Bundesaußenminister hält Laudatio auf Königin Silvia von Schweden

08.09.2017
Kategorie: Pressemitteilungen  

Anlass ist die Verleihung des Theodor-Wanner-Preises an die schwedische Königin am 26. September 2017

Stuttgart/Berlin, 08.09.2017 – Bundesminister des Auswärtigen, Sigmar Gabriel, übernimmt die Rolle des Laudators für die Preisträgerin des Jahres 2017.

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) verleiht den Theodor-Wanner-Preis für Frieden, Freiheit und Menschenrechte in diesem Jahr an Königin Silvia von Schweden, die mit ihrem vielseitigen, jahrelangen und grenzüberschreitenden Engagement aktive und konkrete Beiträge zur breiten Umsetzung der Menschenrechte, zum Dialog verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und somit zu Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt leistet.

Der Theodor-Wanner-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist zweckgebunden und fließt in ein von der Preisträgerin ausgewähltes Projekt. Das Preisgeld 2017 wird von der Peter Linder Stiftung zur Verfügung gestellt.

Seit 2009 verleiht das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) den Theodor-Wanner-Preis an Personen, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen, künstlerischen oder unternehmerischen Engagement Herausragendes für Frieden, Völkerverständigung und den Dialog der Kulturen leisten. Der Preis erinnert an Theodor Wanner (1875–1955), auf dessen Initiative 1917 das Deutsche Ausland-Institut (DAI), das heutige ifa, gegründet wurde.

Schirmherr des Theodor-Wanner-Preises ist der Bundesaußenminister. Preisträger der vergangenen Jahre waren Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin und Leiter des West-Eastern Divan Orchestra; Carla Del Ponte, ehemalige Chefanklägerin der Internationalen Strafgerichtshöfe in Den Haag für Ruanda und das ehemalige Jugoslawien; Jacques Delors, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission; der Befreiungstheologe, Kulturpolitiker und Dichter Ernesto Cardenal, die Multi-Media-Künstlerin und Friedensaktivistin Yoko Ono und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Nähere Informationen zur feierlichen Preisverleihung am 26. September 2017 im Allianz Forum Berlin folgen zu gegebener Zeit.

Partner des ifa für den Theodor-Wanner-Preis 2017

Das Allianz Stiftungsforum Pariser Platz

Seit 2009 lädt das ifa gemeinsam mit dem Allianz Stiftungsforum Pariser Platz zur Preisverleihung nach Berlin. Das Allianz Stiftungsforum Pariser Platz ist eine Einrichtung der Allianz Kulturstiftung, der Allianz Umweltstiftung, der Allianz Foundation for North America und der Stiftung Allianz Direct Help. Sie bietet ein unabhängiges, überkonfessionelles und überparteiliches Forum zu grundlegenden gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. www.stiftungsforum.allianz.de

Peter Linder Stiftung

Die Peter Linder Stiftung wurde im Jahr 2010 gegründet; sie hat ihren Sitz in Stuttgart. Der Stiftungszweck wird mit dem Motto "Pro Senectute - Pro Juventute - Pro Arte" umschrieben. Die Stiftung verleiht im Wechsel den Dr. Carl Linder Preis für soziale Verdienste und den Prix Hélène für kulturelle Förderung. Namensgeber für diese Preise sind die Eltern des Stifters, Dr. Carl Linder und Helene Linder.

Theodor Wanner

Theodor Wanner (1875-1955) war ein Stuttgarter Bürger, Mäzen, Patriarch und zugleich umtriebiger Manager. Sein Name steht für schwäbisches Unternehmertum. Motiviert durch die eigene Auslandserfahrung begründete und etablierte er zahlreiche kulturelle Initiativen, so den Verein württembergischer Kunstfreunde, die Württembergische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und das Deutsche Ausland-Institut (DAI), das heutige ifa (Institut für Auslandsbeziehungen). Theodor Wanner war langjähriger Vorsitzender des Handelsgeographischen Vereins, aus dem das Staatliche Museum für Völkerkunde, heute Linden-Museum, in Stuttgart entstand. Theodor Wanner verkörpert nachhaltiges persönliches Engagement für den Dialog der Kulturen. www.ifa.de/theodor-wanner-preis

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Über das ifa

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet.
Nach einer intensiven Aufbauphase in der Weimarer Republik, der Zweckentfremdung und Gleichschaltung während des Nationalsozialismus und der Neugründung in der jungen Bundesrepublik versteht sich das ifa heute als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet "Kulturen des Wir".