Auswärtige Kulturpolitik Österreich

Das Außenministerium ist hauptsächlich für die Auslandskulturpolitik zuständig. Zu ihm gehört die Kulturpolitische Sektion (Sektion V), eine von sieben Sektionen, die ihre Kompetenz zur Auslandskulturpolitik aus dem Bundesministeriengesetz ableitet. In kulturpolitischen Fragen arbeitet das BMeiA eng mit anderen Ressorts, etwa dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF), sowie mit den Landesregierungen, der Wirtschaftskammer Österreich und der Österreich-Werbung zusammen.
Es gibt insgesamt 30 Kulturforen in verschiedenen Ländern. Wo keine Kulturforen existieren, sorgen die diplomatischen und konsularischen Vertretungen Österreichs für die Umsetzung der Kulturpolitik.
Seit dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 1995 nimmt Österreich an den europäischen Gremien und Programmen zur Förderung der Kultur-, Bildungs- und Forschungskooperation aktiv teil.
Österreich bemüht sich besonders um die Kultur- und Bildungskooperation mit den mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern. 2001 wurde ein neues Konzept zur  internationalen Kulturpolitik formuliert, dem geographische und inhaltliche Schwerpunkte zugrunde liegen:
Der geographische Schwerpunkt unterscheidet globale Kulturzentren (New York, London, Paris, Rom, Tokio, Madrid, Moskau, Berlin) kulturelle Nachbarn (Staaten mit traditionell engen kulturellen Beziehungen, wie z.B. Ungarn, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Polen, Deutschland, Italien, Israel) unter Einschluss Südosteuropas (z.B. Kroatien, Bulgarien, Bundesrepublik Jugoslawien, Türkei) und Entwicklungspartner (Schwerpunktländer EZA und Osthilfe, südlicher Kaukasus).
Die inhaltlichen Schwerpunkte umfassen Europa und die europäischen Werte, Innovation aus Traditionen, Auseinandersetzung mit der österreichischen Geschichte im 20. Jahrhundert, Culture for Enlargement, d. h. Österreich als Partner der mitteleuropäischen Nachbarn (z.B. gemeinsame Kunst- und Kulturprojekte), Culture for Stability soll zur Stabilisierung des Balkans beitragen (z.B. Projekte zur Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft, neue Österreichbibliotheken in der Bundesrepublik Jugoslawien, Mazedonien und Moldawien) sowie Culture for Development  mit Partnerländern in der Dritten Welt.
2004 wurde das Büro für Kulturvermittlung und der Österreichische Kultur-Service in eine Organisationsstruktur mit KulturKontakt Austria zu einem österreichischen Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung zusammengeführt.

Grundlegende Informationen zur Auswärtigen Kulturpolitik

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