KULTUR UND KONFLIKT

Bei der Debatte um Fake-News fällt immer wieder der Name des russischen Präsidenten. Foto: Andrew Kuznetsov (CC BY 2.0), via Flickr.

Buchtipp

Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine – Soft Power and Russian Foreign Policy

ifa |Fake-News, Falschmeldungen, Unwahrheiten: Immer wieder fällt bei der Debatte um "alternative Fakten" der Name des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Für Van Herpen sind Fehlinformationen und Desinformationskampagnen Teil einer russischen "Soft-Power"-Offensive. Er spricht von einem Informationskrieg mit dem Zweck, das ehemals sowjetische Gebiet zu "rekolonialisieren" und zu "reimperialisieren".

Stefan Maurer (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Parlamentsnachrichten

Zwölfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik

Deutscher Bundestag | Schwerpunkt des Berichts der Bundesregierung für die Jahre 2014 bis 2016 sind die zunehmenden Beschränkungen des Handlungsspielraums für die Zivilgesellschaft. Betroffen sind insbesondere Nichtregierungsorganisationen, deren Aktivitäten weltweit eingeschränkt werden. Dieser "shrinking space" sei nicht nur in autoritären Regimen zu beobachten, sondern inzwischen ein globaler Trend geworden.

Bericht: Download (PDF)
Pressemitteilung: Deutscher Bundestag: Einschränkungen der Zivilgesellschaft

Simon Matzinger (CC BY 2.0) via Flickr

KULTURAUSTAUSCH I/2017

Wir brauchen neue Brücken

kulturaustausch.de | Kriege, Flüchtlinge, Spaltung der Gesellschaft: Wie sollte die Außenkulturpolitik auf die aktuellen politischen Krisen reagieren? Wie kann ein Dialog zwischen Kulturschaffenden und der Zivilgesellschaft aussehen?
Von Bernd Thum

Eustaquio Santimano (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch 2016

Die Ukraine geht in die Verlängerung

ifa | An den Orten, wo im Jahr 2012 die Fußball-EM stattfand, herrscht heute trotz Waffenruhe Krieg. Wo die Ideale der Völkerfreundschaft hochgehalten wurden, wird gekämpft. Zerstoben sind damit die Hoffnungen der Ukraine, mit der gemeinsamen Austragung des Megasport-Events mit dem EU-Land Polen ein Stück nach Mitteleuropa zu rücken. Was ist geblieben? Der Schriftsteller und Fußballfan Serhij Zhadan berichtet aus einem kriegsmüden Land am Rande Europas.
Von Serhij Zhadan

Foto: Hala Elkoussy, My Cairo, edition esefeld & traub, 2014

Interview

"Vom Jubel des Tahrir-Platzes ist nichts geblieben"

ifa | "MYCAI - Mein Kairo" heißt das Buch, das Jörg Armbruster Ende 2014 mit dem deutsch-syrischen Schriftsteller Suleman Taufiq herausgegeben hat. Anlässlich der Buchpräsentation in der ifa-Galerie Stuttgart sprachen wir mit ihm über sein Kairo, den "Arabischen Frühling" und seine langjährige Arbeit als ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten.
Interview von Juliane Pfordte

Plakat im palästinensischen Flüchtlingslager Burj Al Barjneh; © Foto: ifa / Grassmann

Interview

Perspektiven und Freiräume schaffen – Kulturarbeit in libanesischen Flüchtlingslagern

ifa | Leila Mousa, ifa-Expertin für das Forschungsprojekt "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?"
Interview von Dorothea Grassmann

Studie: Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?

Eröffnung der Ausstellung "Dem Gestern ein Morgen geben ...", ifa-Galerie Stuttgart; Foto: ifa / Gögelmann

Kunst in Konfliktregionen

Im gepanzerten Fahrzeug ins Museum

Stuttgarter Zeitung | Kaum ist irgendwo der Krieg beendet, nimmt das Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen Kontakte auf. Mit seinen Tourneeausstellungen will es mit den Menschen und Kulturen ins Gespräch kommen. So sind derzeit dreißig Ausstellungen zu Kunst, Design, Fotografie und Architektur aus der ifa-Sammlung in der Welt unterwegs. 
Von Adrienne Braun, erschienen in der Stuttgarter Zeitung am 11. August 2016

Neuland. Ein Heft über Flucht und Heimat / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Neuland | KULTURAUSTAUSCH II/2016

"Das ferne Elend ist zuhause angekommen"

Wie der soziale Frieden des Westens mit der Stabilität im Nahen Osten zusammenhängt. Ein Gespräch mit Eva Illouz.
Interview von Timo Berger

Was bleibt. Ein Heft über Erinnerungen / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Was bleibt? | KULTURAUSTAUSCH I/2016

Räume der Trauer

Im peruanischen Ayacucho erinnert ein Museum an die Opfer des Guerillakrieges von 1981 bis 1992.
Von Romaní Díaz

Trümmerlandschaften

Die Zerstörung archäologischer Schätze im Jemen bedroht das kulturelle Gedächtnis des Landes.
Von Mohanned Alsayani

Russland / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2015. – 82 S.

Russland | KULTURAUSTAUSCH III/2015

"Russland hat immer gekämpft"

Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch über die Ideologie der Gewalt und die Renaissance totalitärer Ideen.
Interview von Diana Klie und Fabian Ebeling

Wir haben Zeit. Ein Heft über Langsamkeit / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2015. – 82 S.

Wir haben Zeit | KULTURAUSTAUSCH II/2015

Pekings Schnellschüsse

Können autokratische Regierungen Großprojekte besser umsetzen, weil sie ohne langwierige Entscheidungsprozesse auskommen?
Von Shi Ming

Gärten für alle

In Afrika schließen sich Dörfer und Slow-Food-Aktivisten zusammen, um Monokulturen auf den Feldern Einhalt zu gebieten.
Von Edward Mukiibi 

Gabriele Fangi, Wissam Wahbeh: Große Moschee in Aleppo (CC BY 3.0) via Wikimedia Commons

Wiederaufbau-Projekte für Aleppo

"Die anderen zerstören, wir bauen wieder auf"

Qantara.de | Das umkämpfte Aleppo liegt in Trümmern. Doch in Budapest arbeiten ehemalige Stadtbewohner und Experten schon jetzt am Wiederaufbau der 5.000 Jahre alten Metropole. 
Von Iris Mostegel

Zum Thema: http://www.thealeppoproject.com/

Amine Ghrabi (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Hochschulen in Tunesien

Was vom Frühling übrig blieb

Qantara.de | Vor fünf Jahren begann in Tunesien der Arabische Frühling. Angeführt von Studenten stürzte das Volk seinen Herrscher. Wie geht es der Jugend heute? Eine Tour durch die Hochschulen von Tunis.
Von Arnfrid Schenk

Musikgruppe in Aleppo, 18. Jahrhundert

Jason Hamachers "Lost Origin Sound"

Syriens verschüttete Klangwelten

Qantara.de | In den Jahren vor Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges machte sich ein amerikanischer Punkrocker daran, einzigartige Gesänge in einer syrisch-orthodoxen Kirche in Aleppo einzufangen und zu dokumentieren.
Von Marian Brehmer

Lesetipps

Katalog der ifa-Bibliothek

ifa-Bibliothek

Nachrichten / Presseschau

Kunstaktion "Monument": Ein Stück Aleppo in Dresden

Kunstprojekt soll an den Krieg in Syrien erinnern.

dw.com | 06.02.2017

Von der Hoffnung, Syrien eines Tages wieder aufzubauen

Über das Stipendienprogramm "Führungskräfte für Syrien" des DAAD.

daad.de | 24.01.2017

Zivilgesellschaftliche Akteure als Friedenskräfte in Krisenregionen werden mehr und mehr anerkannt. Das Konzept der "Mehrebenen-Diplomatie" und zwei UN-Resolutionen zur "Kultur des Friedens" rufen dazu auf, Konfliktprozesse, Einstellungen, Verhaltens- und Lebensweisen innerhalb von Gesellschaften durch friedensfördernde Wertvorstellungen zu beeinflussen. Der "Bericht über die kulturellen Dimensionen der auswärtigen Politik der EU" schreibt der Kultur ausdrücklich Aufgaben in der Friedensförderung und Krisenprävention in einer gemeinsamen EU Außen-und Sicherheitspolitik zu.
Kunst- und Kulturakteuren wird so Verantwortung bei der Intervention und Einflussnahme in Konflikten zugeschrieben. Duch "soft power" fügt sich kulturelle Programmarbeit in die politische Agenda zur Unterstützung von Demokratisierungsprozessen und den Wiederaufbau der Zivilgesellschaft in Konfliktregionen ein. Grundlage für die Arbeit des ifa ist u. a. das im Arbeitskreis "Kultur und Konflikt" erarbeitete Mission Statement.