"Lady Dada Kalam" von Huma Sherzai (Afghanistan), Huda AL-Janabi (Irak), u. a. mit Taswir projects

Mit „Lady Dada Kalam“ machte die dritte Station der „CrossCulture Tour“ Halt in Berlin. In der Ausstellungs-Performance erwartete die Besucher das horror vacui einer barock-überfließenden Kunst-Inszenierung. Die Ausstellung durchmischte die Formate, in denen zeitgenössische, antike, exotische und heimische Objekte üblicherweise gezeigt werden.

Mittels dadaistischer Montagen und im Rückbezug auf eine alte nicht statische Zeittheorie (Kalam), inszenierten die Gastgeberinnen einen temporären Kunstraum, in dem 40 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ihre unterschiedlichsten Werke präsentieren. Kostbare antike Objekte, wertvolle Kilims, Puppen und Schmuck aus Afghanistan, wie auch die speziell für diese Ausstellung in Auftrag gegebene Sound-Installation von Steffi Weismann waren Teil der viertägigen Ausstellung.

"Lady Dada Kalam" geht auf eine Idee der Berlin Kuratorin A. S. Bruckstein Çoruh (Taswir-Projecs) zurück. Gemeinsam mit vier ehemaligen Stipendiatinnen des ifa und Taswir Projects, darunter Huma Sherzai (Afghanistan), Huda Al-Janabi (Irak) und Friederike Ruf (Deutschland) kuratierte sie das viertägige Kunstprojekt. An der Ausstellung beteiligt sind zudem: Anahita – Arts of Asia, das Auktionshaus ‚Meine Kleine Mnemosyne‘, die Sammlung Neiriz, das Café Valentin sowie das Kunsthaus KuLe selbst.

Eindrücke der viertägigen Performance "Lady Dada Kalam"

Eindrücke aus dem Kurationsprozess

Double Portraits Saloniki von Simon Wachsmuth & Anonymous, 2012 / w.d. (© Taswir)
Double Portraits Saloniki von Simon Wachsmuth & Anonymous, 2012 / w.d. (© alle Fotos: Taswir)
Kuratorin Friederike Ruff mit Puppen aus Kabul.
Kuratorin Friederike Ruff mit Puppen aus Kabul.
Ein wertvolles Buch aus längst vergangen Tagen.
Ein wertvolles Buch aus längst vergangen Tagen.
Jeder ausgestellte Kunstobjekt wird abfotografiert und ist anschließend im Online-Atlas auffindbar.
Jeder ausgestellte Kunstobjekt wird abfotografiert und ist anschließend im Online-Atlas auffindbar.
Fotosession von Kunstgegenständen mit Fotografin Melanie Hübner.
Fotosession von Kunstgegenständen mit Fotografin Melanie Hübner.
Huma Scherzai mit Kunstgegenständen direkt aus Afghanistan.
"Lady Dada Kalam"-Initiatorin Huma Scherzai mit Kunstgegenständen direkt aus Afghanistan.

Über die Co-Initiatorin

Huma Sherzai; Foto: ifa/Kuhnle

Huma Sherzai arbeitet als Beraterin für psychosoziales Wohlbefinden im Team des Zivilen Friedensdiensts (ZFD) der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kabul. Huma Sherzai hat einen Masterabschluss in Psychologie mit Spezialisierung auf Diagnose und Psychotherapie der Universität Peshawar in Pakistan. In den letzten sechs Jahren arbeitete sie in den Bereichen geistige Gesundheitspsychologie, Friedensbildung, gewaltfreie Kommunikation sowie der künstlerische Gestaltung. Im Rahmen des CrossCulture Programms arbeitete sie mit Taswir Projects zusammen, einem Berliner Institut, das Konzepte für Ausstellungen und Forschungsprojekte mit internationalen Künstlern, Gelehrten und Institutionen entwickelt.

"Lady Dada Kalam" fand statt vom: 29. Juni bis zum 2. Juli 2017 im Kunsthaus KuLe, Auguststraße 10, 10117 Berlin-Mitte, Ausstellungswebsite: dadakalam.org

In Kooperation mit

Taswir Projects ist eine nomadische Plattform für zukünftige Architekturen des Wissens, ein imaginäres Institut für die Konzeption künstlerischer und kreativer Wissenswege. Taswir Projects kooperiert mit einer breiten Auswahl an Künstlern, Gelehrten, Kuratoren, Wissenschaftlern und anderen Freischaffenden weltweit, die projektbezogen und ortsspezifisch und ohne Ansehen disziplinärer Grenzen an frei assoziierten Themen arbeitet. Die Konstellationen, die oft „aus dem Nichts“ aus Fragen vor Ort entstehen, werden über unser kleines Büro zu teils großen internationalen Projekten entwickelt, die in Kooperation mit Universitäten, internationalen Festivals, Kulturinstitutionen wie Theatern, Museen, Galerien, Musik-Studios, etc., realisiert werden.

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