Studio Mumbai Architects – Zwischen Sonne und Mond

13.09.2017
Kategorie: Pressemitteilungen  

ifa-Galerie Stuttgart, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart
13. Oktober 2017 – 7. Januar 2018

Stuttgart, 13.09.2017 – "Zwischen Sonne und Mond", inspiriert von Elementen indischer Kultur und westlicher Prägung, arbeitet "Studio Mumbai", eines der führenden Architekturbüros Indiens. Die Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Bijoy Jain hat ein architektonisches Oeuvre geschaffen, in dem sich Tradition und Moderne kongenial verbinden. Konsequent und akribisch verbindet "Studio Mumbai" in seinen Projekten lokale Ressourcen, Materialien und traditionelles indisches Handwerk mit zeitgenössischer Architektur. Die Projektentwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit  von Architekten und Handwerkern – Zimmermänner, Schreiner, Maurer, Fliesenbrenner und -leger, Steinmetze, Flaschner oder Dachdecker.

Bijoy Jain studierte in den USA, arbeitete bei Richard Meier in Los Angeles und in London. 2005 gründete er in Mumbai die Arbeitsgemeinschaft "Studio Mumbai". Die meisten Projekte wurden im Bundesstaat Maharashtra realisiert. Sie sind bis ins letzte Detail durchdacht und konzipiert, stets sensibel in die umgebende Natur eingebettet, ortsspezifisch und zugleich international, eben "zwischen Sonne und Mond". 

In der Ausstellung wird neben der Präsentation ausgewählter Bauten vor allem den Arbeitsprozessen großer Raum gegeben: Die Entwicklung der Projekte ist ablesbar an zahlreichen Modellen in unterschiedlichsten Formaten und Materialien; Inspirationsobjekte, Farbmuster, Materialproben, Werkzeuge und Prototypen erzählen Geschichten von der Bedeutung des Handwerks für eine herausragende und ungemein sinnliche Architektur.

Die Ausstellung "Studio Mumbai" ist ein Beitrag der ifa-Galerie Stuttgart zur Städtepartnerschaft zwischen Stuttgart und Mumbai, die im März 2018 das 50-jährige Jubiläum begehen wird.
 
Pressevorbesichtigung: 12. Oktober 2017, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung: 12. Oktober 2017, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. Oktober 2017 – 7. Januar 2018

Informationen zur Ausstellungen finden Sie auch online unter www.ifa.de/kunst/studio-mumbai-architects.

Vorträge

Bijoy Jain: "Studio Mumbai – Between the Sun and the Moon" (englisch)
Freitag, 13. Oktober 2017, 18.00 Uhr
(anschließend an die öffentliche Führung um 16.30 Uhr)

Bijoy Jain, Gründer und Leiter von Studio Mumbai, stellt seine Arbeit und das Ethos des Büros vor: "Wir untersuchen grundlegende Fragen, Elementares, nicht aus nostalgischen oder romantischen Beweggründen, sondern aus technologischem und wissenschaftlichem Interesse. Überliefertes Wissen ermöglicht uns – in einer nicht-linearen Erzählung – Technologien neu zu entdecken und uns anzueignen. Solch glückliche Entdeckungen sind unerlässlich in einer sich stets verändernden Welt. Wissen wirkt durch und in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und bietet, wenn man es sich aneignet, Antworten auf jede Zeit. Das Wichtigste: dieses Wissen ist intuitiv und rational, subjektiv und objektiv zugleich; es ist unerlässlich für das Überleben der Menschheit."

Brinda Somaya: „India: My Architectural Canvas“ (englisch)
Donnerstag, 23. November 2017, 19.00 Uhr
Brinda Somaya ist Architektin, Konservatorin und Denkmalpflegerin. 1978 gründete sie ihre Firma „Somaya and Kalappa Consultants“ in Mumbai, Indien. Über vier Jahrzehnte lang führte sie Architektur, ihre Erhaltung und gesellschaftliche Bedeutung durch eine Vielzahl von Projekten zusammen. Diese reichen von der Campus-Planung und Revitalisierung eines Dorfes, das von einem Erdbeben zerstört wurde, bis hin zur Restaurierung einer Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert. Damit zeigt sie, dass Fortschritt und Geschichte nicht widersprüchlich sein müssen. Ihre Philosophie: "Die Rolle des Architekten ist die eines Vormundes – meine ist es, das Gewissen der gebauten und unbebauten Umgebung zu sein." Diese Überzeugung unterstreicht ihre Arbeit, die große Unternehmens-, Industrie- und Institutscampus-Anlagen umfasst und sich auf öffentliche Räume erstreckt. Diese revitalisiert sie oder erfindet sie auch manchmal neu: als Parks, Bürgersteige und Marktplätze.

Kunstgespräche und Führungen
Zu Architekturgesprächen und Führungen durch die Ausstellung mit der Kunsthistorikerin Andrea Welz und zu einem Aperitif laden wir Sie herzlich ein am
Freitag, 13. Oktober 2017 um 16.30 Uhr 
sowie jeweils um 16 Uhr am Freitag, 20. Oktober 2017, Donnerstag, 26. Oktober 2017, Donnerstag, 23. November 2017 und am Freitag, 8. Dezember 2017.
Zu den öffentlichen Führungen ist keine Anmeldung nötig. 
Für private Führungen bitten wir um Terminabstimmung. 
Wir bieten spezielle Führungen für sehbehinderte und blinde Menschen an: alber(at)ifa.de.

Workshops

Ein Workshop für den Verein für Internationale Jugendarbeit (VIJ), interessierte Jugendliche, junge Erwachsene und junge Flüchtlinge von und mit Hartmut Landauer
Sonntag, 15. Oktober 2017, 16 – 17.30 Uhr

In einer dialogischen Führung begeben wir uns auf die Spuren der sinnlichen Architektur von Studio Mumbai. Die Arbeitsgemeinschaft gibt Einblick in ihr Materialarchiv. Viele Regale bergen sinnliche Formen und Farben, Fundstücke, Modelle und Werkzeuge. Der kreative Prozess beginnt mit dem Material. Wir erschaffen mit unseren Händen aus Ton und farbigen Steinen ein eigenes kunstvolles Artefakt.

Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 findet der Workshop der KiTa Rosenstein von und mit Hartmut Landauer von 12.15 – 13.45 Uhr statt.

Home is not a place – Filmreihe mit anschließenden Gesprächen über Migration und Identität
Präsentiert von der ifa-Galerie Stuttgart und dem Stuttgarter Filmwinter – Festival for Expanded Media

Gaza Surf Club
Dokumentarfilm, Deutschland 2016, 87 Min., Regie: Philip Gnadt
Donnerstag 30. November, 19 Uhr

Eine Gruppe junger Menschen, die in Gaza zwischen Israel und Ägypten lebt und von der Hamas regiert wird, zieht es zu den Stränden. Sie hat genug von Besetzung, Krieg und religiösem Fanatismus und ihre ganz eigene Art des Protests gefunden: Surfen.Der Gazastreifen ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen und einem Flughafen, der nicht mehr angeflogen wird. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein. Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Surfer ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Freiheit, die ihnen keiner nehmen kann. Der Film zeigt die Träume und Hoffnungen der Jugendlichen dieser Grenzregion, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung aufgegeben hat.Der Regisseur Philip Gnadt ist anwesend.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Vorschau 
Eine ifa-Tourneeausstellung macht in der ifa-Galerie Stuttgart Zwischenstation:
Helga Paris – Fotografie. Photography, 2. Februar – 8. April 2018



Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen.
Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet. www.ifa.de/100
Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Es bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet „Kulturen des Wir“. www.kulturen-des-wir.de

Informationen zur Ausstellung
Stefanie Alber, ifa-Galerie Stuttgart, ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711.2225.161, Fax 0711.2225194, alber(at)ifa.de

Pressekontakt: 
Miriam Kahrmann, Leiterin Kommunikation, Tel. 0711.2225.105, Fax 0711.2264.346, presse(at)ifa.de

Stabsbereich Kommunikation

Tel. +49.711.2225.212
Fax +49.711.2264346
presse(at)ifa.de

Über das ifa

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet.
Nach einer intensiven Aufbauphase in der Weimarer Republik, der Zweckentfremdung und Gleichschaltung während des Nationalsozialismus und der Neugründung in der jungen Bundesrepublik versteht sich das ifa heute als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet "Kulturen des Wir".