Evaluation in Kultur und Kulturpolitik

09.07.2013
Kategorie: akpb, Deutschland, Neuerwerbung  
Evaluation in Kultur und Kulturpolitik. Eine Bestandsaufnahme

Hauptthemen: Deutschland + Kulturpolitik + Auswärtige Kulturpolitik + Öffentliche Kulturförderung + Stellenwert + Evaluation + Bedeutung / Rolle + Wissenschaftliche Methoden + Theorie + Praxis + Wirkung / Auswirkung + Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen + Best Practice + Fallstudie
Unterthemen: Öffentliche Güter / Öffentliche Leistungen + Privatwirtschaft + Subvention + Kulturausgaben + Föderalismus + Bildung / Erziehung + Kulturelle Faktoren + Goethe-Institut (München) + Kulturprojekt + Internationaler Vergleich / Ländervergleich + Kulturstatistik + Kulturelle Einrichtung + Vergleichbarkeit von Daten
Abstract: In der deutschen Kultur und Kulturpolitik ist der Bedarf an Evaluationen in den vergangenen Jahren stark gestiegen und steigt weiter. Durch die Evaluierung können kulturpolitische Träger nicht nur ihre Direktionsentscheidungen auf eine solide Datenbasis stellen, in einer Zeit immer härterer Sparverordnungen liefern die Analysen auch eine fundierte Grundlage zur Legitimierung der eigenen Arbeit. Dennoch tun sich deutsche Kulturträger mit dem Medium schwer. Mit dem vorliegenden Band versuchen die Herausgeber Vera Hennefeld und Reinhard Stockmann, den Stand der Evaluation in Kultur und Kulturpolitik sowohl im theoretischen als auch im praktischen Kontext zu erfassen. Auch der Themenbereich der Auswärtigen Kulturpolitik wird ausführlich behandelt. Für deutsche Mittlerorganisationen seien Evaluationen die "Hausaufgaben", schreibt Kurt-Jürgen Maaß. Die Fundierung durch eine "evidence based policy" sei in der Auswärtigen Kulturpolitik schon längst Usus. Für die Mittler sieht der langjährige Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen eine Chance, durch Evaluationen den Erfolg ihrer Arbeit quantitativ wie qualitativ messbar zu machen. Die Kosten einer Evaluation werden gerade durch den Nutzen für die Prozessoptimierung gerechtfertigt, schreibt Vera Hennefeld, Geschäftsführerin des Centrums für Evaluation. Ein adäquates Evaluationssystem müsse in der Praxis sowohl theoretisch-methodischen als auch praktisch-pragmatischen Anforderungen gerecht werden. Bis dato zeige sich das Auswärtige Amt skeptisch gegenüber dem Nutzen von Evaluationen, doch, so Hennefeld, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Schwerpunktsetzungen können Evaluationen zur Grundlage für eine Metaanalyse des Politikfelds werden. Zudem böten sie die Möglichkeit, für die interessierte Öffentlichkeit mehr Transparenz zu schaffen. (ifa)