Nationales Ausbildungs- und Dialogprogramm zur Transformation von Landkonflikten

2017 | Kolumbien

Bei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla FARC ist das Themenfeld „Land und Landfrage“ der erste und wichtigste Verhandlungspunkt. Die ungelöste Landproblematik war der zentrale Auslöser des über 50 Jahre andauernden bewaffneten Konfliktes. Heutzutage spielen dabei insbesondere Konflikte im Kontext von großen Ressourcenextraktionsprojekten sowie einhergehende Umweltkonflikte eine große Rolle.

Die Bedarfsäußerung von NGOs, indigenen und afrokolumbianischen Dachverbänden aufgreifend, führt die Corporación PODION im Rahmen des Projekts einen nationalen Ausbildungs- und Dialogprozess mit Mitarbeitern von 32 Organisationen durch, um Instrumente zur Transformation von Landkonflikten, eine Sensibilisierung für Umweltkonflikte, sowie die Vermittlung von Kenntnissen über die bestehende Rechtslage zum Thema Landkonflikte und Lebensraum  zu vermitteln. Die Lehreinheiten setzen sich aus theoretischen und praktischen Elementen zusammen, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, Wissen ausgehend von ihren eigenen Kontexten, Erfahrungen und Lebenssituationen aufzubauen. Ziel dieser Ausbildung ist die Stärkung indigener, afrokolumbianischer und bäuerlicher Gemeinden, sowie ihrer Organisationsabläufe, damit sie in der Lage sind, bestehende Landkonflikte konstruktiv anzugehen sowie sich für Landrechtsbelange und der Schaffung einer respektvollen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt einzusetzen.

Die teilnehmenden Organisationen werden in ihren lokalen bzw. regionalen Landkonflikten von PODION nach Bedarfslage beraten. Im Rahmen der Programme werden außerdem lokale bzw. regionale Dialogräume zwischen den verschiedenen Akteuren gefördert und von PODION begleitet.