Kulturpolitik neu gestalten

12.02.2018
Kategorie: Nachrichten, akbp  
Foto: Gildas F. (CC BY 2.0), via Flickr

Foto: Gildas F. (CC BY 2.0), via Flickr

In Berlin haben am 9. Februar 120 deutsche Kulturakteure den Unesco-Weltbericht 2018 zur Kulturpolitik diskutiert. Der Bericht mit dem Titel "Kulturpolitik neu gestalten – Kreativität fördern, Entwicklung voranbringen" wurde bereits im Dezember 2017 in Paris vorgestellt und thematisiert Fortschritte und Defizite in der Kulturpolitik. 

Bei der Veranstaltung in Berlin wurde diskutiert, welche Rolle die Ergebnisse des Berichts für Deutschland spielen und es wurden Forderungen an die deutsche Kultur-und Medienpolitik gestellt. Wolfgang Kaschuba, Vorstandsmitglied der Deutschen Unesco-Kommission, forderte die Bundesregierung dazu auf, zügig ein Programm für verfolgte Künstlerinnen und Künstler umzusetzen. Zudem erklärte er es für wünschenswert, wenn sich weitere deutsche Städte dem internationalen Netz "Städte der Zuflucht" anschließen würden. Tobias Knoblich, Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, betonte wie wichtig Daten, Fakten und Evaluationen für eine gute Kulturpolitik seien. "Deutschland sollte seine Kulturpolitikforschung ausbauen und in regelmäßigen Abständen einen Bericht zur Lage der Kultur in Deutschland erarbeiten", sagte er.

Die "Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" wurde 2005 von der Unesco-Generalkonferenz verabschiedet. Der Weltbericht 2018 zeigt auf, wie weit die Umsetzung der Konvention vorangeschritten ist.