Jeder Gegenstand hat eine bewegende Geschichte …

Erfahrungsbericht von Katinka Árendás

Zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2016 war ich als ifa-Kulturassistentin im Ungarndeutschen Museum in Tata tätig. Als Ungarndeutsche und Lehramtsstudentin für die Fächer Deutsch als Minderheitensprache und -kultur sowie Englisch war es für mich eine große Ehre, in einer Minderheiteninstitution zu arbeiten.

Foto: Pál Fulajtár

Das Ungarndeutsche Museum in Tata wurde 1972 gegründet. Es hat zum Ziel, die Kultur der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen in Ungarn zu bewahren und zu vermitteln. 2015 wurde die aktuell laufende Dauerausstellung mit dem Titel "Wir und die Anderen" eröffnet. Im Rahmen des Projekts „Digitale Geschichtswerkstatt“ organisierten wir eine Onlineausstellung, in der die Exponate lebendig – in Form von Bildern und den dazugehörenden Geschichten – für alle Menschen zugänglich sind. Die Gegenstände wurden rund um das Thema Migration organisiert und stammen aus drei Quellen: aus dem Museumsbestand,  als Leihgaben aus anderen Museen und von Privatpersonen.

© ifa / Ant

Meine Tätigkeit am Ungarndeutschen Museum in Tata umfasste die Recherche relevanter Museumsportale, die Teilnahme an Veranstaltungen des Museums, das Erstellen von Inhalten in den Sozialen Medien, das Verfassen und Übersetzten von Objektgeschichten, die Kontaktaufnahme mit anderen Institutionen und die Präsentation und den Aufruf an Jugendliche zur Mitwirkung an dem Projekt "Digitale Geschichtswerkstatt". Von dieser vielfältigen Arbeit konnte ich sehr profitieren. Ich konnte Einsicht in die fachliche Führung und das Management des Museums gewinnen, neue Kontakte knüpfen und interessante Menschen kennenlernen. Neben meiner Organisationsfähigkeit hat sich auch meine Präsentationsfähigkeit entwickelt. Die vom ifa organisierte Fortbildung zum Thema "Freiwilligenmanagement" war hinsichtlich der neuen Informationen und der Möglichkeit, sich mit anderen Kulturassistentinnen und Kulturassistenten sowie Hospitantinnen und Hospitanten zu vernetzen, sehr hilfreich.

Das erworbene Wissen möchte ich in meinem späteren Berufsleben nutzen und hoffentlich bei einer Institution, die an das Ungarndeutschtum oder an die deutsche Sprache und Kultur anknüpft, umsetzen.

© ifa / Fulajtár