Der ifa-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik wird jährlich neu ausgeschrieben. Mit ihm wird eine herausragende und die Forschung besonders weiterführende Masterarbeit oder Dissertation ausgezeichnet, die Themen an der Schnittstelle zwischen Kultur und Außenpolitik erforscht.
Der Preis ist mit € 3.000 dotiert. Über die Verleihung wird im Frühjahr entschieden.

Bibliografie

Kategorie: akpb, Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Sprachbeziehungen  
Hauptthemen: Deutschland + Mittel- und osteuropäische Länder + Auswärtige Kulturpolitik + Instrumente und Verfahren der Außenpolitik + Sprachenpolitik + Förderung / Unterstützung + Deutsch + Fremdsprache + Relation + Anwendung + Theorie der internationalen Beziehungen + Politikwissenschaftliche Theorien + Außenpolitik einzelner Staaten
Unterthemen: Außenpolitische Verhaltenserwartung + Machtpolitik + Neorealismus + Neoliberalismus + Institutioneller Rahmen internationaler Beziehungen + Träger von Maßnahmen + Netzwerk (institutionell / sozial) + Goethe-Institut (München) + Nichtregierungsorganisation + Internationale Bildungszusammenarbeit + Internationaler Austausch von Personen + Lehrer + Wissenschaftliche Methoden + Vereinigung oder Wiedervereinigung von Staaten / Gebieten + Ost-West-Beziehungen + Neuorientierung
Abstract: Mit dem Ende des Ost-Westkonflikts änderten sich auch die Rahmenbedingungen für die deutsche Auswärtige Kulturpolitik in den Staaten Mittel- und Osteuropas. Besonders deutlich wurde dies am Beispiel der Sprachförderungspolitik, die durch umfangreiche Sonderprogramme der Bundesregierung lanciert wurde. Ziel der Arbeit ist es, deutsche Sprachförderungspolitik als außenpolitisches Verhalten zu analysieren und anhand der Theorieansätze des Neorealismus und des utilitaristischen Liberalismus zu erklären. Dies ist insoweit ein Novum als theoriegeleitete Analysen der deutschen Auswärtigen Sprachpolitik nicht existieren, wie es generell nur wenig wissenschaftliche Studien zur Auswärtgen Kulturpolitik im Bereich der Internationalen Beziehungen gibt. Anhand der variablen Lehrerentsendung und des Auf- bzw. Ausbaus von Goethe-Instituten wurde die Untersuchung durchgeführt. Die Autorin erhielt für ihre Magisterarbeit den Rave-Forschungspreis, der 2001 erstmals vom Institut für Auslandsbeziehungen vergeben wurde. (ifa)
c-00563270
ifa-Signatur: 4 B 21/34; 4 B 21/35

Bode, Matthias: Auswärtige Kulturpolitik zwischen Demokratisierung und Internationalisierung

Die frühe Bundesrepublik als Partner der UNESCO. – Göttingen, Univ. Magisterarbeit, 2005. – 152 S.

Kategorie: akpb, Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Hauptthemen: Bundesrepublik Deutschland (1949-1990) + Nachkriegssituation + Multilateralisierung internationaler Beziehungen + Instrumentalisierung + Auswärtige Kulturpolitik + Mitwirkung bei internationalem Akteur + United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization + Deutsche UNESCO-Kommission + Ziele und Programme von Institutionen / Organisationen + Außenpolitische Doktrin + Wechselwirkung von internationalen und nationalen Prozessen + Organisation / Reorganisatio + Wandel
Unterthemen: Westintegration + Kalter Krieg (Ost-West-Konflikt) + Ostpolitik (BRD) + Vergangenheitsbewältigung + Träger von Maßnahmen + Rivalität + Zuständigkeit + Auswärtiges Amt (Deutschland, BRD) + Ideologisch-kulturelle Faktoren der Außenpolitik + Stellenwert + Bildungspolitik + Bildungshilfe (Auslandshilfe) + Demokratisierung
Abstract: Wie war das Verhältnis der Auswärtigen Kulturpolitik (AKP) im Nachkriegsdeutschland zu der vom Kalten Krieg geprägten übrigen Außenpolitik? War sie „restaurativ“ oder ging sie den Reformen der späten 1960er Jahre voran? Diesen Fragen widmet sich der Göttinger Historiker Matthias Bode in seiner Studie. Am Beispiel des Verhältnisses zur UNESCO und Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) erläutert Bode das anhaltende Ressentiment gegenüber den neuen multilateralen Foren, mit dem die bundesdeutsche Auswärtige Kulturpolitik gegenüber der „Amerikanisierung“ der Epoche geschützt werden sollte. Erst Mitte der 1960er Jahre unterstützen progressivere Abteilungsleiter und die große Koalition die UNESCO und DUK aktiv und ebnen den Weg für Öffnung und Reformen in der Auswärtigen Kulturpolitik. Bodes detailliert recherchierte Arbeit geht es um die Innenlogik der Akteure und Institutionen, aber auch um ihre öffentliche Wahrnehmung. Der Verfasser lässt die Dilemmata, Paradoxien und Konflikte der Auswärtige Kulturpolitik der 1950er und 1960er Jahre deutlich werden und zeigt, dass sich die „Ankunft im Westen“ in diesem Bereich deutlich verspätete. Die Magisterarbeit wurde mit dem Rave- Förderpreis Auswärtige Kulturpolitik 2006 des Instituts für Auslandsbeziehungen ausgezeichnet. (ifa)
c-00455915
ifa-Signatur: 4 B 26/87; 4 B 26/139; 4 B 26/151

Foroutan, Naika: Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt

Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten. – Wiesbaden: DUV, 2004. – XIV, 315 S. – Göttingen, Univ., Diss., 2004

Kategorie: Kultur und Konflikt, Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Hauptthemen: Struktur des internationalen Systems + Bipolares internationales System + Internationale Konfliktpolitik + Westliche Industrieländer + Islamische Länder / Islamische Welt + Bestimmungsfaktoren internationaler Konflikte + Bemühungen um Beilegung internationaler Konflikte + Konfliktmanagement + Instrumente und Verfahren der Außenpolitik + Stellenwert + Kulturaustausch + Internationale kulturelle Zusammenarbeit + Multi-track diplomacy + Hypothese + Wissenschaftliche Methoden + Konsequenz / Schlussfolgerung + Entwicklungsperspektive und -tendenz
Unterthemen: Terroranschlag New York / Washington (2001-09-11) + Zivilisationskonflikt + Demokratieförderung + Systemtransformation + Politischer Islam + Internationale Konfliktprävention + Friedenssicherung + Ursachen / Anlass für internationalen Konflikt
Abstract: Gibt es Möglichkeiten, einem Krieg zwischen den Zivilisationen zu entgehen? Welche Funktionen kommen Kulturdialogen bei Zivilisationskonflikten zu? Wie können sie institutionalisiert werden? Können Kulturdialoge darüber hinaus zu einer Demokratisierung autoritärer islamischer Staaten beitragen? Naika Foroutan geht in ihrer politikwissenschaftlichen Dissertation, für die sie den Rave-Forschungspreis 2005 erhalten hat, diesen Fragen nach. Sie beschreibt Strukturen und Konflikte der post-bipolaren Weltordnung, untersucht dabei das Phänomen der kulturellen Fragmentation in Zeiten der weltweiten Globalisierung, geht auf das Erstarken des religiösen Fundamentalismus ein und setzt sich mit der These Huntingtons vom Kampf der Kulturen auseinander. Bei der Suche nach Gründen, warum den Kulturdialogen im Konfliktfall Vorrang vor militärischen Mitteln eingeräumt werden sollte, zieht sie philosophische und kommunikationstheoretische Erklärungsversuche heran, um Möglichkeiten zur Konfliktregulierung aufzuzeigen. Sie stellt bereits realisierte Modelle vor und diskutiert, wie Kulturdialoge generell zur Konfliktprävention institutionell zu verankern sind. Abschließend beschreibt die Autorin, wie sich die Transformationsprozesse in islamischen Staaten vollziehen und wie der Westen darauf Einfluss nehmen kann. Darüber hinaus setzt sie sich mit möglichen Vorteilen einer Demokratisierung für islamische Staaten auseinander, fragt danach, ob eine Demokratisierung überhaupt mit dem Islam vereinbar ist und welche Mindestanforderungen an eine Demokratisierung der islamischen Welt zu stellen sind. Naika Foroutan kommt zu dem Ergebnis, dass die Idee des Kulturdialogs bereits konstitutiv sei. "Kulturdialog wird der regulative Grundsatz der post-bipolaren Weltordnung sein, trotz anachronistischer Überlebenskämpfe der neokonservativen Politik oder gerade deswegen."
Dokumentenart: Dissertation
D764735
ifa-Signatur: 25/114; 25/411; 25/686

Kruse, Jan: Das Barcelona-Prinzip

Die Dreisprachigkeit aller Europäer als sprachenpolitisches Ziel der EU. – Frankfurt/M.: Lang, 2012. – XI, 296 S. – (Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft, Bd. 89) – Duisburg-Essen, Univ., Diss., 2011

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Sprachbeziehungen  
Hauptthemen: Europäische Union + Ziele und Programme internationalen Akteurs + Sprachenpolitik + Konzeption + Mehrsprachigkeit + Muttersprache + Fremdsprache + Sprachenlernen / Sprachunterricht + Bildungsziele + EU- / EG-Länder + Nationale Interessen + Politische Ziele + Analyse + Vorschlag / Initiative
Unterthemen: Verhandlungssprache + Englisch + Status und Rolle im internationalen System + Beschluss / Entscheidung internationalen Akteurs + Aktionsprogramm / Aktionsplan + LINGUA (Europäische Union) + Kulturelle Vielfalt + Pluralismus + Identität + Europäische Integration + Bewusstseinsbildung + Internationale Wirtschaftszusammenarbeit + Mobilität + Karriere / Laufbahn + Motivation
Dokumentenart: Dissertation
c-00853061
ifa-Signatur: 32/212; 32/428; 32/429

Metzinger, Udo M.: Hegemonie und Kultur

Die Rolle kultureller "soft-power" in der US-Außenpolitik. – Frankfurt/M.: Lang, 2005. 248 S. (Europäische Hochschulschriften: Reihe 31, Politikwissenschaft; 513)

Kategorie: akpb, Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Hauptthemen: Vereinigte Staaten + Public diplomacy + Stellenwert + Hegemoniebestrebungen von Staaten + Internationale kulturelle Dominanz / Abhängigkeit + Instrumente und Verfahren der Außenpolitik + Modell (theoretisch) + Hegemonie + Empirische Analyse
Unterthemen: Informations- / Kommunikationspolitik + Medienpolitik + Auslandsrundfunk + Voice of America (United States) + Radio Free Europe (Munich) + Film + Buch + Ausstellung + Internationaler Austausch von Personen + Internationale Bildungszusammenarbeit + Image-Bildung + Auslandsbild + Kulturimperialismus + Propaganda + Fallstudie + Mittel- und osteuropäische Länder + Terroranschlag New York / Washington (2001-09-11) + Arabische Länder
Abstract: Welchen Einfluss hat die Attraktivität der amerikanischen Kultur auf die Akzeptanz amerikanischer Politik im Ausland? Dieser Frage geht die vorliegende theoretisch-empirische Untersuchung der amerikanischen auswärtigen Kultur- und Informationspolitik nach. Der theoretische Rahmen der Arbeit analysiert die Funktion von Theorien in der internationalen Politik sowie die Rolle von Kultur und das Konzept der Hegemonie in der internationalen Politik.Die empirische Überprüfung der theoretischen Überlegungen geht zunächst auf die Grundlagen der amerikanischen Kultur- und Informationspolitik und die Entwicklung der public diplomacy ein. Im Anschluss daran werden Aktivitäten und Programme vorgestellt, wie Voice of America, Radio Free Europe und Radio Liberty, die Kultur- und Informationszentren, Austauschprogramme, Kunstaustausch und Printmedien. Besonderes Augenmerk richtet der Autor auf den Film und die Rolle privater Akteure in der Auswärtigen Kulturpolitik der Vereinigten Staaten. Ein Exkurs untersucht die public diplomacy in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, "dass sich die USA sehr wohl der Anziehungskraft ihrer Kultur bewusst waren und Kultur als veritables Instrument der amerikanischen Außenpolitik eingesetzt wurde". Angesichts des 11. September stellt er jedoch die Frage, ob die amerikanische kulturelle soft-power außerhalb des eigenen Kulturkreises wirksam werden kann und definiert als Aufgabe für die Zukunft, amerikanische Kultur als Kulturhegemonie in den Ländern der islamischen Welt im positiven Sinne wahrnehmbar zu machen.
Dokumentenart: Dissertation
c-00476845
ifa-Signatur: 25/247; 25/446; 25/626; 27/131; 28/654

Mosig, Tobias: Goethe-Institut e.V.

Weltvertrieb für deutsche Filme? Das Goethe-Institut als kultureller Botschafter des deutschen Films im Ausland und dessen aktuelle Zusammenarbeit mit German Films und den deutschen Weltvertrieben. – Berlin: Vistas, 2008. – 236 S. – (Schriftenreihe des Erich-Pommer-Instituts zu Medienwirtschaft und Medienrecht; 3) – Potsdam-Babelsberg, Hochsch. für Film und Fernsehen, Diplomarb., 2007

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Deutschland  
Hauptthemen: Deutschland + Auswärtige Kulturpolitik + Außenkulturarbeit + Medienpolitik + Film + Export + Beitrag (Leistung) + Mittlerorganisation (Auswärtige Kulturpolitik) + Goethe-Institut (München) + Leistungsfähigkeit von Institutionen / Organisationen + Wirtschaftliche Faktoren + Kulturelle Faktoren + Zusammenarbeit + Evaluation
Unterthemen: Rechtliche Faktoren + Kommerzialisierung + Wissenschaftliche Methoden + Befragung + Internationaler Vergleich / Ländervergleich + Frankreich + Institut Français + Vereinigtes Königreich + British Council (London) + Spanien + Memoria / Instituto Cervantes
Abstract: 25.000 Filmvorführungen in über 80 Ländern zeigen die Goethe-Institute (GI) jährlich. Das entspricht einem Durchschnitt von 68,5 Filmen pro Tag. Damit ist der Film von allen Kultursparten das am häufigsten eingesetzte Medium der außenkulturpolitischen Tätigkeiten des GI. Neben der Präsentation von Filmen tritt das Institut auch als Mitinitiator und -organisator von Filmfestivals auf. Die Diplomarbeit von Tobias Mosig evaluiert erstmals die kulturelle Filmarbeit des Goethe-Instituts und seine Zusammenarbeit mit German Films, das sich auf das kommerzielle internationale Filmmarketing spezialisiert hat, und sieben Weltvertriebsunternehmen. Der Autor stellt die Akteure vor, beschreibt ihre Arbeitsweise und Tätigkeiten und benennt die Konflikte, die aus der Zusammenarbeit zwischen kultureller und kommerzieller Filmarbeit erwachsen. Er geht dabei auf die Problematik der Lizenzrechte und auf Arbeitsüberschneidungen in den Bereichen Kurz- und Dokumentarfilm ein. Ein Exkurs stellt die Filmarbeit der Kulturinstitute Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens vor. Empfehlungen, wie die Auslandsrepräsentanz des deutschen Films verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Goethe-Institut und kommerziellen Anbietern optimiert werden könnte, runden die Untersuchung ab.
Dokumentenart: Abschlussarbeit (Hochschulstudium)
D848311
ifa-Signatur: 28/619; 28/678

Peise, Robert: Ein Kulturinstitut für Europa

Untersuchungen zur Institutionalisierung kultureller Zusammenarbeit. – Frankfurt/M.: Lang, 2003. – 296 S. – (Studien zur Kulturpolitik; 1) – Hildesheim, Univ., Diplomarb., 2001

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Hauptthemen: Europa + Internationale kulturelle Zusammenarbeit + Auswärtige Kulturpolitik + Institutioneller Rahmen internationaler Beziehungen + Träger von Maßnahmen + Europäische Union + Council of Europe + Mittlerorganisation (Auswärtige Kulturpolitik) + Internationale projektbezogene Zusammenarbeit + Reform-Vorschlag + Institutionalisierung + Konzeption + Ziele / Programme von Institutionen / Vereinigungen + Koordination nationaler Maßnahmen / Politiken + Aufgabenstellung + Entwicklungsperspektive / Entwicklungstendenz
Unterthemen: Gemeinsame Politik internationaler Akteure + Netzwerk (institutionell) + Außenpolitische Ziele + Integrationspolitik + Europäische Politische Zusammenarbeit + Internationale Beziehungen / Zusammenarbeit von Regionen / Kommunen + Europäische Stiftung + Kultur 2000 + Goethe-Institut (München) + Frankreich + Institut Français + Vereinigtes Königreich + British Council (Köln)
Abstract: 23 europäische Staaten betreiben ein weltweites Netz von Kulturinstituten. Über die größten Auslandsnetze verfügen Deutschland, Großbritannien und Frankreich, gefolgt von Spanien, Portugal, Belgien und den Niederlanden. Die Wahl der Standorte im Ausland ist oft geprägt durch die Kolonialgeschichte des jeweiligen Landes. Daher kommt es in den Staaten Afrikas und des Nahen Ostens auch selten zu einer Häufung von Kulturinstituten an einem Ort und schon gar nicht in gleicher Länder-Kombination, was eine kontinuierliche Zusammenarbeit der europäischen Auslandskulturinstitute erschwert. Erschwert wir die Zusammenarbeit aber auch durch die sehr ähnliche Aufgabenstellung der Auslandsinstitute. So besteht Konkurrenz zwischen den europäischen Staaten in vielen Bereichen des Kulturaustausches. Alle Staaaten wollen beispielsweise ausländische Studenten für einen Studienaufenthalt in ihrem Land gewinnen oder werben für die Verbreitung ihrer Nationalsprache. Die vorliegende Diplomarbeit will aufgrund dieser Rahmenbedingungen die Optionen zur Schaffung eines europäischen Kulturinstituts darstellen und analysieren. Der Autor diskutiert die Leitbilder der kulturellen Zusammenarbeit in Europa, stellt Institutionen auf diesem Gebiet vor, untersucht die Konzeptionen der kulturpolitischen Kooperation in Europa und entwickelt Perspektiven künftiger europäischer Zusammenarbeit. So empfielt er unter anderem, die koordinierende Aufgabe der EU-Delegationen auszubauen, die Kooperation von Mittlern und NGO's durch spezielle Programme zu fördern, nationale Mittlerorganisationen für multilaterale Projekte durch angebundene mischfinanzierte Europaabteilungen zu öffnen und die Zusammenarbeit der Mittler in einem "Europäischen Verein für gesamteuropäische Kulturmittlerinstitute" zu fördern. Robert Peise erhielt 2002 für seine Arbeit den Rave-Forschungspreis des Instituts für Auslandsbeziehungen. (ifa)
Dokumentenart: Abschlussarbeit (Hochschulstudium)
D713146
ifa-Signatur: 23/1048; 23/1077

Schäfer, Isabel: Vom Kulturkonflikt zum Kulturdialog?

Die kulturelle Dimension der Euro-Mediterranen Partnerschaft (EMP). – Baden-Baden: Nomos, 2007. – 297 S. – Berlin, Univ., Diss., 2006

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Hauptthemen: Europäische Union + Regionale Außenpolitik von Staatengruppen + Euro-mediterrane Partnerschaft + Mittelmeerpolitik der EU + Auswärtige Kulturpolitik + Mittelmeerraum + Internationale Kulturbeziehungen + Interkulturelle Beziehungen + Internationale kulturelle Zusammenarbeit
Unterthemen: Kulturelle Identität + Religion + Beziehungen zwischen religiösen Gruppen / Religionsgemeinschaften + Zivilisationskonflikt + Kulturkontakt + Interkulturelle Kommunikation
Dokumentenart: Dissertation
D808903
ifa-Signatur: 27/198; 27/517; 27/518; 27/269; 27/755; 28/47; 28/48

Scholten, Dirk: Sprachverbreitungspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands

Frankfurt/M.: Lang, 2000. XVIII, 445 S. – (Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft; 42) – Duisburg, Univ., Diss., 1999

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Geschichte  
Hauptthemen: Deutschland + Drittes Reich + Norwegen + Frankreich + Italien + Tschechoslowakei + Luxemburg + Fremdsprache + Deutsch + Sprachenpolitik + Geschichtlicher Überblick
Unterthemen: Internationale kulturelle Dominanz / Abhängigkeit + Kultureinfluss + Schulerziehung / Schulbildung + Hochschulbildung + Massenmedien + Sprachgebrauch + Sprachregelung
Abstract: Der Verbreitung der eigenen Sprache messen und maßen die politisch, wirtschaftlich oder wissenschaftlich dominierenden Staaten der Erde aus verschiedenen Gründen größere Bedeutung zu. Hat das Deutsche Reich zwischen 1933 und 1945 auch solche Anstrengungen gemacht? Gab es eine spezifische nationalsozialistische Sprachverbreitungspolitik? Tatsächlich lässt sich eine solche Politik beschreiben, die die Expansionspolitik flankierte. Mit welchen Zielsetzungen betrieben die Nazis die Verbreitung der deutschen Sprache? Welchen Einfluss hatten ideologische Motive auf die Ausprägung einer solchen Politik? Welche Veränderungen lassen sich innerhalb der zwölf Jahre währenden Herrschaftszeit erkennen? Allen diesen Fragen geht diese Untersuchung auf der Grundlage von teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial nach. Die Darstellung konzentriert sich auf einige Länderstudien, die exemplarisch untersucht werden. Auf dieser Basis werden die Grundlinien der deutschen Sprachverbreitungspolitik zwischen 1933 und 1945 sichtbar. (ifa)
Dokumentenart: Dissertation
c-00564361
ifa-Signatur: 21/191; 21/620; 21/621; 21/622

Schreiner, Patrick: Außenkulturpolitik

Internationale Beziehungen und kultureller Austausch. – Bielefeld: transcript, 2011. – 448 S. – Frankfurt/M., Univ., Diss., 2010.

 

Kategorie: akpb, länderübergreifend, Abschlussarbeiten, Forschungspreis  
Außerd. unter: Semiotik der Außenkulturpolitik: Sport, Künste, Wissenschaft & Personenaustausch in der Staatenwelt. – Frankfurt/M., 2010. – 428 S.
Hauptthemen:
 Auswärtige Kulturpolitik + Forschungsgegenstand + Stand der Forschung + Theorie der internationalen Beziehungen + Methodenansätze + Semiotik + Konzeption + Grundbegriffe + Kultur + Staat + Nation + Internationale Beziehungen + Begriffsdefinition / Begriffsverständnis + Instrumente und Verfahren der Außenpolitik + Praxis + Sport + Kunst + Kulturelle Veranstaltung + Internationaler Austausch von Personen + Wissenschaftliche Zusammenarbeit + Beispielhafte Fälle
Unterthemen: Universale Prinzipien der internationalen Ordnung + Olympic Games + Sanktionen + El Salvador + Honduras + Bilateraler internationaler Konflikt + Fußball + Vereinigte Staaten + Volksrepublik China + Sportveranstaltung + Sowjetunion + Kunstwerk + Ausstellung + Deutschland + Euro-mediterrane Partnerschaft + Mittelmeerpolitik der EU
Abstract: Warum halten Staaten es für sinnvoll, die eigene Kultur im Ausland bekannt zu machen und sie für außenpolitische Zwecke einzusetzen? Welche Rolle spielt der Nationalstaat dabei und in welchem Verhältnis stehen Staat und Kultur zueinander? Wieso wird Auswärtiger Kulturpolitik im Ausland oft mit Sympathie begegnet, und wenn nicht, dann warum? Von diesen Fragen lässt sich Patrick Schreiner in seiner Dissertation leiten. Aus Theoriemodellen und der Diskussion einschlägiger Begrifflichkeiten leitet er Bausteine für eine theoretische Fundierung der Auswärtigen Kulturpolitik ab, die dazu beitragen sollen, eine Methodologie für die empirische Analyse Auswärtiger Kulturpolitik zu entwickeln. Schreiner untersucht die Theorien zu internationalen Beziehungen, Nationalismus, Staat und Kultur sowie das Potenzial der interpretativen Sozialwissenschaft und der Semiotik für die Analyse von Auswärtiger Kulturpolitik. An Fallbeispielen aus der Praxis wie der Ping-Pong-Diplomatie mit China, den Olympia-Boykotten, dem Austausch großer Kunstausstellungen zwischen den USA und Deutschland im Jahr 2004 oder der euro-mediterranen Partnerschaft überprüft er Plausibilität und Sinnhaftigkeit seiner theoretischen Überlegungen. Schreiner macht deutlich, dass die Auswärtige Kulturpolitik für die Reproduktion der modernen Staatenwelt ausgesprochen bedeutsam ist und große politische Relevanz besitzt. Für seine Arbeit erhielt er den Rave-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik 2010.
Dokumentenart: Dissertation
Annotationen: Geringfügig überarbeitete Fassung der Dissertation
D922687
ifa-Signatur: 31/131

Stoll, Ulrike Barbara: Kulturpolitik als Beruf

Dieter Sattler (1906-1968) in München, Bonn und Rom. – Paderborn: Schöningh, 2005. – 594 S. – (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte: Reihe B, Forschungen, Bd. 98). Außerd.: München, 2002. – 525 S. – München, Univ., Diss., 2002/03

Kategorie: Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Geschichte  
Hauptthemen: Bundesrepublik Deutschland (1949-1990) + Deutschland + Wichtige Persönlichkeit der Politik + Sattler, Dieter + Beitrag (Leistung) + Kulturpolitik + Auswärtige Kulturpolitik + Italien + Auswärtiges Amt / Abteilung für auswärtige Kulturpolitik (Deutschland, BRD) + Leitender Beamter + Karriere / Laufbahn + Vatikanstadt + Auswärtiger Dienst
Unterthemen: Außenkulturarbeit + Organisation / Reorganisation + Auslandskulturinstitut + Gründung von Institutionen / Vereinigungen + Goethe-Institut (München) + Kulturausgaben + Nachkriegssituation + Kulturministerium + Bayern + Architektur + Drittes Reich + Bilaterale internationale Beziehungen
Abstract: Die Dissertation von Ulrike Stoll wurde an dieser Stelle bereits vorgestellt, als sie den Rave-Forschungspreis des Instituts für Auslandsbeziehungen erhielt. Nun liegt sie in leicht überarbeiteter Fassung als Buch vor. Der Lebensweg Dieter Sattlers führte ihn von seinem ursprünglichen Beruf als Architekt über das Amt des bayerischen Staatssekretärs für die Schönen Künste in das Auswärtige Amt, deren Einstellungskriterien er als Einziger 1947 erfüllte. Nach einigen Jahren übernahm er die sich neu konstituierende Kulturabteilung im Auswärtigen Amt, wo er die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland sowie Struktur und Arbeitsweise der Goethe-Institute nachhaltig prägte. Dieter Sattler räumte der Kultur einen größeren Stellenwert ein, als die meisten seiner damaligen Politikerkollegen. Angetrieben durch Befürchtungen vor einem "kalten Kulturkampf" zwischen Ost und West bemühte er sich stets, die Kulturpolitik neben der Wirtschaft und der Diplomatie als "dritte Bühne" der Außenpolitik zu etablieren. Am Beispiel Sattlers zeigt Ulrike Stoll einerseits die Ausgestaltung von Kulturarbeit innerhalb der gesellschaftlich und politisch vorgegebenen Rahmenbedingungen, andererseits spürt sie den Verflechtungen zwischen politischen und kulturellen Kreisen nach. Dabei steht immer die außergewöhnlich vielseitige Persönlichkeit Dieter Sattlers im Vordergrund, den der frühere Außenminister Heinrich von Brentano gleichermaßen als Künstler, Verwaltungsbeamten, Gelehrten und Politiker bezeichnete. (ifa)
Dokumentenart: Dissertation
c-00486173
ifa-Signatur: 25/53; 25/120; 4 B 23/56

Weiß, Peter Ulrich: Kulturarbeit als diplomatischer Zankapfel

Die kulturellen Auslandsbeziehungen im Dreiecksverhältnis der beiden deutschen Staaten und Rumäniens von 1950 bis 1972. – München, Oldenbourg, 2010. – 424 S. – (Südosteuropäische Arbeiten, 139). Außerd.: Kulturarbeit als diplomatischer Zankapfel: Die kulturellen Auslandsbeziehungen im Dreiecksverhältnis zwischen der DDR, der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien von 1950 bis 1972. – Potsdam, 2007. – 385, XV S. – Potsdam, Univ., Diss., 2007

Kategorie: akpb, Abschlussarbeiten, Forschungspreis, Geschichte  
Hauptthemen: Bundesrepublik Deutschland (1949-1990) + Deutsche Demokratische Republik + Rumänien + Auswärtige Kulturpolitik + Rivalität von Staaten + Ideologische Faktoren + Kalter Krieg (Ost-West-Konflikt) + Konzeption + Träger von Maßnahmen + Instrumente und Verfahren der Außenpolitik + Maßnahme
Unterthemen: Rumänien-Deutsche + Internationales Kulturabkommen + Internationale Bildungszusammenarbeit + Theater + Literatur + Musik + Film + Buch + Ausstellung + Presse + Berichterstattung + Perzeption + Deutschlandbild + Neuer Weg (Bukarest) + Sozialistische Länder + Kulturelle Präsenz
Abstract: 1950 wurde das erste Kulturabkommen zwischen Rumänien und der Deutschen Demokratischen Republik unterzeichnet, das 1958 erneuert wurde. Doch die Anfänge der Kulturbeziehungen zwischen beiden Staaten waren mühsam. Schwierig wurden sie Anfang der Sechzigerjahre als der Kulturaustausch zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland begann. Vollends frostig wurden die Beziehungen zwischen den sozialistischen Bruderstaaten, als es 1967 zu diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland kam. Zu dieser Zeit hatte sich die rumänische Kulturpolitik liberalisiert, und Rumänien gefiel sich in der Rolle des unangepassten Ostblockstaats. Peter Weiß zeigt in seiner chronologisch angelegten Arbeit, welche innen- und außenpolitischen Faktoren das deutsch-deutsche Konkurrenzverhältnis prägten, in welcher Form, durch welche Themen, Aktivitäten und Projekte dieses Verhältnis bestimmt wurde und inwieweit die rumänische Politik zur Ent- oder Verschärfung der Konkurrenz beitrug. Die Berichterstattung der Presseorgane und das Bild, das sie von der trilateralen Konstellation zeichneten, ist ein weiterer Aspekt der Untersuchung. Peter Weiß weist nach, dass Rumänien am meisten innerhalb dieses Dreieckverhältnisses durch einen optimalen Wissenstransfer mit der Bundesrepublik und gute Wirtschaftsbeziehungen aufgrund einer positiven Darstellung in der bundesdeutschen Presse profitierte. Die Konkurrenz zwischen beiden deutschen Staaten führte zwar zu einer publizistischen Auseinandersetzung mit der bundesrepublikanischen Auswärtigen Kulturpolitik in der DDR, blieb aber selbst unkommentiert. Weder der DDR noch der Bundesrepublik gelang eine langfristige gezielte Profilarbeit für ein Kulturprogramm oder der Aufbau kultureller Länderimages in Rumänien. (ifa)
Dokumentenart: Dissertation
c-00343738
ifa-Signatur: 30/384; 30/455; 4 B 28/180; 4 B 28/181

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