"Worte bewegen"

17.05.2017
Kategorie: Nachrichten, akbp  
Nobelpreisträgerin Herta Müller; Foto: Dontworry (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Nobelpreisträgerin Herta Müller; Foto: Dontworry (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ab dem 18. Mai präsentiert sich Deutschland unter dem Motto "Worte bewegen. Siła słów" auf der 8. Warschauer Buchmesse.

Im Fokus des Auftritts steht die Literatur als Freiraum für offenen Dialog und den Austausch von Gedanken, Emotionen und Informationen.

"In einer Zeit, in der Europa zunehmend unter Druck steht, wollen wir diesen Gastlandauftritt nutzen, um über Themen zu diskutieren, die uns bewegen: Europa als Sehnsuchtsort, die besorgniserregenden rechtspopulistischen Tendenzen in vielen Ländern, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise – aber auch Fragen nach gemeinsamen Werten und kulturellen Identitäten", sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt hat die Frankfurter Buchmesse ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Dabei geht es unter anderem um Europa, Presse- und Meinungsfreiheit und die deutsch-polnischen Beziehungen.

Neben Autorinnen und Autoren wie Wolfgang Bauer und Andre Kubiczek wird auch die Nobelpreisträgerin Herta Müller am Deutschen Stand zu Gast sein. Die rumäniendeutsche Schriftstellerin ist bei polnischen Leserinnen und Lesern sehr beliebt: in keine andere Sprache wurden so viele ihrer Bücher übersetzt wie ins Polnische.

Deutschland war bereits 2006 Gastland der Warschauer Buchmesse. Laut Auswärtigem Amt lernen über zwei Millionen junge Polinnen und Polen Deutsch. Auch das Interesse an deutscher Literatur ist groß: Seit 2011 gehört Polnisch zu den zehn wichtigsten Sprachen für die Lizenzvergabe deutscher Titel ins Ausland.