Jung, europäisch, solidarisch

08.12.2017
Kategorie: Nachrichten, Europa, Zivilgesellschaft  
Junge Menschen sitzen auf einer Mauer und lassen ihre Füße baumeln; Foto: James Baldwin via Unsplash

Foto: James Baldwin via Unsplash

Mehr als 42.000 junge Menschen haben sich für das Europäische Solidaritätskorps angemeldet, seit dieses vor einem Jahr von der Europäischen Kommission eingerichtet wurde. Die jungen Engagierten kommen aus allen Mitgliedstaaten der EU. Knapp 2.200 haben ihren Einsatz bereits angetreten.

Die erste Gruppe Freiwilliger war im August 2017 ins italienische Norcia gereist, das ein Jahr zuvor von schweren Erdbeben getroffen worden war. Die Freiwilligen des Europäischen Solidaritätskorps unterstützen dort die Gemeinde beim Wiederaufbau sozialer Dienste und beim Beheben von Folgen des Erdbebens.

"Ich freue mich, dass so viele junge Menschen in Europa an Solidarität glauben und im Rahmen einer Freiwilligentätigkeit, Ausbildung oder Arbeitsstelle andere unterstützen", lobte der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, das Engagement. "Wir müssen nun rasch die entsprechende Rechtsgrundlage und die Haushaltsmittel für die kommenden Jahre bereitstellen", fügte er hinzu.

Eine eigene Rechtsgrundlage

Derzeit wird im Rat der Europäischen Union und im Europäischen Parlament ein Vorschlag der EU-Kommission erörtert, der das Europäische Solidaritätskorps stärken soll. Der Vorschlag sieht für den Zeitraum 2018 bis 2020 ein Budget von knapp 342 Millionen Euro und eine eigene Rechtsgrundlage vor.

Die Gründung des Europäischen Solidaritätskorps war 2016 von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angekündigt worden. Es bietet jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit, sich in verschiedenen Solidaritätsprojekten in der gesamten EU einzubringen. Bis Ende 2020 sollen insgesamt 100.000 Menschen an den Projekten teilnehmen.