ifa-Tourneeausstellung zum Textilen in der Kunst feiert Premiere in Dresden

24.08.2017
Kategorie: Pressemitteilungen  

The Event of a Thread
Das Ereignis eines Fadens. Globale Erzählungen im Textilen

Premiere:
1. September 2017, 19 Uhr, Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst

Stuttgart/Dresden, 24.08.2017 – In Textilien berühren sich Tradition und Gegenwart, Kunst und Handwerk, treffen lokale Formen des Wissens und globale Beziehungen aufeinander. Das Textile in der Kunst steht im Fokus der Ausstellung „The Event of a Thread“ des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), die ab September im Kunsthaus Dresden gezeigt wird. In Objekten, Installationen und Videoessays beleuchtet die Ausstellung den vielschichtigen Umgang von Künstlerinnen und Künstlern mit Geweben. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, welche Bedeutungen und Botschaften das Textile in sich trägt, welchen kulturellen Stellenwert es besitzt und wie es sich lesen lässt.

Stoffe sind immer ein Spiegel sozioökonomischer Verhältnisse und technischer Fortschritte. Sie machen sichtbar, welche Materialien wann und wo wichtig wurden, wie Techniken migrierten und sich weiterentwickelten. Ein „Bauhausraum“ in der Ausstellung verweist auf die Verflechtungen von Handwerk und textiler Kunst in der Weberei am Bauhaus. Nach der Premiere im Kunsthaus Dresden geht die ifa-Ausstellung auf eine mehrjährige Tournee in internationale Museen. Sie wird jeweils durch lokale Positionen erweitert.

Eigens für die Premiere zugeschnittene oder neu entwickelte künstlerische Projekte – Ausstellungen, Workshops und Performances im Stadtraum unter dem Titel „Verflechtungen verknüpfen „Das Ereignis eines Fadens“ mit der Textur der Stadt und lenken das Augenmerk auf miteinander verflochtene globale und lokale Traditionen.

Künstlerinnen und Künstler
Ulla von Brandenburg, Noa Eshkol, Andreas Exner, Uli Fischer, Zille Homma Hamid, Heide Hinrichs, Olaf Holzapfel, Christa Jeitner, Elisa van Joolen & Vincent Vulsma, Eva Meyer & Eran Schaerf, Karen Michelsen Castañón, Judith Raum, Franz Erhard Walther

Kuratorin: Susanne Weiß in Zusammenarbeit mit Inka Gressel, ifa

Bauhausraum
In sechs Kapiteln wird die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der Textilwerkstatt am Bauhaus veranschaulicht. Dabei sprechen insbesondere die Stoffe selbst: Neu gewebte Annäherungen an Gebrauchsstoffe des Bauhauses können betrachtet und ertastet werden. Sie erzählen davon, wie die einzelnen Weberinnen eine ausgeprägt künstlerische Auffassungs- und Arbeitsweise mit handwerklichem Können verbanden.

Konzept: Judith Raum in Zusammenarbeit mit Jakob Kirch, Pascal Storz und den Architekten s.t.i.f.f.

Lokale Formen des Wissens
ifa-Tourneeausstellungen werden in internationalen Museen gezeigt und verbinden sich mit theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen vor Ort. Gemeinsam mit lokalen Kuratorinnen und Kuratoren wird der feste Kern der Ausstellung je nach der Textilgeschichte des Ortes, an dem sie zu sehen sein wird, erweitert: Lokale Künstlerinnen und Künstler werden mit ihren Werken an die Ausstellung anknüpfen. Wie ändert sich die Bedeutung, die dem Faden eingeschrieben ist, während seiner Reise durch die verschiedenen Kontexte mit ihren einmaligen und geteilten Geschichten und Texturen des Alltäglichen?

Verflechtungen vor Ort – Ausstellungen, Performances, Aktionen, Workshops
Christa Jeitner, Constanze Nowak, Anette Rose, Anna Schapiro, Lara Schnitger, Raul Walch

Kuratorin Kunsthaus Dresden: Christiane Mennicke-Schwarz mit Daniela Hoferer

Die Ausstellung wird bei ihrer Premiere in Dresden durch lokale Kooperationen innerhalb des Stadtraums in die Struktur der Stadt „eingesponnen“. Die niederländische Künstlerin Lara Schnitger überträgt die emanzipatorische Praxis des Quiltens in den öffentlichen Raum. Textile Ursprünge von Architektur werden in der Zusammenarbeit des Berliner Künstlers Raul Walch mit einer in Dresden lebenden Gruppe syrischer Architekten weiterverarbeitet.
Eine Satellitenausstellung im Schloss Pillnitz in Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum / Staatliche Kunstsammlungen Dresden sowie Workshops thematisieren die Migration von handwerklichem Wissen.
Zur Dresdner Museumsnacht am 16.9. können Besucherinnen und Besucher die künstlerische Übertragung von Elementen textiler Kultur aus Ghana in eine musikalische Performance erleben und in der Herstellung einer Arpillera
, eines aus Stoff genähten Bildes, eigene Anliegen und Geschichten gestalterisch einbringen. Das ausführliche Programm findet sich unter www.kunsthausdresden.de.

Die Veranstaltungen und Workshops werden unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden durchgeführt.

Im Rahmen der Ausstellung in Dresden erscheint eine deutschsprachige Zeitung zur Ausstellung. Eine englischsprachige Ausgabe erscheint Ende 2017.
Pressefotos finden Sie online.
www.ifa.de/kunst/the-event-of-a-thread

Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde 1917 als „Werk des Friedens inmitten des Kriegs“ gegründet. Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Es bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet „Kulturen des Wir“.
Das ifa versteht zeitgenössische Kunst als wichtiges Medium im internationalen Dialog und organisiert weltweit Ausstellungen zu zeitgenössischer Bildender Kunst, Architektur, Design, Film und Fotografie aus Deutschland, die aktuelle Diskurse in einen größeren Zusammenhang stellen. Mit ihnen und begleitenden Vermittlungsprogrammen fördert das ifa den weltweiten Austausch zwischen den Künsten, Kunstschaffenden und Institutionen und unterstützt so im besonderen Maße den Ausbau künstlerischer Netzwerke.

Pressekontakt:

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Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet.
Nach einer intensiven Aufbauphase in der Weimarer Republik, der Zweckentfremdung und Gleichschaltung während des Nationalsozialismus und der Neugründung in der jungen Bundesrepublik versteht sich das ifa heute als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet "Kulturen des Wir".