G7-Kulturministertreffen in Florenz

29.03.2017
Kategorie: Nachrichten, akbp, Kultur und Konflikt, Sonderpresse  
Erstes G7-Kulturministertreffen in Florenz. Foto: Mike Enerio (CC0 1.0), via Unsplash

Erstes G7-Kulturministertreffen in Florenz. Foto: Mike Enerio (CC0 1.0), via Unsplash

Vom 30. bis zum 31. März findet erstmalig ein Kulturministertreffen der G7-Länder unter italienischem Vorsitz in Florenz statt. Die Bundesrepublik wird von Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, vertreten. Die Konferenz tagt unter dem Motto ''Kultur als Instrument des Dialogs zwischen den Völkern'' und setzt sich zum Ziel, Strategien zu entwickeln, die die kulturelle Diversität und den Kulturgutschutz fördern.

Im Fokus stehen die Solidarität zwischen den Partnerländern und die engere Zusammenarbeit im Ausbau des Schutzes von Kulturgut gegen Naturkatastrophen, bewaffnete Konflikte, Terrorattacken und den illegalem Kunsthandel. Auf der Tagesordnung finden sich dazu Vorträge von Spezialisten. In einem gemeinsam erarbeiteten Dokument soll festgehalten werden, wie Kultur verstärkt als diplomatisches Werkzeug genutzt werden kann.

Anlässlich der Konferenz wird es auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Kunstprojekte in der Stadt geben. Auf der Piazza della Signoria wird in Bezug auf die Zerstörung von Kulturgut ein Nachbau des römischen Triumphbogens in Palmyra, der 2015 von ISIS zerstört wurde, zu sehen sein. Der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, begrüßte die Konferenz und das Projekt: ''Wir möchten, dass dieser Bogen unsere Position gegen den Terror demonstriert und gegen jeden Krieg und jede blinde Gewalt. Florenz als UNESCO-Weltkulturerbe nimmt eine klare Stellung ein. Das wird unser Beitrag und unsere Herausforderung sein.''