KULTUR UND KONFLIKT

Zitadelle Aleppo; reibai (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Der Krieg in den Medien

Wer liefert die schrecklichsten Gräueltaten?

kulturaustausch.de | Die Rückeroberung Aleppos durch syrische Regierungskräfte zwischen Juli und Dezember 2016 markierte einen Tiefpunkt in der westlichen Medienberichterstattung über den Krieg in Syrien. Ohne ausreichende Belege für den Wahrheitsgehalt von Nachrichten wetteiferten die Medien um Meldungen über die schrecklichsten Gräuel.
Von Patrick Cockburn

Foto: Goa Shape (CC0 1.0), via Unsplash

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Lizenz zum Zeichnen. Algerische Karikaturisten testen Grenzen aus

Qantara.de | In einem Land wie Algerien, in dem die Pressefreiheit nur in Grenzen gewährleistet ist, können Karikaturen mit ihren subtilen, regimekritischen Botschaften oft eine viel subversivere Wirkung entfalten als bloße Worte.

Foto: (CC0), via Pixabay

Video

"Ehrenmord" in Pakistan

ZDF | Jeden Tag fallen in Pakistan im Durchschnitt drei Frauen dem "Ehrenmord" zum Opfer. Das ZDF Auslandsjournal berichtet über diese Verbrechen am Beispiel der getöteten Internetberühmtheit Qandeel Baloch. "Es hätte mich genauso treffen können", sagt die ehemalige ifa-Stipendiatin Saba Khalid im Interview. 2012 war sie im Rahmen des CrossCulture Programms für drei Monate in Deutschland.

Foto: Anastasia Polischuk (CC0 1.0) via Unsplash

Artikel

Die schlechte Nachricht zuerst

kulturaustausch.de | Im Zeitalter der Globalisierung verbreiten sich schlechte Nachrichten sehr viel schneller als gute Nachrichten und sie wirken stärker auf uns. Meldungen über Todesfälle, Gewalt, Katastrophen und Hass haben es leichter, Leser und Zuschauer zu erreichen, als Nachrichten über fortschrittliche Ideen, Bewegungen für Gerechtigkeit, lokale Projekte für Toleranz und Inklusion oder gutes Handeln von Regierungen oder Bürgern. Warum ist das so?
Von Arjun Appadurai

Gerry & Bonni: Di Hamri lunch shelter (CC BY 2.0), via Flickr

Bericht

Jemen: Herausforderung Frieden

ifa | Seit 2014 verschlimmert sich die Lage in Jemen, dem Staat im Süden der Arabischen Halbinsel. Gibt es Hoffnung auf Frieden? Marie-Christine Heinze, Center for Applied Research in Partnership with the Orient (CARPO), und Andreas Kindl, Botschafter der Deutschen Vertretung in Jemen, diskutierten über die Ursachen des Konflikts und die Herausforderungen der Friedensverhandlungen.
Von Daniela Hochstätter

Gitarrenklänge hallen durch die Wüste: Über den Blues in Mali. Foto: Kimberly Richards (CC0 1.0), via Unsplash

Interview

''Die Wüste war unsere Musikschule''

kulturaustausch.de | Gitarrenklänge hallen durch die Wüste. Die Sonne sengt. Der Gittarist Ahmed Ag Kaedi spricht über den Blues in seiner Heimat Mali, seiner Leidenschaft zur Musik und sein konfliktreiches Leben als Tuareg. Denn im Leben der Tuareg hat Musik eine besondere Bedeutung: Sie verleiht ihnen eine Stimme im Kampf für mehr Unabhängigkeit und gegen die gewalttätigen Konflikten, die sie umgeben.
Von Nikola Richter

Im Kampf gegen Krisen. Foto: David Santaolalla (CC BY 2.0), via Flickr

Bericht

Syrien und Afghanistan – Krisenbewältigung in der Krise?

ifa | Wie geht die deutsche Außenpolitik mit internationalen Krisen um? Mit welchen Mitteln betreibt die Bundesregierung Ursachenbekämpfung? Und wie berichten Medien über Krisen? Im Rahmen der Reihe ''Außenpolitik live'' stellte sich Rüdiger König, Leiter der Abteilung für Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktforschung und Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts, am 20. Juni 2016 in Dresden den Fragen des Publikums.
Von Nathalie Saccà

Denkmal zu Ehren des 2005 ermordeten libanesischen Journalisten Gebran Tueni; Foto © ifa/Pfordte

Interview

Von der Amnestie zur Amnesie

ifa | "Im Libanon ist Verdrängung zum Dauerzustand geworden", sagt die Journalistin und Orientalistin Monika Borgmann. Mit dem 2004 gegründeten Archiv "UMAM Documentation & Research" versucht sie, die Lücken im kollektiven Gedächtnis des Landes zu schließen. In ihrem aktuellen Dokumentarfilm "Tadmor" brechen ehemalige libanesische Gefangene des Assad-Regimes ihr Schweigen. Der Film ist ab dem 9. März 2017 in verschienden schweizer Kinos zu sehen.
Interview von Juliane Pfordte

Veraltetes Schubladendenken trotz Multikulti? Foto: Lubomir Simek (CC BY 2.0), via flickr

Artikel

Manuela Bojadžijev: Was wir nicht hören wollen

kulturaustausch | Was bestimmt das ''Wir''? Was macht das ''Andere'' aus? Klassifikationsmuster verändern sich, viele Menschen sind immer weniger bereit, sich etablierten und statischen Identitäten zuzuordnen. Auch der rassistische Diskurs verschiebt sich. Manuela Bojadžijev diskutiert in ihrem Beitrag die Gefahren des heutigen Rassismus in Zeiten von Multikulturalismus.

Bei der Debatte um Fake-News fällt immer wieder der Name des russischen Präsidenten. Foto: Andrew Kuznetsov (CC BY 2.0), via Flickr.

Buchtipp

Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine – Soft Power and Russian Foreign Policy

ifa | Fake-News, Falschmeldungen, Unwahrheiten: Immer wieder fällt bei der Debatte um "alternative Fakten" der Name des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Für Van Herpen sind Fehlinformationen und Desinformationskampagnen Teil einer russischen "Soft-Power"-Offensive. Er spricht von einem Informationskrieg mit dem Zweck, das ehemals sowjetische Gebiet zu "rekolonialisieren" und zu "reimperialisieren".

Stefan Maurer (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Parlamentsnachrichten

Zwölfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik

Deutscher Bundestag | Schwerpunkt des Berichts der Bundesregierung für die Jahre 2014 bis 2016 sind die zunehmenden Beschränkungen des Handlungsspielraums für die Zivilgesellschaft. Betroffen sind insbesondere Nichtregierungsorganisationen, deren Aktivitäten weltweit eingeschränkt werden. Dieser "shrinking space" sei nicht nur in autoritären Regimen zu beobachten, sondern inzwischen ein globaler Trend geworden.

Bericht: Download (PDF)
Pressemitteilung: Deutscher Bundestag: Einschränkungen der Zivilgesellschaft

Simon Matzinger (CC BY 2.0) via Flickr

KULTURAUSTAUSCH I/2017

Wir brauchen neue Brücken

kulturaustausch.de | Kriege, Flüchtlinge, Spaltung der Gesellschaft: Wie sollte die Außenkulturpolitik auf die aktuellen politischen Krisen reagieren? Wie kann ein Dialog zwischen Kulturschaffenden und der Zivilgesellschaft aussehen?
Von Bernd Thum

Eustaquio Santimano (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch 2016

Die Ukraine geht in die Verlängerung

ifa | An den Orten, wo im Jahr 2012 die Fußball-EM stattfand, herrscht heute trotz Waffenruhe Krieg. Wo die Ideale der Völkerfreundschaft hochgehalten wurden, wird gekämpft. Zerstoben sind damit die Hoffnungen der Ukraine, mit der gemeinsamen Austragung des Megasport-Events mit dem EU-Land Polen ein Stück nach Mitteleuropa zu rücken. Was ist geblieben? Der Schriftsteller und Fußballfan Serhij Zhadan berichtet aus einem kriegsmüden Land am Rande Europas.
Von Serhij Zhadan

Foto: Hala Elkoussy, My Cairo, edition esefeld & traub, 2014

Interview

"Vom Jubel des Tahrir-Platzes ist nichts geblieben"

ifa | "MYCAI - Mein Kairo" heißt das Buch, das Jörg Armbruster Ende 2014 mit dem deutsch-syrischen Schriftsteller Suleman Taufiq herausgegeben hat. Anlässlich der Buchpräsentation in der ifa-Galerie Stuttgart sprachen wir mit ihm über sein Kairo, den "Arabischen Frühling" und seine langjährige Arbeit als ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten.
Interview von Juliane Pfordte

Plakat im palästinensischen Flüchtlingslager Burj Al Barjneh; © Foto: ifa / Grassmann

Interview

Perspektiven und Freiräume schaffen – Kulturarbeit in libanesischen Flüchtlingslagern

ifa | Leila Mousa, ifa-Expertin für das Forschungsprojekt "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?"
Interview von Dorothea Grassmann

Studie: Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?

Eröffnung der Ausstellung "Dem Gestern ein Morgen geben ...", ifa-Galerie Stuttgart; Foto: ifa / Gögelmann

Kunst in Konfliktregionen

Im gepanzerten Fahrzeug ins Museum

Stuttgarter Zeitung | Kaum ist irgendwo der Krieg beendet, nimmt das Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen Kontakte auf. Mit seinen Tourneeausstellungen will es mit den Menschen und Kulturen ins Gespräch kommen. So sind derzeit dreißig Ausstellungen zu Kunst, Design, Fotografie und Architektur aus der ifa-Sammlung in der Welt unterwegs. 
Von Adrienne Braun, erschienen in der Stuttgarter Zeitung am 11. August 2016

Neuland. Ein Heft über Flucht und Heimat / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Neuland | KULTURAUSTAUSCH II/2016

"Das ferne Elend ist zuhause angekommen"

Wie der soziale Frieden des Westens mit der Stabilität im Nahen Osten zusammenhängt. Ein Gespräch mit Eva Illouz.
Interview von Timo Berger

Was bleibt. Ein Heft über Erinnerungen / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Was bleibt? | KULTURAUSTAUSCH I/2016

Räume der Trauer

Im peruanischen Ayacucho erinnert ein Museum an die Opfer des Guerillakrieges von 1981 bis 1992.
Von Romaní Díaz

Trümmerlandschaften

Die Zerstörung archäologischer Schätze im Jemen bedroht das kulturelle Gedächtnis des Landes.
Von Mohanned Alsayani

Gabriele Fangi, Wissam Wahbeh: Große Moschee in Aleppo (CC BY 3.0) via Wikimedia Commons

Wiederaufbau-Projekte für Aleppo

"Die anderen zerstören, wir bauen wieder auf"

Qantara.de | Das umkämpfte Aleppo liegt in Trümmern. Doch in Budapest arbeiten ehemalige Stadtbewohner und Experten schon jetzt am Wiederaufbau der 5.000 Jahre alten Metropole. 
Von Iris Mostegel

Zum Thema: http://www.thealeppoproject.com/

Amine Ghrabi (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Hochschulen in Tunesien

Was vom Frühling übrig blieb

Qantara.de | Vor fünf Jahren begann in Tunesien der Arabische Frühling. Angeführt von Studenten stürzte das Volk seinen Herrscher. Wie geht es der Jugend heute? Eine Tour durch die Hochschulen von Tunis.
Von Arnfrid Schenk

Lesetipps

 

Katalog der ifa-Bibliothek

ifa-Bibliothek

Nachrichten / Presseschau

Selbst Mumien sind vom Krieg betroffen

Die Konflikte in Jemen beeinträchtigen archäologische Arbeit.

spiegel.de | 19.05.2017

Eine Lichtquelle im Nahen Osten

Im Forschungsinstitut "Sesame" bei Amman arbeiten zukünftig arabische und israelische Forscher zusammen.

taggespiegel.de | 15.05.2017