Plattform für Forschung, Transfer und Austausch

02.11.2017
Kategorie: Nachrichten, Zivilgesellschaft  
Foto: Daniel Burka, via Unsplash

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Nach einer einjährigen Vorphase startet nun die "Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Als universitäre Plattform für Forschung, Transfer und Austausch in islamisch-theologischen Fach- und Gesellschaftsfragen will sie Akteure in diesem Feld vernetzen. Gefördert wird sie für die nächsten fünf Jahre mit rund 8,5 Millionen Euro vom "Bundesministerium für Bildung und Forschung", kurz BMBF. Weitere 2,8 Millionen Euro gibt die "Stiftung Mercator".

Neben einer überregionalen und interdisziplinären Forschung möchte die Akademie eine wissenschaftliche Konsolidierung islamisch-theologischer Studien ermöglichen. Islambezogene Fragen sollen im deutschen Kontext beantwortet werden. Ein weiteres Ziel ist es, den Austausch mit benachbarten Disziplinen, der muslimischen Community und gesellschaftspolitischen und zivilgesellschaftlichen Institutionen im deutschsprachigen Raum zu fördern. Hierzu wird die Akademie Mittel für Forschungsprojekte, Nachwuchsgruppen und Veranstaltungen vergeben.

Mit seiner Förderung möchte das BMBF die "Versachlichung der gesellschafts- und integrationspolitischen Debatten über den Islam" fördern, so der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel. Seit 2011 wurden bereits fünf Universitäten vom BMBF dabei unterstützt, die islamische Theologie als wissenschaftliche Disziplin zu etablieren.

Die "Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft"  ist Teil der Third-Mission-Aktivitäten der Goethe-Universität Frankfurt, mit welcher der wissenschaftlich-gesellschaftliche Dialog gestärkt werden soll.