FLUCHT. MIGRATION. KULTUR

Crawford Ifland (CC0 1.0), via Unsplash

Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch 2014/2015

Die Ausgegrenzten der Moderne

ifa | Die Ghettos in Frankreich für Einwanderer, von denen man erwartete, dass sie binnen kurzem von etablierten städtischen Strukturen assimiliert würden, hatten ursprünglich den Charakter von Transitstationen. Sie verwandelten sich jedoch in "Ausschlussgebiete", als der Arbeitsmarkt dereguliert war. Dann verdichteten sich die Ressentiments der etablierten Bevölkerung, so der 1925 geborene große Soziologe Zygmunt Bauman, zu einer undurchdringlichen Mauer, die die Neuankömmlinge ausschloss.
Von Zygmunt Bauman

Flüchtlingscamp in Zaatari; Foto: European Commission DG Echo (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Flucht. Punkt – Folge 2

"Kampf um Existentielles bestimmt den Alltag"

Alumniportal Deutschland | Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland ist abgerissen. Die Flüchtlinge sind aber nicht verschwunden, Menschen fliehen weiterhin aus Syrien. Einige von denjenigen, die sich engagiert um die Flüchtlinge kümmern, haben jetzt am CrossCulture-Programm (CCP) "Flucht und Migration" teilgenommen. 
Von Verena Striebinger

A young girl enjoys a lollipop while watching shoppers in the Domiz Camp for Syrian Refugees just outside of Dohuk, Iraq; © Ed Kashi

Flucht.Punkt – Folge 1

"Einfach nur weg"

ifa | Afghanistan, Elfenbeinküste, Iran, Guinea, Sierra Leone, Somalia, Syrien, Tschetschenien – aus diesen Ländern sind die Jugendlichen geflohen, deren Geschichte Ute Schaeffer in ihrem Buch "Einfach nur weg" erzählt. Im Oktober 2016 war die Autorin zu Gast in der Veranstaltungsreihe "KulturPolitik im Dialog" und nahm sich Zeit für ein Gespräch.
Interview von Juliane Pfordte

Megumi Matsubara; © Matteo Lonardi

Kunst und Politik

"Begegnungen machen uns zu dem, der wir sind"

ifa | Muss Kunst politisch sein? Wie verhalten sich Politik und Kunst zueinander? Ein Gespräch mit Alya Sebti, Kuratorin der ifa-Ausstellung "Carrefour/ Treffpunkt", und Megumi Matsubara, Künstlerin und Architektin aus Japan.
Interview von Juliane Pfordte

ifa-Galerien: Carrefour / Treffpunkt

Libanesische Nationalflagge auf der ehemaligen Kreuzfahrerburg in Byblos, 2015; © Foto: ifa/Pfordte

Erinnerungskultur im Libanon

"Von der Amnestie zur Amnesie."

ifa | "Im Libanon ist Verdrängung zum Dauerzustand geworden", sagt die Journalistin und Orientalistin Monika Borgmann. Mit dem 2004 gegründeten Archiv "UMAM Documentation & Research" versucht sie, die Lücken im kollektiven Gedächtnis des Landes zu schließen.
Interview von Juliane Pfordte

Plakat im palästinensischen Flüchtlingslager Burj Al Barjneh; © Foto: ifa / Grassmann

Interview

Perspektiven und Freiräume schaffen – Kulturarbeit in libanesischen Flüchtlingslagern

ifa | Leila Mousa, ifa-Expertin für das Forschungsprojekt "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?"
Interview von Dorothea Grassmann

Studie: Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?

Syafiatudina und Ferdiansyah Thajib (KUNCI); Foto: © Victoria Tomaschko

Über die indonesische Kultur des Teilens

"Was ist 'Numpang'?"

Yeast | Die ifa-Galerie Berlin teilte ihre Räumlichkeiten im Frühjahr 2016 mit dem Künstlerkollektiv "KUNCI Cultural Studies Centre" aus Yogyakarta. Während des vierwöchigen Projekts verwandelte KUNCI die Galerie in eine temporäre Radiostation. Das Programm des Senders setzte sich auf kollektive Weise mit der indonesischen Praxis des "Numpang", der Kultur des Teilens, auseinander.
Yeast traf die Kuratorin Syafiatudina zu einem Interview.

Foto: ifa/Pfordte

"Flüchtlingsströme" und Menschenrechte

Flüchtling oder Migrant: Was besagt ein Name?

Qantara.de | "Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren". Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte könnte deutlicher nicht sein. Und doch wird die Reaktion der Politik auf den aktuellen Flüchtlingsstrom diesem Anspruch nicht gerecht.
Von Pia Oberoi

Europa: Festung oder Sehnsuchtsort? Kultur und Migration / EUNIC, Institut für Auslandsbeziehungen, Europäische Kulturstiftung (ECF). – Göttingen: Steidl, 2015. – 300 S. – (Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch)

Kulturreport / EUNIC-Jahrbuch 2014/2015

Europa: Festung oder Sehnsuchtsort?

Während sich Europa am Mittelmeer gegen Bootsflüchtlinge abschottet, leben viele Einwanderer in der EU seit mehreren Generationen ohne ausreichende Integration. Trotz der Anzeichen für eine Harmonisierung der zivilen und sozioökonomischen Integrationspolitik in Europa wird die kulturelle Dimension noch immer von nationalen Konzepten und Vorstellungen bestimmt. Welche Integrationsstrategien haben sich bewährt? Wo liegen die Potenziale der Kultur? Wie kann Europa Migranten besser in Mehrheitsgesellschaften integrieren und den Widerspruch zwischen einer repressiven Flüchtlings- und einer rationalen Migrationspolitik auflösen?  

Zygmunt Bauman: Die Ausgegrenzten der Moderne
Umberto Eco: Nicht kontrollierbares Naturphänomen
Bassam Tibi: Brauchen wir eine neue Aufklärung?
Richard Sennett: Anregende Verstörung
Isabel Schäfer: Einwanderungskontinent Europa
Mely Kiyak: Angela, habe Erbamen!
Mely Kiyak: Bekloppte Welt – ich distanziere mich
Mely Kiyak: Ein herzliches und warmes Willkommen im Konzentrationslager!
Mely Kiyak: Ethnisches Erscheinungsbild: "ballaballa"

Kulturreport / EUNIC-Jahrbuch 2014/2015: bestellen

Das neue Italien / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Das Neue Italien | KULTURAUSTAUSCH III/2016

"Die schwarze Medici"

Afroitaliener sind bis heute Bürger zweiter Klasse
Von Igiaba Scego

Kein Ufer, das rettet

Italiens Umgang mit den Flüchtlingen im Mittelmeer ist eine Katastrophe. Eine Anklage von Erri De Luca

Neuland. Ein Heft über Flucht und Heimat / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Neuland | KULTURAUSTAUSCH II/2016

"Das ferne Elend ist zuhause angekommen"

Wie der soziale Frieden des Westens mit der Stabilität im Nahen Osten zusammenhängt. Ein Gespräch mit Eva Illouz.
Interview von Timo Berger

Arm trifft Reich

Geflüchtete gibt es nicht erst seit gestern, globale Migration ist das Thema unserer Zeit
Von Paul Collier

Was bleibt. Ein Heft über Erinnerungen / Institut für Auslandsbeziehungen. Ronald Grätz (Hg.). – Regensburg: ConBrio, 2016. – 82 S.

Was bleibt? | KULTURAUSTAUSCH I/2016

"Migranten warten 
sieben Jahre auf Arbeit."

Einwanderer bringen berufliche Fähigkeiten mit, die die europäische Wirtschaft gut brauchen kann. Die Unternehmerin Sofia Appelgren erklärt, wie sie Kontakte zwischen ihnen und schwedischen Arbeitgebern herstellt.
Interview von Magdalena Rausch 

Sehnsucht nach Damaskus

Wie meine Familie an die verlorene Heimat Syrien zurückdenkt.
Von Suleman Taufiq

BUCHTIPPS DER IFA-BIBLIOTHEK

Katalog der ifa-Bibliothek

ifa-Bibliothek

Nachrichten / Presse

Theater gegen politische Verrohung

Das "Under The Radar"-Theaterfestival in New York bietet jungen Künstlern eine Plattform.

deutschlandfunk.de | 12.01.2017

Im Zeichen von Flucht und Exil

bundesregierung.de | 10.01.2017

Migration ist Teil der Menschheitsgeschichte, seit jeher sind Menschen auf der Flucht – vor Naturkatastrophen und Hunger, vor Krieg und Verfolgung. Doch die aktuellen Zahlen und Fluchtbewegungen nach Europa stellen Politik, Gesellschaft und Kultur vor neue Herausforderungen: Derzeit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie – weltweit insgesamt 65,3 Millionen laut aktuellem Jahresbericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Welche Rolle spielt Kultur im Zusammenhang mit Flucht und Migration? Welchen Beitrag leistet Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik? Diese Fragen begleitet das ifa in seinem Dossier "Flucht. Migration. Kultur".

Weitere Informationsangebote

Weitere Informationsangebote