Europäisches Kulturerbejahr 2018 eröffnet

08.01.2018
Kategorie: Europa  
Das Rathaus von Münster wurde von der Europäischen Kommission als Europäisches Kulturerbe erklärt. Foto: Lars Steffens (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Das Rathaus von Münster wurde von der Europäischen Kommission als Europäisches Kulturerbe erklärt. Foto: Lars Steffens (CC BY-SA 2.0), via Flickr

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat in Hamburg das Europäische Kulturerbejahr in Deutschland eröffnet. Der Erste Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, hatte zu der Auftaktveranstaltung eingeladen.

Die Frage, worauf Europa aufgebaut sei, sei heute ''drängender denn je'', sagte Grütters. Sie rief insbesondere junge Europäerinnen und Europäer auf, ''das Gemeinsame über das Trennende zu stellen sowie unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Traditionen und Träumen, Lebensentwürfen und Weltanschauungen eine Heimat zu bieten.'' Die Staatsministerin für Kultur und Medien zeigte sich überzeugt, dass die Europäische Union nur als Wertegemeinschaft eine Zukunft habe: ''Denn nur so weckt die europäische Idee jenen Enthusiasmus, der Europa vor einem Rückfall in Abschottung, Gewalt und Unfreiheit bewahren kann.''

Die Mitgliedsstaaten der EU wollen mit dem Themenjahr das gemeinsame Kulturerbe Europas in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung stellen. Das "Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz" koordiniert das Themenjahr in Deutschland, wo der Fokus auf baulichem und archäologischem Erbe liegt. Bislang sind hierzulande 130 Projekte und Veranstaltungen geplant. Einige davon werden mit 7,2 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin gefördert.

Der Deutsche Kulturrat forderte die zukünftige Bundesregierung auf, mehr Verantwortung für den Erhalt und die Erschließung des Kulturerbes zu übernehmen. Im Dezember veröffentlichte der Spitzenverband der Bundeskulturverbände acht Forderungen. Darin betont er unter anderem, wie wichtig der Erhalt von kleineren Museen, Bibliotheken und Archiven, die Rettung von Filmmaterialien und die Bekämpfung des Fachkräftemangels sowohl im handwerklichen als auch akademischen Bereich sind.