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2009 / Burundi
Kulturkarawane für den Frieden
EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e. V.


EIRENE arbeitet seit über dreißig Jahren in Afrika vor allem in der Friedensarbeit und der nachhaltigen Entwicklung. In Burundi arbeitet EIRENE mit der Association des Chiro seit dem Jahr 2007 zusammen. Nach dem Motto "Lassen wir beiseite was uns trennt und entdecken wir wieder was uns vereint" arbeiten die Projektpartner für ein soziales Klima der Verständigung, Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit.

Burundi hat einen langjährigen Bürgerkrieg hinter sich, der nicht nur 400.000 Tote zur Folge und erheblichen materiellen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, sondern auch Hunderttausende innerhalb und außerhalb der Grenze vertrieben hat. Diese Menschen kehren nun an ihre Heimatorte zurück, die sie aus Angst vor ihren Nachbarn oder der Regierungsarmee verlassen mussten. Oft finden sie ihre Häuser und Felder besetzt vor, sei es von eigenen Familienangehörigen oder durch Mitglieder anderer ethnischer Gruppen. Es herrscht Misstrauen und Angst zwischen den Rückkehrern und den Daheimgebliebenen. Kultur und Tradition sind ebenfalls Opfer des Kriegs geworden und es gibt zurzeit nur wenig Möglichkeiten diese wieder aufleben zu lassen. Dabei bietet die Wiederbelebung und Weiterentwicklung von lokalen Traditionen eine Möglichkeit die nationalen Gemeinsamkeiten zu entdecken, aber auch die schreckliche Vergangenheit zu thematisieren.

Mit dem Projekt sollen positive kulturelle Traditionen wieder belebt, Gastfreundschaft und Nachbarschaftshilfe wieder erlebbar gemacht werden. 6.000 Jugendliche werden im August zu Fuß sternförmig aus allen Regionen Burundis auf die Hauptstadt Bujumbura ziehen. Unterwegs werden sie Station machen und in künstlerischer Form vorbereitete Darbietungen zu den Themen Frieden, Solidarität und "Good Governance" zeigen und lokale Diskussionen zu den Themen anregen. Die Darbietungen bestehen aus traditionellen Trommlern, Tanzgruppen, Fanfaren, Sketchen und Debatten. In Hinsicht auf die Wahl im Jahr 2010 soll eine kritische Hinterfragung von Politikern und deren Programmen gefördert werden. Zwischen dem 20. und 22. August 2009 findet die Abschlussveranstaltung im Zentralstadion von Bujumbura statt.

Das Projekt unterstützt die Reintegration der Rückkehrer und Flüchtlinge und macht sie weniger anfällig für ethnische und politische Propaganda. Es verbessert nicht nur die Kenntnisse der Bevölkerung in demokratischen Prozessen, sondern trägt dazu bei die Solidarität und das zwischenmenschliche Grundvertrauen zu stärken.

 

 
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