Mehr Schulbildung für geflüchtete Kinder

25.09.2017
Kategorie: Nachrichten  
Foto: Aaron Burden (CC0 1.0), via Unsplash

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Durch eine finanzielle Unterstützung des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) können im kommenden Schuljahr 360.000 weitere syrische Kinder zur Schule gehen. Das Geld soll geflüchteten Kindern in Jordanien und der Türkei zugutekommen. Dabei übernimmt das BMZ im Rahmen der Förderung die Kosten für die Gehälter von 15.000 Lehrkräften. Des Weiteren wird mehr Jugendlichen ein Zugang zu Ausbildungsangeboten zugesichert.

Anlässlich des Weltkindertages letzten Mittwoch unter dem Motto "Kindern eine Stimme geben!" äußerte sich Entwicklungsminister Gerd Müller zur weltweiten Schulbildung: "Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung." Besonders möchte er den Fokus auf geflüchtete Kinder richten, die gleichermaßen am Bildungssystem teilhaben sollen. Bildung sichere ihnen mehr Zukunftschancen und verbessere ihre Lage grundlegend. "Jeder Euro, den wir vor Ort in diesem Bereich investieren, erzielt ein Vielfaches an Wirkung", so Müller.

Im letzten Jahr unterstützte das BMZ Bildungsprojekte in Syrien und seinen Nachbarstaaten mit rund 245 Millionen Euro. Die Investitionen flossen vor allem in Schulgebäude, Fortbildungsangebote und die Übernahme von Unterrichtskosten. Etwa 1,3 Millionen Kinder profitierten von der finanziellen Unterstützung.

Die Zahl der Kinder weltweit ist aktuell so hoch wie nie – der Großteil von ihnen lebt in Entwicklungsländern. Das BMZ möchte in Kooperation mit dem Kinderhilfswerk UNICEF die Bedürfnisse der Kinder verstärkt in den Fokus rücken.