Bode, Matthias: Die auswärtige Kulturverwaltung der frühen Bundesrepublik

04.05.2015
Kategorie: akpb, Neuerwerbung, Abschlussarbeiten, Deutschland  
Die auswärtige Kulturverwaltung der frühen Bundesrepublik. Eine

Hauptthemen: Bundesrepublik Deutschland (1949-1990) + Deutschland + Auswärtige Kulturpolitik + Zuständigkeit + Bundesregierung (Deutschland, BRD) + Verhältnis Zentralregierung - Region + Spannungsverhältnis im föderalen Aufbau + Föderalismus + Zentralisierung + Dezentralisierung + Relation + Öffentliche Verwaltung + Verwaltungsrecht + Verfassungsrechtliche Faktoren der Außenpolitik + Rechtsnormen
Unterthemen: Deutsches Reich + Weimarer Republik + Drittes Reich + Außenpolitik einzelner Staaten + Rechtliche Regelung + Auswärtiges Amt (Deutschland, BRD) + Bundesland / Bundesstaat + Auslandsschule + Wissenschaftliche Zusammenarbeit + Städtepartnerschaft + Verhältnis Kunst / Kultur – Politik / Gesellschaft + Internationales Kulturabkommen + Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland + Interministerielle Zuständigkeitsverteilung und Koordination + Wechselbeziehungen Außenpolitik – Innenpolitik + Deutsch-französischer Vertrag (1963-01-22) + Deutsch-französisches Kulturabkommen (1954-10-23) + Enquete-Kommission Auswärtige Kulturpolitik (Deutschland, BRD / Deutscher Bundestag)
Abstract: Thema der Dissertation ist das Verhältnis von Kultur, Verwaltung und Außenpolitik in Deutschland und die gemischte Zuständigkeit von Deutschem Reich bzw. Bund auf der einen und Einzelstaaten bzw. Ländern auf der anderen Seite für diese drei Bereiche. Die Studie ist chronologisch aufgebaut und in zehn Kapitel gegliedert. Kapitel 1 umfasst den Zeitraum von 1815 bis zum Beginn des Deutschen Kaiserreichs. Die folgenden Kapitel untersuchen die auswärtige Kulturverwaltung vor dem Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik sowie die Zentralisierungsversuche und Kulturpropaganda im Dritten Reich. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den Fünfziger- bis Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Die Dissertation zeigt, wie politische Ideen und Konzepte Eingang in die Verfassung fanden, sie veränderten und juristisch legitimierten und am Beispiel der Lindauer Vereinbarung unter welchen Bedingungen werdendes Recht von unten nach oben entstehen und sich durchsetzen konnte. Der Autor macht deutlich, dass mit Ausnahme der Nationalsozialisten Verfassungsregimes seit dem Kaiserreich an der Weiterentwicklung einer nicht-zentralstaatlichen Auswärtigen Kulturpolitik gearbeitet haben. Das Recht des Bundes zur nationalen Repräsentation hat sich heute zwar durchgesetzt, aber angesichts Globalisierung, Internationalisierung, Digitalisierung und veränderten Kommunikationsgewohnheiten bleibt die Frage aktuell, ob das Recht zur nationalen Repräsentation allein beim Bund verbleiben sollte. Regionale Integrationsprozesse und zunehmende Verknüpfung von nationalem und internationalem Recht legen nahe, nochmals zu überdenken, ob das Recht zur nationalen Repräsentation auf Kommunen, einzelne Behörden und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgedehnt werden sollte. (GC)
Dokumentenart: Dissertation