Hartig, Falk: Chinese public diplomacy

10.11.2015
Kategorie: akpb, Neuerwerbung, Abschlussarbeiten  
Chinese public diplomacy. The rise of the Confucius Institute

Hauptthemen: Volksrepublik China + Auswärtige Kulturpolitik + Auslandskulturinstitut + Confucius Institute (Beijing) + Ziele und Programme von Institutionen / Organisationen + Innere Organisation von Institutionen / Organisationen + Organisationsprinzipien von Institutionen / Organisationen + Konzeption + Fallstudie + Deutschland + Australien + Perzeption + Befragung
Unterthemen: Joint Venture + Finanzierung + Kulturausgaben + Handlungsspielraum von
Institutionen / Organisationen + Public Diplomacy + Soft Power + Presse + Berichterstattung + Rezeption + Image-Bildung + Auslandsbild + Propaganda
Abstract: Sie gelten als Aushängeschilder der chinesischen Public Diplomacy: die Konfuzius-Institute (KI). Doch welches Konzept steht dahinter, wie sind sie aufgebaut und wer finanziert sie? Diese und weitere Fragen beantwortet Falk Hartig in seinem Buch "Chinese Public Diplomacy: The rise of the Confucius Institute". Nach einem kurzen Überblick über allgemeine Grundlagen von Public Diplomacy und zu chinesischer Außenpolitik geht der Autor auf die Akteure der Public Diplomacy in China ein und beschreibt die Umstände, die zur Gründung der KI geführt haben: Wie agieren sie? Wie präsent sind sie gegenüber klassischen Akteuren chinesischer Außenpolitik? Der Fokus von Hartigs Analyse liegt auf Europa und Ozeanien; anhand von Fallstudien gibt der Autor detaillierte Einblicke in die Arbeit der Institute. Auch die starke Kritik und der zugleich hohe Zuspruch durch westliche Medien werden ausführlich erläutert. Dabei legt sich Hartig auf keine Position fest, sondern ergänzt die Debatte um einen sachlichen Beitrag. Er greift ideologische Streitfragen auf, betrachtet praktische Aspekte der Institute und vergleicht sie mit Mittlerorganisationen wie dem Goethe-Institut. Anders als in Deutschland sind KI "joint
ventures" internationaler und chinesischer Partner aus den Bereichen Bildung und Kultur. Die
internationale Bereitschaft zur Finanzierung sei durch die globale Faszination für chinesische Kultur und Sprache allgemein sehr groß. Anregungen für künftige Forschungen gibt Hartig am Ende des Buchs, zum Beispiel zur Rolle der KI in Afrika und zu einer Untersuchung aus Sicht der Zielgruppe. (ifa)
Dokumentenart: Dissertation