Professionalisierung

© Scherhaufer
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Planspiel als Methode politischer Bildung

Planspiel –  was ist das?

Planspiele sind in allen Bildungsbereichen sehr beliebt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters und jeden Berufs können mit ihnen viel über sich und andere lernen. Im Planspiel übernimmt jede und jeder eine Rolle. Das bedeutet, dass man sich in eine fiktive Person hineinversetzen muss: Eine Person, die einen eigenen persönlichen Hintergrund und eigene Interessen hat. Diese Interessen muss man in einem Planspiel vor dem Hintergrund einer fiktiven Ausgangslage vertreten – dem so genannten Szenario.

Planspiele machen erlebbar, was es bedeutet, sich mit unterschiedlichen Positionen gegenüberzustehen. Sie befähigen dazu, Entscheidungsprozesse zu verstehen. Nur Menschen, die wissen, wer wie welche Entscheidungen mitbeeinflusst, können ihren eigenen Vorstellungen und Ideen einbringen und ihre Umwelt mitgestalten. Das ist wesentlich für ein friedvolles Miteinander.

"KuK hin – KuK her": Ein Planspiel von der deutschen Minderheit für die deutsche Minderheit

Die deutsche Minderheit in der malerischen Kleinstadt "St. Hannes" ist in Aufruhr. Das Dörfchen liegt in der ehemaligen sowjetischen Diktatur Krakosien. Nachdem der langjährige Vorsitzende des Minderheitenvereins nicht erneut für sein Amt kandidiert, wird ein Nachfolger gesucht. Dies fällt in aufregende Zeiten: Ein deutsches Bundesamt hat einen Wettbewerb für deutsche Minderheiten ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb ist hochdotiert, die stolze deutsche Minderheit von St. Hannes will ihn unbedingt gewinnen. Zur Vollversammlung der Vereinsmitglieder kommen so viele Mitglieder wie selten zuvor: Die distanzierte Russischlehrerin, der Student im Heimaturlaub, die Schuldirektorin, Abgeordnete und andere Würdenträger – die ganze Prominenz des Vereins und viele einfache Mitglieder wollen mitreden. In diesem fiktiven, aber realitätsnahen Rahmen spielt das Planspiel "KuK hin – KuK her".

Szenario Planspiel "KuK hin – KuK her" – Deutsche Fassung
Szenario Planspiel "KuK hin – KuK her" – Russische Fassung

Ansprechpartnerin: Marita Grimke, grimke(at)ifa.de

Fortbildung für Führungskräfte des Vereins Pro Liberis Silesiae

Stärkung einer zweisprachigen Bildungseinrichtung in Polen

"Führen heißt, andere Menschen dafür zu begeistern, dass sie die Ziele des Verantwortungsbereiches wertschöpfend erfüllen." Am 16. und 17. Dezember 2017 werden Führungskräfte des Vereins Pro Liberis Silesiae (PLS) in Polen mit einem maßgeschneiderten Fortbildungsangebot geschult und qualifiziert. Im Fokus dabei steht die "Stärkung des Führungsteams inmitten der personellen und strukturellen Veränderungen der Schulorganisation".

Pro Liberis Silesiae betreibt zweisprachige Schulen und Kindergärten in Raschau, Goslawitz und Oppeln. Aufgrund des eigenen Wachstums und der bevorstehenden Schulreform in Polen steht der Verein vor neuen Herausforderungen. Während der zweitägigen Veranstaltung werden Impulse aus der Führungspsychologie, der Organisationsentwicklung sowie dem Gesundheits- und Change-Management vermittelt. Ergebnis der Fortbildung ist ein Maßnahmenkatalog.

Das Projekt wird im Rahmen der ifa-Projektförderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Ansprechpartnerin zur Projektförderung: Silke Knautz, knautz(at)ifa.de

Das ifa fördert die Ausbildung und Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Organisationen der deutschen Minderheiten. Es unterstützt die Weiterentwicklung der Organisationen und wirkt dem Mitgliederschwund entgegen.

Marita Grimke

Marita Grimke

Projektkoordination Jugend und Medien
Tel. +49.711.2225.128
grimke(at)ifa.de

Silke Knautz

Silke Knautz

Projektadministration
Tel. +49.711.2225.198
knautz(at)ifa.de