Garküche in Nanjing; © Foto: Daniel Juric
Garküche in Nanjing; © Foto: Daniel Juric
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
© Foto: Daniel Juric
© Foto: Daniel Juric
© Foto: Daniel Juric
© Foto: Daniel Juric
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU), © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Lotuswurzel und Sauerkraut

Workshop "beyond borders" in Nanjing

In Chinas Straßen duftet es nach Gekochtem, Gedämpftem, Gebratenem und Gebackenem – durch die zahlreichen Garküchen ist das Thema Essen omnipräsent. Was zeichnet die chinesische Straßenküche aus? Welche Besonderheiten gibt es bei der Zubereitung? Welche Geräte werden verwendet? Und was ist der Unterschied zur deutschen Küche? Der transkulturelle Workshop beyond borders nahm diese Fragen zum Anlass, sich intensiv mit der eigenen und fremden Kultur auseinanderzusetzen. 

Ein Bericht von Laura Bernhardt und Daniel Juric

© Foto: Daniel Juric
© Foto: Daniel Juric

Essenskultur als Mittel und Quelle für Designideen bildete die Grundlage des Workshops beyond borders im Oktober 2015 in Nanjing. Essen macht kulturelle Unterschiede mit allen Sinnen erfahrbar; Essen lässt sich ertasten, riechen und schmecken. Nicht zuletzt deshalb machten die Designer Laura Bernhardt und Daniel Juric dieses Thema zum Inhalt ihres Workshops. 25 Studenten der Design School der Nanjing University of the Arts erforschten und analysierten die chinesische Straßenküche und typische „deutsche“ Speisen – und ließen sich für neue Konzepte und Ideen inspirieren. Die von den Studenten entwickelten Gestaltungsansätze waren so vielfältig wie ihre Studienfächer: von Bildender und angewandter Kunst, über Modedesign und Stadtplanung bis hin zu Landschaftsarchitektur.

© Foto: Daniel Juric
© Foto: Daniel Juric

Zu Beginn des Workshops recherchierten die Studenten in den Straßen von Nanjing. Sie dokumentierten die vielseitige lokale Küche und konzentrierten sich auf die Zubereitung der Speisen und die dafür notwendigen typischen Kochutensilien. Nach einer detaillierten Analyse wurden die Ergebnisse in kurzen Video-Clips aufbereitet und präsentiert. In einem zweiten Schritt wurden den Teilnehmern typisch deutsche Speisen vorgestellt. Anschließend wählten sie Gerichte aus beiden Kulturkreisen, entwickelten dafür Attribute und nutzten diese, um neue Ansätze zu entwickeln. Der durch den Zufall ausgelöste Entwurfsprozess ist das entscheidende Merkmale des Workshops, auf dessen Grundlage ein fundiertes, umfassendes und innovatives Konzept erarbeitet wurde.

Foto: Lao XU (Hongwei XU) © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Lao XU (Hongwei XU) © ifa

Die meisten Teilnehmer widmeten sich der symbolhaften Bedeutung ihrer Ideen und näherten sich den Projekten mit literarischen oder abstrakt-philosophischen Gedanken. Innerhalb der Arbeitsgruppen wurde viel diskutiert und textlich gearbeitet, was sich in den narrativ geprägten Konzepten widerspiegelte. So entstand zum Beispiel eine begehbare, völlig abgedunkelte Rauminstallation, eine überdimensionale Uhr ohne Zeiger, in der das Ticken durch das Unbeleuchtete intensiviert wird. Das Konzept basiert auf der Kombination einer mit Reis gefüllten und in Zucker gekochten Lotuswurzel mit der manuellen Herstellung von Sauerkraut. Eine andere Gruppe ließ sich von der Zubereitung eines chinesischen Nudelgerichts und einem Currywurstschneider inspirieren. Sie entwarf einen Pavillon für den öffentlichen Raum, dessen Dach mit ausgestanzten und symbolhaften Mustern versehen ist. Die Ideen wurden in Entwürfen und Projekten ausgearbeitet und als Modelle oder Animationen in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Die Teilnehmer waren von der Methode des Entwurfsprozesses inspiriert und von ihren Ergebnissen begeistert. 

Der Workshop fand im Rahmen ifa-Ausstellung new olds in Nanjing in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut, dem Art Museum of Nanjing University of the Arts (AMNUA) und der Nanjing University of the Arts statt. 

new olds

Die Arbeiten der in Deutschland lebenden Designer Laura Bernhardt und Daniel Juric werden im Rahmen der ifa-Tourneeausstellung zusammen mit denen weiterer 43 Designer und Designergruppen aus Deutschland, Europa und den USA präsentiert.

Kuchengabel und Rangoli-Cakecutter

Workshop beyond borders, Pune
Fotos: © Laura Bernhardt, Daniel Juric

Workshop mit Laura Bernhardt und Daniel Juric in Pune.

beyond borders

Workshop beyond borders, Kuala Lumpur
Foto: Daniel Juric

Workshop mit Laura Bernhardt und Daniel Juric in Kuala Lumpur.