UNTIE TO TIE

On Colonial Legacies and Contemporary Societies

Wura-Natasha Ogunji: Sweep, 2011, Performance, Abuja; © Wura-Natasha Ogunji
Wura-Natasha Ogunji: Sweep, 2011, Performance, Abuja; © Wura-Natasha Ogunji

Mit dem einjährigen Recherche- und Ausstellungsprogramm "Untie to Tie – Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften" lädt die ifa-Galerie Berlin dazu ein, über die Auswirkungen von kolonialen Vermächtnissen zu reflektieren, die fortwährend und global die zeitgenössischen Gesellschaften und das alltägliche Leben beeinflussen. Von April 2017 bis April 2018 beschäftigt es sich in vier Kapiteln aus den Perspektiven der globalen Verbundenheit, der urbanen Kulturen, verschiedener Formen des Feminismus und im abschließenden Kapitel, des Aufstands und des Widerstands mit diesem Thema. Unter verschiedenen Blickwinkeln und mit vielfältigen Stimmen möchten die Ausstellungen, die Rechercheplattformen und Veranstaltungsprogramme einen transregionalen und nachhaltigen Diskurs über koloniale Vermächtnisse schaffen.

Lesestation 

Der Leseraum "Center of unfinished business" stellt Literatur über koloniale Hinterlassenschaften bereit, darunter Leihgaben der Berliner Bibliothek Each One Teach One. Die Macherinnen des Onlineportals C& laden zu Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Performances ein.

Hörstation 

Saout Radio erforscht das Universum der Klangkunst. "Sonic Panoramas" besteht aus einer Hörstation in der Galerie und Radiosendungen, die durch Reboot.fm und Radio Corax in Deutschland ausgestrahlt werden, weltweit etwa auf Radio Panik in Brüssel und Radio Tsonami in Chile.

Wura-Natasha Ogunji: If I loved you, 2017, performance, New African Photography Exhibition, Red Hook Labs, New York; Foto: Miria-Sabina Maciagiewicz, © Wura-Natasha Ogunji
Wura-Natasha Ogunji: If I loved you, 2017, © Wura-Natasha Ogunji

Every Mask I Ever Loved

Kapitel 3 des Projekts "Untie to Tie" ist dem intersektionalen Feminismus gewidmet, der sich mit der Frage beschäftigt, wie sich überlappende Identitäten – darunter "Rasse", Klasse, ethnische Zugehörigkeit, Religion und sexuelle Orientierung – auf die Unterdrückungs- und Diskriminierungserfahrungen von Frauen auswirken.

Sofía Gallisá Muriente: B-Roll; © Sofía Gallisá Muriente
Sofía Gallisá Muriente: B-Roll; © Sofía Gallisá Muriente

Vorsicht Stufe / Kopf weg

Die Positionen im zweiten Kapitel setzen sich den kolonialen Vermächtnissen in der urbanen Kultur entgegen und beleuchten ihr Potenzial, den vorherrschenden Strukturen und Politiken entgegenzuwirken. Die Pluralität von Standpunkten und erzählerischen Stimmen erweitert die eurozentrischen Narrative und bietet starke Gegenpositionen.

Michiel Van Balen (CC BY 2.0) via Flickr
Michiel Van Balen (CC BY 2.0) via Flickr

Kolmanskop Dream

Das erste Kapitel ist der globalen Verbundenheit gewidmet und nimmt den "Tout Monde"-Gedanken des Dichters und Philosophen Edouard Glissant als Ausgangpunkt: die Welt als Mosaik aus individuellen Positionen, verbunden mit einer beschleunigten Interaktion zwischen Sprachen, Kulturen und Gesellschaften. 

Gallery reflections #1. Urban Decolonisation and Diasporic Formations

Ein Gespräch zwischen Dr. Noa Ha, TU Berlin, Trang Tran Thu, Berlin Asian Film Network, und Dr. Jonas Tinius, HU Berlin.

Kooperationspartner

Contemporary &
Each one teach one
musagetes
Saout Radio