Projektförderung

Kleinere Projekte zur Förderung der deutschen Minderheiten werden vor allem über die Projektetats der ifa-Kulturmanager/innen gefördert.
Größere, auf Nachhaltigkeit ausgelegte Projekte fördert das ifa aus Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen eines geschlossenen zweistufigen Zuwendungsverfahrens. Gefördert werden Projekte der Verbände und Einrichtungen der deutschen Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.

Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund:

Bilinguale Früherziehung

  • Das kulturelle Selbstverständnis stärken

    Die Pflege, das Erlernen und der selbstverständliche Gebrauch der deutschen Sprache sind wichtige Anliegen der Minderheiten. Das ifa wird im Bereich der bilingualen Früherziehung verstärkt Multiplikator/innen vor Ort fortbilden und vor allem Eltern in die Entwicklung der Kindergärten einbeziehen, um bereits dort Teilhabe zu fördern.

Außerschulische Jugendbildung

  • Die Persönlichkeit entwickeln und Verantwortung übernehmen

    Konzepte zur Jugendbildung sind unter den Minderheitenverbänden bislang wenig ausgeprägt. Die außerschulische Jugendbildung (AJB) fördert junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, lässt sie ihre gesellschaftliche Mitverantwortung erkennen und verstärkt das soziale Engagement. Das ifa initiiert und unterstützt Impulsprojekte, bildet Multiplikator/innen aus und ermöglicht Partnerschaften mit erfahrenen Trägern der AJB in Deutschland.

Netzwerke stärken

  • Interkulturelle Kompetenz nutzen und ausbauen

    Minderheiten sind Mittler zwischen den Völkern und haben eine bedeutende Scharnierfunktion zwischen Deutschland und ihrem Land. Die dabei erworbenen Kompetenzen sind eine wichtige Ressource, die wir weiterentwickeln und sichtbar machen. Die Arbeit in Netzwerken kann dazu beitragen. Daher initiiert und fördert das ifa Kooperationen, legt Wert darauf in Netzwerken zu arbeiten und nutzt bereits bestehende Expertise vor Ort.

Professionalisierung

  • Mitarbeiter/innen qualifizieren und Eliten aufbauen

    Das ifa fördert die Ausbildung und Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Organisationen der deutschen Minderheiten. Außerdem unterstützt es die Weiterentwicklung dieser Organisationen, von denen viele unter Mitgliederschwund leiden. Nicht zuletzt soll diese Bildungsarbeit dem Problem der fehlenden Eliten in den Minderheiten entgegenwirken.

Wissenschaftliche Studien

  • Beitrag für eine moderne Gesellschaft herausstellen

    Minderheitenthemen sind noch zu selten Objekt wissenschaftlicher Betrachtungen, außer in historischer Perspektive. Dabei lohnt es sich zu untersuchen, welche Beiträge Minderheiten heute in einer modernen Gesellschaft leisten bei Themen wie Teilhabe, Identität, Toleranz, Perspektivenwechsel und interkulturellen Erfahrungen. Um dieses Wissen über Integration zur Verfügung zu stellen, fördert das ifa wissenschaftliche Arbeiten zu zukunftsorientierten Minderheitenthemen.

Medien

  • Relevanz steigern und für das Web 2.0 öffnen

    Die deutschsprachigen Medien der Minderheiten sind ein wichtiges Aushängeschild. Soweit sie ein gewisses Gewicht haben durch Auflage, Inhalt und Qualität, können sie mit ihren an deutschen Medien orientierten Werten auch auf einheimische Medien ausstrahlen. Das ifa unterstützt daher Fortbildungen für die Redaktionen und Verleger der relevanten Medien und hilft durch die Entsendung muttersprachlicher Redakteure/innen, die Qualität weiter zu verbessern. Dabei fördert das ifa besonders Initiativen, die das Web 2.0 als Informations-, Diskussions- und Austauschmedium nutzen wollen. Die Förderung von Produktionskosten hingegen wird mittelfristig abgebaut aus zuwendungsrechtlichen Gründen.
Silke Knautz

Kontakt

Silke Knautz
Projektadministration
Tel. +49.711.2225.198
knautz(at)ifa.de