch "Natur") – eine Fußgängeroase, schwebend über einer Autobahn. Entworfen wurde die mehrfach ausgezeichnete Brücke, die für den Aga Khan Award 2016 nominiert ist, von Leila Araghian. Was sie inspirierte, auf welche Hürden sie mit ihrem Projekt stieß und was Menschen an der Brücke fasziniert, erzählt die iranische Architektin bei einem Besuch in der ifa-Galerie Stuttgart. Interview von Juliane Pfordte, Podcast von Siri Gögelmann

Gorodeja, Weißrussland, 2005: Dorfbewohnerinnen sammeln Preiselbeeren und tragen sie in Säcken durch den Sumpf. © Andrei Liankevich: Belarus portfolio, 2010

Fotokünstler Andrei Liankevich und Aleksander Veledzimovich

"Mit Kunst hat man mehr Freiheiten, eine Botschaft zu vermitteln"

ifa | Belarus – terra incognita? Auch mehr als 20 Jahre nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion und trotz der geografischen Nähe zur Europäischen Union haftet dieses Stigma an jenem Land, das oft als "Europas letzte Diktatur" bezeichnet wird. Doch welches Bild der Gegenwart zeichnen die Menschen vor Ort? Wie wird das Land von der jungen Generation wahrgenommen und wie hat sich die Kunstszene in den vergangenen Jahren entwickelt? Ein Gespräch mit den Fotokünstlern Andrei Liankevich und Aleksander Veledzimovich.
Interview von Juliane Pfordte

Eröffnung der Ausstellung "Dem Gestern ein Morgen geben ...", ifa-Galerie Stuttgart; Foto: ifa / Gögelmann

Kunst in Konfliktregionen

Im gepanzerten Fahrzeug ins Museum

Stuttgarter Zeitung | Kaum ist irgendwo der Krieg beendet, nimmt das Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen Kontakte auf. Mit seinen Tourneeausstellungen will es mit den Menschen und Kulturen ins Gespräch kommen. So sind derzeit dreißig Ausstellungen zu Kunst, Design, Fotografie und Architektur aus der ifa-Sammlung in der Welt unterwegs. 
Von Adrienne Braun, erschienen in der Stuttgarter Zeitung am 11. August 2016

Barbara Klemm; Foto: privat

Barbara Klemm

Von der Kunst, sich selbst zurückzunehmen

ifa | Mit ruhiger Hand greift sie nach ihrer Tasche, um sich ihrem wertvollsten Inhalt zu vergewissern: "Die Leica habe ich immer dabei." Jahrzehntelang dokumentierte die frühere FAZ-Fotografin das Zeitgeschehen, während sich ihre Fotos ins kollektive Bildgedächtnis der Deutschen brannten. Barbara Klemm lächelt... Ein Gespräch mit der Ikone der deutschen Pressefotografie in der ifa-Galerie Stuttgart. Interview von Juliane Pfordte

Das neue Italien / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

KULTURAUSTAUSCH III/2016

Auf in die Pampa

Die meisten Auslandsitaliener leben in Argentinien. Giacomo Di Matteo ist einer von ihnen.
Von Laureano Barrera

"Die Schönheit wurde nicht für Touristen geschaffen"

Italien ist berühmt für seine Kulturschätze. Wie lassen sie sich erhalten? Ein Gespräch mit dem Archäologen und Kunsthistoriker Salvatore Settis.
Interview von Timo Berger und Luca Seufert

Genzyme Corporate Headquarters, Cambridge, MA; bewegliche Prismen an der Atriumdecke lenken Tageslicht in die tiefer liegenden Gebäudeteile; © Behnisch Architekten

Architektur und Nachhaltigkeit

4 Fragen an Stefan Behnisch und Thomas Auer

ifa | Stefan Behnisch (Behnisch Architekten) und Thomas Auer (Transsolar KlimaEngeneering) beschäftigen sich seit Jahren mit nachhaltiger Architektur. Im Interview sprechen sie über die Grundlagen ihrer Arbeit und wie sich diese in den letzten Jahren verändert hat.

Lesetipps

 

"Distanz und Nähe", Karatschi 2008; Foto: Riffat Alvi
"Distanz und Nähe", Karatschi 2008
Foto: Riffat Alvi

ifa-Tourneeausstellungen

Weit mehr als ein Aushängeschild deutscher Kultur

ifa | Die Tourneeausstellungen des ifa bieten in weit entfernten Regionen der Welt oftmals erste Einblicke in Bereiche der Kunst, Architektur oder Fotografie, die dort auf andere Weise kaum zu erlangen wären.Wie werden diese Ausstellungen in anderen Kulturkreisen wahrgenommen? Antworten dreier Direktorinnen von Ausstellungshäusern in Singapur, Pakistan, Usbekistan und ein Künstlergespräch in China geben Einblicke.
Von Dietrich Heißenbüttel

Ausstellungspremiere in Leipzig

Helga Paris. Fotografie

Veranstaltungen

28.09.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr | ifa-Galerie Berlin
Jede Maske, die ich jemals liebte
Ausstellungseröffnung 
07.10.2017, 13:00 Uhr - 14:00 Uhr | Lubumbashi
Biennale de Lubumbashi 2017
Ausstellungseröffnung 
12.10.2017 | Centro de las Artes de San Luis Potosí, San Luis Potosí
Sibylle Bergemann. Photographien
Ausstellungseröffnung

Nachrichten / Presseschau

Wes Lied ich sing’

Die Werke des kolumbianischen Künstlers Wilson Díaz werden in der daad-Galerie gezeigt.

tagesspiegel.de | 26.09.2017

Gruß aus der Vergangenheit

tagesspiegel.de | 25.09.2017

Die leise Stimme der Schönheit

In Koblenz findet zum 25. Mal das Internationale Gitarrenfestival statt.

deutschlandfunkkultur.de | 23.09.2017

Katalog der ifa-Bibliothek

ifa-Bibliothek
Scott Webb, via Unsplash