Shifting the "We" in African Children’s Literature

10.11.2017
Kategorie: Pressemitteilungen  

Diskussion und Publikumsgespräch in englischer Sprache in der ifa-Reihe "Total Glokal. Stuttgarter Weltgespräche"

Mit
Robert Muponde
, Professor an der University of the Witwatersrand, Südafrika
Andrée Gerland, Koordinator des Projektes "Literary Cultures of the Global South" an der Universität Tübingen

Sttuttgart, 10.11.2017 - Vorstellungen von Kindheit entstehen auf der Grundlage historischer, politischer und kultureller Zusammenhänge. Statt Kindheit zu romantisieren, sollte sie als umstrittenes Feld verstanden werden, das Spannungen und Konflikte einer Gesellschaft zutage fördert. Durch Erzählungen über Kindheit werden Vorstellungen von Gemeinschaft geprägt. Der Autor und Literaturwissenschaftler Robert Muponde wird in seinem Vortrag auf die simbabwische Literaturgeschichte eingehen und darüber hinaus traditionelle afrikanische Volkserzählungen befragen. Welcher Wir-Begriff manifestiert sich in Vorstellungen von Kindheit und wie werden hier bereits Hindernisse, aber auch Potenziale auf dem Weg für Mitgefühl und eine inkludierende Wir-Kultur gelegt?


Robert Muponde ist Professor an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg. Dort war er von 2008 bis 2011 stellvertretender Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät für internationale Angelegenheiten und Partnerschaften. Zuvor war er dort Vorsitzender des Transformationskomitees der "School of Literature, Language and Media (SLLM)". Aktuell ist er Gastwissenschaftler des BMBF- und DAAD geförderten Netzwerks "Literary Cultures of the Global South" der Universität Tübingen. Sein akademisches Wirken umfasst ein breites Spektrum an literarischen und kulturellen Themen. Durch seine Auseinandersetzung mit Kindheitsforschung beschäftigt er sich auch mit dem Zusammenhang von Erinnerung, Politik und Familie ("Some Kinds of Childhood: Images of History and Resistance in Zimbabwean Literature", Africa World Press: 2015). Ein weiteres seiner Bücher hinterfragt Vaterfiguren und deren Beziehung zu den Gründungsmythen von Kulturen und Nationen ("Manning the Nation: Father Figures in Zimbabwean Literature and Society", Harare & Johannesburg: 2007). Das jüngste seiner Forschungsprojekte trägt den Titel "The Scandalous Times of a Book Louse. A Memoir of a Childhood" (2017). Anhand einer afrikanischen Kindheit zeichnet er darin sowohl soziale Umwälzungen als auch den pädagogischen Wandel und die ästhetische Transformationen in politisch turbulenten Zeiten nach.

Andrée Gerland studierte Geschichte, Deutsch und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Danach arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studiengangsberater am Lehrstuhl für Internationale Literaturen bei Prof. Dr. Jürgen Wertheimer. Seit 2015 koordiniert er das BMBF/DAAD-Projekt "Literary Cultures of the Global South" und ist freiberuflich als Lektor sowie als Touristenguide im Hölderlinturm Tübingen tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Theorie des Absurden, Transkulturelle und Politische Lyrik sowie Migration und Literatur.


Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) und dem BMBF- und DAAD-geförderten Netzwerk Literary Cultures of the Global South der Universität Tübingen. Sie wird mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Stadt Stuttgart durchgeführt.

Mehr Informationen finden Sie online unter www.ifa.de/termine/total-glokal.


Über "Total Glokal. Stuttgarter Weltgespräche"
Die ifa-Veranstaltungsreihe "Total Glokal. Stuttgarter Weltgespräche" wurde im Jubiläumsjahr 2017 gegründet. Im Juli fand die erste Veranstaltung zum Thema "Lernende Städte" mit Timo Aarrevaara, Daniele Vieira und Josefine Fokdal statt und im Oktober sprach Nikita Dhawan über "Grenzen des Mitleids." Aufgegriffen werden stets Fragestellungen zum Wechselspiel zwischen lokalen und globalen Entwicklungen. Internationale Experten diskutieren dabei zu unterschiedlichen Themen mit Wissenschaftlern, Praktikern und dem Publikum vor Ort. Entsprechend des Leitthemas im ifa-Jubiläumsjahr, "Kulturen des Wir", setzt sich die Reihe darüber hinaus mit dem Spannungsverhältnis zwischen inklusiven und exklusiven Formen der Wir-Bildung auseinander. Die Reihe "Total Glokal. Stuttgarter Weltgespräche" findet mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Stadt Stuttgart statt. Die einzelnen Veranstaltungen werden mit wechselnden Kooperationspartnern durchgeführt.


Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen.
Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet. www.ifa.de/100
Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Es bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet "Kulturen des Wir". www.kulturen-des-wir.de


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Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feierte 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet.
Nach einer intensiven Aufbauphase in der Weimarer Republik, der Zweckentfremdung und Gleichschaltung während des Nationalsozialismus und der Neugründung in der jungen Bundesrepublik versteht sich das ifa heute als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland.