Stipendiaten für Thomas Mann Haus in Los Angeles nominiert

20.09.2017
Kategorie: Nachrichten, Kunst- und Kulturaustausch  
Foto: Villa Aurora in Los Angeles, © Copyright VATMH/Mirko Lux

Foto: Villa Aurora in Los Angeles, © Copyright VATMH/Mirko Lux

Die Nominierung der ersten fünf Stipendiaten des Thomas Mann Hauses in Los Angeles wurde nun in einer Sondersitzung bekannt gegeben. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Geistes- und Literaturwissenschaft, Journalismus, Schauspiel und Mikroelektronik werden ein Jahr im Rahmen eines einjährigen Residenzprogrammes in Los Angeles tätig sein. Das Programm möchte engagierten Persönlichkeiten aus verschiedensten Arbeitsbereichen die Chance bieten, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen, in einen Diskurs zu treten und internationale Kontakte zu knüpfen.

Außenminister Sigmar Gabriel äußerte sich gestern in Berlin zu den Nominierungen. Er betont, wie wichtig es sei, "vorpolitische Freiräume zu schaffen und zu schützen, in denen Austausch und Verständigung möglich sind". Die USA seien für ihn "wichtigster Partner außerhalb Europas und unverzichtbar für die Lösung vieler Probleme weltweit." Er plädiert zudem für den Ausbau der deutsch-US-amerikanischen Beziehungen, besonders in Hinblick auf das kommende Deutschlandjahr in den USA.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht das Thomas Mann Haus als "Glücksfall" und "Verpflichtung" zugleich. Thomas Mann hat zu seiner Zeit "seine Stimme für die Freiheit und das Modell einer demokratisch-offenen Gesellschaft erhoben." Der Anspruch an das Haus ist es, die von ihm vertretenen Werte aufrechtzuerhalten und somit Gegenentwurf zu Konflikt und Disparität zu sein.

Das Ziel der Bundesregierung ist es, durch die Kooperation deutsche Positionen im US-amerikanischen Diskurs stärken. Sie erachtet den Austausch zwischen USA und Deutschland in den Bereichen Kultur und Wissenschaft als besonders bedeutend.

Verantwortlich für das Programm ist der Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. Zu den Förderern zählen das Auswärtige Amt und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.