Mit Kultur gegen Krisen

16.03.2017
Kategorie: Nachrichten, akbp, Kunst- und Kulturaustausch  
(Aus)Bildung soll für Geflüchtete nun einfacher werden. Foto: Baim Hanif (CC BY 2.0), via Unsplash

(Aus)Bildung soll für Geflüchtete nun einfacher werden. Foto: Baim Hanif (CC BY 2.0), via Unsplash

Das Kabinett hat dem aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) zugestimmt. Wie bereits im Vorjahr war die AKBP auch 2016 von grenzüberschreitenden Krisen und damit verbundener Flucht und Migration geprägt. Die Schwerpunkte lagen unter anderem auf Studienprogrammen für Flüchtlinge, dem Wiederaufbau des kulturellen Erbes in Syrien und dem Ausbau der kulturellen Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft.

Insgesamt investierte die Bundesregierung im vergangenen Jahr etwa 1,7 Milliarden Euro in die Auswärtige Kultur- und Bildungsarbeit. Mit den Mitteln wurden beispielsweise Flüchtlinge bei der Wiederaufnahme eines Studiums und der Anerkennung ihrer Studienleistungen unterstützt. Außerdem wurden Projekte ins Leben gerufen, die sich um den Erhalt und zukünftigen Wiederaufbau des kulturellen Erbes in Syrien kümmern. Im Juni 2016 beschäftigte sich eine Expertenkonferenz im Auswärtigen Amt mit der Frage, wie das Wissen über die Zerstörungen gezielter zusammengetragen und Technologien der Archivierung stärker gebündelt werden können.

Schwindender Zusammenhalt in Europa

Auch der Europäische Einigungsprozess prägte die Leitlinien und Aufgabenfelder der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik. Am 24. Oktober 2016 startete das Auswärtige Amt den Bürgerdialog "Welches Europa wollen wir?". Seitdem treffen sich Bürgerinnen und Bürger bundesweit, um in offenen Veranstaltungen mit Diplomaten über die Zukunft der Europäischen Union zu diskutieren. Die Reihe wird auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) fortgesetzt.

Der aktuelle Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik steht unter dem Oberthema "Menschen bewegen: Dialogräume schaffen – Brücken bauen – Perspektiven entwickeln". Seit 1994 erstattet die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag jährlich Bericht über die AKBP-Aktivitäten. Der 20. Bericht umfasst den Zeitraum von Januar bis Dezember 2016.