Die europäische Identität stärken

16.11.2017
Kategorie: Nachrichten, Europa, Zivilgesellschaft  
EU-Ratspräsident Donald Tusk; Foto: Kancelaria Premiera (CC BY-NC-ND 2.0), via Flickr

EU-Ratspräsident Donald Tusk; Foto: Kancelaria Premiera (CC BY-NC-ND 2.0), via Flickr

Am 17. November treffen sich die 28 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei einer informellen Tagung im schwedischen Göteborg. Auf Einladung von Donald Tusk, dem Präsidenten des Europäischen Rates, diskutieren sie darüber, welchen Beitrag Bildung und Kultur leisten, um die europäische Identität zu stärken. Im Mittelpunkt des Treffens stehen unter anderem die Themen Mobilität und Austausch junger Europäerinnen und Europäer sowie Erasmus für junge Kunstschaffende.

Als Beitrag für das Treffen stellte die Europäische Kommission am 14. November ihre Vorstellungen zu einem europäischen Bildungsraum bis 2025 vor. Ziel ist es, die Zukunft von Bildung und Kultur europaweit zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu stärken. Das Programm ist eine "ehrgeizige, gemeinsame Agenda, um die Kultur und Bildung als Motor für die Einheit zu nutzen", sagte Tibor Navracsics. Für den EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport spielt die Bildung eine zentrale Rolle für das Zusammenleben in Europa.

Der europäische Bildungsraum sollte neben der Stärkung des Bewusstseins für eine europäische Identität auch einen Aktionsplan für digitale Bildung enthalten. Um die Mobilität der Studierenden in Europa zu verbessern, soll zudem ein neuer EU-Studienausweis eingeführt werden. Auf Grundlage des "Bologna-Prozesses" soll die Einleitung eines neuen "Sorbonne-Prozesses" die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Hochschulabschlüssen vorbereiten.

Bereits im März 2017 hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU in ihrer Agenda für eine europäische Gemeinschaft ausgesprochen, "in der junge Menschen die beste Bildung und Ausbildung erhalten und auf dem gesamten Kontinent studieren und Arbeit finden können". Im Vorfeld des informellen Treffens in Göteborg bekräftigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, dass "Bildung und Kultur der Schlüssel zur Zukunft sind".