Sibylle Bergemann – Photographien
Sibylle Bergemann: Franziska, 1997; “RambaZamba”-Theatergruppe der Werkstatt “Sonnenuhr” für geistig Behinderte und andere in der Kulturbrauerei in Berlin, Polaroids zu “Woyzeck(en)”
Franziska, 1997

"RambaZamba"-Theatergruppe der Werkstatt "Sonnenuhr" für geistig Behinderte und andere in der Kulturbrauerei in Berlin
Polaroids zu "Woyzeck(en)"
Sibylle Bergemann: Franziska, 1997; “RambaZamba”-Theatergruppe der Werkstatt “Sonnenuhr” für geistig Behinderte und andere in der Kulturbrauerei in Berlin, Polaroids zu “Woyzeck(en)”
Sibylle Bergemann: Franziska, 1997; “RambaZamba”-Theatergruppe der Werkstatt “Sonnenuhr” für geistig Behinderte und andere in der Kulturbrauerei in Berlin, Polaroids zu “Woyzeck(en)”
Sibylle Bergemann: Franziska, 1997; “RambaZamba”-Theatergruppe der Werkstatt “Sonnenuhr” für geistig Behinderte und andere in der Kulturbrauerei in Berlin, Polaroids zu “Woyzeck(en)”

Thomas, 1997
Hannes, 1997
Jenny, 1997

Verwandelte

Franziska trägt ein goldenes Kleid, die Kappe auf den langen braunen Haaren hat goldene Streifen, die Lider sind golden gepudert, das Goldkind hat einen Purpurmund. Wie ein schwerer Schlüssel zur Zukunft liegt das Handy in ihrer rechten Hand. Franziska ist in Kostüm und Maske für die "Woyzeck"-Aufführung des Theaters RambaZamba. Behinderte, Verwandelte. Kranke, die wir denken lieben zu müssen, weil wir sie fürchten. So zugetan hat sie noch keiner fotografiert, die, bei deren Anblick wir uns verpflichtet fühlen zu lügen. Souveräne Geschöpfe sehen uns an, ähnlich den Porträts Alter Meister. Die Sanftheit der Farben und der grenzenlose Blick der Fotografin machen sie zu Fabelwesen. Kinder des Olymp, von allen guten Geistern verlassen, doch die Götter des Glücks sind bei ihnen, augenblicklich.

Jutta Voigt