Themen

Foto: Ricardo Gomez Angel (CC0 1.0), via Unsplash

Europäischer Bildungsraum

Die europäische Identität stärken

EU-Kommission | "Bildung und Kultur sind der Schlüssel für die Zukunft – sowohl für die individuelle als auch für die ganze Gemeinschaft", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junck vor einem Treffen der 28 EU-Staats- und Regierungschefs am 17. November in Göteborg. Im Fokus der informellen Tagung standen konkrete Ideen zur Verbesserung der europäischen Agenda in den Bereichen Bildung und Kultur – und damit zur Stärkung der europäischen Identität. Als Beitrag für das Treffen stellte die Europäische Kommission im Vorfeld ihre Vorstellungen zu einem europäischen Bildungsraum bis 2025 vor.


Foto: IoSonoUnaFotoCamera (CC BY-SA 2.0), via Unsplash

Handlungsspielräume der deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen

Nach der US-Wahl

ifa | Mehr als ein Jahr ist seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten vergangen. Schnell hat sich gezeigt, dass kulturpolitische Programme im neuen Haushaltsentwurf des neuen Staatsoberhaupts keine Priorität haben. Welche Folgen hat der politische Richtungswechsel für die deutsch-amerikanischen "Public Diplomacy"-Programme und die transatlantischen Kulturpolitik? Für die Studie des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" hat Curd Knüpfer institutionelle Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der Kulturbeziehungen befragt.
Von Curd Knüpfer

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Erinnerungskultur in Litauen

Die Scham der Vergangenheit

kulturaustausch.de | "Der größte Schaden, den die Sowjetzeit hinterlassen hat, ist die Deformation der Identität", schreibt der litauische Autor Sigitas Parulskis. Wie wirken sich kollektives Schweigen, Tabus und sich reproduzierende Verdrängungsmechanismen auf die Identität eines Landes und seiner Bürger aus? Parulskis beschreibt, warum das Erinnern in Litauen so schwer fällt und gibt tiefe Einblicke in eine Gesellschaft, die mit ihrer Vergangenheit ringt und versucht, jene Wunden zu schließen, die der Zweite Weltkrieg und die sowjetische Besatzung hinterließen.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Superhelden für Europa

ifa | Schmelztiegel Comic: Was vor mehr als einem Jahrhundert als Sprache der Minderheiten in den USA entstand, hat heute als Kunstform nicht an Bedeutung verloren. Zeichnerinnen und Zeichner nutzen Comics, um ihre Erfahrung von Migration, des Aufbrechens und Ankommens zu illustrieren. Jonas Engelmann gibt einen Überblick über ein Medium, das Superhelden und autobiografische Fluchtgeschichten verbindet und die europäische Kultur bis heute prägt. Sein Fazit: Die Stärke des Comics liegt vor allem darin, "Grenzen vergessen zu lassen, das Fremde in sich aufzunehmen und mit dem Eigenen zu verbinden". Von Jonas Engelmann

Free Digital Territories - Interview mit Peggy Sylopp. Foto: Peggy Sylopp (CC BY-SA 2.0)

Gespräch mit der intermedialen Künstlerin Peggy Sylopp

"Wir müssen als Weltgemeinschaft zusammen finden"

ifa | Ein Internetzugang ist ein "Menschenrecht" – davon ist Peggy Sylopp überzeugt. Für ihr Projekt "Free Digital Territories" unternahm die intermediale Künstlerin und Informatikerin im Mai 2017 eine Recherchereise nach Brasilien. Der größte Hackerspace in Brasilien, die digitale Unterstützung von Bäuerinnen auf dem Land: Auf ihrer Reise beschäftigte sich Sylopp mit ganz unterschiedlichen Projekten zur öffentlichen Technologie im Land. Unterstützt wurde sie durch das ifa-Programm "Künstlerkontakte". Bis zum 31. Januar 2018 können sich Kunstschaffende wieder für eine Förderung bewerben. Im Interview erzählt Peggy Sylopp von ihrem künstlerischen Rechercheprojekt, ihrer Zeit in Brasilien und davon, wie die Reise sie auch persönlich geprägt hat.
Interview von Katrin Stahl

Foto: Randy Jacob, via Unsplash

Ursachen für Flucht und Migration/ ifa Edition Kultur und Außenpolitik

Migration von Subsahara-Afrika nach Europa

ifa | Warum machen sich jedes Jahr Hunderttausende Menschen in Subsahara-Afrika auf den gefährlichen Weg nach Europa? Welche Rolle spielt die Wahrnehmung der Zielländer? Für die Studie des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" hat die Kommunikationswissenschaftlerin Anke Fiedler mit Migrationswilligen über ihre Motive und Informationsquellen gesprochen und bislang weniger bekannte Gründe für Flucht und Migration ermittelt. Ihr Fazit: Es ist an der Zeit, die europäische Wahrnehmung zu überdenken und eurozentristische Interessen zu hinterfragen.

Projekt Frauen denken den Irak neu Foto: Videostandbild elbarlament

Unterstützung der weiblichen Zivilgesellschaft

Frauen denken den Irak neu

ifa | Frauen sind ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. In vielen Gesellschaften spielen sie jedoch kaum eine Rolle wenn es um politische Entscheidungsprozesse geht. Die Berliner Organisation elbarlament unterstützt in Zusammenarbeit mit zivik - Zivile Konfliktbearbeitung aktive Frauen im Irak und bringt sie mit Hilfe einer Förderung durch das ifa zusammen. In Workshops suchten sie zusammen mit Experten nach Möglichkeiten, sich in das politische Geschehen im Land einzubringen. Entstanden ist dabei unter anderem ein kurzer Film.

Architekt Bijoy Jain im Interview in seiner Ausstellung in der ifa Galerie Stuttgart

Lokale Ressourcen und traditionelles Handwerk

Zeitgenössische Architektur aus Indien

ifa | Um "Ideen und Gedanken zu erkunden" gründete Bijoy Jain 2005 das "Studio Mumbai". In dem Architekturbüro arbeiten neben Architekten auch Steinmetze, Schreiner, Blechschmiede, Flaschner und viele andere Handwerker. Die Ko-Kreation ermöglicht kreative Prozesse und Bauweisen, die Tradition und Moderne miteinander verbinden. Noch bis Januar 2018 präsentiert die ifa-Galerie Stuttgart mit der Ausstellung "Zwischen Sonne und Mond" die Arbeitsprozesse und Inspirationsquellen des indischen Architekten und seines Teams, sowie verschiedene Materialien, Werkzeuge und Farbmuster. 
Interview von Constant Formé-Bècherat und Siri Gögelmann (in englischer Sprache)

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Migration und die Bedeutung von Kultur

Wider die Eindimensionalität

ifa | Europa gilt nach wie vor als Wunschort für viele, die sich nach Sicherheit und einem besseren Leben  sehnen. Aber was erwarten die Menschen aus muslimisch geprägten Ländern von Europa? Mit welchen Vorstellungen und Wünschen kommen sie zu uns? Und wie kann Kultur dazu beitragen, das Zusammenleben in Europa einvernehmlich und harmonisch zu gestalten? Das sind Fragen, mit denen sich die Journalistin Sineb El Masrar in ihrem Artikel "Wider die Eindimensionalität" für die ifa-Themenreihe "Kann Kultur Europa retten" auseinandersetzt.
Von Sineb El Masrar

Foto: Mario Purisic, via Unsplash

Europa im Fokus

Gibt es eine europäische Öffentlichkeit?

Bundeszentrale für politische Bildung | "Das Demokratiedefizit kann freilich nur behoben werden, wenn zugleich eine europäische Öffentlichkeit entsteht, in die der demokratische Prozess eingebettet ist", schrieb der Soziologe Jürgen Habermas 2001 in einem Artikel für "die Zeit". Sechs Jahre später anaylsiert der Politikwissenschaftler Javier Ruiz-Soler in einem Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung, inwiefern sich bereits eine europäische Öffentlichkeit etabliert hat. Das Internet ist für den Autor ein zentraler Hoffnungsträger für eine künftig politisch partizipierende Öffentlichkeit in Europa.
Von Javier Ruiz-Soler

Foto: Luca Upper (CC0 1.0), via Unsplash

Medien der deutschen Minderheiten

Mind_Netz feiert Geburtstag

ifa | Am 8. November 2016 ging "Mind_Netz" an den Start. Mit mehr als  2.000 Abonnenten hat sich die Social-Media-Plattform inzwischen als wichtige Informationsquelle für Angehörige der deutschen Minderheiten im östlichen Europa und der Gemeinschaft unabhängier Staaten etabliert. Täglich scannt die Mind_Netz-Redaktion mehr als 40 Medien der deutschen Minderheiten und verbreitet ausgewählte Beiträge anschließend über Facebook, Twitter, YouTube und VKontakte.

Freedom of Expression, Bonn 25.10.2017, Foto: S. Heuser

Bildergalerie

"Freedom of Expression - A Cultural Difference" in Bonn

ifa | Ob Mohammed-Karikaturen, satirische Kurzfilme oder Schmähgedichte: Seit über zehn Jahren wird über Religions-, Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit in der digitalen Gegenwart diskutiert. Freiheiten und Grenzen von Humor und Satire standen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion "Freedom of Expression – A Cultural Difference" am 25. Oktober in Bonn. Die Veranstaltung wurde von ifa-Alumnus Abdul Rauf Anjum in Kooperation mit der Deutschen Welle organisiert. Sie bildete den Abschluss der CrossCulture Tour 2017.

Chandran Nair, Gründer des "Global Institute For Tomorrow", hält bei einer Fachkonferenz in Berlin eine Rede auf der Bühne.

Chandran Nair über die Illusion der Globalität

Die anderen akzeptieren

ifa | "Mir gefällt die Idee des 'Wir' nicht", sagte Chandran Nair gleich zu Beginn der internationalen Fachkonferenz "Kulturen des Wir" am 13. September in Berlin. In seiner Keynote sprach der Gründer des asiatischen Thinktanks "Global Institute For Tomorrow" über den Zusammenhang von Populismus und Postkolonialismus. Er plädiert dafür, die Menschen und die Welt so zu nehmen, wie sie sind. Videomitschnitt des Eröffnungspanels

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

"Don’t panic, I’m Islamic"

ifa | Wie viel Islam steckt in Europa? Oftmals wird der Islam als rückgewandtes, konservatives Gegenbild zum aufgeklärt-liberalem Europa dargestellt. Die Geschichte zeigt jedoch, welch großen Einfluss die islamische Welt auf den europäischen Kontinent hatte und immer noch hat. "Don’t panic, I’m Islamic" thematisiert, wie eine neue Generation von Künstlern durch Sprache, Kunst und Kultur vorhandene Stereotypisierungen und Stigmatisierungen mit Kreativität und Humor aufbricht. Aspekte der islamischen Kultur gestalten die kulturelle Landschaft in Europa – früher wie heute – mit und prägen und bereichern sie dauerhaft.
Von Riem Spielhaus

Foto: © Matthias Völzke

Under the Mango Tree - Sites of Learning

Was bedeutet Bildung für dich?

ifa | Wie steht es um die Vermittlung und die Bildung in der Kunst? Mit dieser Frage beschäftigten sich während der documenta 14 internationale Vermittlerinnen und Vermittler, Kunst- und Kulturschaffende und Forschende. Der Austausch fand – wie die documenta selbst – in Athen und Kassel statt. Diskutiert, experimentiert und gestaltet wurde im Freien, – frei nach dem Titel der Veranstaltung "Under the Mango Tree – Sites of Learning" unter Bäumen.
Von Aïcha Diallo

Porträtfoto von Edris Joya, einem Journalisten aus Afghanistan

Flucht.Punkt: Ein Internetangebot für Geflüchtete

"Nicht nur die negativen Seiten der Flucht"

ifa | Als Edris Joya 2010 nach Deutschland kam, gab es kaum Medien, in denen er sich über sein neues Zuhause informieren konnte. Kurzerhand gründete er selbst ein Medienangebot für Geflüchtete. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus ganz Europa berichtet er heute auf "the voice of refugees" über Themen wie Flucht, Krieg und Europa. Im Interview spricht der afghanische Journalist und Menschenrechtsaktivist über positive Seiten der Flucht, deutsche Medien und seine aktuellen Projekte.
Von Siri Gögelmann

Foto: Rodion Kutsaev, via Unsplash

Forschungsprogramm: Sanktionen und Kulturbeziehungen

"Kulturaustausch als Lebensader des Gesprächs"

ifa | Sanktionen wirken sich nicht nur auf die politischen, sondern auch auf die kulturellen Beziehungen zweier Länder aus. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte ifa-Studie "Nebenwirkungen von Sanktionen". Im Gespräch gibt der Autor Christian von Soest Einblick in Problemfelder, Hintergründe, aber auch Lösungsansätze des Spannungsverhältnisses Sanktion – Kultur. Er hält fest: Die Nebenwirkungen der Strafmaßnahmen müssen sich nicht zwangsläufig negativ gestalten, sondern können gleichzeitig Anstoß sein, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern.
Von Isabell Scheidt

Wartburg in Eisenach, Foto: Thomas Şindilariu

Themenreise "Luther 2017. 500 Jahre Reformation in Deutschland"

Phänomen Reformation

Die Reformation wird hierzulande vor allem als ein soziales, politisches und kulturelles Phänomen gewürdigt. Erklärt dies vielleicht, warum Kirchen leer sind, während das Reformationsjubiläum als riesiges gesellschaftliches Event gefeiert wird? Eine Delegationsreise mit internationalen Experten ging nicht nur dieser spannenden Frage nach. 

Kristina Flour (CC0 1.0), via Unsplash

Identität durch Sprache

Frei sprechen

kulturaustausch.de | Wie fühlt es sich an, zwischen verschiedenen Kulturen zu leben? Was bedeutet Identität für Migrantinnen und Migranten? Für die bengalisch-französische Autorin Shumona Sinha ist besonders die sprachliche Identität sehr wichtig. Sie hat sich dazu entschieden, ihre Romane auf Französisch zu schreiben – für sie eine bewusste und persönliche politische Geste, die zu einer Form der Emanzipation wurde.
Von Shumona Sinha

Eröffnung der Ausstellung "In Zwei Welten". © AGDM

Von Armenien bis Ungarn

Was verbindet die deutschen Minderheiten?

ifa | Mehr als eine Million Angehörige der deutschen Minderheiten  leben aktuell in Dänemark, Mittel- und Osteuropa, im Baltikum und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Welche Gemeinsamkeiten sie haben und worin sie sich unterscheiden zeigt die Ausstellung "In Zwei Welten – 25 deutsche Geschichten, Deutsche Minderheiten stellen sich vor". Die Wanderausstellung wurde von der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten" konzipiert. Im Interview erzählt Bernd Gaida, Sprecher der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten", von der Bedeutung der Ausstellung und der Rolle der deutschen Minderheiten in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik von Deutschland. Die Ausstellung, die von ifa-Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern unterstützt wurde, ist noch bis zum 20. Oktober 2017 in der ungarischen Botschaft in Berlin zu sehen. Von Karoline Gil

Auf einer Theaterbühne flechtet ein Mädchen einen Blumengranz

Roma, Polen und Deutsche auf einer Bühne

Drei Kulturen, ein Theater

ifa | Über vier Monate hinweg trafen sich Jugendliche im Kulturhaus in Oppeln, um ein gemeinsames Theaterstück über ihre Heimat Schlesien zu entwickeln. Im Mittelpunkt des Schauspiels standen die kulturellen Wurzeln der Jugendlichen, die aus polnischen, deutschen und Roma-Familien kommen. Eigentlich keine Besonderheit im multikulturellen Schlesien. Doch ungewöhnlich war das Projekt trotzdem: Es vereinte nicht nur drei Kulturen, sondern auch Elemente des Schatten-, Tanz- und Musiktheaters. Das Projekt "Tryn Kiereki – Wanderung im Rad der Zeit" wurde im Rahmen des ifa-Entsendeprogramm in Leben gerufen. Bei dem Programm arbeiten deutsche Kulturmanagerinnen und Kulturmanager mit Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in den Mitgliedsstaaten der GUS zusammenarbeiten.

Mann liest Zeitung

Bestens informiert

Nachrichten zum Kulturaustausch

ifa | Welche neue Strategie verfolgt die Europäische Union in ihrer Außenkulturpolitik? Wer sind die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten des Thomas Mann Hauses in Los Angeles? Wie begleiten Politikexpertinnen und -experten aus aller Welt den deutschen Bundestagswahlkampf? Mehrmals pro Woche informiert die Nachrichtenredaktion des ifa über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Kulturaustausch. Nun haben die Kolleginnen der Redaktion bewiesen, dass sie auch humorvoll sein können: Am Samstag wurden sie auf der Buchmesse von der "Wahrheit", der Satireredaktion der "taz", mit dem Jieper-Preis ausgezeichnet.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Gedankenaustausch: Freiräume schaffen

ifa | Wie stehen Kultur, das Internet und die EU in Beziehung zueinander? Mit dieser und weiteren Fragen setzen sich zwei Podiumsgäste der Frankfurter Buchmesse auseinander. Skeptisch und zustimmend, hinterfragend und vorwärtsdenkend sprechen Antonia Blau und Asiem El Difraoui über aktuelle Fragestellungen, Chancen sowie Probleme. Einigkeit herrscht darüber, dass mithilfe des Internets Räume des offenen Austauschs und der künstlerischen Freiheit geschaffen werden müssen. Solche Plattformen sind wichtig, um dem Wunsch nach einem geeinten Europa gerecht zu werden. Dafür sind Kreativität und Mut erforderlich – nicht nur aus Brüssel, sondern aus ganz Europa.

Foto: Jessica Ruscello (CC0 1.0), via Unsplash

Auswahlbibliographie "Flucht und Migration"

Überblick über ein vielfältiges Thema

ifa | Die Gründe für Flucht und Migration sind zahlreich. Ebenso zahlreich sind die Aspekte zu diesem Thema. Ob politische und gesellschaftliche Prozesse, Unsicherheiten und Unruhen, Integration und Identitätsbildung – die Auswahlbibliographie der ifa-Bibliothek bietet einen Überblick über mehr als 130 Bücher, Sammelbände, Fallstudien, Forschungsarbeiten und Artikel. Sie sind nicht nur vor Ort erhältlich sondern auch online abrufbar. Deutlich wird: Die wissenschaftlichen und journalistischen Herangehensweisen an das Thema "Flucht und Migration" sind vielfältig.

Ausstellung "Tunnel below/Skyjacking above: deconstructing the border", Berlin 2017. Foto: © Hannes Wiedemann

Künstlerförderung durch das ifa

Grenzerfahrungen - von Tijuana nach Berlin

ifa | Sie prägen das Landschaftsbild, beeinflussen Vorstellungen von Wir und den Anderen und können ganz unterschiedliche Bedeutungen haben: Mit  Grenzen und Grenzerfahrungen beschäftigt sich das Projekt "Tunnel below/ Skyjacking above: deconstructing the border". Anfang des Jahres fanden sich internationale Künstlerinnen und Künstler in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana zusammen. Auf ganz unterschiedliche Weise beschäftigten sie sich auf künstlerische Weise mit dem Thema Grenzen. Entstanden ist dabei die gleichnamige Ausstellung, die diesen Sommer in Berlin gezeigt wurde. Jan Lemitz sprach mit dem ifa über das Projekt und die Ausstellung.

Dialogforum "Welches Europa wollen wir?", Freiburg 2017. Foto: © Thomas Kunz

Bürgerdialog Außenpolitik live

Diplomaten hautnah: Ein Fazit

ifa | Immer wieder wird der Ruf nach mehr Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten laut. Das politische Engagement der Zivilgesellschaft reicht weit über die Wahl ihrer Vertreter hinaus. Gerade durch moderne Kommunikations- und Transportmöglichkeiten findet Außenpolitik auch fern von politischen Ämtern statt. Wird die Arbeit von Diplomaten dadurch obsolet? Nein, denn Außenpolitik ist ein sehr komplexes Feld, das eine gewisse Expertise erfordert. Es kann jedoch sehr fruchtbar sein, sich mit der Zivilbevölkerung auszutauschen. Das zeigte der Bürgerdialog "Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog".

Film Festivals in the Cold War. Foto: Noom Peerapong (CC0 1.0) via Unsplash

Filmfestivals während des Kalten Krieges

Eine Bühne für transnationale Politik? 

ifa | Filmfestivals spielten in der Kultur des Kalten Krieges eine zentrale Rolle. Heute geben sie Aufschluss über (kultur-)politische Prozesse der damaligen Zeit. Sie können als Plattform für Filmemacher und deren Wahrnehmung der Realität wahrgenommen werden. Gleichzeitig waren sie Orte der Geselligkeit und des Austausches. Nicht selten wurde eine Veranstaltung zum Politikum. Doch inwiefern stellten Filmfestivals tatsächlich Schnittpunkte dar? Können die Filmfestivals von damals als Bühnen für (trans-)nationale Politik gesehen werden? Antworten gibt der Sammelband von Andreas Kötzing und Caroline Moine. Ein Buchtipp
Von Katrin Stahl

Die Laudatio von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Foto: Wolfgang Borrs

Theodor-Wanner-Preis für Königin Silvia von Schweden

Eine "engagierte Kämpferin"

ifa | Seit 2009 verleiht das ifa den Theodor-Wanner-Preis an Personen, die sich besonders für den Dialog der Kulturen engagieren. Dieses Jahr wurde Königin Silvia von Schweden ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 26. September in Berlin sagte sie in ihrer Dankesrede: "Initiativen ins Leben zu rufen, einen Dialog zu beginnen, Anstöße zu geben, den Ball ins Rollen zu bringen, ist manchmal langwierig, manchmal unbequem, aber immer lohnenswert." Bundesaußenminister Sigmar Gabriel lobte in seiner Laudatio die Haltung der "engagierten Kämpferin" als eine, "die das Verbindende von Kulturen sucht und nicht zunächst das Trennende herausstellt".

Foto:  Rasande Tyskar (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Interview mit dem Migrationsforscher J. Olaf Kleist

"Die Zivilgesellschaft ist offen für Migration"

bpb | Was motiviert ehrenamtliche Helfer Geflüchteten zu helfen? Wer sind die Helfer? Wie organisieren sie sich? Diesen Fragen gehen der Politikwissenschaftler und Migrationsforscher J. Olaf Kleist von der Universität Osnabrück sowie Serhat Karakayali vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin nach. In zwei nicht-repräsentativen Umfragen nahmen fast 3000 ehrenamtlich Tätige aus Deutschland teil. Kleist spricht im Interview über die Ergebnisse der Studien.

 

Olaf Holzapfel im Gespräch

Verbindung zwischen zwei Welten

ifa | Seit Anfang September läuft die ifa-Ausstellung "The Event of a Thread", die sich mit Textilien und deren Stellenwert in verschiedenen kulturellen Kontexten beschäftigt. Auch mit dabei: Der Konzeptkünstler Olaf Holzapfel, welcher in Zusammenarbeit mit Frauen aus der indigenen Wichí-Gemeinde im Norden Argentiniens aus Fasern der Chaguar-Pflanze textile Werke gestaltet hat. Im Video spricht er in zwei Interviews über die Zusammenarbeit vor Ort, den Dialog und wechselseitigen Austausch sowie die Bedeutung von Kunst als Verbindung zwischen zwei Welten.

Foto: Liam Desic (CC0 1.0) via Unsplash

Im Fokus der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Kreativwirtschaft international

ifa | Kultur und Kreativität sind die Grundlage für die Ausübung von Soft Power und stehen damit auch im Fokus der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Wie groß ist der Einfluss, den die Kultur- und Kreativwirtschaft auf Internationalisierungsprozesse haben kann? Welche unterschiedlichen Politikansätze existieren und inwiefern unterscheiden sich die Nationen hinsichtlich ihrer Anwendung? Antworten bietet eine neue vom ifa herausgegebene Studie. Der Verfasser Bastian Lange analysiert international ausgerichtete Kreativwirtschaftspolitiken verschiedener Länder Europas, Nordamerikas und Asiens und entwickelt darüber hinaus Empfehlungen und praktische Handlungshinweise für eine zeitgemäße Integration.

Franz Erhard Walther: Handlungskörper, 1969, Baumwollstoff genäht; Foto: Uwe Walther, © (Franz Erhard Walther) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Weltpremiere in Dresden

Handlungskörper

ifa | Franz Erhard Walther gilt als Pionier der partizipativen Kunst. Als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg hat er wichtige Künstler späterer Künstlergenerationen geprägt. 2017 wurde er auf der 57. Biennale von Venedig als bester Künstler mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Neben den Werken 14 weiteren Künstlern sind einige seiner Arbeiten vom 1. September bis 28. Januar in der Ausstellung "The Event of a Thread" im Kunsthaus Dresden zu sehen. Im Interview sprich Franz Erhard Walther über seine Anfänge in den 1950ern, das Zeichnen und seine Definition von "Skulptur".

Podiumsdiskussion

"7 Billion Voices in a Multipolar World"

ifa | Viele Fragen wurden im Rahmen der Konferenz "Kulturen des Wir", die am 13. September in Berlin stattfand und den Gemeinschaftsbegriff der Zukunft thematisierte, aufgeworfen. Einige Antworten und weitere Denkanstöße konnten die vier internationalen Teilnehmer der abendlichen Podiumsdiskussion geben. Herausforderungen in einer internationalen Gemeinschaft, die Rolle Europas, die Bedeutung neuer Technologien: Die Themen des  Meinungsaustausches waren vielfältig. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig: Für die Zukunft unseres Zusammenlebens ist eine neue Form des Dialogs notwendig.

Foto: Michael Suriano (CC0 1.0), via Unsplash

Kulturpolitik der Parteien

Bundestagswahl: 14 Forderungen – 5 Reaktionen

ifa | Vor der Bundestagswahl hat der Deutsche Kulturrat 14 Forderungen an die Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke, SPD, AfD und FDP geschickt. Die Themen sind, unter anderem, die kulturelle Integration, gerechter Welthandel, die Digitalisierung und kulturelle Bildung. Die Parteien haben auf die 14 Forderungen geantwortet und geschildert, welche Pläne sie für die kommende Legislaturperiode haben. Die AfD teilte ihre Positionen nicht mit. 

Foto: © Matthias Völzke

Under the Mango Tree - Sites of Learning

Indigene Körper, Gedanken und Praxis ins Zentrum stellen

ifa | Die Veranstaltung Under the Mango Tree –Sites of Learning, als Teil der  documenta 14, fungierte als offenes Forum für die Untersuchung des Verständnisses von kultureller Bildung und Bildungsinitiativen aus der ganzen Welt. Der Künstler Duane Linklater, der in der Veranstaltung mit seinem Projekt Wood Land School teilgenommen hat, hat sich zum Gespräch mit Aïcha Diallo getroffen. Der kanadische Künstler diskutierte mit ihr über Bildung, kulturelle Ausdrucksformen und das Zentrieren von Indigenität. Diallos Essay befasst sich mit der anhaltenden Debatte über den Zustand der Vermittlung und der Bildung in der Kunst.

Foto: Oliver Killig

CrossCulture Tour - Bildergalerie

"Theatre of the Oppressed" von Ramshid Rashidpour, Iran

ifa | Im "Theater der Unterdrückten" der Iranerin Ramshid Rashidpour verbindet sich politische Bewusstseinsbildung mit befreiender Pädagogik. Wohin die Theaterreise des iranisch-deutschen Ensembles führt, bleibt offen. Denn die Entwicklung und Inhalte des Dialogs bzw. des Theaterstücks werden maßgebend von den Zuschauern selbst bestimmt. Sicher ist nur: beim "Theatre of the Oppressed" verschmelzen demokratische Prozesse und gemeinsame Ideen- und Lösungsfindungen zu einer vielversprechenden Unterhaltung. Die Bilder sind bei der Aufführung in Dresden entstanden.

CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib in Stuttgart, Juli 2017. Foto: © ifa/ Kuhnle

CrossCulture Stipendiat über seine Erfahrungen 

Migration aus marokkanischer Perspektive

ifa | Als erstes nordafrikanisches Land hat Marokko ein Regularisierungsprogramm gestartet, durch das sich illegale Migranten eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib arbeitet mit diesen Migranten und setzt sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ein. Während eines interkulturellen Workshops in Stuttgart sprach er über seine Arbeit in Marokko und seine Entscheidung am CrossCulture Programm teilzunehmen.
Interview von Leontine Päßler

Die neuen Kulturmanager: Anna Kusa, Daria Leduck, Dominik Duda, Othmara Glas (v.l.n.r.). Foto: © ifa/ Quitsch

Die neuen Teilnehmer des Entsendeprogrammes

Arbeiten für und mit deutschen Minderheiten

ifa | Die deutschen Minderheiten stärken und den Austausch fördern ist ein Hauptanliegen des Entsendeporgammes des ifa. Jedes Jahr bekommen 17 Kulturmanagerinnen und -manager sowie Redakteurinnen und Redakteure die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu sammeln. In unterschiedlichen Arbeitsbereichen sind sie redaktionell tätig, leisten Jugend- und Bildungsarbeit und setzen eigene Projektideen um. Anfang September 2017 haben Othmara Glas, Dominik Duda, Daria Leduck und Anna Kusa ihren Einsatz begonnen. Karoline Gil hat mit ihnen über ihre Erwartungen und ersten Eindrücken gesprochen.

European Union Stars © Mark Notari (CC BY 2.0) via Flickr

Ulrike Guérot kommentiert

Junckers fünf Ideen für die EU

kulturaustausch.de | Wie geht es mit der EU weiter? Im März legte der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker ein Weißbuch mit fünf möglichen Zukunftsszenarien für die Europäische Union vor. Bleibt alles beim Alten oder geht es etwa in Richtung Rückkehr zum Binnenmarkt? Arbeiten die Staaten in Zukunft nur in Teilbereichen eng zusammen oder wird die Kooperation auf sämtlichen Gebieten verstärkt? Und wer ist überhaupt mit den Staaten gemeint? Ulrike Guérot hat sich Gedanken über Junckers Papier gemacht.

Volker Albus: www/www we want wind/we want water, Korkbälle, 2015; Foto: Philip Radowitz, © Volker Albus/Philip Radowitz

Einführung

Pure Gold oder: Warum es sich lohnt, sich etwas gründlicher mit dem Hausmüll zu befassen

ifa | Recycling erfährt in der Bevölkerung immer größere Zustimmung. Doch nicht nur in privaten Haushalten wird Recycling wichtiger, auch in der Kunst findet das Thema Beachtung. Volker Albus ist Kurator der Ausstellung "Pure Gold", die sich dem Thema  Recycling widmet und am 15. September in Hamburg eröffnet wird. In seinem Einführungstext berichtet Albus von seiner Arbeit mit Müll, den vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten und dem recyclingmotivierten Design der letzten Jahre.

Foto: Canadian Pacific (CC BY-NC 2.0) via Flickr

KULTURAUSTAUSCH III/2017

Wir machen das

kulturaustausch.de | Privates Sponsoring von Flüchtlingen – ein Programm, das so nur in Kanada existiert. Engagierte Bürgergruppen können dort die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie übernehmen. Ermöglicht wird dies durch eine Ergänzung zum kanadischen Einwanderungsgesetz. Die Unterstützung jenseits der staatlichen Hilfe hat Tradition: Seit 1979 wurde rund ein Drittel der Flüchtlinge, die in Kanada ankamen, privat gefördert – darunter auch die syrische Familie Ali. Über eine von vielen (Erfolgs-) Geschichten. Von Naomi Buck.

Foto: Jocelyn Kinghorn (CC BY-SA 2.0)  via Flickr

Biennale-Konferenz: „Curating Under Pressure“

Über die Ethik des Kuratierens

ifa | "Was kann Kunst in Krisensituationen leisten?" – mit dieser Frage musste sich auch das neuseeländische Christchurch beschäftigen. Nach zwei schweren Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011 stand die Zukunft der dortigen Biennale auf dem Spiel. Die Veranstalter entschieden sich schließlich fürs Weitermachen. Hieraus entstanden ist die Idee einer Biennale-Konferenz in Christchurch, die sich mit der Ethik des Kuratierens beschäftigt. Unter dem Thema "Curating Under Pressure" diskutierten im November 2015 neben den Organisatoren und Direktoren der Biennalen auch Kuratoren, Künstler und Wissenschaftler sowie Vertreter und Aktivisten der örtlichen Kunstszene miteinander. Susanne Boecker fasst die Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Foto: XoMEoX (CC BY 2.0) via Flickr

Studie

Auswirkungen internationaler Sanktionen auf die Kultur

ifa | Welche Effekte haben Sanktionen auf die interkulturelle Beziehung zwischen zwei Staaten? Dieser Frage geht die im Rahmen des ifa-Forschungsprogrammes "Kultur und Außenpolitik" im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie nach. Sanktionen haben sich mittlerweile als gängiges Mittel der Druckausübung westlicher Staaten und der Vereinten Nationen etabliert. Obwohl in den vergangenen Jahren auch die Nebeneffekte verstärkt in den Fokus rückten, wurden die interkulturellen Auswirkungen bisher weitestgehend vernachlässigt. Die veröffentlichte Studie hat daher zum Ziel, anhand der vier Länder Iran, Kuba, Belarus und Russland, nicht-intendierte Folgen von Sanktionen auf die kulturelle Beziehung zwischen Deutschland und einem sanktionierten Land aufzuzeigen. Im Mittelpunkt der Studie stehen Mittlerorganisationen und Kulturschaffende.

Altstadt von Tunis © Humpert

CCP-Stipendiat

Ein Sprachrohr für die Medina

ifa Alumni | Enge verzweigte Gassen in einer orientalischen Welt: das ist die Altstadt von Tunis. Seit zweieinhalb Jahren lebt der Stuttgarter Architekt Raoul Cyril Humpert dort. Mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung durch das ifa hat er ein Zeitungsprojekt ins Leben gerufen. Die Zeitung trifft mit Themen rund um das Leben in der Medina auf eine begeisterte Leserschaft. Über das Projekt, die Geschichte und das Leben in der Medina von Tunis.

Kimberly Farmer (CC0 1.0) via Unsplash

Krisenprävention weiter denken

"PeaceLab2016"

GPPi | Zum Weltfriedenstag möchten wir auf den Abschlussbericht des "PeaceLab 2016" aufmerksam machen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts bot das Global Public Policy Institute, kurz GPPI, für ein ganzes Jahr lang eine Plattform um Deutschlands Rolle in der Krisenprävention und Friedensförderung zu diskutieren. Regierungsvertreter, zivilgesellschaftliche Akteure, Wissenschaftler und Abgeordnete des Bundestags beteiligten sich an der Debatte. Auch Peter Mares, der ehemalige Leiter des zivik Programms, verfasste einen Artikel für das Projekt. Im Abschlussbericht wird nun über die Ergebnisse des Projekts informiert.

Hiroyuki Takeda (CC BY-ND 2.0) via Flickr

Buchtipp

Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration.

ifa | Die Flüchtlingskrise scheint überwunden. Doch wie wahr ist der Schein? Millionen Menschen hoffen darauf ihr Land zu verlassen und die Fluchtursachen Armut, Hunger, Unterdrückung und Krieg existieren noch immer. Wie soll der Westen auf die Herausforderungen reagieren – Grenzen auf oder zu? Der Philosoph Julian Nida-Rümelin fordert mit dem vorliegenden Essay dazu auf, über die Rolle nationaler Grenzen nachzudenken.
Von Sophia Lahme

CCP-Stipendiat Amur Alrawahi beim Workshop in Stuttgart, Juli 2017 © ifa / Kuhnle

Arbeitsalltag mal anders

Raus aus der omanischen Wüste, rein in den deutschen Wald

ifa | Amur Alrawahi arbeitet im Rahmen des CrossCulture Programms für zwei Monate im "Nationalpark Hainich" und sammelt dort Erfahrungen im Bereich des deutschen Naturtourismus. Eine Besonderheit ist für ihn der tägliche Arbeitsweg. In Deutschland fährt er mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Während eines interkulturellen CrossCulture-Workshops in Stuttgart sprach er über seine bisherigen Erlebnisse.
Interview von Leontine Päßler

Foto: Children's Pool Beach, United States; Matt Howard (CC0 1.0), via Unsplash

Eine Familie diskutiert

"Widerrede!"

Edition Evangelisches Gemeindeblatt | Das Brexit-Votum im Juni 2016 war für den Kulturmanager, Museumsleiter und  Kurator Martin Roth der ausschlaggebender Moment, um seine Arbeit am "Victoria & Albert Museum" in London zu beenden und Großbritannien zu verlassen Der wachsende Populismus in Europa war ein wichtiges Thema für den überzeugten Europäer. Zusammen mit seinen Kindern Clara (20), Roman (27) und Mascha (28) widmete er sich den Themen Populismus, Werte und politisches Engagement und verfasste mit dem Buch "Widerrede!" einen Appell an die europäische Gesellschaft.
Eine Leseprobe

Darul Aman-Palast in Kabul; Foto: Bruce MacRae (CC BY-NC-SA 2.0), via Flickr

Wiederaufbau

Die starken Frauen von Darul Aman

qantara.de | "Es (handelt) sich hier um unser kulturelles Erbe, das müssen wir erhalten", sagt Wazhma Kurram, eine 26-jährige Baustatikerin. Zusammen mit einer Gruppe von 50 anderen Architekten und Ingenieuren arbeitet sie am Wiederaufbau des Darul Aman-Palast in Kabul. Der in den 1920er Jahren gebaute Palast beheimatete einst das afghanische Parlament. Für Kurram und ihre Kolleginnen und Kollegen ist es eine Herzensangelegenheit das vom Krieg gezeichnete Gebäude wieder zugänglich zu machen. Von Sandra Petersmann

Magdalena Sturm auf Recherchereise in Serebropolje © Sturm

Blog über Familiengeschichten der Deutschen in Russland

Mein deutscher Ur-Urgroßvater

ifa | Die "Russlanddeutschen" sind heute akzeptierter und selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft. Es leben aber auch weiterhin etwa 500.000 Menschen deutscher Abstammung in Russland, meist in Dörfern und Kleinstädten im Süden der Oblast Omsk in Sibirien. Viele der heute in Sibirien lebenden Deutschen wurden während des Zweiten Weltkriegs in diese dünn besiedelte Region deportiert, als Reaktion auf die Aggression Deutschlands. An dieses Schicksal erinnert der "Tag der Russlanddeutschen" am 28. August. In dem multimedialen Blog Sibiriendeutsche erzählen Russlanddeutsche ihre Familiengeschichte. Autorin des Blogs ist Magdalena Sturm, Redakteurin des ifa. Mind_Netz-Redakteur Carsten Fiedler hat mit ihr gesprochen

Rock Cohen (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Tag der Offenen Tür der Bundesregierung

Date mit Europa

ifa | Gelegenheit zu einem Rendezvous mit unserem Kontinent. Das Amt und seine Partner laden ein zum Dialog: Wie geht es weiter mit Europa? Und welches Europa wollen wir überhaupt? Neben zahlreichen Angeboten und Aktivitäten des Auswärtigen Amts präsentieren sich die deutschen Mittlerorganisationen. Am ifa-Stand können Sie das ifa und seine 100-jährige Geschichte in Büchern, Zeitschriften und Filmen kennenlernen. Kommen Sie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ifa, Alumni des CrossCulture Programms und der Redaktion der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH ins Gespräch und erfahren Sie mehr über unsere Arbeit. 

Flashmob der Ungarndeutschen in Fünfkirchen © Haus Lenau

Deutsche Minderheiten

"Zwei Kulturen, eine Heimat"

ifa | Die Stimmung in Fünfkirchen war mitreißend – mehr als doppelt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer als erwartet tanzten begeistert Sternpolka zur Blasmusik der Kapelle "Diamant". Ziel des Flashmobs war neben guter Laune insbesondere die Sichtbarkeit der Ungarndeutschen zu stärken. Zusammen mit dem Lenau Haus und aktiven ungarndeutschen Jugendlichen in Fünfkirchen organisierte die ifa-Kulturmanagerin Sandra György den Flashmob. Die deutsche Minderheit zählt zu den größten Minderheitsgruppen in Ungarn und ist besonders in dieser Region stark vertreten. Der Flashmob in Fünfkirchen fand im Rahmen des "Nationalitätentages" der ungarischen Rundfunkanstalt MTVA im Mai statt.

Sierra Leone, 2017: Schlammlawine bei Freetown, Foto: Chen Cheng, © picture alliance/ZUMA Press

Welttag der Humanitären Hilfe

ifa-Förderprogramm

ifaSeit einem Jahr setzt sich das ifa-Förderprogramm Humanitäre Hilfe weltweit für Menschen ein, die durch Naturgefahren in akute Not geraten sind. Aktuell unterstützt das ifa im Auftrag des Auswärtigen Amts Nothilfeprojekte im westafrikanischen Staat Sierra Leone. In der katastrophengefährdeten Region nahe der Hauptstadt Freetown lösten heftige Unwetter Schlammlawinen aus. Hunderte Menschen haben bereits ihr Leben verloren. Humanitäre Hilfsorganisationen sind bereits vor Ort im Einsatz. Soforthilfe für die betroffene Bevölkerung in der Krisenregion ist mobilisiert.
Wie funktioniert das? (PDF)

Foto: David von Diemar via Unsplash

Fundierte Einsichten in menschenfreundlicher Prosa

Der Krisenprophet

kulturaustausch.de | Der Migrationsforscher Klaus J. Bade erkannte die Relevanz von Flucht und Integration noch vor der Politik. Ein neues Buch versammelt seine Debattenbeiträge. Neben der Geschichte der Debatte zu Integrations- und Einwanderungsfragen eröffnet es auch neue Einsichten. Die deutsche Haltung in der Flüchtlingskrise kommentiert Bade kritisch.
Von Karl-Heinz Meier-Braun

Besichtigung der Ausstellung "Future Perfect" mit Lilian Scholtes in Guadalajara, Mexiko, 2017 © FototecaMusa/Nayeli Huizar

Zeitgenössische Kunst aus Deutschland in Mexiko

"Imaginar para Imaginar" – Ein Workshop mit Lilian Scholtes

ifa | Performances, Lichtinstallationen, Skultpuren und Fotoarbeiten – im Workshop "Imagina para Imaginar" im Juni in Guadalajara erarbeiteten junge Menschen neue Kunstwerke. Inspirationsquelle war die Tourneeausstellung "Future Perfect". "Es geht nicht um die Interpretation der Kunstwerke, sondern um eine materielle Praxis der Kontaktaufnahme mit dem Werk", erklärte Lilian Scholtes, Kunstvermittlerin und Leiterin des Workshops. Aktuell ist die Ausstellung in San Luis Potosí zu sehen. Ende August findet dort der nächste Workshop statt. Weitere Gedanken und Informationen zur Ausstellung sind auf dem Future Perfect-Blog zu finden.

The Leeds Library; Foto: © Michael D. Beckwith, CC0 1.0 via Flickr

Artikel

Die feinen Unterschiede

ipg-journal.de | Viele Beobachter sehen Globalisierung und ihre Folgen als Hauptursache für die Polarisierung der europäischen Gesellschaft. Gerade wenn es um Themen wie die europäische Integration oder den Umgang mit Migrationsströmen nach Europa geht lassen sich starke Gegensätze ausmachen. Am Beispiel des Brexit-Referendums wird deutlich, dass der Grad der Bildung großen Einfluss auf die politische Einstellung hat. Statt dem klassischen Rechts-Links-Schema ist die Einteilung der Gesellschaft in "Gebildete" und "Ungebildete" zeitgemäßer, behaupten Mark Bovens und Anchrit Wille.

Abschlussveranstaltung des Sommercamps; Foto: Anita Pendziałek

Weltjugendtag 2017

Die Jugendarbeit des ifa

ifa | Die Persönlichkeit entwickeln und Verantwortung übernehmen: Die außerschulische Jugendbildung fördert junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, lässt sie ihre gesellschaftliche Mitverantwortung erkennen und verstärkt das soziale Engagement. Das ifa initiiert und unterstützt Programme der außerschulischen Jugendbildung. Anlässlich des Weltjugendtages am 12.08. stellt das ifa Projekte aus der Jugendarbeit vor: Das Sommercamp, die Kinderspielstadt und die Kinderuni.

Dieter Reinl, Auswärtiges Amt; Sophie Haring, Universität Passau; Valentin Naumescu, Babeș-Bolyai-Universität Cluj; Foto: ifa / Hochstätter

Außenpolitik live. Diplomatien im Dialog

Bürgerdialog und Außenpolitik – Erwartungen und Wirklichkeiten

ifa | Pegida und TTIP sind Symptome für den Vertrauensverlust der Gesellschaft in die Regierung. Bei der Gestaltung der Außenpolitik gewinnen zivilgesellschaftliche Akteure zunehmend an Bedeutung. Welchen Stellenwert hat Partizipation? Können Dialogformate Misstrauen abbauen und Transparenz erzeugen? Am 21. Juni 2017 diskutierten Dieter Reinl, Valentin Naumescu unter der Moderation von Sophie Haring in Passau. Von Odila Triebel und Daniela Hochstätter

Human Migration; Foto: Petras Gagilas (CC-BY-SA 2.0) via Flickr

Publikation

"GFMD 2017 im Kontext globaler Herausforderungen"

SWP | Wie sehen die globalen Wanderungstrends aus? Was sind die Triebkräfte? Welche entwicklungspolitischen Handlungsschritte sind notwendig? Was für einen Beitrag kann die Zivilgesellschaft leisten? Zur Konferenz "Das Global Forum on Migration and Development 2017 – Zentrale Herausforderungen und Erwartungen" Anfang Juni veröffentlichte die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) eine Publikation. Anhand graphischer Darstellungen werden darin aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Tendenzen aufgezeigt.  Das "Global Forum for Migration and Development" (GFMD) wurde 2006 von der UN unter Kofi Annan ins Leben gerufen. Innerhalb dieser Austauschplattform beschäftigt sich die Staatengemeinschaft mit globalen Fragen zu Migration und aktuellen Entwicklungen. 

Rafah, Gaza; Foto: DYKT Mohigan (CC BY 2.0), via Flickr

Comedy aus Gaza

Dem Leben in Gaza entkommt man nicht

qantara.de | "Comedy ist der beste Weg, die Leute zu Veränderungen zu bringen", so lautet das Motto der 19-Jährigen Palästinenserin Reham al-Kahlout. Sie ist Teil der jungen palästinensischen Comedy-Truppe "Bas ya zalama" und damit die einzige Frau in der Comedy-Szene von Gaza. Anders als ihre männlichen Kollegen erntet Reham häufig Kritik und Beschimpfungen, doch einschüchtern lässt sie sich davon nicht. Von Peter Münch

The wealth of Neolithic elites, 2017, Maria Loboda; Foto: Andrej Vasilenko

Ausschreibung

Ausstellungsförderung und Künstlerkontakte - jetzt bewerben!

ifa | Plant ihr eine Recherchereise in ein Transformations- oder Entwicklungsland? Steckt ihr in den Vorbereitungen für eine Ausstellung außerhalb Deutschlands? Dann bewerbt euch bis zum 15. August 2017 für unsere Förderprogramme Ausstellungsförderung und Künstlerkontakte!

Foto: Redd Angelo (CC0 1.0), via Unsplash

Aufnahme türkischer Wissenschaftler

Zuflucht im "Modernen Orient"

tagesspiegel.de | Aktuell fliehen vermehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Türkei und Konfliktregionen des Nahen Ostens nach Deutschland. Das Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) bietet einigen von ihnen die Möglichkeit, Forschungsprojekte fortzuführen, die sie ursprünglich im Herkunftsland begonnen hatten. Aktuell forschen vier türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am ZMO. Das Zentrum Moderner Orient befasst sich in interdisziplinärer Forschung mit der Geschichte und Kultur des Nahen Ostens, Afrikas, Zentralasiens sowie Süd- und Südostasiens. Für Sonja Hegasy bietet die Aufnahme gefährdeter und verfolgter Wissenschaftler Vorteile für alle Beteiligten: "Diversität schärft den intellektuellen Austausch", so die stellvertretende Direktorin des ZMO. Von Mahdis Amiri

Anne Imhof: Faust, 2017; © Anne Imhof, Foto

Biennale Venedig 2017

Anne Imhof. Faust: Neue Impressionen

ifa | Die Zeit vergeht schnell. Anne Imhofs Inszenierung "Faust" auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia hat die Halbzeit nun schon hinter sich. Seit Februar ist ihre prämierte Arbeit im Deutschen Pavillon zu sehen. Besucherinnen und Besucher können Imhofs "Faust" noch bis Ende November in unterschiedlicher Dauer erleben. Der gesamte Pavillon wird in Imhofs Inszenierung aus skulpturaler Installation, performativer Dynamik, malerischer Setzung und präziser Choreografie eingenommen. Die Performerinnen und Performer bewegen sich dabei erhoben wie erniedrigt durch, unter und auf dem Pavillon.

Crowd, Standing, People, Hand and Raise. Foto: Edwin Andrade via Unsplash

Deutsche Zivilgesellschaft international

Ein Gespräch über die neue Außenpolitik

ifa | In Zeiten zunehmender Politikverdrossenheit und Skepsis gegenüber Staatlichkeit wird oft auf die Zivilgesellschaft als wichtiger Gestalter der Demokratie verwiesen. Zahlreiche Akteure zielen mit ihren Aktivitäten auf Nachbarländer, Regionen oder die internationale Politik. In Ihrer Studie "Zivilgesellschaftliche Akteure in der Außenpolitik" sprechen Prof. Dr. Daniel Göler und Robert Lohmann von einer Außenpolitik der Zivilgesellschaft.  Was ist in diesem Kontext unter Zivilgesellschaft‘ zu verstehen? Wie beeinflusst diese neue Form der Außenpolitik staatliche Akteure?

Ungarndeutsches Museum; Foto: ifa/ Fulajtár

Kulturassistentenprogramm

Jeder Gegenstand hat eine bewegende Geschichte...

ifa | Die  Kultur der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen zu bewahren und zu vermitteln – das ist das Ziel des Ungarndeutschen Museums in TataIfa-Kulturassistentin Katinka Árendás hat ein halbes Jahr dort gearbeitet. Sehr spannend fand sie es, eine Onlineausstellung zum Thema "Migration" zu organisieren. Ein Erfahrungsbericht über ihre Arbeit dort.

Philip Jailos bei der Arbeit; Foto: Philip Jailos

Bericht 

"Es war eine einmalige Erfahrung, die mir neue Einblicke eröffnete"

ifa | Philip Jailos aus Malawi arbeitete fünf Monate im Rahmen des Rave-Stipendienprogammes des ifa  im Ethnologischen Museum Berlin. Seine Erfahrungen dort waren durchweg positiv: „Alle waren sehr nett und hilfsbereit. Die Abteilung der Afrikanischen Sammlung war super, viele junge und gut gelaunte  Menschen arbeiten dort. Ich wurde in alles mit einbezogen, innerhalb und außerhalb der Arbeitszeiten. Jeder hieß mich herzlich willkommen im Museum. So war es sehr leicht mich zu integrieren. Ich fühlte mich wirklich wie zu hause.“ Ein Bericht über seine Arbeit und Eindrücke.

Foto: Annelieke B (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Deutsch-türkische Beziehungen

Ein Teil von uns

qantara.de | Die Lage der deutsch-türkischen Beziehungen verschärft sich immer weiter. Es stellt sich die Frage, in welche Richtung sich das Verhältnis beider Länder in Zukunft entwickeln wird. Vor diesem Hintergrund steht in Deutschland insbesondere der Umgang mit mehrdimensionalen Identitäten zur Debatte. Besonders junge Deutschtürken und Deutschtürkinnen stehen vor der Herausforderung mehrere Identitäten in Einklang zu bringen. Von Alexander Görlach

Foto: Michael ChUv (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Blog

Ein Blog über Russlanddeutsche

ifa | Nostalgische Töne und Einblicke in ein Leben zwischen zwei Welten: Im Blog "Sibiriendeutsche" erzählen Menschen von ihrer russlanddeutschen Identität, ihren Verbindungen zu Deutschland und ihren Vorfahren. Die österreichische Journalistin Magdalena Sturm stellt regelmäßig Beiträge in Textform ins Netz. Gleichzeitig kann man diese auch in Originalstimme der Protagonisten anhören. Auch eine kurze Geschichte der Russlanddeutschen und des russlanddeutschen Dialekts "Daitsch Schprooch" sind im Blog zu finden.

Yannick Jürgens, Jon Worth und Dr. Andreas Görgen (von links) ;Foto: © Zeitgeschichtliches Forum

Europa in Zeiten des Populismus

Eine multikulturelle Wohngemeinschaft

ifa | Wie kann man den Zusammenhalt in Europa stärken? Welche Rolle spielen Populismus und Nationalismus? Und was ist Europa überhaupt? Keine einfachen Fragen für die Gäste der Veranstaltung "Europa stärken – Umgang mit Populismus und Europaskeptizismus". In Leipzig diskutierten der Diplomat Andreas Görgen und Politikblogger John Worth bei der Abschlussveranstaltung der Reihe "Außenpolilitik live –Diplomaten im Dialog".  Stimmen aus dem Publikum führten zu einem lebendigen Austausch. 
 

Damian Bern: Dschungel © Damian Bern

Sommerstudio

...das weiß nur der Dschungel

ifa | Dieses Jahr startet die Reihe "Sommerstudio" des ifa. Zum ersten Mal haben Studierende im Bereich Bildende Kunst die Möglichkeit, in der ifa-Galerie Stuttgart ihre Arbeiten zu präsentieren. Die Ausstellung vom 21. Juli bis 10. September 2017 beschäftigt sich mit der Inszenierung der Natur. Mit dabei sind Lena Heinz und Hyungjeong Ko.

Bagdad, Foto: Abdulmomn Kadhim (CC0 1.0), via Pixabay

Sinan Antoons Roman "The Baghdad Eucharist"

Bleiben oder gehen

qantara.de | "Den Irak verlassen oder nicht?", eine schwierige Frage für die beiden gegensätzlichen Protagonisten aus Sinan Antoons Roman "The Baghdad Eucharist". Ausgangspunkt der Fragestellung stellt der Terroranschlag auf die Sayidat-al-Nejat-Kathedrale in Bagdad dar. Die Perspektive des älteren und optimistischen Youssef steht hier den Ansichten der jungen und kritischen Maha gegenüber. Während Youssef in Erinnerungen an bessere Zeiten schwelgt, arbeitet Maha auf ihre Flucht hin. Der Roman zeigt zwei grundsätzlich verschiedene Bilder des Irak auf und wurde mit dem "Internationalen Preis für den Arabischen Roman" ausgezeichnet. Marcia Lynx Qualey über das Buch.

Foto: James Cridland - Crowd via Flickr (CC-BY-2.0)

Internetportal

So tickt Deutschland

Auswärtiges Amt | Wie soll sich die Welt über Deutschland informieren und wie lässt sich ein möglichst positives Bild vermitteln? Mit der Internet-Plattform deutschland.de geht das Auswärtige Amt dieser wichtigen Aufgabe nach. Auf neun Sprachen können sich interessierte Menschen dort ein umfangreiches Bild von Deutschland machen. Seit dem 17. Juli ist die Seite unter dem Motto "Wie tickt Deutschland?" mit einem neuen Look online. Besonders junge Menschen will das Auswärtige Amt dabei erreichen. Das Design ist vor allem für Smartphone-Nutzerinnen und Nutzer optimiert. Damit soll das positive Deutschlandbild auf längere Sicht erhalten bleiben, denn die Gunst um die Weltöffentlichkeit ist hart umkämpft. Immer mehr Staaten investieren verstärkt in die strategische Auslandskommunikation.

Foto: Frieds of Europe (CC BY 2.0) via Flickr

Ich bin dafür, dass

... die Europäer weiterstreiten

kulturaustausch.de | Brexit und Donald Trump sind Glücksfälle für Europa. So argumentiert Shada Islam, Direktorin von Friends of Europe. Der Hass der Brexit-Befürworter und des US-Präsidenten habe die Debatte um Europa wiederbelebt. Es habe  animiert, sich für Europa stark zu machen und wählen zu gehen,  wie die letzten Wahlen in den Niederlanden und Frankreich gezeigt haben. Dazu fordert die Autorin die Medien auf, sich nicht ausschließlich auf die Populisten zu stürzen, sondern denen Aufmerksamkeit schenken, die ein starkes Europa wollen.

Foto: ifa /Hochstaetter

Welches Europa wollen wir?

"Heute ist es ganz anders, als es vor 60 Jahren war"

ifa | "Europa – Wir müssen reden!" Mit dieser Aufforderung startete das Auswärtige Amt die Gesprächsreihe "Welches Europa wollen wir?". 2017 feiert die Europäische Union den 60. Jahrestag der Römischen Verträge, die den Grundstein der EU legten. Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten, der Brexit-Abstimmung und des Aufwinds rechtspopulistischer Parteien stehen weniger die Feierlichkeiten, sondern der Dialog mit der Zivilgesellschaft im Vordergrund. Thomas Bagger stellte sich in einem Bürgerdialog an der Akademie Sankelmark bei Flensburg den Fragen des Publikums. Das ifa traf ihn für ein Gespräch. 

 

Foto: Andy Roast (CC BY-NC 2.0) via Flickr

Artikel

Science League erhält Auszeichnung der Universität Manchester

ifa | Das vom ifa angestoßene Projekt Science League von Hamza Arsbi wurde mit dem Preis für "außergewöhnlicher Beitrag eines sozialem Unternehmertum" ausgezeichnet. Science Leauge wurde 2012 als Reaktion auf das schlechte Bildungssystem in Jordanien gegründet. Das Projekt richtet sich an Jugendliche aus dem Nahen Osten, die sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen können. 

Foto: Leo Hildalgo (CC BY 2.0) via Flickr

Buchtipp

Hakim Abderrezak : Ex-Centric Migrations. Europe and the Maghreb in Mediterranean Cinema, Literature, and Music

ifa | Menschen in überfüllten Booten auf dem Mittelmeer, verlassene Schwimmwesten an der Küste. Jeder kennt diese Bilder. In europäischen Medien erzählen sie die Geschichte der Migration von Afrika nach Europa. Doch neben dieser Darstellung in den etablierten europäischen Medien, gibt es noch weitere Erzählweisen der Migrationsbewegung zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden. Um eine dieser Erzählweisen geht es in "Europa and the Maghreb in Mediterranean Cinema, Literature, and Music".

Ahmad Kanbar  (CC0 1.0), via unsplash

Zukunft des Nahen und Mittleren Ostens

Ein Marschall-Plan für die arabische Welt?

qantara.de | Wenn es jemals gelingen soll, den gegenwärtigen Krisenzyklus im modernen Nahen Osten zu durchbrechen, dürfen wir die Zukunft nicht aus dem Blick verlieren. Bereits jetzt zeichnen sich vier Trends in den arabischen Staaten ab, die im kommenden Jahrzehnt für eine Reihe von Problemen sorgen werden.
Von Tarek Osman

Foto: Andreas Mortonus (CC BY 2.0) via Flickr

Interview

"Die Saat der Global Citizenship wird in jeder Gesellschaft aufgehen"

UNESCO | Irina Bokova, UNESCO-Generaldirektorin, im Gespräch mit Roland Bernecker (Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission) und Ronald Grätz (Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen). Themen wie das Spannungsfeld von nationalen Interessen aus einer globalen Perspektive, der offensichtlichen Widerspruch zwischen der zunehmenden Globalisierung, die geographische Distanzen durch moderne Kommunikationstechnologien, werden diskutiert. Das Interview stammt aus dem Buch Global Citizenship, welches bei ifa-Media erhältlich ist.

Flavio Cerqueira: I told you..., 2016; Courtesy of the artist and Goodman Gallery

C& Magazin

Alle Ausgaben auf einen Blick

C& | Die erste Ausgabe von Contemporary And (C&) wurde 2014 während der Dakar Biennale veröffentlicht. Das Magazin präsentiert online und offline unterschiedliche Erzählweisen der Geschichte der zeitgenössischen Kunst. C& versteht sich als dynamischen Ort, an dem Themen und Informationen zu zeitgenössischer Kunstpraxis aus afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden.

Mohamed Emugtaba Aamir produziert ein Musikvideo eines traditionellen Kinderliedes. © ifa / Aamir

Musikvideo von sudanesischem Kinderlied

Musik von gestern – Bäume von morgen

ifa Alumni | "Musikclips sind eine Chance, unseren enormen Reichtum an traditioneller Volksmusik jungen Menschen zugänglich zu machen", sagt der sudanesische CrossCulture Alumnus und Filmemacher Mohamed Emugtaba Aamir. Eine Chance und Herausforderung zugleich, denn die Zahl hochwertig produzierter Musikclips in Afrikas drittgrößtem Land ist bisher noch verschwindend gering.

Foto: Erdem Dindar (CC0), via Pixabay

Erste Frauenmoschee in Kopenhagen

Der Ruf der Muezzina in der Tradition des Propheten

qantara.de | In Europas erster Frauenmoschee in Kopenhagen finden regelmäßig Freitagsgebete statt. Aktuell steht die Eröffnung einer islamischen Akademie kurz bevor, an der künftig Imaminnen für Dänemark ausgebildet werden sollen – ein Novum. Ulrike Hummel berichtet aus Kopenhagen.

Foto: Azri (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Soldaten und Medien

Live von der Front

kulturaustausch.de | Sturmgewehr in einer, Smartphone in der anderen Hand: Mit tragbaren Kameras dokumentieren dänische Soldaten in Afghanistan ihre Einsätze. Eine Kamera ist immer dabei, ob im Einsatz oder in den gemeinschaftlichen Pausen. Gewollt werden die Bilder nicht nur von Soldaten selbst sondern auch von Websites der Streitkräfte, Zeitschriften und Fernsehsendern. Die Kamera wird zum festen Begleiter der Soldaten.

Von Carsten Jensen

Irene de Andrés: El Segundo Viaje, 2017; © Irene de Andrés

Untie to Tie

Über urbane Kulturen und koloniale Vermächtnisse

ifa | Ausstellung und Veranstaltungsprogramm des zweiten Kapitels zeigen Positionen, die sich den kolonialen Vermächtnissen in der urbanen Kultur entgegensetzen und beleuchten deren Potenzial, den vorherrschenden Strukturen und Politiken entgegenzuwirken. Wie werden soziale Hierarchien geschaffen und durch stereotype Vorstellungswelten in heutigen kolonialen Verhältnissen geografisch repräsentiert? Urbane Kulturen wie Musik, Mode und Tourismus werden als politische oder kulturelle Instrumente der Ermächtigung und der Handlungsmacht genutzt. 

Foto: Quinn Dombrowski, (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Österreichs Bundespräsident und die Islamophobie-Debatte

Ein Zeichen der Solidarität und des Mutes

qantara.de | Mit seinen kritischen Äußerungen über die grassierende Angst vor dem Islam in seinem Land setzt Österreichs neuer Bundespräsident Van der Bellen ein wichtiges Signal gegen den in Europa wieder salonfähig gewordenen Rassismus und gegen die Stigmatisierung von Muslimen, meint Farid Hafez.

Noborder Network (CC-BY 2.0) Via Flickr

Artikel

Internationale Zusammenarbeit und Dialog in der Flüchtlings- und Migrationspolitik

ifa | Flucht und Migration gehen nicht nur einzelne Staaten etwas an. Verschiedene internationale Akteure müssen gemeinsam Strategien und Lösungen für aktuelle Herausforderungen finden. Zusammenkünfte wie das Global Forum on Migration and Development (GFMD), das vom 28. bis 30. Juni 2017 in Berlin stattfindet, spielen deshalb eine entscheidende Rolle.

Foto: Aida Muluneh Departure 2016 Courtesy of Artist and David Krut Projects

C& Magazin

Neue Printausgabe zur documenta 14

C&/ifa | Zu besonderen Anlässen erscheint „C&“ als Print-Version. So widmet sich die 7. Ausgabe zur documenta 14: "Curriculum of Connections. Focus: Education" ganz dem Thema Bildung im künstlerischen Bereich. 

Foto: Joshua Ness, via Unsplash

Buchtipp 

Geflüchtete und kulturelle Bildung

ifa | Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen?

Foto: ifa / Grimke

Bericht

Journalisten der deutschen Minderheiten vernetzen sich in Prag

ifa | Im Mai 2017 trafen sich in Prag Journalistinnen und Journalisten von Zeitungen und Radiosendungen der deutschen Minderheiten in Mittel- und Südosteuropa sowie Russland und Kasachstan zu einem Arbeits- und Netzwerktreffen. Viele sahen sich zum ersten Mal persönlich, doch alle kannten sich bereits durch die Zusammenarbeit bei Mind_Netz. Bereits seit November 2016 kooperieren die Minderheitenredaktionen bei der gemeinsamen Social-Media-Plattform mit der Mind_Netz-Redaktion des ifa in Stuttgart. Mind_Netz veröffentlicht auf Facebook, VKontakte und Twitter täglich die spannendsten Beiträge aus den deutschen Minderheitenmedien für ein junges, internationales Publikum.

Buchtipp

Christian Tatje: Die Rolle des Schulbuchs bei der Vermittlung der Europäischen Union

ifa | Wie beurteilen Schülerinnen, Schüler und Lehrer die Schulbücher mit Inhalten über die Europäische Union? Wie wird die Europäische Union in den Schulbüchern dargestellt? Sind Schulbücher überhaupt noch zeitgemäß? Diese Fragen untersucht der Politikwissenschaftler Christian Tatje von der Universität Göttingen.

Foto: ifa

Ausstellungskatalog

Eine Welt in der Stadt: Zoologische und botanische Gärten

ifa | Der neue Ausstellungskatalog des ifa ist online verfügbar. Darin werden städtische Gärten nicht nur rein als Freizeit- und Erholungsräume betrachtet, sondern gleichzeitig auch als Orte der Bildung und Wissenschaft.

Foto: Mathias Voelzke

documenta 14

Förderung internationaler Künstlerinnen und Künstler

ifa | Auf der diesjährigen documenta 14 vom 10.06 -17.09.2017 in Kassel stellen elf vom ifa geförderte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Dabei sind Arin Rungjang (Thailand), Samnang Khavy (Kambodscha), Lala Rukh (Pakistan) und  Ibrahim Mahama (Ghana). Aus Indien außerdem Nikhil Chopra, Ganesh Haloi, Amar Kanwar und Nilima Sheikh sowie Regina Galindo José, Joaquim Orellana Mejía und Vivian Suter aus Guatemala.

Foto: Zübeyde Kopp

Diplomaten im Dialog

"Mission Impossible? Krisenbekämpfung in Afghanistan"

ifa | Die Veranstaltungsreihe "Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog" bringt Menschen die Arbeit von Diplomaten näher. In Frankfurt stellte sich der ehemaligen Botschafter in Kabul, Markus Potzel, den Fragen des Publikums. Themen waren unter anderem die aktuelle Sicherheitslage und die Zukunftsperspektive des Landes.

Foto: Markus Petriz (CC0 1.0), via Unsplash

Bildung in Afghanistan

Mädchen durchbrechen Cyber-Grenzen

qantara.de | In Afghanistan haben zwei Schwestern eine digitale Revolution im Kleinen gestartet, indem sie Mädchen das Programmieren beibringen und sie fit für die Arbeit am Computer machen.

Foto: Robert Zunikoff (CC0 1.0) via unsplash

Essay 

Chaos-Welt? Edouard Glissant und die Frage der Universalität

ifa | Im Rahmen der Ausstellung "Untie to Tie" der ifa-Galerie Berlin, hat Markus Messling, vom Centre Marc Bloch Berlin, ein Essay über den Schriftsteller, Literaturtheoretiker und Philosoph Édouard Glissant  veröffentlicht.

© LidiceHaus Bremen / Klasing (3)

Bildergalerie

Dabkeh Flash Mob in Bremen

ifa | Tanz als eine Einladung, mehr über das Leben in den palästinensischen Gebieten zu erfahren: Osama Awwad, Tänzer, Choreograph und Dramaturg aus Bethlehem, inszeniert in Bremen den arabischen Folkloretanz Dabkeh als Flash Mob. Verschiedene Orte der Stadt, wie der Marktplatz oder der Hauptbahnhof, werden dabei zur Bühne. Der Tanz öffnet Türen für Gespräche und ermöglicht Einblicke in das palästinensische Alltagsleben.

Königin Silvia von Schweden; Foto Rosie Alm, © Kungahuset.se

Theodor-Wanner-Preis 2017

Preisträgerin: Königin Silvia von Schweden

ifa | Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) verleiht den Theodor-Wanner-Preis für Frieden, Freiheit und Menschenrechte in diesem Jahr an Königin Silvia von Schweden, die mit ihrem vielseitigen, jahrelangen und grenzüberschreitenden Engagement aktive und konkrete Beiträge zur Umsetzung der Menschenrechte, zum Dialog verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und somit zu Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt leistet.

Verbranntes Manuskript, in Timbuktu gerettet und in Bamako in Zusammenarbeit mit der UNESCO konserviert. Foto: © UNESCO/A. Maiga

ifa-Edition Kultur und Außenpolitik

Safe Haven in Deutschland?

ifa | Angesichts zunehmender Gefährdung von Kulturgütern durch bewaffnete Konflikte und Krisen stellt sich die Frage, wie sie wirkungsvoll geschützt werden können. Wenn alle Schutzvorkehrungen im Herkunftsland versagen, bleibt als letztes Mittel zur Rettung die Evakuierung innerhalb der oder über die Landesgrenzen hinaus. Nach internationalem Recht können hierfür Bergungsorte –  sogenannte Safe Haven – eingerichtet werden. Könnte auch Deutschland ein solches Asyl für Kulturgüter einrichten und anbieten? Welche rechtlichen Bedingungen müssen geschaffen werden? In welchen Fällen ist dies sinnvoll? Martin Gerner stellt Erwägungen vor und empfiehlt Maßnahmen für den Schutz von Kulturgütern.

Aufbau der Ausstellung "Future Perfect" in Guadalajara © Fototeca Musa / Nayeli Huizar

ifa-Ausstellungen in Mexiko

Von Oaxaca bis Monterrey

ifa | Während des Deutschlandjahres in Mexiko 2016-2017 präsentiert das ifa insgesamt sieben Ausstellungen in verschiedenen mexikanischen Städten. Aktuell zu sehen sind die Ausstellungen "Sibylle Bergemann. Photographien" in Oaxaca und "Future Perfect" in Guadalajara. In Guadalajara eröffnet am 8. Juni zudem die Ausstellung "Otto Dix: Kritische Grafik 1920-1924". Eine Woche später startet in Oaxaca "Musik ungeklärter Herkunft" mit 40 Gouachen von Sigmar Polke.

Anne Imhof: Faust, 2017; © Anne Imhof, Foto: Nadine Fraczkowski

Anne Imhof im Gespräch

Wie man sich dem Anderen zeigt 

ifa | Für ihren Beitrag "Faust" wurde die Künstlerin Anne Imhof auf der 57. Biennale Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Im Interview erzählt sie, wie die Struktur ihrer Stücke entsteht und wofür die von ihr eingesetzten Tiere stehen.

Rosemarie Trockel: Reclining Nude, 2000 © (Rosemarie Trockel) VG Bild-Kunst Bonn, 2003; Foto: Bernhard Schaub

Zusammenarbeit in Europa

Rosemarie Trockel-Ausstellung in Rumänien

ifa | Vor 25 Jahren unterzeichneten der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein rumänischer Amtskollege Adrian Năstase den deutsch-rumänischen Freundschaftsvertrag. Im Jubiläumsjahr 2017 finden verschiedene Veranstaltungen zur Zusammenarbeit der beiden Länder statt. In Timișoara werden die deutschen Kulturtage gefeiert. Am 25. Mai eröffnet im Kunstmuseum der westrumänischen Stadt die ifa-Ausstellung "Rosemarie Trockel". Das Deutsche Kulturzentrum Temeswar zeigt noch bis zum 9. Juni die Ausstellung "Auslandsbeziehungen. Junge Architekten aus Deutschland"

Foto: Andreas Mortonus (CC BY 2.0), via Flickr

ifa Media

Global Citizenship. Perspektiven einer Weltgemeinschaft

ifa | Kann man Weltbürgertum lernen? In welcher Form findet solch eine Bildungspraxis statt? Im vierten Band der Reihe "Perspektive Außenkulturpolitik" betrachten internationale Autoren die in vielen "kleinen Kosmopolitismen" schon praktizierte Weltgemeinschaft. Von der olympischen Idee und digitalen antiken Quellensammlungen ist ebenso die Rede wie von der Notwendigkeit eines "Weltgewissens" und den Schwierigkeiten supranationaler Verständigung.

Kaiwan Mehta, Foto: ifa, Gögelmann

Eine Welt in der Stadt

Binnenwelten ... und was findet man dort?

ifa | Wir alle sind mit der sogenannten Naturgeschichte vertraut, aber wie steht es um die Geschichte der Naturgeschichte? Ich selbst betrachte die Naturgeschichte als Manifestationen von Beziehungen, die Menschen und menschliche Zivilisationen mit der Natur und den Naturgegebenheiten eingegangen sind. Diese Beziehungen entsprechen der Weltsicht, die Menschen und Zivilisationen entwickelt haben und mit der sie leben.
Von Kaiwan Mehta

© ifa / Kerzel

Bildergalerie

Journalistischer Nachwuchs von morgen

ifa | Die eigene Stadt aus einer anderen Perspektive kennenlernen – diese Gelegenheit hatten 15 Schülerinnen und Schüler aus dem rumänischen Sanktanna bei einem Nachwuchsjournalisten-Workshop im Mai 2017. Im Fokus der viertägigen Veranstaltung standen Menschen in traditionsreichen Berufen, darunter ein Steinmetz, ein Hufschmied und eine Kranzbinderin. Was die Schülerinnen und Schüler besonders beeindruckt hat, erzählen sie in einem Radiobeitrag des Funk Forum zu hören.
Fotos von Florian Kerzel (ifa-Kulturmanager)

Menschenmenge vor dem Deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale 2017 © ifa / Kahrmann

Biennale Venedig 2017

Anne Imhofs "Faust" als bester Länderbeitrag ausgezeichnet

ifa | Das ifa beglückwünscht die Performance-Künstlerin Anne Imhof und die Kuratorin Susanne Pfeffer zum Goldenen Löwen für den besten Länderbeitrag 2017 auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Damit erhält der Deutsche Pavillon zum sechsten Mal diese Auszeichnung. In der fünfstündigen Choreographie "Faust" bewegen sich die Performer im und um den Deutschen Pavillon, begrenzt durch Gitterzäune und Hunde, gespiegelt durch einen gläsernen Boden.

Zitadelle Aleppo; reibai (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Der Krieg in den Medien

Wer liefert die schrecklichsten Gräueltaten?

kulturaustausch.de | Die Rückeroberung Aleppos durch syrische Regierungskräfte zwischen Juli und Dezember 2016 markierte einen Tiefpunkt in der westlichen Medienberichterstattung über den Krieg in Syrien. Ohne ausreichende Belege für den Wahrheitsgehalt von Nachrichten wetteiferten die Medien um Meldungen über die schrecklichsten Gräuel.
Von Patrick Cockburn

Jochen Handschuh (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Graphic Novels über das Leben von Flüchtlingen

Über die Grenze – und dann?

qantara.de | Die Graphic Novel "Grenzübergang", erschienen auf Arabisch und Englisch im ägyptischen Sefsefa-Verlag, vermittelt eindrücklich, welche Auswirkungen Grenzen auf das Leben von Menschen auf der Flucht haben. Von Islam Anwar

Send - Briefe über Europa, Kulturaustausch Ausgabe II/2017; Foto: Daria Nepriakhina (CC0 1.0), via Unsplash

Artikel

Send - Briefe über Europa

kulturaustausch.de | Was soll bloß aus Europa werden? Ein Briefwechsel zwischen Annika Reich und Zeruya Shalev über Radikalisierung, Nationalismus und die bröckelnde Vision eines europäischen Kulturraums

Anne Imhof: Faust, 2017 (12); © Anne Imhof, Foto: Nadine Fraczkowski

Biennale Venedig 2017

Anne Imhof. Faust

ifa | Ein Raum, ein Haus, ein Pavillon, eine Institution, ein Staat. Fließend, kristallin und hart
durchziehen Glasboden und Glaswände wie in den Machtzentren des Geldes den Raum. Anne Imhof hat auf Einladung der Kuratorin Susanne Pfeffer die Arbeit "Faust" für den Deutschen Pavillon auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia entwickelt. "Faust" ist eine fünfstündige Inszenierung und ein auf sieben Monate angelegtes Langzeitszenario aus performativer Dynamik, skulpturaler Installation, malerischer Setzung und präziser Choreografie der Sichtachsen und Bewegungen.

Die Lange Nacht der Ideen

17 Orte – 17 Ideen

Menschen bewegen | Am 12. Mai findet in Berlin "Die Lange Nacht der Ideen" statt. Was können wir zunehmender Renationalisierung entgegensetzen? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Museumsarbeit im 21. Jahrhundert aus? Wie gestalten wir den Kulturerhalt in Konfliktgebieten? Diese Fragen stehen im Fokus der Veranstaltung. Alya Sebti, Leiterin der ifa-Galerie Berlin, erzählt, warum der Ansatz "Kulturen verbinden" zu ihr passt und wie die ifa-Galerie Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds zusammenbringt.

Foto: Alex Blăjan (CC0 1.0), via Unsplash

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Frauen auf Sendung

kulturaustausch.de | In der kurdischen Stadt Halabdscha im Nordirak leben hunderttausende Geflüchtete aus Syrien und dem Zentralirak. Zwei von ihnen sind Hanin Hassan und Hevy Izat Ahmed. In einer wöchentlichen Radionsendung erzählen sie von Verlusten, Hoffnungen und der Angst vor der Rückkehr in die Heimat.

Foto: Goa Shape (CC0 1.0), via Unsplash

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Lizenz zum Zeichnen. Algerische Karikaturisten testen Grenzen aus

qantara.de | In einem Land wie Algerien, in dem die Pressefreiheit nur in Grenzen gewährleistet ist, können Karikaturen mit ihren subtilen, regimekritischen Botschaften oft eine viel subversivere Wirkung entfalten als bloße Worte.

Foto: Daniel Burka

Sonderpresseschau

Türkei aktuell: Kunst, Kultur, Wissenschaft

ifa | Seit dem Frühjahr 2016 häufen sich die Medienberichte über die Lage von Wissenschaftlern, Journalisten, Kulturschaffenden und Künstlern in der Türkei: Ausreiseverbote für Akademiker, Entlassungen an Theatern und Schließungen von Zeitungsredaktionen erregen international Aufsehen. Die Politik von Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Folgen für Universitäten, die Kunst- und Kulturszene und die Pressefreiheit im Land. Die ifa-Sonderpresseschau "Türkei aktuell: Kunst, Kultur, Wissenschaft" liefert einen umfassenden Überblick über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen am Bosporus.

Franz Ferdinand Photography (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Internationaler Tag der Pressefreiheit 

"Die Presse ist das Rückenmark unserer Demokratie"

kulturaustausch.de | Ohne einen gesunden Journalismus können Gesellschaften nicht funktionieren, sagt Journalist Ranga Yogeshwar.

Videointerview

Fabrik – Deutscher Pavillon der Biennale Venedig 2015 on tour

ifa | 2015 kuratierte Florian Ebner den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale. Knapp zwei Jahre später schickt das ifa den Beitrag der Venedig Biennale auf Welttournee. Doch um die Ausstellung "reisefähig" zu gestalten, musste einiges verändert werden. Welche Herausforderungen gab es? Was ist so wie in Venedig? Was hat sich verändert? Darüber spricht der Kurator Florian Ebner bei einem Rundgang durch die erste Station der ifa-Tourneeausstellung im Sursock Museum in Beirut. Interview von Siri Gögelmann

MindNetz-Treffen 2016; Foto: Helge Haas

Artikel

MindNetz: Ein junges Medienportal auf Deutsch

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien | Soziale Netzwerke als Chance für deutschsprachige Redaktionen. Von Philipp Hochbaum

CrossCulture Tour 2017; Foto: Max Boettinger (CC0 1.0), via Unsplash

Projektreihe

7 Städte – 7 Geschichten

ifa | Von April bis Oktober 2017 touren sieben ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des CrossCulture Programms mit ihren Projekten durch Deutschland. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Menschenrechte und Frieden, nachhaltige Entwicklung sowie Medien und Kultur. Den Auftakt der Tour machen die Journalistin Rula Asad und der Kunstfotograf Mohan Dehne. In ihrer Ausstellung "Syrian Elsewhere" in  Freiburg zeigen sie fotografische Porträts und Videointerviews von geflüchteten Syrerinnen und Syrern in Europa. Im Rahmen der Ausstellung findet am 27. April eine Podiumsdiskussion zum Thema "Identitäten im Umbruch: Syrerinnen und Syrer in Europa" statt.

Foto: (CC0), via Pixabay

Video

"Ehrenmord" in Pakistan

ZDF | Jeden Tag fallen in Pakistan im Durchschnitt drei Frauen dem "Ehrenmord" zum Opfer. Das ZDF Auslandsjournal berichtet über diese Verbrechen am Beispiel der getöteten Internetberühmtheit Qandeel Baloch. "Es hätte mich genauso treffen können", sagt die ehemalige ifa-Stipendiatin Saba Khalid im Interview. 2012 war sie im Rahmen des CrossCulture Programms für drei Monate in Deutschland.

Ein neues Gespenst geht in Europa um: Der Populismus. Foto: (CC0), via Pixabay

Sonderpresseschau

Zielscheibe Europa

ifa | Das Gespenst des Populismus streift in Europa umher und zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Egal ob in anti-europäischen Parteien oder in protektionischen Bewegungen die Verteidigung nationaler Werte steht gerade hoch im Kurs. Die neue ifa-Sonderpresseschau ''Zielscheibe Europa'' thematisiert das Wiederaufleben des nationalen Denkens in Europa, die Auswirkungen auf Kunst, Kultur, Medien und Wissenschaft und deren Verantwortung im Kampf gegen die vereinfachenden Narrative der Populisten.

Kuratoren- und Künstlergespräch in der Ausstellung "Politics of Sharing" in der ifa-Galerie Berlin, 2016 © ifa / Tomaschko

Publikation

Politics of Sharing – On Collective Wisdom

ifa | Die Publikation "Politics of Sharing – On Collective Wisdom" ist als Ergebnis eines internationalen Recherche- und Ausstellungsprojekts entstanden. Sie zeigt verschiedene Perspektiven von kollektivem Wissen und Erfahrungen von Teilen im Kontext von zeitgenössischer Kunst und visueller Kultur. (In englischer Sprache)

Gerome Viavant (CC0 1.0), via unsplash

Diskussion

Europa neu denken

blaetter.de | Jürgen Habermas, Sigmar Gabriel und Emmanuel Macron diskutieren über die Probleme, die Europas Handlungsfähigkeit lähmen, die es aber gemeinsam lösen muss.

Peter P. (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Planspiel zur Europäischen Kulturpolitik

Europa ein Zuhause geben

ifa | Die Europäische Union ist in der Krise. Statt Solidarität und Gemeinsinn dominieren Eigennutz und Besitzstandswahrung den Diskurs unter den Mitgliedsländern. Nach innen wie nach außen ist das Projekt EU so wenig attraktiv wie nie zuvor. Darum will die Europäische Kommission den ganz großen Wurf wagen: Eine neue gesamteuropäische Idee muss her.

Foto: Anastasia Polischuk (CC0 1.0) via Unsplash

Artikel

Die schlechte Nachricht zuerst

kulturaustausch.de | Im Zeitalter der Globalisierung verbreiten sich schlechte Nachrichten sehr viel schneller als gute Nachrichten und sie wirken stärker auf uns. Meldungen über Todesfälle, Gewalt, Katastrophen und Hass haben es leichter, Leser und Zuschauer zu erreichen, als Nachrichten über fortschrittliche Ideen, Bewegungen für Gerechtigkeit, lokale Projekte für Toleranz und Inklusion oder gutes Handeln von Regierungen oder Bürgern. Warum ist das so?
Von Arjun Appadurai

An den EU-Außengrenzen sollen künftig neueste Technologien zum Einsatz kommen; Foto: Rob Sarmiento (CC0 1.0) via Unsplash

Artikel

Im Namen unserer Sicherheit

kulturaustausch.de | Die Europäische Union rüstet auf: An den Außengrenzen sollen künftig neueste Technologien zum Einsatz kommen. Ein Milliardenprojekt mit eklatanten Schwächen
Von Harald Schuman und Elisa Simantke

Aufbauarbeiten im Deutschen Pavillon, Venedig Biennale 2015. Foto: Manuel Reinartz

Interview

Biennale Venedig Backstage

ifa | ''Man braucht eine kindliche Lust am Basteln", sagt Manuel Reinartz zu seiner Tätigkeit als Technischer Leiter des Deutschen Pavillons der Biennale 2015. In der Reihe Biennale Venedig Backstage – 3 ½ Fragen wirft das ifa einen Blick hinter die Kulissen. In dieser Folge spricht Manuel Reinartz über seine Aufgaben und seinen Beitrag als Technischer Leiter. Der deutsche Beitrag ''Fabrik" der Biennale 2015 geht auf Weltreise. Die ersten Station ist das Sursock Museum in Beirut.
Von Charlotte Bastam

Video

CrossCulture Workshop 2016

ifa | Im August 2016 haben wir drei Stipendiaten des CrossCulture Programms beim Workshop in Stuttgart getroffen. Aus erster Hand wollten wir von ihnen wissen: "Welche Rolle spielt interkulturelle Bildung?

Gitarrenklänge hallen durch die Wüste: Über den Blues in Mali. Foto: Kimberly Richards (CC0 1.0), via Unsplash

Interview

''Die Wüste war unsere Musikschule''

kulturaustausch.de | Gitarrenklänge hallen durch die Wüste. Die Sonne sengt. Der Gittarist Ahmed Ag Kaedi spricht über den Blues in seiner Heimat Mali, seiner Leidenschaft zur Musik und sein konfliktreiches Leben als Tuareg. Denn im Leben der Tuareg hat Musik eine besondere Bedeutung: Sie verleiht ihnen eine Stimme im Kampf für mehr Unabhängigkeit und gegen die gewalttätigen Konflikten, die sie umgeben. Von Nikola Richter

Im Gespräch vertieft. Florian Börner und Ahmed Al-Shaikhli arbeiten eng zusammen. Foto: © Sascha Montag, Zeitenspiegel

Porträt

Ein Fall für zwei

ifa | Dieses Wohnzimmer ist so groß, dass der Blick sich verliert. Ein Fußballfeld findet hier Platz – und auch ein paar Dutzend Geflüchtete. Es riecht nach frisch gesägtem Holz und Leim. In dieser Umgebung arbeiten Florian Börner und Ahmed Al-Shaikhli eng miteinander zusammen. Sie erzählen von ihrer Arbeit in einer Flüchtlingsunterkunft, den täglichen Herausforderungen und den Lösungen, die sie zusammen suchen. Von Jan Rübel

Im Kampf gegen Krisen. Foto: David Santaolalla (CC BY 2.0), via Flickr

Bericht

Syrien und Afghanistan – Krisenbewältigung in der Krise?

ifa | Wie geht die deutsche Außenpolitik mit internationalen Krisen um? Mit welchen Mitteln betreibt die Bundesregierung Ursachenbekämpfung? Und wie berichten Medien über Krisen? Im Rahmen der Reihe ''Außenpolitik live'' stellte sich Rüdiger König, Leiter der Abteilung für Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktforschung und Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts, am 20. Juni 2016 in Dresden den Fragen des Publikums. Von Nathalie Saccà

 

 

Gibt es einen Ausschaltknopf für asymmetrische Machtbeziehungen? Foto: Sylvain Naudin (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Studie

Can Asymmetrical Cooperation be Legitimised?

ifa | Wird es je ein ausgeglichenes Machtverhältnis zwischen dem Globalen Norden und Globalen Süden geben? Welche Potenziale und Vorteile bieten assymetrische Formen der Zusammenarbeit? Wie legitim sind sie? Diese und weitere Fragen untersucht die vom ifa herausgegebene Studie "Can Asymmetrical Cooperation be Legitimised?". Als Untersuchungsgegenstand dient die deutsch-tunesische Zusammenarbeit im höheren Bildungssektor im Rahmen des DAAD-Programmes 'Tunesia in Transition'.

Dmitrii Vaccinium (CC0 1.0), via Unsplash.

Buchtipp

Migration – Religion – Identität

ifa | Welche Aushandlungsprozesse finden im Rahmen von Migration statt? Wie werden Identitäten und Zugehörigkeiten konstruiert? Welche Rolle spielen Sprache und Religion bei transnationaler Mobilität? Die Autoren des vorliegenden Sammelbandes erforschen den Alltag und die Lebenswelten von Menschen mit Migrationserfahrungen, thematisieren Spannungen und Konflikte und zeigen Strategien der Abgrenzung  und des Dazugehören-Wollens auf.

Denkmal zu Ehren des 2005 ermordeten libanesischen Journalisten Gebran Tueni; Foto © ifa/Pfordte

Interview

"Von der Amnestie zur Amnesie"

ifa | "Im Libanon ist Verdrängung zum Dauerzustand geworden", sagt die Journalistin und Orientalistin Monika Borgmann. Mit dem 2004 gegründeten Archiv "UMAM Documentation & Research" versucht sie, die Lücken im kollektiven Gedächtnis des Landes zu schließen. In ihrem aktuellen Dokumentarfilm "Tadmor" brechen ehemalige libanesische Gefangene des Assad-Regimes ihr Schweigen. Interview von Juliane Pfordte

Muna Abdelbaqi aus Jordanien baut und managt Abwassersysteme in Flüchtlingslagern. © Sascha Montag, Zeitenspiegel

Porträt

Helfen ohne Grenzen

ifa | Eine junge Ingenieurin stellt sich technischen Problemen in Flüchtlingslagern und verknüpft dabei Erfahrungen aus Jordanien, Irak und Deutschland. Ein Porträt über Muna Abdelbaqi, Stipendiatin des Föderprogramms CCP Flucht und Migration. Von Jan Rübel

Blick in die Ausstellung "Über den Teppich" in der ifa-Galerie Stuttgart, 2016 © ifa/Siri Gögelmann

Interview

Blühende Bleistifte und gewebte Bilder

ifa | Als kleiner Junge spitzte Taysir Batniji am Ende der Schulferien stundenlang seine Stifte. Heute ist ein Feld aus Farbstiftspänen Teil einer seiner bekanntesten Performance. Der palästinensische Künstler wurde 1966 in Gaza geboren. In seiner Installation "Hannoun" – aktuell zu sehen in der ifa-Ausstellung "In the Carpet ǀ Über den Teppich" – stellt Batniji zwei zentrale Dimensionen seines Lebens gegenüber: den Konflikt im Gazastreifen und das Leben im Exil. Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, sind die Arbeiten von Amina Agueznay. Die in Casablanca geborene Künstlerin liebt die Zusammenarbeit mit marokkanischen Weberinnen und anderen Handwerkern. In ihren Textilinstallationen setzt sie sich mit traditionellen Motiven und überlieferten Handwerkstechniken auseinander. Im Interview sprechen die beiden über den Zusammenhang Kunst, Kultur und Handwerk. Von Mustafa Yapakci und Siri Gögelmann

Veraltetes Schubladendenken trotz Multikulti? Foto: Lubomir Simek (CC BY 2.0), via flickr

Artikel

Manuela Bojadžijev: Was wir nicht hören wollen

kulturaustausch.de | Was bestimmt das ''Wir''? Was macht das ''Andere'' aus? Klassifikationsmuster verändern sich, viele Menschen sind immer weniger bereit, sich etablierten und statischen Identitäten zuzuordnen. Auch der rassistische Diskurs verschiebt sich. Manuela Bojadžijev diskutiert in ihrem Beitrag die Gefahren des heutigen Rassismus in Zeiten von Multikulturalismus.

Sieben Wochen unterstützte Daad Ibrahim die Evangelische Kirchengemeinde in Stuttgart-Obertürkheim. © Christian Püschner, Zeitenspiegel

Porträt

Kein Fremdeln vor der Fremde

ifa | Eine Libanesin will verstehen, was ehrenamtliches Engagement bedeutet, und kommt dafür nach Deutschland. Aus der Lernenden wird auch eine Lehrende. Ein Porträt von Daad Ibrahim, Stipendiatin des Föderprogramms CCP Flucht und Migration. Von Birte Fuchs

Buchtipp "Europäisch verbunden und national gebunden", Foto: Aranxa Esteve (CC0 1.0), via Unsplash.

Buchtipp

Claudia Schneider: Europäisch verbunden und national gebunden

ifa | Die nationale Sprache und Kultur eines Landes sind der zentrale Gegenstand Auswärtiger Kulturpolitik. Die Repräsentation nach außen basiert auf einer klar umrissenen Identität. In ihrer Dissertation untersucht Claudia Schneider, inwiefern sich die Auswärtige Kulturpolitik der EU-Mitgliedstaaten europäisiert. Sie erforscht die Rolle europäischer Gedächtniskonstruktionen und geht der Frage nach, wie Kulturinstitute die europäische Identität wahrnehmen.

Foto: Aaron Burden (CC0 1.0), via Unsplash

Sonderpresseschau

Kulturschock Trump?

Folgen der US-Politik für Kunst, Kultur und Wissenschaft

ifa | Ein Dekret jagt das andere: Schon in den ersten Tagen seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump die politische Welt der USA verändert. Auch Kunst, Kultur und Wissenschaft sind von dieser Politik betroffen. US-amerikanischen Universitäten droht der 45. Präsident der Vereinigten Staaten mit finanziellen Kürzungen. Der Einreisestopp für Menschen aus sieben muslimisch geprägten Ländern beeinträchtigt den internationalen Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsaustausch. Doch Trumps "Executive orders" bleiben nicht ohne Gegenwind: Museen und Universitäten wehren sich gegen die zunehmende Abschottung nach außen.

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