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IDENTIDAD e INDEPENDENCIA
Fotografien von Anne Ackermann

19.3. – 8.4.2009
Asociación Humboldt, Quito
www.asociacion-humboldt.org.ec

16.4. – 6.5.2009
Centro Cultural Ecuatoriano Alemán, Guayaquil
www.centroaleman.org

1809 wurde in Ecuador die erste Unabhängigkeitserklärung Lateinamerikas ausgesprochen. 200 Jahre später befindet sich der südamerikanische Kontinent noch immer auf der Suche nach Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und einer kulturellen Identität. Die deutsche Fotografin Anne Ackermann nimmt dieses denkwürdige Datum zum Anlass und entwirft sensibel und von innen heraus Ansichten des heutigen Lateinamerikas. Ihre Fotoserie "Filadelfia", entstanden 2006 in der paraguayanischen Mennoniten-Kolonie Fernheim mit rund 5.000 deutschstämmigen Siedlern, hinterfragt die Auswirkungen von Kolonialismus und Migration. Kulturelle und ökonomische Widersprüche und Überlagerungen werden in ihren Bildern sichtbar, ebenso wie Multikulturalität, postkoloniale Strukturen und die Folgen globaler sozioökonomischer Einflüsse. Die Menschen und ihre Umgebung bilden den Mittelpunkt ihrer Beobachtungen. Dabei werfen die Arbeiten in schwarz-weiß unumwunden und zugleich sensibel die Frage nach Unabhängigkeit und Identität in Lateinamerika auf. Begleitet wird die Fotoserie durch Arbeiten von vier ecuadorianischen Künstlerinnen und Künstlern und ihren Fragen und Antworten auf das Thema Identität und Unabhängigkeit. Die Künstlerin María Teresa Ponce dokumentiert in ihren großformatigen Fotografien das unaufhörliche und rücksichtslose Vordringen von Erdölgesellschaften in das ecuadorianische Amazonas-Gebiet. Ricardo Bohórquez entwirft mit seinen ausdrucksstarken Portraits ein Bild der Lebensumstände der afro-ecuadorianischen Minderheit, den Nachkommen ehemaliger Sklaven, in der Küstenstadt Guayaquil. Gonzalo Vargas widmet sich in seinen Arbeiten der argentinischen Kiosk-Kultur. Reste von Passbildern, collagiert zu neuen Fotos in der Größe eines ecuadorianischen Ausweises, bilden das Fundament für die Arbeiten von Diego Arias und lassen neue Gesichte entstehen. Durch die Zusammenführung der Arbeiten der vier ecuadorianischen Künstler mit denen von Anne Ackermann in einer Ausstellung werden die divergierenden Blicke auf das heutige Lateinamerika sichtbar. Ein kontroverser, künstlerischer sowie persönlicher Dialog über die Frage "Identität und Unabhängigkeit" entsteht, welcher im Rahmen zweier Künstlergespräche, in Quito und Guayaquil, mit dem Publikum fortgesetzt werden wird.

 

 
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