Internationaler Tag der Pressefreiheit

03.05.2017
Kategorie: Nachrichten  
Foto: By Frankie Fouganthin [own work] (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons

Foto: By Frankie Fouganthin [own work] (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons

Der inhaftierte eritreische Journalist Dawit Isaak erhält den Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit.

Bei mehr als 100 Veranstaltungen weltweit setzen sich am 3. Mai Menschen für das Recht auf Meinungsfreiheit und den Zugang zu Informationen ein. Der internationale Tag der Pressefreiheit erinnert an die "Erklärung von Windhoek", die 1991 mit dem Ziel der Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse verabschiedet wurde.

Die UNESCO vergibt an diesem Tag seit 20 Jahren den mit 25.000 Euro dotierten Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit. Dieses Jahr geht er an den eritreischen Journalisten Dawit Isaak. Der Drehbuchautor, Schriftsteller und Reporter Dawit Isaak gründete nach der Unabhängigkeit Eritreas die erste unabhängige Zeitung des Landes. 2001 wurde er bei Razzien gegen Medien verhaftet. Das letzte Lebenszeichen von ihm stammt aus dem Jahr 2005. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.

Mit dem Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit werden Personen oder Organisationen ausgezeichnet, die oft unter hohem Risiko einen herausragenden Beitrag zur Verteidigung oder Förderung der Pressefreiheit geleistet haben. Dawit Isaaks Tochter, Betlehem Isaak, nimmt den Preis bei einer Veranstaltung in Jakarta entgegen.