Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt
Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt; © Michael Farkas

Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog

Aktuelles

USA, Osteuropa und Russland im Fokus

Staatskanzlei Erfurt, Barocksaal © ifa

"Die EU ist die richtige Antwort auf die Vergangenheit und die beste Möglichkeit, unsere Zukunft zu gestalten. Wenn es sie noch nicht gäbe, müssten wir sie heute erfinden", sagte Andreas Peschke, Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt zu Beginn des Bürgerdialogs am 23. Januar 2017 in Erfurt. Martin Debes, Chefreporter der "Thüringer Allgemeine" moderierte das Gespräch.

Jemen: Herausforderung Frieden

Andreas Kindl, Deutscher Botschafter in Sanaa/Amman © ifa

Seit 2014 verschlimmert sich die Lage in dem Staat auf der Arabischen Halbinsel. Gibt es Hoffnung auf Frieden? Marie-Christine Heinze, Vorsitzende des Center for Applied Research in Partnership with the Orient (CARPO) und Andreas Kindl, Botschafter der Deutschen Vertretung in Jemen diskutierten über die Ursachen des Konflikts und die Herausforderungen der Friedensverhandlungen. Conrad Schetter, wissenschaftlicher Direktor am Bonn International Center for Conversion, moderierte die Veranstaltung in Bonn am 24.08.2016 mit rund 100 Gästen.

Welches Europa wollen wir? USA, China und die europäische Solidarität im Fokus

Staatssekretär Markus Ederer, Auswärtiges Amt und Christian Baab, Radio Charivari © ifa

Sind die EU-Mitgliedstaaten auf dem richtigen Weg? Kümmert sich die EU um die wirklich wichtigen Fragen? Brauchen wir mehr Flexibilität bei weiteren Integrationsschritten? Am 19. Januar 2017 diskutierte der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Markus Ederer mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Rosenheim. Christian Baab, Redakteur bei Radio Charivari, moderierte die Veranstaltung.  

Stabilitätspartnerschaft mit den Ländern des Mittleren Ostens – Krisenbewältigung und Fluchtursachenbekämpfung?

Joachim Rücker, Sonderbauftragter für Stabilitätspartnerschaft im Auswärtigen Amt, Katharina Lumpp, UNHCR © Schader Stiftung

"Arabischer Frühling"? Oder doch "Arabischer Winter"? Was können wir tun, um Krisen zu bewältigen und Fluchtursachen zu bekämpfen? Diese und weitere Fragen beantworteten der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten, Joachim Rücker, Katharina Lumpp, UNHCR Vertreterin, Stephan Stetter, Professor für Internationale Politik und Konfliktforschung, und Charbel Dadde, Stipendiat des ifa CrossCulture Programms. Rainer Hermann, Redakteur der F.A.Z. moderierte die Abendveranstaltung am 14. November 2016 in Darmstadt.

Syrien und Afghanistan – Krisenbewältigung in der Krise

Rüdiger König, Auswärtiges Amt, diskutiert mit dem Publikum © David Jungen

Wie geht die deutsche Außenpolitik mit internationalen Krisen um? Mit welchen Mitteln betreibt die Bundesregierung Ursachenbekämpfung? Und wie gehen Medien mit der Intensität von Krisen um? Am 20. Juni 2016 stellte sich Rüdiger König, Leiter der Abteilung für Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktforschung und Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts den Fragen des Publikums in Dresden. Christoph Sydow, Redakteur bei Spiegel Online moderierte die Veranstaltung. 

Welches Europa wollen wir? Transparenz, Mitbestimmung und Ukrainekrise im Fokus

Martin Schäfer, Sprecher des Auswärtigen Amts, Bernd Kalauch, NDR © Martin Börner

Brexit, Populismus, Ukraine- und Flüchtlingskrise stellen die Europäische Union (EU) aktuell auf eine harte Probe. Angesichts dieser Krisen sollte die EU stärker zusammenrücken, stattdessen ist sie gespaltener denn je. "Welches Europa wollen wir?" Diese Frage diskutierte Martin Schäfer, Sprecher des Auswärtigen Amts, mit Bürgerinnen und Bürgern am 14. Dezember 2016 in Rostock.

Der Iran nach dem Nuklearabkommen: Zwischen Wandel und Herausforderungen?

Thomas Schneider, Referatsleiter Mittlerer Osten (Iran, Arabische Halbinsel) im Auswärtigen Amt, Azadeh Zamirirad, SWP © Manolito Juschkus

Vor welchen Herausforderungen stehen der Iran und die internationale Gemeinschaft seit dem Abkommen? Welchen Einfluss hat der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA auf das Abkommen? Diese Fragen diskutierten Thomas Schneider, Referatsleiter Mittlerer Osten (Iran und Arabische Halbinsel) im Auswärtigen Amt, Azadeh Zamirirad, Wissenschaftlerin an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und Sören Faika, Iran-Analyst am 02. November 2016 an der Universität Hamburg.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei

© ifa

Martin Erdmann, deutscher Botschafter in Ankara, erlebte in diesem Jahr die angespannten Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei besonders intensiv: Dreimal wurde er in das türkische Außenministerium einbestellt. Gemeinsam mit Hasnain Kazim, Auslandskorrespondent und Burak Çopur, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, stand er am 01. Juni 2016 Rede und Antwort. Thomas Jäger, Professor am Lehrstuhl für internationale Politik der Universität Köln, moderierte die Veranstaltung.

Der Nato Gipfel in Warschau – eine neue Nato in Zeiten aktueller Krisen?

© ifa

"Motive und Intentionen der russischen Führung bereiten mir und meinen Kollegen Kopfzerbrechen", so Jasper Wieck, Referatsleiter für Grundsatzfragen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik im Auswärtigen Amt. Am 09. Juni 2016 diskutierten Jasper Wieck und Generalleutnant a.D. Jürgen Bornemann über den Nato Gipfel in Warschau und befassten sich insbesondere mit den Herausforderungen der aktuellen Sicherheitspolitik. Heiko Pleines, stellvertretender Direktor der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen moderierte die Diskussion.

Von Integration bis Migration. Ziele und Grundlinien deutscher Balkanpolitik

Bernhard Stahl, Professor für internationale Politik an der Universität Passau, Ernst Reichel, Beauftragter für Südosteuropa, Türkei und die EFTA-Staaten im Auswärtigen Amt, Conrad Clewing, Historiker am IOS © ifa

Was ist deutsche Balkanpolitik und warum setzt sich die Bundesregierung für eine Integration der westlichen Balkanstaaten in die Europäische Union (EU) ein? Diese und weitere Fragen diskutierten Ernst Reichel, Beauftragter für Südosteuropa, die Türkei und die EFTA-Staaten, und Bernhard Stahl, Professor für Internationale Politik an der Universität Passau am 20. April 2016 in Regensburg.

Geschlossene Gesellschaften? Populismus und seine Folgen für Europa

Siviu Mihai, Osteuropa-Korrespondent, Christoph Reisinger, Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, und Martin Kotthaus, Leiter der Europa-Abteilung im Auswärtigen Amt; Foto: Andreas Langen

Eurokrise, Flüchtlingskrise, Brexit – derzeit bestimmen negative Schlagzeilen die Berichterstattung über die EU. Zudem gewinnen europaskeptische Parteien an Unterstützung. Wie ist der Erfolg der Populisten zu interpretieren und wie sollte die Politik damit umgehen? Welche Zukunft Europas können wir uns vorstellen? Darüber diskutierten der Leiter der Europa-Abteilung im Auswärtigen Amt, Martin Kotthaus, und der Osteuropa-Korrespondent Silviu Mihai am 6. Juni 2016 in Stuttgart. 

Globale Migration: Ursachenbekämpfung und Folgen. Fokus Afrika

Foto: Akademie für politische Bildung

Keine Floskeln, Klartext im Kampf gegen Politikverdrossenheit – Diese Botschaft wird deutlich, als Walter J. Lindner den vollen Saal der Akademie für politische Bildung in Tutzing am 07. April 2016 verlässt. Es moderierten Anja Opitz, Referentin für internationale Beziehungen an der Akademie für politische Bildung, und Michael Bauer, Programmleiter Mittlerer Osten und Nordafrika am Centrum für angewandte Politikforschung (CaP) an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Syrien, Irak, Libyen – wie kann dem sogenannten "Islamischen Staat" Einhalt geboten werden?

Jörg Armbruster, Journalist und Nahostexperte;Botschafter Miguel Berger, Regionalbeauftragter für Nah- und Mittelost und Maghreb im Auswärtigen Amt; © ifa

Schockierende Bilder von Enthauptungen und die Zerstörung von Welterbestätten in Syrien und dem Irak verdeutlichen, welche Gefahr von den Terrorbanden des IS ausgeht. Die Terroranschläge in Paris weisen darauf hin, dass der Terror des Islamischen Staats (IS) nicht auf den Nahen Osten und Nordafrika beschränkt ist. Der Bundestag diskutiert einen weiteren Auslandseinsatz der Bundeswehr. Fishbowl-Diskussion mit Botschafter Miguel Berger und Jörg Armbruster am 30. November 2015 in Ausburg.

Deutsche Außenpolitik in Ostafrika zwischen Krieg und Frieden

Botschafter Peter Blomeyer © ifa

Von Winston Churchill als "Perle Afrikas" bezeichnet, von Papst Franziskus für seine Flüchtlingspolitik gelobt: Uganda – ein Stabilitätsanker für die Region? Um deutsche Außenpolitik in Ostafrika ging es beim Podiumsgespräch am 30. November 2015 in Bonn mit Peter Blomeyer, deutscher Botschafter in Uganda, und Julia Leininger vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik.

Palmyra – Nepal – Timbuktu: Kulturgut in Gefahr

Dr. Matthias Beermann, Prof. Dr. Friederike Fless, Dipl.-Ing. Ibrahim Salman, Dr. Andreas Görgen, Dr. Hans-Dietrich Winkhaus; © Andreas Endermann

Krieg, Krisen und Naturkatastrophen bedrohen vielerorts Kulturgüter und kulturelles Erbe. Wir erleben die Zerstörung von Ninive, den Buddha-Statuen von Bamian oder Palmyra als einen bewussten Angriff auf kulturelle Identitäten. Was können und was müssen wir tun? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Außenpolitik live diskutierten am 01. Dezember 2015 Dr. Andreas Görgen, Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt mit Wissenschaftlern und Experten zum Thema "Palmyra – Nepal – Timbuktu: Kulturgut in Gefahr".

Auswanderungsland Albanien. Diagnose und Steuerungsmaßnahmen der deutschen Diplomatie

Botschafter Hellmut Hoffmann, Tirana

Das Thema Asyl spielt auf dem gesamten Balkan eine wichtige Rolle. Die Bewohner des 3-Millionen -Staates Albanien genießen im Schengen-Raum Visumsfreiheit. Die Reise nach Deutschland und in andere westeuropäische Länder gestaltet sich also recht einfach. Die Veranstaltung fand am 30. November 2015 am Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg statt.

Wie weiter mit Osteuropa? Die deutsche Rolle in einer spannungsgeladenen Region

Botschafter Andreas Peschke, Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt

Andreas Peschke, Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt, betont bereits in seinem Eingangsstatement wie wichtig in der aktuellen außenpolitischen Situation der Dialog sei – nicht nur mit anderen Regierungen, sondern auch und vor allem mit den Zivilgesellschaften. Deutschlands Rolle und Deutschlands Ziele im Osten umreißt Andreas Peschke folgendermaßen: langfristiges Ziel müssten unabhängige, wohlhabende Staaten der östlichen Nachbarschaft der Europäischen Union sein.

Rückkehr zum nationalen Denken – kippt Europa

Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt

Flüchtlingskrise, Griechenlandkrise, Demokratiekrise, Legitimitätskrise – Krisen wohin man in Europa blickt. Es sei wichtig, so Roth, die aktuellen Herausforderungen losgelöst von den nationalen Kontexten, nicht aus deutscher nicht mal aus europäischer, sondern aus globaler Perspektive zu analysieren. Miteinander müssten die gemeinsamen Werte, auf denen Europa fuße, verteidigt werden. Den europäischen Bürgern und Politikern sollte bewusst sein, dass "Solidarität keine Einbahn- sondern eine Zweibahnstraße" sei. Leider, bedauert Roth, habe die "Bereitschaft sich auf die Europäische Union einzulassen in letzter Zeit stark nachgelassen".

Mehr als nur China und Indien – sind wir im asiatischen Jahrhundert angekommen?

Botschafter Georg Witschel, Indonesien, Jeong-hee Lee-Kalisch, Freie Universität Berlin, Jürgen Rüland, Univeristät Freiburg und Sven Hansen, Asien-Redakteur der taz (Moderation); © Auswärtiges Amt, Photothek/Thomas Imo

Der Aufschwung Chinas und Indiens ist in aller Munde, aber auch die rasante Entwicklung anderer asiatischer Regionalmächte ist mittlerweile nicht mehr von der Hand zu weisen. Bei dem vielzitierten "asiatischen Jahrhundert", so Witschel, handele es sich nicht bloß um einen Medienhype. Längerfristige Prognosen seien zwar schwer zu treffen, jedoch könne man mindestens bereits von einem "asiatischen Jahrzehnt" sprechen. Die Veränderungen vor Ort seien spürbar, sei es nun das – im Vergleich zu Deutschland – schnellere Internet, die intensiven Handelsströme, das anhaltende Verkehrschaos in den Straßen von Jakarta oder die merkliche Fokussierung  europäischer Außenpolitik auf den "Zukunftskontinent". 

Russland, Deutschland und Europa – wie weiter?

Botschafter Rüdiger Freiherr von Fritsch, Moskau

Die Ukraine-Krise und die Beziehungen zu Russland bestimmen seit der Annexion der Krim die Schlagzeilen. Was passiert ist und wie es dazu kommen konnte, wird häufig unterschiedlich interpretiert. "Politik ist nicht schwarz oder weiß und nicht immer einfach", stellt der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, in der Podiumsdiskussion mit Constanze Krehl, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dr. Susan Stewart, Wissenschaftlerin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik klar, aber es gebe auch Tatsachen, die man beim Namen nennen müsse, wie die völkerrechtswidrige Annexion der Krim.

Der Jemen nach dem "Arabischen Frühling"

Botschafter Walter Haßmann, Prof. Dr. Ulrich Schneckender

"Die Welt", stellt Botschafter Haßmann fest, "wird unruhiger, Krisenherde werden zum Normalzustand". Dies gelte auch für den Jemen, der im Vergleich zu den anderen vom "arabischen Frühling" betroffenen Staaten, eher seltener den Weg in die hiesige Medienlandschaft findet. In vielerlei Hinsicht stelle der Jemen einen Einzelfall dar, verschiedenste Konfliktlinien koexistierten und überschnitten sich in dem Land auf der Arabischen Halbinsel, so Haßmann. 

Tunesien und die Umbrüche in der arabischen Welt

Botschafter Andreas Reinike

In Tunesien haben Ende November 2014 die ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen stattgefunden. "Ich spürte eine große Ernsthaftigkeit und ein Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung", schildert Botschafter Reinicke den Gang an die Urnen. Der weitgehend reibungslose Ablauf sei erfreulich, auch wenn die Wahlbeteiligung steigerungsfähig sei. Dennoch seien die Wahlen vorläufiger Höhepunkt eines bislang außerordentlichen Transformationsprozesses: eine neue Verfassung wurde verabschiedet und Parlamentswahlen fanden statt. "Das Aufregende ist, dass der Demokratisierungsprozess nicht aufregend, sondern ziemlich normal verläuft."

Wahlen in Tunesien

Auf dem Podium: Andreas Reinicke, Deutscher Botschafter in Tunesien; Thomas Schiller, ehem. Konrad-Adenauer-Stiftung, und Alexander Göbel, Leiter des ARD-Studios Rabat

Kontakt

Institut für Auslandsbeziehungen
Außenpolitik live
Daniela Hochstätter
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Tel. +49.711.2225.108
hochstaetter(at)ifa.de

Die Veranstaltungsreihe "Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog" greift mit Vorträgen und Podien aktuelle Themen der bilateralen und internationalen Beziehungen auf. Deutsche Diplomaten stellen sich dem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.
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