Maltesische EU-Ratspräsidentschaft

13.03.2017
Kategorie: Europa, Nachrichten  
Owen Bonnici, Maltas Minister für Justiz, Kultur und Kommunalverwaltung. Foto: DOI – Clodagh Farrugia O'Neill © EU2017MT via Flickr

Owen Bonnici, Maltas Minister für Justiz, Kultur und Kommunalverwaltung. Foto: DOI – Clodagh Farrugia O'Neill © EU2017MT via Flickr

Im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft fand auf Malta am 9. März die Konferenz ''Cultural Diplomacy: Fostering International Cultural Dialogue, Diversity and Sustainability'' statt. Die Eröffnungsrede hielt der maltesische Minister für Justiz, Kultur und Kommunalverwaltung, Owen Bonnici. Die Rolle der Kultur in den Beziehungen der EU-Mitgliedsstaaten ist eines der zentralen Themen im Rahmen der Maltesischen Ratspräsidentschaft.

Im Fokus der Konferenz standen aktuelle Fragen der Kulturdiplomatie und der Schutz des  Kulturerbes. Bonnici sprach von neuen weltweiten Herausforderungen wie Fake News, Radikalisierung und illegale Migration, die auch in den EU-Mitgliedsstaaten die kulturelle Diversität bedrohten. Er betonte, dass Kultur und kulturelle Zusammenarbeit stets im Zusammenhang mit anderen gesellschaftlichen Bereichen betrachtet werden müssten. Kultur sei ein Instrument der Diplomatie und ein Mittel für nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung sowie für eine verbesserte Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerbes, sagte Bonnici.

Der Schutz und die Förderung von kulturellem Erbe sei außerdem wichtig, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Im Zuge dessen forderte der Minister das Publikum auf, sich aktiv an der Diskussion über das strategische Vorgehen in internationalen Kulturbeziehungen zu beteiligen.