Themen

Franciska Zólyom, Foto: Julia Rößner

Biennale Venedig 2019

Kuratorin Franciska Zólyom über ihre Arbeit am Deutschen Pavillon

SWR2 | "Kunst arbeitet über Landesgrenzen hinweg", sagt die Kunsthistorikerin Franciska Zólyom. Sie wird den Deutschen Pavillon auf der der Biennale Venedig 2019 gestalten. Im Interview mit SWR2 spricht sie über die Rolle und Wahrnehmung der Biennale als "Leistungsschau", ihre ungarische Staatsbürgerschaft und den Vormarsch des Rechtspopulismus  in Europa. Die Biennale Venedig gilt als die älteste und renommierteste internationale Kunstschau der Welt. Seit 1971 koordiniert das ifa im Auftrag des Auswärtigen Amts den deutschen Länderbeitrag.

Foto: Steve Wafula (CC0), via Unsplash

Die Beweggründe der Menschen verstehen

Migration als Erfolgsmodell? Ein Blick nach Subsahara-Afrika

ifa | "Menschen, die ihre Heimat verlassen – warum meinen wir damit eigentlich immer Geflüchtete und Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten? Auch wir Europäer verlassen unsere Heimat", sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Anke Fiedler im ifa-Interview. Für eine Studie des Forschungsprogramm "Kultur und Außenpolitik" hat sie mit Migrationswilligen in Subsahara-Afrika gesprochen und bislang weniger bekannte Gründe für Flucht und Migration ermittelt.

Buchcover: Im Schatten der Versöhnung. Foto: © Edgar Zippel

ifa-Publikation über deutsch-französische Kulturmittler

Im Schatten der Versöhnung

ifa | Nach 1945 verwandelte sich die Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland von einer Erbfeindschaft zu einer Erbfreundschaft. Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler trieben oft willentlich oder unbewusst den Austausch zwischen Nationen voran. In Bezug auf den europäischen Versöhnungsgedanken blieb die Rolle von "Kulturmittlern" bisher weitgehend unerforscht. "Im Schatten der Versöhnung" nimmt diese Mittler in den Blick. Der Fokus liegt nicht nur auf geglückten Vermittlungsprozessen, sondern auch auf Krisen und fruchtbaren Missverständnissen.

Foto: Uroš Jovičić (CC0) via Unsplash

Persönlicher Blick auf Europa

Wann vergeht Vergangenheit?

ifa | Kathinka Dittrich van Weringh blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Die Kulturpolitikerin arbeitete für das Goethe-Institut in Spanien, in den USA und den Niederlanden. 1990 war sie am Aufbau des ersten Goethe-Instituts in Moskau beteiligt. 2017 erschien ihr Buch ''Wann vergeht Vergangenheit?''. Darin erzählt sie aus ihrem Leben und blickt auf die Gegenwart und Zukunft Europas. Katrin Stahl stellt das Buch vor.

Sonnenuntergang in Sarajevo; Foto: Michał Huniewicz (CC BY 2.0) via Flickr.

Gehen oder bleiben?

Bosnien und Herzegowina: Die Jugend, die von Europa träumt

Cafébabel | Mangelnde wirtschaftliche Perspektiven, aus dem Krieg verbliebene Spannungen: In den letzten vier Jahren haben etwa 150.000 Menschen Bosnien und Herzegowina verlassen. Während das Land auf seinen Beitritt zur EU wartet, ist es ist es zur Zwischenstation geworden, sowohl für die eigenen Bürger als auch für jene, die vor Kriegen und Gewalt im Irak und in Syrien fliehen. Trotz allem gibt es Menschen, die im Land bleiben die Situation verbessern wollen. Linda Lefebvre hat in Sarajevo mit ihnen gesprochen.

Foto: Catherine Trautes | Goethe-Institut Kinshasa

Wolfgang Tillmans über die erste Station der Tourneeausstellung "Fragile"

"Eine spektakuläre Architektur"

Goethe-Institut | Erstmals ist eine Einzelausstellung von Wolfgang Tillmans auf dem afrikanischen Kontinent zu sehen: Bis zum 18. Februar 2018 macht sie unter dem Titel "Fragile" in Kinshasa Station. Im Interview mit Patrick Mudekereza spricht Tillmans über seine Eindrücke der ersten Station der ifa-Tourneeausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Kinshasa realisiert wird.

Foto: Samuel Zeller (CC0), via Unsplash

Deutsche Minderheiten in Rumänien

Zu Besuch bei der Allgemeinen Deutschen Zeitung in Bukarest

ifa | In Rumänien erscheint die einzige deutschsprachige Tageszeitung im östlichen Europa. Mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren erreicht die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vor allem Leser aus den deutschen Minderheiten. Sie berichtet über Politik, Gesellschaft und Kultur des ganzen Landes. Carsten Fiedler hat die Redaktion in Bukarest besucht.

Foto: ifa/Kuhnle

CCP-Stipendiat engagiert sich für Menschen mit Behinderung

Der lange Weg der Inklusion

ifa | Das richtige Gespür spielt im Leben von Yassine Rihani eine entscheidende Rolle. Der 34-jährige Tunesier verlor 2006 sein Augenlicht, seitdem arbeitet er als Physiotherapeut. Auch als Aktivist erkennt er die neuralgischen Punkte: In Tunesien engagiert er sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Von Oktober bis Dezember 2017 war er Stipendiat des CrossCulture Programms und unterstützte die Berufsfachschule für Physiotherapie am Nürnberger Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte.

© Fabian Schwan-Brandt

Unterstützung der weiblichen Zivilgesellschaft

Frauen denken den Irak neu

ifa | "Das Problem ist, dass wir viele qualifizierte Frauen haben, aber nur wenige an Entscheidungsprozessen beteiligt sind", sagt die Menschenrechtsaktivistin Bahar Ali. Mit 19 anderen Frauen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Regionen des Iraks nahm sie am Pilotprojekt "elbarlament im Irak 2017 – Frauen denken den Irak neu" teil. Elbarlament ist eine unabhängige, politisch ungebundene Gesellschaft von Expertinnen und Experten im Bereich internationaler Demokratisierung und politischer Bildung. Mit Unterstützung des ifa-Programms zivik - Zivile Konfliktbearbeitung wird das Projekt auch 2018 fortgesetzt. 

Maidan in Kiew; Foto: Francisco Anzola (CC BY 2.0) via Flickr

Interview mit Kulturschaffenden

Nach den Maidan-Protesten: Kunst und Kultur in der Ukraine

ifa | Im Stadtbild von Kiew fallen blau-gelbe Nationalflaggen auf. Restaurants servieren "Ethnofood" für die gehobene Mittelschicht. Und Kulturschaffende veranstalten Lesungen und Konzerte an der Front im Donbass. Die Maidan-Proteste, die "Krimkrise" und der Ausbruch der gewaltsamen Konflikte im Osten des Landes haben die Ukraine verändert. Wie gehen Kulturschaffende mit der Situation um? Welche Auswirkungen hat der Krieg auf ihre Arbeit? Darüber spricht Karoline Gil, Leiterin des ifa-Bereichs "Integration und Medien", im Interview mit ukrainischen Schriftstellern, Filmregisseuren, Dichtern, Verlegern und Kuratoren.

Helga Paris: Winsstraße mit Taube, 1970er-Jahre Foto/©: Helga Paris

Ausstellung "Helga Paris. Fotografien" eröffnet in der ifa-Galerie Stuttgart

Und alles riecht nach Nachkrieg

ifa | Im Wechselspiel zwischen Einzelbild und Serie entfaltet das Werk von Helga Paris einen Bilderbogen deutscher Geschichte, der mehr als 30 Jahre umfasst. Ihre Fotografien erzählen vom Leben in der DDR, enthalten einen psychologischen Mehrwert, der auf spezielle Weise Identifikation ermöglicht. Er liegt in dem Respekt und der Achtung, den ihre Bilder für das Fotografierte auszustrahlen vermögen. Von Inka Schube

Jugendliche der Roma-Minderheit in Rumänien stellen beim Projekt "InterKultural - Vernetz dich ohne Grenzen" des ifa die Romani-Flagge vor. Foto: Stefy Bacea

Projekt "InterKultural – Vernetz dich ohne Grenzen"

Die Zukunft mitgestalten

ifa | Ablehnung in der Mehrheitsgesellschaft macht es oft schwer Elemente der kulturellen Identität offen auszudrücken. Begegnungen können stärken: Das Projekt "InterKultural - Vernetz dich ohne Grenzen" des  ifa bringt Jugendliche mit verschiedenen Hintergründen aus Rumänien zusammen. Sie lernen, ihren Interessen Ausdruck zu verleihen und sich eine Stimme zu verschaffen. Roma-Aktivistin Ene Tabita spricht mit ifa- Regioionalkoordinatorin Monica Kovats über Schwierigkeiten und Chancen Jugendlicher Roma in Rumänien.

Natalia Sergheev über Herausforderungen in der Republik Moldau. Foto: ifa

CrossCulture Programm: Eine Stipendiatin erzählt

Ein Land im Wandel

ifa | Klein und unscheinbar liegt die Republik Moldau zwischen Rumänien und der Ukraine. In den letzten Jahren sank die Einwohnerzahl von vier auf knapp drei Millionen. Warum verlassen so viele Menschen das Land? Im Video erklärt die Journalistin und Stipendiatin des ifa CrossCulture Programmes, Natalia Sergheev, warum viele junge Menschen keine Perspektiven sehen und welche Rolle die Medien in ihrem Heimatland spielen.

Die sudanesische Traumatherapeutin Sally Elgizouli brachte ihre Erfahrungen in einer Wohngruppe für Jugendliche in Stuttgart ein. Foto: Uli Reinhardt

Erfahrungen aus einer Stuttgarter Wohngruppe

Mit Kunst gegen Blockaden

ifa | Dass künstlerische Ausdrucksformen Blockaden brechen, davon ist die sudanesische Traumatherapeutin Sally Elgizouli überzeugt. In ihrer Heimat machen viele Geflüchtete halt. Schon lange beschäftigt sie die Frage, wie es danach für sie weiter geht: Welche Erfahrungen machen sie? Wie ist ihr Leben, wenn sie etwa in Europa oder den USA ankommen?

Mithilfe eines Stipendiums des ifa-CrossCulture Programms Flucht und Migration bekam sie einen Einblick in die Lebensrealität von Geflüchteten in Stuttgart.

Foto: Maya Karmon (CC0), via Unsplash

Neue Sendung für deutsch-polnischsprachige Jugendliche

"Schau!Fenster" startet auf YouTube

ifa | "Schau!Fenster", so heißt eine neue YouTube-Sendung für deutsch- und polnischsprachige Jugendliche, die am 29. Januar startet. Entwickelt hat sie ifa-Kulturassistentin Katarzyna Gierszewska-Widota von der Redaktion Mittendrin in Ratibor, einem Internetradiosender für die deutsche Minderheit in Oberschlesien. Neben aktuellen Kulturtipps aus Deutschland stellen die Autoren aktuelle Jugendprojekte vor und begeben sich auf Spurensuche. In der ersten Folge geht es um schlesische Postkarten aus der Vorkriegszeit. Wie sehen die abgebildeten Orte wohl heute aus?

Die "Lebendige Bibliothek" beim ifa in Stuttagart im September 2017. Foto: ifa/ Kuhnle

Mit Fremden ins Gespräch kommen

Wenn Bücher antworten könnten...

ifa | Die  "Lebendige Bibliothek" des ifa machte es möglich. Interessierte Menschen konnten ein "lebendiges Buch" ausleihen und mit jungen Menschen aus Armenien, Aserbaidschan, Deutschland, Iran, dem Libanon, Marokko, den Palästinensischen Gebieten, Pakistan und Sudan ins Gespräch kommen. Sie alle erzählten ihre ganz eigene Geschichte über interkulturelle Begegnungen. Dass die Idee und das Projekt auf großen Anklang stießen, zeigt dieses Video.

Bruderkuss Leonid Breschnew und Erich Honecker, 30. Jahrestag der DDR, Ost-Berlin 1979 © Barbara Klemm

Tourneeausstellung "Zeitsprung" eröffnet in Litauen

Von der Kunst, sich selbst zurückzunehmen

ifa | "Alle meine Träume sind schwarzweiß", sagt die frühere FAZ-Fotografin Barbara Klemm im Interview. Jahrzehntelang dokumentierte sie das Zeitgeschehen. Heute sind ihre Aufnahmen tief im kollektiven Bildgedächtnis der Deutschen verankert. Die Ausstellung "Zeitsprung" zeigt eine Auswahl ihrer Werke sowie Aufnahmen des deutschen Pressefotografen Erich Salomon. Vom 26. Januar bis zum 18. Februar ist die Ausstellung im Klaipėda Culture Communication Center zu sehen.

Foto: Anja Beutler © ifa

Konferenz thematisiert Up- und Recycling weltweit

Papier, Plastiktüten, Pappkartons – pures Gold?

ifa | Wie lässt sich Müll in pures Gold verwandeln? Warum lebt gutes Design von Verschwendung? Und welche Bedeutung haben Up- und Recycling weltweit? Darüber diskutierten Kuratoren, Forscher, Designer und Studenten im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Die zweitätige Konferenz fand 2017 im Rahmen der Ausstellung "Pure Gold – Upcycled! Upgraded" statt. Zehn Jahre lang wird die Design-Show durch die Welt reisen. 

Jordaan, Amsterdam: Islam kann ein wichtiger Identitätsmarker sein gleichzeitig aber auch "Europäischsein". Foto: © Michael Coghlan (CC BY-SA 2.0) via flickr

Studie sagt wachsende "muslimische Bevölkerung" in Europa voraus

Der Islam ist keine Antithese zum Westen

qantara.de | Die Zahl der Muslime in Europa wird in den nächsten Jahrzehnten steigen: Dieses Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie des Pew Research Center in Washington (Engl.) ließ einige Medien und Rechtspopulisten erneut die Gefahren eines entstehenden "Eurabia" heraufbeschwören. Welche Aussagekraft hat die Studie wirklich? Für Loay Mudhoon ist die Sorge vor einer "Islamisierung des Abendlandes" unbegründet. "Den Islam" gebe es genauso wenig wie "die Muslime", die in Europa ohnehin zu 80 Prozent säkularisiert seien. Wichtiger als die Zahl muslimischer Bürger seien "neue Möglichkeiten echter Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger in den Einwanderungsgesellschaften Europas." 

Emam Abdelgadir arbeitet im Sudan als Trainer für Konfliktprävention und Frieden. Foto:

Für einen friedlichen Umgang mit Konflikten

Vom Schüler zum Trainer

ifa | "Wie kann ich Menschen beibringen, Konflikte zu erkennen und friedlich zu lösen?" Diese Frage stellt sich Emam Abdelgadir regelmäßig in seinem Alltag. Er arbeitet im Sudan als Trainer bei dem  "Alternative to Violence Project" und ist  im Bereich der Friedensbildung aktiv. Der 37-Jährige möchte den Menschen nahelegen, dass jeder noch so kleine Beitrag wichtig ist. Als Stipendiat des CrossCulture Programms Flucht und Migration teilte er bei der Organisation "Act for Transformation" in Aalen sein Wissen mit Kolleginnen und Kollegen in Deutschland. Dort traf er auch auf einen alten Bekannten.

Foto: Matt Hardy (CC0 1.0) via Unsplash

Risk-Sharing – eine Strategie für den Umgang mit Klimaschäden?

Gemeinsam gegen den Weltuntergang

kulturaustausch.de | Steigender Meeresspiegel, extreme Wetterlagen, zunehmende Naturkatastrophen – Längst ist der Klimawandel kein Problem der Zukunft mehr, sondern drängende Realität. Wie lässt sich die Verantwortung für Klimaschäden weltweit verteilen? Diese Frage diskutiert Idil Boran in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Kulturaustausch". Ist ein länderübergreifendes Sicherheitsnetz für Staaten weltweit, das sogenannte Risk-Sharing, die Lösung?

Hände mit Farbe, Foto: Amaury Salas via Unsplash

Ausschreibung für Förderprogramme

Kunst international

ifa | Noch bis zum 31. Januar 2018 haben Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende die Möglichkeit, sich für die ifa-Förderprogramme "Ausstellungsförderung" und "Künstlerkontakte" zu bewerben. Mit dem Programm "Ausstellungsförderung" unterstützt das ifa zeitgenössische deutsche und in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler bei der Realisierung ihrer Projekte im Ausland. Das Programm "Künstlerkontakte" ermöglicht den Austausch zwischen deutschen und internationalen Kulturschaffenden. Recherchereisen, Veranstaltungen und Workshops sind nur einige Möglichkeiten, die gefördert werden, um interkulturelle künstlerische Zusammenarbeit erlebbar zu machen.

Wolfgang Tillmanns. Fragile, Posterserie, Foto: ifa; © Wolfgang Tillmans

Posterserie

Wolfgang Tillmans. Fragile

ifa | Wolfgang Tillmans Ausstellung "Fragile" ist die erste überhaupt, die den Künstler auf dem afrikanischen Kontinent zeigt. Anlässlich der Premiere der Ausstellung in Kinshasa bietet das ifa exklusiv eine Serie mit Plakaten zur Ausstellung an.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Europa in nicht allzu ferner Zeit. Eine Dystopie.

ifa | Der Zerfall der Europäischen Union – ein einst undenkbares Szenario – erscheint inzwischen aus den verschiedensten politischen und geografischen Positionen gar nicht mehr so utopisch. Einstellungen und Wünsche mögen gespalten sein, doch alle beschäftigen die gleichen Fragen: Wie könnte ein Europa ohne die Europäische Union aussehen? Was würde mit den wirtschaftlich angeschlagenen Ländern Südeuropas geschehen? Was mit den politisch gespaltenen Nationen in Zentraleuropa? Gibt es eine Rettung für das jetzige Europa, und wenn ja finden wir sie in "Kultur" wieder? In der letzten Folge unserer Reihe "Kann Kultur Europa retten?" stellt David Engels die Entwicklung Europas auf die Probe.

Multiple Modernen, Foto: Markus Spiske (CC0 1.0), via Unsplash

Multiple Modernen

Der große Schock

ifa | Bekommen wir die Moderne überhaupt noch in den Griff? Nicht ganz, meint der Philosoph Ken'ichi Mishima. 
Interview von Sebastian Blottner

Zuzanna Donath-Kasiura und Katrin Koschny (v.l.n.r) im Gespräch; Foto: © ifa/Ant

Vereine der deutschen Minderheit in Polen

"Es ist wichtig, dass wir miteinander kommunizieren"

ifa | Wenn der Nachwuchs ausbleibt, fehlen frischer Wind und neue Perspektiven. In Polen gibt es engagierte Vereine, die das kulturelle Leben der deutschen Minderheit vor Ort stärken. Zuzanna Donath-Kasiura und Katrin Koschny sind  bei der "Sozial-kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien" und beim "Bund der Jugend der deutschen Minderheit" aktiv. Durch spannende Projekte für Jugendliche erreichen sie auch junge Menschen. Mit dem ifa sprachen sie über ihre Arbeit, Generationswechsel und die eigene kulturelle Identität.

Mary Gina Angaun arbeitet bei der Organisation "International Rescue Committee" (IRC). Foto: © Sascha Montag

CrossCulture Porogramm Flucht und Migration

Die Allrounderin

ifa | Sie unterstützt arme Bauern, setzt sich gegen genderbasierte Gewalt ein und ist an vielen weiteren Projektem beteiligt – bei der Organisationen "International Rescue Committee" (IRC) ist Mary Gina Angaun eine echte Allrounderin. Für die globale Hilfsorganisation für Geflüchtete und Kriegsoopfer organisiert sie in Norduganda Fortbildungen. Im Rahmen des CrossCulture Programmes Flucht und Migration verbrachte sie zwei Monate in Deutschland. Während sie bei IRC Berlin  mehr über die Arbeit mit Geflüchteten lernte, profiitierten ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen von ihrer Erfahrung in Uganda.

Die Chefredakteurinnen von Contemporary And, Yvette Mutumba und Julia Grosse, im Interview

Wir wollen wissen ...

Teil 4: Wie können wir die Welt zu einem besseren Ort machen?

ifa | Keine einfache Frage, fanden die Gäste der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Geburtstag des ifa. Denn wir wollten von ihnen wissen, wie wir die Welt zu einem besseren Ort machen könnten. Eine Antwort gewagt haben unter anderem Andreas Görgen vom Auswärtigen Amt, Yvette Mutumba, Chefredakteurin des Kunstmagazins Contemporary And, und Mark Mast, Chefdirigent der Bayerischen Philharmonie.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Kleiner – größer – anders. Regionen der Zukunft und Zukunft der Regionen in Europa

ifa | Erst Schottland, jetzt Katalonien: Welche Rolle spielen Autonomiebestrebungen in Europa? Gehören Nationalstaaten der Vergangenheit an? In welchen Strukturen könnten sich regionale Verbünde künftig verwalten lassen? Für den Politikwissenschaftler Claus Leggewie sind Regionen der Schlüssel zur Zukunft Europas. In der Themenreihe "Kann Kultur Europa retten" plädiert er für einen zeitgemäßen Regionalismus. Ein "Europa der Regionen" bilde sich nicht an kulturellen Differenzen, sondern zur Pflege von Gemeingütern heraus – und dies vor allem in Form kultureller Kooperationen. Denn: Zusammenarbeit und ein Wir-Gefühl machen nicht an nationalen Grenzen halt.
Von Claus Leggewie

Foto: Ian Espinsa (CC0), via Unsplash

Ehemalige libanesische Soldaten engagieren sich für eine Kultur des Friedens

Fighters for Peace

ifa | 15 Jahre lang wütete im Libanon ein Bürgerkrieg. Erst das Abkommen von Taif 1989 beendete den Konflikt und garantierte allen Beteiligten eine Generalamnestie. Noch heute ist der Bürgerkrieg ein blinder Fleck im kollektiven Gedächtnis. In der libanesischen Organisation "Fighters for Peace" stellen sich ehemalige Soldaten ihrer Vergangenheit und engagieren sich öffentlich für eine Kultur des Friedens und für die Versöhnung in ihrem Land. Das Projekt wird aktuell vom ifa-Förderprogramm zivik unterstützt.

Das syrisch-marokkanische Ensemble Jisr im Interview

Wir wollen wissen …

Teil 3: Wofür müssen wir mehr Verantwortung übernehmen?

ifa | Der Hund, der Job oder die Hausaufgaben der Kinder – jeden Tag übernehmen wir Verantwortung für die kleinen und großen Aufgaben des Lebens. Doch wofür müssten wir eigentlich noch mehr Verantwortung übernehmen? Diese Frage haben wir bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des ifa Menschen aus Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft gestellt, darunter der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn, die drei Musiker des syrisch-marokkanischen Ensembles Jisr und Karina Niemietz von der deutschen Produktionsfirma Pro Futura in Polen.

Lageplan des Humboldt-Forums, Berlin, Foto/© SHF / Architekt: Franco Stella mit FS HUF PG

Kuratorische Herausforderungen für ethnologische Museen

Reflexion kolonialer Vergangenheit in der musealen Gegenwart?

ifa | Ethnologische Museen sind der Kritik ausgesetzt, koloniale Denkmuster zu reproduzieren und der Gegenwart nicht mehr gerecht zu werden. Wie gelingen Einblicke in koloniale Herrschaftsbeziehungen der Vergangenheit? Wo finden sich koloniale Spuren einer von Globalisierungsprozessen gekennzeichneten Gegenwart? Wie gelingt die Umwandlung einer kolonialen Einrichtung in einen Raum postkolonialer Auseinandersetzungen? Eine neue vom ifa herausgegebene Studie sucht Lösungsansätze.

Mariia Kryvokhyzhyna und Alexandra Kokoreva © Éric Vazzoler

Stay Connected

"Sei die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst"

ifa | Gedenken und Umgang mit Geschichte, Konfliktbearbeitung, Jugendbegegnungen und die Aktivierung junger zivilgesellschaftlicher Akteure – diese Themen standen im Mittelpunkt einer dreitägigen Netzwerkveranstaltung im Oktober 2017 in Berlin. Unter dem Motto "Stay Connected" trafen sich 43 Filmemacherinnen, Menschenrechtler, Umweltschützer, Expertinnen im Kulturbereich und andere, die Projekte im Rahmen des Programms "Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland" des Auswärtigen Amts umsetzen. Eine Porträserie

Foto: Anastasia Taioglu (CC0), via Unsplash

Ein Arzt aus Lampedusa erzählt

Der Ersthelfer

kulturaustausch.de | Schon lange bevor die sogenannte Flüchtlingskrise das mediale Scheinwerferlicht auf Lampedusa richtete, kamen die ersten Boote Geflüchteter auf der Insel an. Innerhalb kürzester Zeit sahen sich die Bewohner mit neuen Aufgaben konfrontiert, zum Beispiel mit der medizinischen und psychologischen Betreuung der Geflüchteten. Der Arzt Pietro Bartolo fand in der Verpflegung der Menschen eine neue Lebensaufgabe. Kai Schnier hat Bartolos Laufbahn von der Kindheit zwischen Fischern zu seiner jetzigen Position als Ersthelfer auf Lampedusa dokumentiert.

CCP-Stipendiatin Ashwaq Al-Gobi beim Workshop in Stuttgart, November 2017 © ifa / Kuhnle

Deutsche Baustellen als Symbol für einen friedlichen Jemen der Zukunft

"Jemen braucht Frieden, um durchzuatmen"

ifa | "In Deutschland gibt es Entwicklung, während man in Jemen nur Zerstörung vorfindet", sagt Ashwaq Al-Gobi. Die CrossCulture Stipendiatin kommt aus dem krisengeschüttelten Jemen. Im südlichsten Land der Arabischen Halbinsel herrscht seit 2015 eine der weltweit größten humanitären Krisen. Im November trafen wir Ashwaq während des interkulturellen Workshops, um über den Konflikt und über ihre Erfahrungen in Deutschland zu sprechen.
Interview von Christina Palau

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Interview

Wir wollen wissen …

Teil 2: Welche Kultur hat Sie besonders geprägt?

ifa | Die türkische, die islamische, die schwäbische oder doch die eigene? Welche Kultur sie am meisten geprägt hat, erzählen Julia Grosse, Chefredakteurin von Contemporary And, der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gökay Sofouglu von der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg und andere im ifa-Jubiläumsjahr.

Der australische Politikwissenschaftler Richard Higgott im Interview

Widerstand gegen demokratiegefährdende Bewegungen

Kultur und Rechtspopulismus

ifa | Für den Politikwissenschaftler Richard Higgott spielt der Kultursektor eine besondere Rolle im Widerstand gegen demokratiegefährdende Bewegungen. In seiner Studie "Populist-Nationalism and Foreign Policy. Cultural Diplomacy, International Interaction and Resilience" beschreibt der Experte im ifa-Forschungsprogramm Kultur und Außenpolitik mit seiner Kollegin Virginia Proud den "populistisch nationalistischen Zeitgeist" in Europa und erklärt, wie man nationalistischen Akteuren in der Außenkulturpolitik begegnen kann. (In englischer Sprache)
Interview von Isabell Scheidt, Sarah Widmaier und Siri Gögelmann

Die deutsche Fotografin Barbara Klemm im Interview

Wir wollen wissen …

Teil 1: Was bedeutet Gemeinschaft für Sie?

ifa | Über Grenzen hinweg diskutieren, gemeinsame Werte vertreten, zusammen in eine offene Welt wachsen: Zum 100-jährigen ifa-Jubiläum haben wir Menschen aus Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft gefragt, was Gemeinschaft für sie bedeutet. Darunter der baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Fotografin Barbara Klemm, die Präsidentin der deutschen Unesco-Kommission, Verena Metze-Mangold, und viele mehr.

Foto: Wolfgang Kuhnle

Ausschreibung

CrossCulture Programm 2018

ifa | "CrossCulture" geht in eine neue Runde: Bis zum 12. Januar 2018 können sich Berufstätige und freiwillig Engagierte aus Deutschland und dem Ausland für das CrossCulture Programm (CCP) bewerben. Von Politik, Menschenrechten und Frieden über nachhaltige Entwicklung bis hin zu Medien und Kultur: Seit mehr als zehn Jahren bietet CCP mehrmonatige Berufsaufenthalte in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Kulturkreisen. Wer kann sich bewerben? Welche Unterlagen sind notwendig? Hier geht es zur Ausschreibung.

Foto: Austin Ban (CC0), via Unsplash

Isatou Joof kümmert sich um Frauen in Not

"Wir helfen allen"

ifa | Halloween feiern die Menschen jedes Jahr im Herbst, um böse Geister zu vertreiben. In einer Erstaufnahmeeinrichtung des Roten Kreuzes in Brandenburg vertreibt Isatou Joof sie jeden Tag. Die 27-Jährige aus Gambia kümmert sich um Frauen in Not. Sie ist Stipendiatin des CrossCulture Programms Flucht und Migration.
Von Jan Rübel

Abenddämmerung in Budapest, Ungarn; Foto: Gerrit Vermeulen via Unsplash

Gesetz in Ungarn erschwert die Arbeit von NROs

Deutsche Agenten

kulturaustausch.de | Seit Juni 2017 müssen sich in Ungarn Nichtregierungsorganisationen registrieren, die eine bestimmte Höhe an Zuwendungen aus dem Ausland erhalten. Mit dem Gesetz spitzt sich die antiliberale Haltung in dem von Viktor Orbán regierten Land zu. Auch politisch neutrale Organisationen sind betroffen. Deutschland habe zwar offiziell gegen das Gesetz protestiert, doch mehr als die obligatorische Kritik sei bisher nicht unternommen worden, kritisieren Péter Krekó und Vesna Wessenauer vom ungarischen Think Tank "Political Capital Institute".

Foto: Craig Whitehead, via Unsplash

Frankreich – Une Grande Nation

"Bei diesem Mann ist alles anders"

kulturaustausch.de | Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Wie kein anderes Land auf der Welt steht Frankreich für diese Ideale. Wie  ist es heute um die Gleichheit in einer Gesellschaft bestellt, die auf eine lange Geschichte der Migration zurückblickt? Und die gleichzeitig einer rechtspopulistischen Partei Aufwind verleiht, die das Land am liebsten für Einwanderer abschotten will? Die Schriftstellerin Marie NDiaye über Fragen der Herkunft, Vorurteile und den französischen Präsidenten.

© Caritas international/Caritas Freetown 2017

Humanitäre Hilfe

Soforthilfe vor Ort: ein Blick nach Sierra Leone

ifa | Am frühen Morgen des 14. August 2017 ereignete sich ein schwerer Erdrutsch in Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Sierra Leone. Die lokalen Behörden gehen inzwischen von mehr als 1.000 Todesopfern aus. Menschen helfen, die durch Naturkatastrophen wie diese in akute Not geraten sind – das ist das Ziel des ifa-Förderprogramms "Humanitäre Hilfe". Ein Blick nach Sierra Leone

Pure Gold - Upcycled! Upgraded! Ausstellungseröffnung in Hamburg, 14.09.2017; Foto: Anja Beutler

Pure Gold Bildergalerie

Über die Kunst, Müll kreativ zu recyceln

ifa | Was die einen wegwerfen, verwandeln andere in wertvolle Schätze. Upcycling heißt das Zauberwort: Wie das geht, zeigt die Ausstellung Pure Gold - Upcycled! Upgraded! Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gestalten Designerinnen und Designer aus aller Welt neue Kunstwerke aus (vermeintlichem) Müll. Die Tourneeausstellung feierte am 14. September ihren Auftakt im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe MKG. Sie soll noch zehn Jahre an verschiedenen Ausstellungsorten weltweit fortgeführt werden.

Foto: Ricardo Gomez Angel (CC0 1.0), via Unsplash

Europäischer Bildungsraum

Die europäische Identität stärken

EU-Kommission | "Bildung und Kultur sind der Schlüssel für die Zukunft – sowohl für die individuelle als auch für die ganze Gemeinschaft", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor einem Treffen der 28 EU-Staats- und Regierungschefs am 17. November in Göteborg. Im Fokus der informellen Tagung standen konkrete Ideen zur Verbesserung der europäischen Agenda in den Bereichen Bildung und Kultur – und damit zur Stärkung der europäischen Identität. Als Beitrag für das Treffen stellte die Europäische Kommission im Vorfeld ihre Vorstellungen zu einem europäischen Bildungsraum bis 2025 vor.

 

 

Foto: IoSonoUnaFotoCamera (CC BY-SA 2.0), via Unsplash

Handlungsspielräume der deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen

Nach der US-Wahl

ifa | Mehr als ein Jahr ist seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten vergangen. Schnell hat sich gezeigt, dass kulturpolitische Programme im neuen Haushaltsentwurf des neuen Staatsoberhaupts keine Priorität haben. Welche Folgen hat der politische Richtungswechsel für die deutsch-amerikanischen "Public Diplomacy"-Programme und die transatlantischen Kulturpolitik? Für die Studie des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" hat Curd Knüpfer institutionelle Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der Kulturbeziehungen befragt.
Von Curd Knüpfer

Foto: Isai Ramos, via Unsplash

Erinnerungskultur in Litauen

Die Scham der Vergangenheit

kulturaustausch.de | "Der größte Schaden, den die Sowjetzeit hinterlassen hat, ist die Deformation der Identität", schreibt der litauische Autor Sigitas Parulskis. Wie wirken sich kollektives Schweigen, Tabus und sich reproduzierende Verdrängungsmechanismen auf die Identität eines Landes und seiner Bürger aus? Parulskis beschreibt, warum das Erinnern in Litauen so schwer fällt und gibt tiefe Einblicke in eine Gesellschaft, die mit ihrer Vergangenheit ringt und versucht, jene Wunden zu schließen, die der Zweite Weltkrieg und die sowjetische Besatzung hinterließen.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Superhelden für Europa

ifa | Schmelztiegel Comic: Was vor mehr als einem Jahrhundert als Sprache der Minderheiten in den USA entstand, hat heute als Kunstform nicht an Bedeutung verloren. Zeichnerinnen und Zeichner nutzen Comics, um ihre Erfahrung von Migration, des Aufbrechens und Ankommens zu illustrieren. Jonas Engelmann gibt einen Überblick über ein Medium, das Superhelden und autobiografische Fluchtgeschichten verbindet und die europäische Kultur bis heute prägt. Sein Fazit: Die Stärke des Comics liegt vor allem darin, "Grenzen vergessen zu lassen, das Fremde in sich aufzunehmen und mit dem Eigenen zu verbinden". Von Jonas Engelmann

Free Digital Territories - Interview mit Peggy Sylopp. Foto: Peggy Sylopp (CC BY-SA 2.0)

Gespräch mit der intermedialen Künstlerin Peggy Sylopp

"Wir müssen als Weltgemeinschaft zusammen finden"

ifa | Ein Internetzugang ist ein "Menschenrecht" – davon ist Peggy Sylopp überzeugt. Für ihr Projekt "Free Digital Territories" unternahm die intermediale Künstlerin und Informatikerin im Mai 2017 eine Recherchereise nach Brasilien. Der größte Hackerspace in Brasilien, die digitale Unterstützung von Bäuerinnen auf dem Land: Auf ihrer Reise beschäftigte sich Sylopp mit ganz unterschiedlichen Projekten zur öffentlichen Technologie im Land. Unterstützt wurde sie durch das ifa-Programm "Künstlerkontakte". Bis zum 31. Januar 2018 können sich Kunstschaffende wieder für eine Förderung bewerben. Im Interview erzählt Peggy Sylopp von ihrem künstlerischen Rechercheprojekt, ihrer Zeit in Brasilien und davon, wie die Reise sie auch persönlich geprägt hat.
Interview von Katrin Stahl

Foto: Randy Jacob, via Unsplash

Ursachen für Flucht und Migration/ ifa Edition Kultur und Außenpolitik

Migration von Subsahara-Afrika nach Europa

ifa | Warum machen sich jedes Jahr Hunderttausende Menschen in Subsahara-Afrika auf den gefährlichen Weg nach Europa? Welche Rolle spielt die Wahrnehmung der Zielländer? Für die Studie des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" hat die Kommunikationswissenschaftlerin Anke Fiedler mit Migrationswilligen über ihre Motive und Informationsquellen gesprochen und bislang weniger bekannte Gründe für Flucht und Migration ermittelt. Ihr Fazit: Es ist an der Zeit, die europäische Wahrnehmung zu überdenken und eurozentristische Interessen zu hinterfragen.

Projekt Frauen denken den Irak neu Foto: Videostandbild elbarlament

Unterstützung der weiblichen Zivilgesellschaft

Frauen denken den Irak neu

ifa | Frauen sind ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. In vielen Gesellschaften spielen sie jedoch kaum eine Rolle wenn es um politische Entscheidungsprozesse geht. Die Berliner Organisation elbarlament unterstützt in Zusammenarbeit mit zivik - Zivile Konfliktbearbeitung aktive Frauen im Irak und bringt sie mit Hilfe einer Förderung durch das ifa zusammen. In Workshops suchten sie zusammen mit Experten nach Möglichkeiten, sich in das politische Geschehen im Land einzubringen. Entstanden ist dabei unter anderem ein kurzer Film.

Architekt Bijoy Jain im Interview in seiner Ausstellung in der ifa Galerie Stuttgart

Lokale Ressourcen und traditionelles Handwerk

Zeitgenössische Architektur aus Indien

ifa | Um "Ideen und Gedanken zu erkunden" gründete Bijoy Jain 2005 das "Studio Mumbai". In dem Architekturbüro arbeiten neben Architekten auch Steinmetze, Schreiner, Blechschmiede, Flaschner und viele andere Handwerker. Die Ko-Kreation ermöglicht kreative Prozesse und Bauweisen, die Tradition und Moderne miteinander verbinden. Noch bis Januar 2018 präsentiert die ifa-Galerie Stuttgart mit der Ausstellung "Zwischen Sonne und Mond" die Arbeitsprozesse und Inspirationsquellen des indischen Architekten und seines Teams, sowie verschiedene Materialien, Werkzeuge und Farbmuster. 
Interview von Constant Formé-Bècherat und Siri Gögelmann (in englischer Sprache)

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Migration und die Bedeutung von Kultur

Wider die Eindimensionalität

ifa | Europa gilt nach wie vor als Wunschort für viele, die sich nach Sicherheit und einem besseren Leben  sehnen. Aber was erwarten die Menschen aus muslimisch geprägten Ländern von Europa? Mit welchen Vorstellungen und Wünschen kommen sie zu uns? Und wie kann Kultur dazu beitragen, das Zusammenleben in Europa einvernehmlich und harmonisch zu gestalten? Das sind Fragen, mit denen sich die Journalistin Sineb El Masrar in ihrem Artikel "Wider die Eindimensionalität" für die ifa-Themenreihe "Kann Kultur Europa retten" auseinandersetzt.
Von Sineb El Masrar

Foto: Mario Purisic, via Unsplash

Europa im Fokus

Gibt es eine europäische Öffentlichkeit?

Bundeszentrale für politische Bildung | "Das Demokratiedefizit kann freilich nur behoben werden, wenn zugleich eine europäische Öffentlichkeit entsteht, in die der demokratische Prozess eingebettet ist", schrieb der Soziologe Jürgen Habermas 2001 in einem Artikel für "die Zeit". Sechs Jahre später anaylsiert der Politikwissenschaftler Javier Ruiz-Soler in einem Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung, inwiefern sich bereits eine europäische Öffentlichkeit etabliert hat. Das Internet ist für den Autor ein zentraler Hoffnungsträger für eine künftig politisch partizipierende Öffentlichkeit in Europa.
Von Javier Ruiz-Soler

Foto: Luca Upper (CC0 1.0), via Unsplash

Medien der deutschen Minderheiten

Mind_Netz feiert Geburtstag

ifa | Am 8. November 2016 ging "Mind_Netz" an den Start. Mit mehr als  2.000 Abonnenten hat sich die Social-Media-Plattform inzwischen als wichtige Informationsquelle für Angehörige der deutschen Minderheiten im östlichen Europa und der Gemeinschaft unabhängier Staaten etabliert. Täglich scannt die Mind_Netz-Redaktion mehr als 40 Medien der deutschen Minderheiten und verbreitet ausgewählte Beiträge anschließend über Facebook, Twitter, YouTube und VKontakte.

Freedom of Expression, Bonn 25.10.2017, Foto: S. Heuser

Bildergalerie

"Freedom of Expression - A Cultural Difference" in Bonn

ifa | Ob Mohammed-Karikaturen, satirische Kurzfilme oder Schmähgedichte: Seit über zehn Jahren wird über Religions-, Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit in der digitalen Gegenwart diskutiert. Freiheiten und Grenzen von Humor und Satire standen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion "Freedom of Expression – A Cultural Difference" am 25. Oktober in Bonn. Die Veranstaltung wurde von ifa-Alumnus Abdul Rauf Anjum in Kooperation mit der Deutschen Welle organisiert. Sie bildete den Abschluss der CrossCulture Tour 2017.

Chandran Nair, Gründer des "Global Institute For Tomorrow", hält bei einer Fachkonferenz in Berlin eine Rede auf der Bühne.

Chandran Nair über die Illusion der Globalität

Die anderen akzeptieren

ifa | "Mir gefällt die Idee des 'Wir' nicht", sagte Chandran Nair gleich zu Beginn der internationalen Fachkonferenz "Kulturen des Wir" am 13. September in Berlin. In seiner Keynote sprach der Gründer des asiatischen Thinktanks "Global Institute For Tomorrow" über den Zusammenhang von Populismus und Postkolonialismus. Er plädiert dafür, die Menschen und die Welt so zu nehmen, wie sie sind. Videomitschnitt des Eröffnungspanels

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

"Don’t panic, I’m Islamic"

ifa | Wie viel Islam steckt in Europa? Oftmals wird der Islam als rückgewandtes, konservatives Gegenbild zum aufgeklärt-liberalem Europa dargestellt. Die Geschichte zeigt jedoch, welch großen Einfluss die islamische Welt auf den europäischen Kontinent hatte und immer noch hat. "Don’t panic, I’m Islamic" thematisiert, wie eine neue Generation von Künstlern durch Sprache, Kunst und Kultur vorhandene Stereotypisierungen und Stigmatisierungen mit Kreativität und Humor aufbricht. Aspekte der islamischen Kultur gestalten die kulturelle Landschaft in Europa – früher wie heute – mit und prägen und bereichern sie dauerhaft.
Von Riem Spielhaus

Foto: © Matthias Völzke

Under the Mango Tree - Sites of Learning

Was bedeutet Bildung für dich?

ifa | Wie steht es um die Vermittlung und die Bildung in der Kunst? Mit dieser Frage beschäftigten sich während der documenta 14 internationale Vermittlerinnen und Vermittler, Kunst- und Kulturschaffende und Forschende. Der Austausch fand – wie die documenta selbst – in Athen und Kassel statt. Diskutiert, experimentiert und gestaltet wurde im Freien, – frei nach dem Titel der Veranstaltung "Under the Mango Tree – Sites of Learning" unter Bäumen.
Von Aïcha Diallo

Porträtfoto von Edris Joya, einem Journalisten aus Afghanistan

Flucht.Punkt: Ein Internetangebot für Geflüchtete

"Nicht nur die negativen Seiten der Flucht"

ifa | Als Edris Joya 2010 nach Deutschland kam, gab es kaum Medien, in denen er sich über sein neues Zuhause informieren konnte. Kurzerhand gründete er selbst ein Medienangebot für Geflüchtete. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus ganz Europa berichtet er heute auf "the voice of refugees" über Themen wie Flucht, Krieg und Europa. Im Interview spricht der afghanische Journalist und Menschenrechtsaktivist über positive Seiten der Flucht, deutsche Medien und seine aktuellen Projekte.
Von Siri Gögelmann

Foto: Rodion Kutsaev, via Unsplash

Forschungsprogramm: Sanktionen und Kulturbeziehungen

"Kulturaustausch als Lebensader des Gesprächs"

ifa | Sanktionen wirken sich nicht nur auf die politischen, sondern auch auf die kulturellen Beziehungen zweier Länder aus. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte ifa-Studie "Nebenwirkungen von Sanktionen". Im Gespräch gibt der Autor Christian von Soest Einblick in Problemfelder, Hintergründe, aber auch Lösungsansätze des Spannungsverhältnisses Sanktion – Kultur. Er hält fest: Die Nebenwirkungen der Strafmaßnahmen müssen sich nicht zwangsläufig negativ gestalten, sondern können gleichzeitig Anstoß sein, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern.
Von Isabell Scheidt

Wartburg in Eisenach, Foto: Thomas Şindilariu

Themenreise "Luther 2017. 500 Jahre Reformation in Deutschland"

Phänomen Reformation

Die Reformation wird hierzulande vor allem als ein soziales, politisches und kulturelles Phänomen gewürdigt. Erklärt dies vielleicht, warum Kirchen leer sind, während das Reformationsjubiläum als riesiges gesellschaftliches Event gefeiert wird? Eine Delegationsreise mit internationalen Experten ging nicht nur dieser spannenden Frage nach. 

Kristina Flour (CC0 1.0), via Unsplash

Identität durch Sprache

Frei sprechen

kulturaustausch.de | Wie fühlt es sich an, zwischen verschiedenen Kulturen zu leben? Was bedeutet Identität für Migrantinnen und Migranten? Für die bengalisch-französische Autorin Shumona Sinha ist besonders die sprachliche Identität sehr wichtig. Sie hat sich dazu entschieden, ihre Romane auf Französisch zu schreiben – für sie eine bewusste und persönliche politische Geste, die zu einer Form der Emanzipation wurde.
Von Shumona Sinha

Eröffnung der Ausstellung "In Zwei Welten". © AGDM

Von Armenien bis Ungarn

Was verbindet die deutschen Minderheiten?

ifa | Mehr als eine Million Angehörige der deutschen Minderheiten  leben aktuell in Dänemark, Mittel- und Osteuropa, im Baltikum und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Welche Gemeinsamkeiten sie haben und worin sie sich unterscheiden zeigt die Ausstellung "In Zwei Welten – 25 deutsche Geschichten, Deutsche Minderheiten stellen sich vor". Die Wanderausstellung wurde von der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten" konzipiert. Im Interview erzählt Bernd Gaida, Sprecher der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten", von der Bedeutung der Ausstellung und der Rolle der deutschen Minderheiten in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik von Deutschland. Die Ausstellung, die von ifa-Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern unterstützt wurde, ist noch bis zum 20. Oktober 2017 in der ungarischen Botschaft in Berlin zu sehen. Von Karoline Gil

Auf einer Theaterbühne flechtet ein Mädchen einen Blumengranz

Roma, Polen und Deutsche auf einer Bühne

Drei Kulturen, ein Theater

ifa | Über vier Monate hinweg trafen sich Jugendliche im Kulturhaus in Oppeln, um ein gemeinsames Theaterstück über ihre Heimat Schlesien zu entwickeln. Im Mittelpunkt des Schauspiels standen die kulturellen Wurzeln der Jugendlichen, die aus polnischen, deutschen und Roma-Familien kommen. Eigentlich keine Besonderheit im multikulturellen Schlesien. Doch ungewöhnlich war das Projekt trotzdem: Es vereinte nicht nur drei Kulturen, sondern auch Elemente des Schatten-, Tanz- und Musiktheaters. Das Projekt "Tryn Kiereki – Wanderung im Rad der Zeit" wurde im Rahmen des ifa-Entsendeprogramm in Leben gerufen. Bei dem Programm arbeiten deutsche Kulturmanagerinnen und Kulturmanager mit Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in den Mitgliedsstaaten der GUS zusammenarbeiten.

Mann liest Zeitung

Bestens informiert

Nachrichten zum Kulturaustausch

ifa | Welche neue Strategie verfolgt die Europäische Union in ihrer Außenkulturpolitik? Wer sind die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten des Thomas Mann Hauses in Los Angeles? Wie begleiten Politikexpertinnen und -experten aus aller Welt den deutschen Bundestagswahlkampf? Mehrmals pro Woche informiert die Nachrichtenredaktion des ifa über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Kulturaustausch. Nun haben die Kolleginnen der Redaktion bewiesen, dass sie auch humorvoll sein können: Am Samstag wurden sie auf der Buchmesse von der "Wahrheit", der Satireredaktion der "taz", mit dem Jieper-Preis ausgezeichnet.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Gedankenaustausch: Freiräume schaffen

ifa | Wie stehen Kultur, das Internet und die EU in Beziehung zueinander? Mit dieser und weiteren Fragen setzen sich zwei Podiumsgäste der Frankfurter Buchmesse auseinander. Skeptisch und zustimmend, hinterfragend und vorwärtsdenkend sprechen Antonia Blau und Asiem El Difraoui über aktuelle Fragestellungen, Chancen sowie Probleme. Einigkeit herrscht darüber, dass mithilfe des Internets Räume des offenen Austauschs und der künstlerischen Freiheit geschaffen werden müssen. Solche Plattformen sind wichtig, um dem Wunsch nach einem geeinten Europa gerecht zu werden. Dafür sind Kreativität und Mut erforderlich – nicht nur aus Brüssel, sondern aus ganz Europa.

Foto: Jessica Ruscello (CC0 1.0), via Unsplash

Auswahlbibliographie "Flucht und Migration"

Überblick über ein vielfältiges Thema

ifa | Die Gründe für Flucht und Migration sind zahlreich. Ebenso zahlreich sind die Aspekte zu diesem Thema. Ob politische und gesellschaftliche Prozesse, Unsicherheiten und Unruhen, Integration und Identitätsbildung – die Auswahlbibliographie der ifa-Bibliothek bietet einen Überblick über mehr als 130 Bücher, Sammelbände, Fallstudien, Forschungsarbeiten und Artikel. Sie sind nicht nur vor Ort erhältlich sondern auch online abrufbar. Deutlich wird: Die wissenschaftlichen und journalistischen Herangehensweisen an das Thema "Flucht und Migration" sind vielfältig.

Ausstellung "Tunnel below/Skyjacking above: deconstructing the border", Berlin 2017. Foto: © Hannes Wiedemann

Künstlerförderung durch das ifa

Grenzerfahrungen - von Tijuana nach Berlin

ifa | Sie prägen das Landschaftsbild, beeinflussen Vorstellungen von Wir und den Anderen und können ganz unterschiedliche Bedeutungen haben: Mit  Grenzen und Grenzerfahrungen beschäftigt sich das Projekt "Tunnel below/ Skyjacking above: deconstructing the border". Anfang des Jahres fanden sich internationale Künstlerinnen und Künstler in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana zusammen. Auf ganz unterschiedliche Weise beschäftigten sie sich auf künstlerische Weise mit dem Thema Grenzen. Entstanden ist dabei die gleichnamige Ausstellung, die diesen Sommer in Berlin gezeigt wurde. Jan Lemitz sprach mit dem ifa über das Projekt und die Ausstellung.

Dialogforum "Welches Europa wollen wir?", Freiburg 2017. Foto: © Thomas Kunz

Bürgerdialog Außenpolitik live

Diplomaten hautnah: Ein Fazit

ifa | Immer wieder wird der Ruf nach mehr Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten laut. Das politische Engagement der Zivilgesellschaft reicht weit über die Wahl ihrer Vertreter hinaus. Gerade durch moderne Kommunikations- und Transportmöglichkeiten findet Außenpolitik auch fern von politischen Ämtern statt. Wird die Arbeit von Diplomaten dadurch obsolet? Nein, denn Außenpolitik ist ein sehr komplexes Feld, das eine gewisse Expertise erfordert. Es kann jedoch sehr fruchtbar sein, sich mit der Zivilbevölkerung auszutauschen. Das zeigte der Bürgerdialog "Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog".

Film Festivals in the Cold War. Foto: Noom Peerapong (CC0 1.0) via Unsplash

Filmfestivals während des Kalten Krieges

Eine Bühne für transnationale Politik? 

ifa | Filmfestivals spielten in der Kultur des Kalten Krieges eine zentrale Rolle. Heute geben sie Aufschluss über (kultur-)politische Prozesse der damaligen Zeit. Sie können als Plattform für Filmemacher und deren Wahrnehmung der Realität wahrgenommen werden. Gleichzeitig waren sie Orte der Geselligkeit und des Austausches. Nicht selten wurde eine Veranstaltung zum Politikum. Doch inwiefern stellten Filmfestivals tatsächlich Schnittpunkte dar? Können die Filmfestivals von damals als Bühnen für (trans-)nationale Politik gesehen werden? Antworten gibt der Sammelband von Andreas Kötzing und Caroline Moine. Ein Buchtipp
Von Katrin Stahl

Die Laudatio von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Foto: Wolfgang Borrs

Theodor-Wanner-Preis für Königin Silvia von Schweden

Eine "engagierte Kämpferin"

ifa | Seit 2009 verleiht das ifa den Theodor-Wanner-Preis an Personen, die sich besonders für den Dialog der Kulturen engagieren. Dieses Jahr wurde Königin Silvia von Schweden ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 26. September in Berlin sagte sie in ihrer Dankesrede: "Initiativen ins Leben zu rufen, einen Dialog zu beginnen, Anstöße zu geben, den Ball ins Rollen zu bringen, ist manchmal langwierig, manchmal unbequem, aber immer lohnenswert." Bundesaußenminister Sigmar Gabriel lobte in seiner Laudatio die Haltung der "engagierten Kämpferin" als eine, "die das Verbindende von Kulturen sucht und nicht zunächst das Trennende herausstellt".

Foto:  Rasande Tyskar (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Interview mit dem Migrationsforscher J. Olaf Kleist

"Die Zivilgesellschaft ist offen für Migration"

bpb | Was motiviert ehrenamtliche Helfer Geflüchteten zu helfen? Wer sind die Helfer? Wie organisieren sie sich? Diesen Fragen gehen der Politikwissenschaftler und Migrationsforscher J. Olaf Kleist von der Universität Osnabrück sowie Serhat Karakayali vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin nach. In zwei nicht-repräsentativen Umfragen nahmen fast 3000 ehrenamtlich Tätige aus Deutschland teil. Kleist spricht im Interview über die Ergebnisse der Studien.

 

Olaf Holzapfel im Gespräch

Verbindung zwischen zwei Welten

ifa | Seit Anfang September läuft die ifa-Ausstellung "The Event of a Thread", die sich mit Textilien und deren Stellenwert in verschiedenen kulturellen Kontexten beschäftigt. Auch mit dabei: Der Konzeptkünstler Olaf Holzapfel, welcher in Zusammenarbeit mit Frauen aus der indigenen Wichí-Gemeinde im Norden Argentiniens aus Fasern der Chaguar-Pflanze textile Werke gestaltet hat. Im Video spricht er in zwei Interviews über die Zusammenarbeit vor Ort, den Dialog und wechselseitigen Austausch sowie die Bedeutung von Kunst als Verbindung zwischen zwei Welten.

Foto: Liam Desic (CC0 1.0) via Unsplash

Im Fokus der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Kreativwirtschaft international

ifa | Kultur und Kreativität sind die Grundlage für die Ausübung von Soft Power und stehen damit auch im Fokus der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Wie groß ist der Einfluss, den die Kultur- und Kreativwirtschaft auf Internationalisierungsprozesse haben kann? Welche unterschiedlichen Politikansätze existieren und inwiefern unterscheiden sich die Nationen hinsichtlich ihrer Anwendung? Antworten bietet eine neue vom ifa herausgegebene Studie. Der Verfasser Bastian Lange analysiert international ausgerichtete Kreativwirtschaftspolitiken verschiedener Länder Europas, Nordamerikas und Asiens und entwickelt darüber hinaus Empfehlungen und praktische Handlungshinweise für eine zeitgemäße Integration.

Franz Erhard Walther: Handlungskörper, 1969, Baumwollstoff genäht; Foto: Uwe Walther, © (Franz Erhard Walther) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Weltpremiere in Dresden

Handlungskörper

ifa | Franz Erhard Walther gilt als Pionier der partizipativen Kunst. Als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg hat er wichtige Künstler späterer Künstlergenerationen geprägt. 2017 wurde er auf der 57. Biennale von Venedig als bester Künstler mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Neben den Werken 14 weiteren Künstlern sind einige seiner Arbeiten vom 1. September bis 28. Januar in der Ausstellung "The Event of a Thread" im Kunsthaus Dresden zu sehen. Im Interview sprich Franz Erhard Walther über seine Anfänge in den 1950ern, das Zeichnen und seine Definition von "Skulptur".

Podiumsdiskussion

"7 Billion Voices in a Multipolar World"

ifa | Viele Fragen wurden im Rahmen der Konferenz "Kulturen des Wir", die am 13. September in Berlin stattfand und den Gemeinschaftsbegriff der Zukunft thematisierte, aufgeworfen. Einige Antworten und weitere Denkanstöße konnten die vier internationalen Teilnehmer der abendlichen Podiumsdiskussion geben. Herausforderungen in einer internationalen Gemeinschaft, die Rolle Europas, die Bedeutung neuer Technologien: Die Themen des  Meinungsaustausches waren vielfältig. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig: Für die Zukunft unseres Zusammenlebens ist eine neue Form des Dialogs notwendig.

Foto: Michael Suriano (CC0 1.0), via Unsplash

Kulturpolitik der Parteien

Bundestagswahl: 14 Forderungen – 5 Reaktionen

ifa | Vor der Bundestagswahl hat der Deutsche Kulturrat 14 Forderungen an die Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke, SPD, AfD und FDP geschickt. Die Themen sind, unter anderem, die kulturelle Integration, gerechter Welthandel, die Digitalisierung und kulturelle Bildung. Die Parteien haben auf die 14 Forderungen geantwortet und geschildert, welche Pläne sie für die kommende Legislaturperiode haben. Die AfD teilte ihre Positionen nicht mit. 

Foto: © Matthias Völzke

Under the Mango Tree - Sites of Learning

Indigene Körper, Gedanken und Praxis ins Zentrum stellen

ifa | Die Veranstaltung Under the Mango Tree –Sites of Learning, als Teil der  documenta 14, fungierte als offenes Forum für die Untersuchung des Verständnisses von kultureller Bildung und Bildungsinitiativen aus der ganzen Welt. Der Künstler Duane Linklater, der in der Veranstaltung mit seinem Projekt Wood Land School teilgenommen hat, hat sich zum Gespräch mit Aïcha Diallo getroffen. Der kanadische Künstler diskutierte mit ihr über Bildung, kulturelle Ausdrucksformen und das Zentrieren von Indigenität. Diallos Essay befasst sich mit der anhaltenden Debatte über den Zustand der Vermittlung und der Bildung in der Kunst.

Foto: Oliver Killig

CrossCulture Tour - Bildergalerie

"Theatre of the Oppressed" von Ramshid Rashidpour, Iran

ifa | Im "Theater der Unterdrückten" der Iranerin Ramshid Rashidpour verbindet sich politische Bewusstseinsbildung mit befreiender Pädagogik. Wohin die Theaterreise des iranisch-deutschen Ensembles führt, bleibt offen. Denn die Entwicklung und Inhalte des Dialogs bzw. des Theaterstücks werden maßgebend von den Zuschauern selbst bestimmt. Sicher ist nur: beim "Theatre of the Oppressed" verschmelzen demokratische Prozesse und gemeinsame Ideen- und Lösungsfindungen zu einer vielversprechenden Unterhaltung. Die Bilder sind bei der Aufführung in Dresden entstanden.

CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib in Stuttgart, Juli 2017. Foto: © ifa/ Kuhnle

CrossCulture Stipendiat über seine Erfahrungen 

Migration aus marokkanischer Perspektive

ifa | Als erstes nordafrikanisches Land hat Marokko ein Regularisierungsprogramm gestartet, durch das sich illegale Migranten eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib arbeitet mit diesen Migranten und setzt sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ein. Während eines interkulturellen Workshops in Stuttgart sprach er über seine Arbeit in Marokko und seine Entscheidung am CrossCulture Programm teilzunehmen.
Interview von Leontine Päßler

Die neuen Kulturmanager: Anna Kusa, Daria Leduck, Dominik Duda, Othmara Glas (v.l.n.r.). Foto: © ifa/ Quitsch

Die neuen Teilnehmer des Entsendeprogrammes

Arbeiten für und mit deutschen Minderheiten

ifa | Die deutschen Minderheiten stärken und den Austausch fördern ist ein Hauptanliegen des Entsendeporgammes des ifa. Jedes Jahr bekommen 17 Kulturmanagerinnen und -manager sowie Redakteurinnen und Redakteure die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu sammeln. In unterschiedlichen Arbeitsbereichen sind sie redaktionell tätig, leisten Jugend- und Bildungsarbeit und setzen eigene Projektideen um. Anfang September 2017 haben Othmara Glas, Dominik Duda, Daria Leduck und Anna Kusa ihren Einsatz begonnen. Karoline Gil hat mit ihnen über ihre Erwartungen und ersten Eindrücken gesprochen.

European Union Stars © Mark Notari (CC BY 2.0) via Flickr

Ulrike Guérot kommentiert

Junckers fünf Ideen für die EU

kulturaustausch.de | Wie geht es mit der EU weiter? Im März legte der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker ein Weißbuch mit fünf möglichen Zukunftsszenarien für die Europäische Union vor. Bleibt alles beim Alten oder geht es etwa in Richtung Rückkehr zum Binnenmarkt? Arbeiten die Staaten in Zukunft nur in Teilbereichen eng zusammen oder wird die Kooperation auf sämtlichen Gebieten verstärkt? Und wer ist überhaupt mit den Staaten gemeint? Ulrike Guérot hat sich Gedanken über Junckers Papier gemacht.

Volker Albus: www/www we want wind/we want water, Korkbälle, 2015; Foto: Philip Radowitz, © Volker Albus/Philip Radowitz

Einführung

Pure Gold oder: Warum es sich lohnt, sich etwas gründlicher mit dem Hausmüll zu befassen

ifa | Recycling erfährt in der Bevölkerung immer größere Zustimmung. Doch nicht nur in privaten Haushalten wird Recycling wichtiger, auch in der Kunst findet das Thema Beachtung. Volker Albus ist Kurator der Ausstellung "Pure Gold", die sich dem Thema  Recycling widmet und am 15. September in Hamburg eröffnet wird. In seinem Einführungstext berichtet Albus von seiner Arbeit mit Müll, den vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten und dem recyclingmotivierten Design der letzten Jahre.

Foto: Canadian Pacific (CC BY-NC 2.0) via Flickr

KULTURAUSTAUSCH III/2017

Wir machen das

kulturaustausch.de | Privates Sponsoring von Flüchtlingen – ein Programm, das so nur in Kanada existiert. Engagierte Bürgergruppen können dort die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie übernehmen. Ermöglicht wird dies durch eine Ergänzung zum kanadischen Einwanderungsgesetz. Die Unterstützung jenseits der staatlichen Hilfe hat Tradition: Seit 1979 wurde rund ein Drittel der Flüchtlinge, die in Kanada ankamen, privat gefördert – darunter auch die syrische Familie Ali. Über eine von vielen (Erfolgs-) Geschichten. Von Naomi Buck.

Foto: Jocelyn Kinghorn (CC BY-SA 2.0)  via Flickr

Biennale-Konferenz: „Curating Under Pressure“

Über die Ethik des Kuratierens

ifa | "Was kann Kunst in Krisensituationen leisten?" – mit dieser Frage musste sich auch das neuseeländische Christchurch beschäftigen. Nach zwei schweren Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011 stand die Zukunft der dortigen Biennale auf dem Spiel. Die Veranstalter entschieden sich schließlich fürs Weitermachen. Hieraus entstanden ist die Idee einer Biennale-Konferenz in Christchurch, die sich mit der Ethik des Kuratierens beschäftigt. Unter dem Thema "Curating Under Pressure" diskutierten im November 2015 neben den Organisatoren und Direktoren der Biennalen auch Kuratoren, Künstler und Wissenschaftler sowie Vertreter und Aktivisten der örtlichen Kunstszene miteinander. Susanne Boecker fasst die Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Foto: XoMEoX (CC BY 2.0) via Flickr

Studie

Auswirkungen internationaler Sanktionen auf die Kultur

ifa | Welche Effekte haben Sanktionen auf die interkulturelle Beziehung zwischen zwei Staaten? Dieser Frage geht die im Rahmen des ifa-Forschungsprogrammes "Kultur und Außenpolitik" im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie nach. Sanktionen haben sich mittlerweile als gängiges Mittel der Druckausübung westlicher Staaten und der Vereinten Nationen etabliert. Obwohl in den vergangenen Jahren auch die Nebeneffekte verstärkt in den Fokus rückten, wurden die interkulturellen Auswirkungen bisher weitestgehend vernachlässigt. Die veröffentlichte Studie hat daher zum Ziel, anhand der vier Länder Iran, Kuba, Belarus und Russland, nicht-intendierte Folgen von Sanktionen auf die kulturelle Beziehung zwischen Deutschland und einem sanktionierten Land aufzuzeigen. Im Mittelpunkt der Studie stehen Mittlerorganisationen und Kulturschaffende.

Altstadt von Tunis © Humpert

CCP-Stipendiat

Ein Sprachrohr für die Medina

ifa Alumni | Enge verzweigte Gassen in einer orientalischen Welt: das ist die Altstadt von Tunis. Seit zweieinhalb Jahren lebt der Stuttgarter Architekt Raoul Cyril Humpert dort. Mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung durch das ifa hat er ein Zeitungsprojekt ins Leben gerufen. Die Zeitung trifft mit Themen rund um das Leben in der Medina auf eine begeisterte Leserschaft. Über das Projekt, die Geschichte und das Leben in der Medina von Tunis.

Kimberly Farmer (CC0 1.0) via Unsplash

Krisenprävention weiter denken

"PeaceLab2016"

GPPi | Zum Weltfriedenstag möchten wir auf den Abschlussbericht des "PeaceLab 2016" aufmerksam machen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts bot das Global Public Policy Institute, kurz GPPI, für ein ganzes Jahr lang eine Plattform um Deutschlands Rolle in der Krisenprävention und Friedensförderung zu diskutieren. Regierungsvertreter, zivilgesellschaftliche Akteure, Wissenschaftler und Abgeordnete des Bundestags beteiligten sich an der Debatte. Auch Peter Mares, der ehemalige Leiter des zivik Programms, verfasste einen Artikel für das Projekt. Im Abschlussbericht wird nun über die Ergebnisse des Projekts informiert.

Hiroyuki Takeda (CC BY-ND 2.0) via Flickr

Buchtipp

Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration.

ifa | Die Flüchtlingskrise scheint überwunden. Doch wie wahr ist der Schein? Millionen Menschen hoffen darauf ihr Land zu verlassen und die Fluchtursachen Armut, Hunger, Unterdrückung und Krieg existieren noch immer. Wie soll der Westen auf die Herausforderungen reagieren – Grenzen auf oder zu? Der Philosoph Julian Nida-Rümelin fordert mit dem vorliegenden Essay dazu auf, über die Rolle nationaler Grenzen nachzudenken.
Von Sophia Lahme

CCP-Stipendiat Amur Alrawahi beim Workshop in Stuttgart, Juli 2017 © ifa / Kuhnle

Arbeitsalltag mal anders

Raus aus der omanischen Wüste, rein in den deutschen Wald

ifa | Amur Alrawahi arbeitet im Rahmen des CrossCulture Programms für zwei Monate im "Nationalpark Hainich" und sammelt dort Erfahrungen im Bereich des deutschen Naturtourismus. Eine Besonderheit ist für ihn der tägliche Arbeitsweg. In Deutschland fährt er mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Während eines interkulturellen CrossCulture-Workshops in Stuttgart sprach er über seine bisherigen Erlebnisse.
Interview von Leontine Päßler

Foto: Children's Pool Beach, United States; Matt Howard (CC0 1.0), via Unsplash

Eine Familie diskutiert

"Widerrede!"

Edition Evangelisches Gemeindeblatt | Das Brexit-Votum im Juni 2016 war für den Kulturmanager, Museumsleiter und  Kurator Martin Roth der ausschlaggebender Moment, um seine Arbeit am "Victoria & Albert Museum" in London zu beenden und Großbritannien zu verlassen Der wachsende Populismus in Europa war ein wichtiges Thema für den überzeugten Europäer. Zusammen mit seinen Kindern Clara (20), Roman (27) und Mascha (28) widmete er sich den Themen Populismus, Werte und politisches Engagement und verfasste mit dem Buch "Widerrede!" einen Appell an die europäische Gesellschaft.
Eine Leseprobe

Darul Aman-Palast in Kabul; Foto: Bruce MacRae (CC BY-NC-SA 2.0), via Flickr

Wiederaufbau

Die starken Frauen von Darul Aman

qantara.de | "Es (handelt) sich hier um unser kulturelles Erbe, das müssen wir erhalten", sagt Wazhma Kurram, eine 26-jährige Baustatikerin. Zusammen mit einer Gruppe von 50 anderen Architekten und Ingenieuren arbeitet sie am Wiederaufbau des Darul Aman-Palast in Kabul. Der in den 1920er Jahren gebaute Palast beheimatete einst das afghanische Parlament. Für Kurram und ihre Kolleginnen und Kollegen ist es eine Herzensangelegenheit das vom Krieg gezeichnete Gebäude wieder zugänglich zu machen. Von Sandra Petersmann

Magdalena Sturm auf Recherchereise in Serebropolje © Sturm

Blog über Familiengeschichten der Deutschen in Russland

Mein deutscher Ur-Urgroßvater

ifa | Die "Russlanddeutschen" sind heute akzeptierter und selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft. Es leben aber auch weiterhin etwa 500.000 Menschen deutscher Abstammung in Russland, meist in Dörfern und Kleinstädten im Süden der Oblast Omsk in Sibirien. Viele der heute in Sibirien lebenden Deutschen wurden während des Zweiten Weltkriegs in diese dünn besiedelte Region deportiert, als Reaktion auf die Aggression Deutschlands. An dieses Schicksal erinnert der "Tag der Russlanddeutschen" am 28. August. In dem multimedialen Blog Sibiriendeutsche erzählen Russlanddeutsche ihre Familiengeschichte. Autorin des Blogs ist Magdalena Sturm, Redakteurin des ifa. Mind_Netz-Redakteur Carsten Fiedler hat mit ihr gesprochen

Rock Cohen (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Tag der Offenen Tür der Bundesregierung

Date mit Europa

ifa | Gelegenheit zu einem Rendezvous mit unserem Kontinent. Das Amt und seine Partner laden ein zum Dialog: Wie geht es weiter mit Europa? Und welches Europa wollen wir überhaupt? Neben zahlreichen Angeboten und Aktivitäten des Auswärtigen Amts präsentieren sich die deutschen Mittlerorganisationen. Am ifa-Stand können Sie das ifa und seine 100-jährige Geschichte in Büchern, Zeitschriften und Filmen kennenlernen. Kommen Sie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ifa, Alumni des CrossCulture Programms und der Redaktion der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH ins Gespräch und erfahren Sie mehr über unsere Arbeit. 

Flashmob der Ungarndeutschen in Fünfkirchen © Haus Lenau

Deutsche Minderheiten

"Zwei Kulturen, eine Heimat"

ifa | Die Stimmung in Fünfkirchen war mitreißend – mehr als doppelt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer als erwartet tanzten begeistert Sternpolka zur Blasmusik der Kapelle "Diamant". Ziel des Flashmobs war neben guter Laune insbesondere die Sichtbarkeit der Ungarndeutschen zu stärken. Zusammen mit dem Lenau Haus und aktiven ungarndeutschen Jugendlichen in Fünfkirchen organisierte die ifa-Kulturmanagerin Sandra György den Flashmob. Die deutsche Minderheit zählt zu den größten Minderheitsgruppen in Ungarn und ist besonders in dieser Region stark vertreten. Der Flashmob in Fünfkirchen fand im Rahmen des "Nationalitätentages" der ungarischen Rundfunkanstalt MTVA im Mai statt.

Sierra Leone, 2017: Schlammlawine bei Freetown, Foto: Chen Cheng, © picture alliance/ZUMA Press

Welttag der Humanitären Hilfe

ifa-Förderprogramm

ifaSeit einem Jahr setzt sich das ifa-Förderprogramm Humanitäre Hilfe weltweit für Menschen ein, die durch Naturgefahren in akute Not geraten sind. Aktuell unterstützt das ifa im Auftrag des Auswärtigen Amts Nothilfeprojekte im westafrikanischen Staat Sierra Leone. In der katastrophengefährdeten Region nahe der Hauptstadt Freetown lösten heftige Unwetter Schlammlawinen aus. Hunderte Menschen haben bereits ihr Leben verloren. Humanitäre Hilfsorganisationen sind bereits vor Ort im Einsatz. Soforthilfe für die betroffene Bevölkerung in der Krisenregion ist mobilisiert.
Wie funktioniert das? (PDF)

Foto: David von Diemar via Unsplash

Fundierte Einsichten in menschenfreundlicher Prosa

Der Krisenprophet

kulturaustausch.de | Der Migrationsforscher Klaus J. Bade erkannte die Relevanz von Flucht und Integration noch vor der Politik. Ein neues Buch versammelt seine Debattenbeiträge. Neben der Geschichte der Debatte zu Integrations- und Einwanderungsfragen eröffnet es auch neue Einsichten. Die deutsche Haltung in der Flüchtlingskrise kommentiert Bade kritisch.
Von Karl-Heinz Meier-Braun

Besichtigung der Ausstellung "Future Perfect" mit Lilian Scholtes in Guadalajara, Mexiko, 2017 © FototecaMusa/Nayeli Huizar

Zeitgenössische Kunst aus Deutschland in Mexiko

"Imaginar para Imaginar" – Ein Workshop mit Lilian Scholtes

ifa | Performances, Lichtinstallationen, Skultpuren und Fotoarbeiten – im Workshop "Imagina para Imaginar" im Juni in Guadalajara erarbeiteten junge Menschen neue Kunstwerke. Inspirationsquelle war die Tourneeausstellung "Future Perfect". "Es geht nicht um die Interpretation der Kunstwerke, sondern um eine materielle Praxis der Kontaktaufnahme mit dem Werk", erklärte Lilian Scholtes, Kunstvermittlerin und Leiterin des Workshops. Aktuell ist die Ausstellung in San Luis Potosí zu sehen. Ende August findet dort der nächste Workshop statt. Weitere Gedanken und Informationen zur Ausstellung sind auf dem Future Perfect-Blog zu finden.

The Leeds Library; Foto: © Michael D. Beckwith, CC0 1.0 via Flickr

Artikel

Die feinen Unterschiede

ipg-journal.de | Viele Beobachter sehen Globalisierung und ihre Folgen als Hauptursache für die Polarisierung der europäischen Gesellschaft. Gerade wenn es um Themen wie die europäische Integration oder den Umgang mit Migrationsströmen nach Europa geht lassen sich starke Gegensätze ausmachen. Am Beispiel des Brexit-Referendums wird deutlich, dass der Grad der Bildung großen Einfluss auf die politische Einstellung hat. Statt dem klassischen Rechts-Links-Schema ist die Einteilung der Gesellschaft in "Gebildete" und "Ungebildete" zeitgemäßer, behaupten Mark Bovens und Anchrit Wille.

Abschlussveranstaltung des Sommercamps; Foto: Anita Pendziałek

Weltjugendtag 2017

Die Jugendarbeit des ifa

ifa | Die Persönlichkeit entwickeln und Verantwortung übernehmen: Die außerschulische Jugendbildung fördert junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, lässt sie ihre gesellschaftliche Mitverantwortung erkennen und verstärkt das soziale Engagement. Das ifa initiiert und unterstützt Programme der außerschulischen Jugendbildung. Anlässlich des Weltjugendtages am 12.08. stellt das ifa Projekte aus der Jugendarbeit vor: Das Sommercamp, die Kinderspielstadt und die Kinderuni.

Dieter Reinl, Auswärtiges Amt; Sophie Haring, Universität Passau; Valentin Naumescu, Babeș-Bolyai-Universität Cluj; Foto: ifa / Hochstätter

Außenpolitik live. Diplomatien im Dialog

Bürgerdialog und Außenpolitik – Erwartungen und Wirklichkeiten

ifa | Pegida und TTIP sind Symptome für den Vertrauensverlust der Gesellschaft in die Regierung. Bei der Gestaltung der Außenpolitik gewinnen zivilgesellschaftliche Akteure zunehmend an Bedeutung. Welchen Stellenwert hat Partizipation? Können Dialogformate Misstrauen abbauen und Transparenz erzeugen? Am 21. Juni 2017 diskutierten Dieter Reinl, Valentin Naumescu unter der Moderation von Sophie Haring in Passau. Von Odila Triebel und Daniela Hochstätter

Human Migration; Foto: Petras Gagilas (CC-BY-SA 2.0) via Flickr

Publikation

"GFMD 2017 im Kontext globaler Herausforderungen"

SWP | Wie sehen die globalen Wanderungstrends aus? Was sind die Triebkräfte? Welche entwicklungspolitischen Handlungsschritte sind notwendig? Was für einen Beitrag kann die Zivilgesellschaft leisten? Zur Konferenz "Das Global Forum on Migration and Development 2017 – Zentrale Herausforderungen und Erwartungen" Anfang Juni veröffentlichte die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) eine Publikation. Anhand graphischer Darstellungen werden darin aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Tendenzen aufgezeigt.  Das "Global Forum for Migration and Development" (GFMD) wurde 2006 von der UN unter Kofi Annan ins Leben gerufen. Innerhalb dieser Austauschplattform beschäftigt sich die Staatengemeinschaft mit globalen Fragen zu Migration und aktuellen Entwicklungen. 

Rafah, Gaza; Foto: DYKT Mohigan (CC BY 2.0), via Flickr

Comedy aus Gaza

Dem Leben in Gaza entkommt man nicht

qantara.de | "Comedy ist der beste Weg, die Leute zu Veränderungen zu bringen", so lautet das Motto der 19-Jährigen Palästinenserin Reham al-Kahlout. Sie ist Teil der jungen palästinensischen Comedy-Truppe "Bas ya zalama" und damit die einzige Frau in der Comedy-Szene von Gaza. Anders als ihre männlichen Kollegen erntet Reham häufig Kritik und Beschimpfungen, doch einschüchtern lässt sie sich davon nicht. Von Peter Münch

Foto: Redd Angelo (CC0 1.0), via Unsplash

Aufnahme türkischer Wissenschaftler

Zuflucht im "Modernen Orient"

tagesspiegel.de | Aktuell fliehen vermehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Türkei und Konfliktregionen des Nahen Ostens nach Deutschland. Das Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) bietet einigen von ihnen die Möglichkeit, Forschungsprojekte fortzuführen, die sie ursprünglich im Herkunftsland begonnen hatten. Aktuell forschen vier türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am ZMO. Das Zentrum Moderner Orient befasst sich in interdisziplinärer Forschung mit der Geschichte und Kultur des Nahen Ostens, Afrikas, Zentralasiens sowie Süd- und Südostasiens. Für Sonja Hegasy bietet die Aufnahme gefährdeter und verfolgter Wissenschaftler Vorteile für alle Beteiligten: "Diversität schärft den intellektuellen Austausch", so die stellvertretende Direktorin des ZMO. Von Mahdis Amiri

Anne Imhof: Faust, 2017; © Anne Imhof, Foto

Biennale Venedig 2017

Anne Imhof. Faust: Neue Impressionen

ifa | Die Zeit vergeht schnell. Anne Imhofs Inszenierung "Faust" auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia hat die Halbzeit nun schon hinter sich. Seit Februar ist ihre prämierte Arbeit im Deutschen Pavillon zu sehen. Besucherinnen und Besucher können Imhofs "Faust" noch bis Ende November in unterschiedlicher Dauer erleben. Der gesamte Pavillon wird in Imhofs Inszenierung aus skulpturaler Installation, performativer Dynamik, malerischer Setzung und präziser Choreografie eingenommen. Die Performerinnen und Performer bewegen sich dabei erhoben wie erniedrigt durch, unter und auf dem Pavillon.

Crowd, Standing, People, Hand and Raise. Foto: Edwin Andrade via Unsplash

Deutsche Zivilgesellschaft international

Ein Gespräch über die neue Außenpolitik

ifa | In Zeiten zunehmender Politikverdrossenheit und Skepsis gegenüber Staatlichkeit wird oft auf die Zivilgesellschaft als wichtiger Gestalter der Demokratie verwiesen. Zahlreiche Akteure zielen mit ihren Aktivitäten auf Nachbarländer, Regionen oder die internationale Politik. In Ihrer Studie "Zivilgesellschaftliche Akteure in der Außenpolitik" sprechen Prof. Dr. Daniel Göler und Robert Lohmann von einer Außenpolitik der Zivilgesellschaft.  Was ist in diesem Kontext unter Zivilgesellschaft‘ zu verstehen? Wie beeinflusst diese neue Form der Außenpolitik staatliche Akteure?

Ungarndeutsches Museum; Foto: ifa/ Fulajtár

Kulturassistentenprogramm

Jeder Gegenstand hat eine bewegende Geschichte...

ifa | Die  Kultur der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen zu bewahren und zu vermitteln – das ist das Ziel des Ungarndeutschen Museums in TataIfa-Kulturassistentin Katinka Árendás hat ein halbes Jahr dort gearbeitet. Sehr spannend fand sie es, eine Onlineausstellung zum Thema "Migration" zu organisieren. Ein Erfahrungsbericht über ihre Arbeit dort.

Lesesaal der ifa-Bibliothek

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