Mehr Geld für die Kultur

29.06.2017
Kategorie: Nachrichten, akbp  
Kulturstaatsministerin Monika Grütters © Christof Rieken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters © Christof Rieken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat in den Verhandlungen um den Bundeshaushalt 2018 ihr Budget deutlich steigern können. Demnach sollen im nächsten Jahr 312 Millionen Euro zusätzlich für kulturelle Institutionen und Projekte zur Verfügung stehen.

Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2018 wurde gestern vom Kabinett verabschiedet. Er sieht insgesamt rund 1,67 Milliarden Euro für den Kulturetat vor. Noch steht er jedoch unter Vorbehalt der weiteren Haushaltsaufstellung. Dabei ist insbesondere das parlamentarische Haushaltsverfahren, das erst nach der Bundestagswahl im Herbst stattfinden wird, von Bedeutung.

"Die erneute Etatsteigerung ist ein großartiges Signal: Sie unterstreicht den gesamtgesellschaftlichen Wert der Kultur, denn Kunst und Kultur sind heute als Brückenbauer mehr denn je gefragt", sagte Grütters nach der Sitzung in Berlin. Neben den Berliner Philharmonikern und der Berliner Oper wird auch die deutsche Filmförderung von der Etaterhöhung profitieren. Mit 75 Millionen Euro sollen zusätzliche Anreize für große internationale und nationale Filmproduktionen gesetzt und der Filmstandort Deutschland noch attraktiver gemacht werden. Die Deutsche Welle soll 2018 insgesamt 25,7 Millionen Euro zusätzlich erhalten. Damit können das arabisch- und türkischsprachige Angebot des Senders, die Angebote für Russland und die Ukraine, sowie das aktuelle Programm für Geflüchtete gefördert werden.

Mehr Geld gibt es auch für die Stärkung des Kulturgutschutzes. Für den Ankauf von national wertvollem Kulturgut sind im Kulturetat 2018 insgesamt 10 Millionen Euro vorgesehen. Das sind 7,5 Millionen Euro mehr als zuvor. Das Budget der Barenboim-Said-Akademie, einer Musikhochschule in Berlin für Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten, wird um knapp 1,4 Millionen Euro auf insgesamt 6,9 Millionen Euro erhöht.