Darsteller des Theatre of the Oppressed am 10.09.2017 in Dresden, Foto: O. Killig

"Theatre of the Oppressed" von Ramshid Rashidpour, Iran

Im "Theater der Unterdrückten" der Iranerin Ramshid Rashidpour verband sich politische Bewusstseinsbildung mit befreiender Pädagogik. Wohin die Theaterreise des iranisch-deutschen Ensembles führte, blieb offen. Denn die Entwicklung und Inhalte des Dialogs bzw. des Theaterstücks wurden ab einem bestimmten Punkt des Spiels maßgebend von den Zuschauern selbst bestimmt. Sicher war nur: beim "Theatre of the Oppressed" verschmolzen demokratische Prozesse und gemeinsame Ideen- und Lösungsfindungen zu einer vielversprechenden Unterhaltung.

Eindrücke des Abends

Über die Initiatorin

Ramshid Rashidpour, Foto: ifa/Kuhnle

Ramshid Rashidpour wuchs in einer iranischen Künstlerfamilie auf. Seit ihrer Geburt ist sie von Musik, Gemälden, Handarbeitsdesign und Theater begeistert. Die studierte Umweltwissenschaftlerin verbrachte ihr CCP Praktikum im Jahre 2015 beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Berlin. Als Fachfrau für Umweltthemen mit künstlerischen Wurzeln war sie stets von der Idee fasziniert, Bildung, Kunst, Kultur und Umweltthemen miteinander zu verflechten. Als Folge wählte sie das Format "Theatre of the Oppressed" als interaktive Methode für nachhaltige Bildung und Unterhaltung. "Durch die Nutzung der vielversprechenden Theatertechnik beginnen die Zuschauer die Realität, in der sie leben, zu entdecken, zu zeigen, zu analysieren oder sogar zu transformieren" erklärt Ramshid Rashidpour.

Das "Theater der Unterdrückten" fand statt am: 10. September 2017, 15:00 Uhr in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden.

In Kooperation mit

Das Festspielhaus Hellerau – 1911 als Bildungsanstalt für Rhythmik erbaut – ist heute Sitz von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Nach der wechselvollen Geschichte des Hauses – u. a. wurde es in den 30er Jahren als Militärlager genutzt und diente der Sowjetarmee später als Kaserne – begann in den 90er Jahren die Wiederbelebung des Ortes durch Kunst. Mittlerweile zählt HELLERAU zu den wichtigsten interdisziplinären Zentren zeitgenössischer Künste Deutschlands. Zeitgenössischer Tanz, Musiktheater, Neue Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst und Neue Medien sowie Reflexion über Kunst und Kultur sind hier zu Hause. In einer Stadt wie Dresden, in der um Weltoffenheit und Toleranz jeden Tag aufs Neue gerungen werden muss, verstehen wir es als unsere Aufgabe als international und gleichzeitig lokal agierende Kulturinstitution, einen Beitrag zur Verständigung zwischen Menschen zu leisten und Orte der Begegnung zur Verfügung zu stellen.

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