Stärkung der Kultur in der EU-Außenpolitik

17.07.2017
Kategorie: Nachrichten, Europa, akbp  
Foto: Sascha Kohlmann (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Foto: Sascha Kohlmann (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Am 4. Juli  haben die Mitglieder des Europäischen Parlaments die "Strategie für internationale Kulturbeziehungen" verabschiedet. Sie betonten, dass Kultur eine wichtige Rolle im politischen Dialog zwischen der Europäischen Union und anderen Ländern übernehmen werde. Kultur bilde eine Brücke zwischen Menschen, beuge Radikalisierung und Konflikte vor und trage zur Verbreitung der europäischen Werte bei.

"Wir könnten als gutes Beispiel vorangehen und anderen Teilen der Welt zeigen, wie wir in Europa Grenzen überbrücken und Kultur als gemeinsames Kapital und nicht als Grund für eine Spaltung nutzen", sagte Elmar Brok, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im europäischen Parlament.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sprachen zudem verschiedene Empfehlungen aus:

  • Die Entwicklung einer effektiven EU-Strategie bezüglich der internationalen Kulturbeziehungen, begleitet von einem Jahresaktionsplan
  • Die Bereitstellung einer separaten EU-Haushaltslinie, um internationale Kulturbeziehungen zu unterstützen, sowie die Einführung eines EU-Programms, das die internationale Mobilität sowie den Austausch junger Kulturschaffender und Künstler fördern soll
  • Die Einbeziehung von Kultur in alle bestehenden und zukünftigen EU-Vereinbarungen mit Drittstaaten
  • Ein Kulturvisum für Künstler und Kulturschaffende aus Drittstaaten.