Bode, Matthias: Auswärtige Kulturpolitik zwischen Demokratisierung und Internationalisierung

09.08.2012
Kategorie: akpb, Abschlussarbeiten, Forschungspreis  

Hauptthemen: Bundesrepublik Deutschland (1949-1990) + Nachkriegssituation + Multilateralisierung internationaler Beziehungen + Instrumentalisierung + Auswärtige Kulturpolitik + Mitwirkung bei internationalem Akteur + United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization + Deutsche UNESCO-Kommission + Ziele und Programme von Institutionen / Organisationen + Außenpolitische Doktrin + Wechselwirkung von internationalen und nationalen Prozessen + Organisation / Reorganisatio + Wandel
Unterthemen: Westintegration + Kalter Krieg (Ost-West-Konflikt) + Ostpolitik (BRD) + Vergangenheitsbewältigung + Träger von Maßnahmen + Rivalität + Zuständigkeit + Auswärtiges Amt (Deutschland, BRD) + Ideologisch-kulturelle Faktoren der Außenpolitik + Stellenwert + Bildungspolitik + Bildungshilfe (Auslandshilfe) + Demokratisierung
Abstract: Wie war das Verhältnis der Auswärtigen Kulturpolitik (AKP) im Nachkriegsdeutschland zu der vom Kalten Krieg geprägten übrigen Außenpolitik? War sie „restaurativ“ oder ging sie den Reformen der späten 1960er Jahre voran? Diesen Fragen widmet sich der Göttinger Historiker Matthias Bode in seiner Studie. Am Beispiel des Verhältnisses zur UNESCO und Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) erläutert Bode das anhaltende Ressentiment gegenüber den neuen multilateralen Foren, mit dem die bundesdeutsche Auswärtige Kulturpolitik gegenüber der „Amerikanisierung“ der Epoche geschützt werden sollte. Erst Mitte der 1960er Jahre unterstützen progressivere Abteilungsleiter und die große Koalition die UNESCO und DUK aktiv und ebnen den Weg für Öffnung und Reformen in der Auswärtigen Kulturpolitik. Bodes detailliert recherchierte Arbeit geht es um die Innenlogik der Akteure und Institutionen, aber auch um ihre öffentliche Wahrnehmung. Der Verfasser lässt die Dilemmata, Paradoxien und Konflikte der Auswärtige Kulturpolitik der 1950er und 1960er Jahre deutlich werden und zeigt, dass sich die „Ankunft im Westen“ in diesem Bereich deutlich verspätete. Die Magisterarbeit wurde mit dem Rave- Förderpreis Auswärtige Kulturpolitik 2006 des Instituts für Auslandsbeziehungen ausgezeichnet. (ifa)