Brennspiegel von Politik und regionaler Identität

Spanien ist eines der fußballverrücktesten Länder in Europa. Gesellschaftliche Themen und Konflikte, wie eine mögliche Loslösung Kataloniens aus dem spanischen Staat, werden häufig über den Fußball kommuniziert. Das traditionsreiche Duell El Clásico zwischen dem Hauptstadtklub Real Madrid und dem katalanischen F.C. Barcelona steht symbolisch für den innerspanischen Nationalitätenkonflikt und trifft gleichzeitig auf das Interesse von 400 Millionen Menschen weltweit.

Von Julian Rieck

Trotz aller undurchsichtigen Machenschaften, Millionenschulden, Finanz- und Steuerskandale der Vereine, aber auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern ist das Interesse an La Liga, dem spanischen Äquivalent zur deutschen Bundesliga oder britischen Premier League ungebrochen. Die Madrider Fußballtageszeitung "Marca" ist hinter "El País" die auflagenstärkste Zeitung im Land und besitzt über Bars und Cafés eine Reichweite, die auf 2,5 Millionen Leser geschätzt wird. Im Zeitalter von Smartphones und Social Media ist von einer noch größeren "Dunkelziffer" auszugehen.

Das traditionsreiche Duell El Clásico zwischen dem Hauptstadtklub Real Madrid und dem katalanischen F.C. Barcelona steht symbolisch für den innerspanischen Nationalitätenkonflikt und trifft gleichzeitig auf das Interesse von 400 Millionen Menschen weltweit. Ob den Millionen von internationalen Zuschauern die extreme politische Aufladung des Spiels tatsächlich bewusst ist, kann nicht geklärt werden. Hier soll es um die historischen Hintergründe und Ursachen des Massenphänomens Fußball in Spanien gehen. Für diese Entwicklung sind drei Klubs besonders hervorzuheben: der F.C. Barcelona, Real Madrid und Athletic Bilbao. Diese drei Klubs stehen wie keine anderen für die politisch-symbolische Aufladung des Fußballs und sind die einzigen – ob zufällig oder nicht –, die bis heute nie aus der ersten spanischen Liga abgestiegen sind.

Die enorme Bedeutung des Fußballs in Spanien ist eng mit den sozioökonomischen Veränderungen Spaniens im 20. Jahrhundert verknüpft. Wie in vielen anderen Ländern wurde der Fußball von Engländern und zum Teil auch von Schweizern importiert. Der erste Hinweis auf Fußball findet sich 1870 in Jerez, Andalusien. Britische Bergarbeiter der Kupfermiene Rio Tinto spielten dort in ihrer Freizeit Kricket und Football, wie die örtliche Tageszeitung "El Progreso" schrieb. Danach entwickelte sich der neue Sport in verschiedenen Regionen des Königreichs, vornehmlich an der Küste. Das Spiel begann als Randnotiz und löste erst in den 1950er Jahren den Stierkampf endgültig als größtes Massenphänomen ab. Der erste Fußballklub wurde schon 1889 in der kleinen westandalusischen Stadt Huelva als Recreation Club gegründet. Ein weiteres Zentrum für die Etablierung des Fußballs auf der iberischen Halbinsel war das Baskenland, das ebenfalls stark von Engländern, die als Geschäftsleute oder Studenten hierherkamen, beeinflusst war, was sich auch am Spielstil der baskischen Mannschaften zeigte.

Erst um die Jahrhundertwende gab es nennenswerte Vereinsgründungen in den beiden größten Städten Madrid und Barcelona. Atlético Madrid, spanischer Meister 2014, entstand beispielsweise 1903 als Ableger von Athletic Bilbao. Die Initiative zur Gründung des F.C. Barcelona 1899 ging vom Schweizer Immigranten Hans Gamper aus.

1898 hatte Spanien mit Kuba und den Philippinen die letzten bedeutenden Kolonien des einstmals weltumspannenden Reichs verloren. Dieser Verlust wurde als nationale Schande wahrgenommen und führte, ähnlich wie in anderen Ländern Europas, zur Aufladung des Sports als Symbol für nationale Stärke.

Zunächst war der Fußball in Spanien regional organisiert. Seit den 1920er Jahren jedoch zeichnete sich eine Professionalisierungswelle ab, begleitet von der Gründung einer landesweiten Liga, der primera division, und der Einführung des Berufsfußballs. Zuschauerzahlen und -einnahmen stiegen, Spiele gegen nicht regionale Kontrahenten konnten durch bessere und schnellere Transportmittel erst ermöglicht werden. Zugleich wurden so die regionalen Rivalitäten wirkungsmächtiger.

Auch gab es in dieser Zeit schon Vorboten für das spätere Freund-Feind-Schema zwischen dem Zentrum Madrid und den wichtigsten sogenannten peripheren Nationalismen im Baskenland, in Katalonien und Galizien. Trotz anfänglicher Politisierung des Fußballs und der wechselseitigen Verschränkung mit staatlichen und wirtschaftlichen Institutionen, war es nur ein Vorgeschmack auf die gesellschaftlichen Brüche und Konfliktlinien des 20. Jahrhunderts, die sich im Fußball widerspiegeln sollten. Seit 1923 regierte Miguel Primo de Rivera Spanien mit einer Militärdiktatur, die von König Alfons XIII. geduldet wurde. Im Zuge der Zentralisierung wurden die historischen Sonderrechte Kataloniens beschnitten, um dem seit dem 19. Jahrhundert aufkeimenden katalanischen Nationalismus Einhalt zu bieten. Bei einem Freundschaftsspiel des F.C. Barcelona gegen den ebenfalls katalanischen Verein CD Jupiter 1925 war eine englische Marinekapelle anwesend, die die spanisch-königliche Hymne "Marcha Real", aber auch die englische Hymne "God save the Queen" spielte. Während die spanische Hymne von den katalanischen Zuschauern im Les Corts – dem Vorläufer des Camp Nou – ausgepfiffen wurde, applaudierten sie lautstark und demonstrativ, als die englische erklang. Dem F.C. Barcelona wurde daraufhin für ein halbes Jahr jegliche Aktivität untersagt, weswegen der aus der Schweiz stammende Präsident und Gründer Hans Gamper sogar in seine Heimat zurückkehrte.

Die Einführung der landesweiten Spielklasse und die gleichzeitige Unterdrückung der sogenannten peripheren Nationalismen – also neben Katalonien vor allem auch des Baskenlandes und Galiziens – führten zu stärkeren regional-nationalistischen Identitäten in den jeweiligen Regionen. Vor diesem Hintergrund schärfte sich das Profil Real Madrids als zentralspanischer Verein und seine gesamtspanische Identität gewann auch national an Ausstrahlung. Santiago Bernabéu, der 35 Jahre lang die Präsidentschaft des Vereins innehaben sollte, und daher als Inkarnation Reals gilt, soll in seiner aktiven Karriere jedes Tor seines Teams mit einem "Viva España!" bejubelt haben.

Mit der Ausrufung der Republik 1931 ging für die Vereine und Verbände zunächst der Titel Real verloren. Real Madrid hieß – wie bereits zur Gründung 1902 – ab sofort wieder Madrid Football Club. Unter der Republik wurde der Sport äußerst liberal gehandhabt. Den Sportverbänden wurde weitgehende Autonomie eingeräumt und sie waren nicht den staatlichen Institutionen untergeordnet. Der franquistische Putsch im Sommer 1936 sollte alles verändern. Da der Vormarsch der Franco-Truppen im November 1936 vor den Toren Madrids gestoppt werden konnte, blieb die Hauptstadt ebenfalls bis zum Ende des dreijährigen Bürgerkriegs republikanisch. Wie in Barcelona übernahmen auch hier revolutionäre Kräfte der antifaschistischen Parteien die Macht. Für den Sport bedeutete dies die Eingliederung in die Federación Cultural Deportiva Obrera (Kulturföderation des Arbeitersports). Damit gelangten die Vereine, Stadien und die komplette Infrastruktur unter die Kontrolle der Gewerkschaften.

Auch der ehemals königliche Klub aus Madrid wurde so de facto zu einem "proletarischen" Verein. Andererseits unterstützten die beiden wichtigsten Figuren der älteren Klubgeschichte – der schon genannte Bernabéu und der in den 1920er Jahren als bester Torwart der Welt bekannte Ricardo Zamora – ganz offen das Franco-Lager, Bernabéu sogar als Freiwilliger an der Front in Katalonien.

Während die republikanische Regierung aus Madrid nach Valencia floh, wurde der Sitz des spanischen Fußballverbands nach Barcelona verlegt. Andere Städte mit Erstligaklubs wie Sevilla oder Oviedo gerieten in die Zone der Putschisten. Mit Ausbruch des Bürgerkriegs war kein geregelter Spielbetrieb mehr möglich. Um den Vereinen weiterhin Einnahmen zu ermöglichen, wurde ab Oktober 1936 das Campeonato de Catalunya ausgetragen. Eine Teilnahme des Madrid Football Clubs scheiterte am Veto des F.C. Barcelona, der den regionalen Charakter des Turniers dadurch aufgehoben sah, und vielleicht auch den zusätzlichen Konkurrenten ausschließen wollte. 2009 forderte der F.C. Barcelona, den 1937 gewonnenen Titel des Mittelmeermeisters (die Vereine aus Madrid und dem Baskenland hatten abgesagt) als offiziellen spanischen Meistertitel anzuerkennen – bis heute allerdings vergeblich. Der FC Sevilla hingegen darf sich mit dem Titel von 1939 schmücken, obwohl dieser Wettbewerb nur in der franquistischen Zone ausgetragen wurde.

Trotz des Krieges wurde also auf beiden Seiten Fußball gespielt und durch die jeweiligen Kriegsparteien in den Dienst genommen. Aus dem Baskenland machte sich eine Auswahl Euskadi auf den Weg durch die Welt, um für den Widerstand gegen die nationalen Truppen und für die baskische Regionalregierung zu werben. Zwei Tage nach ihrer Abreise 1937 wurde Guernica, die heilige Stadt der Basken, durch die deutsche Legion Condor zerstört, im Sommer nahmen die franquistischen Truppen Bilbao ein. Die Mannschaft reiste durch Länder Lateinamerikas, nahm an der mexikanischen Liga teil und konnte diese sogar gewinnen. Kaum jemand aus der Delegation kehrte nach Spanien zurück, die meisten Spieler blieben in Mexiko und nahmen Angebote der dortigen Vereine an. Auch der F.C. Barcelona unternahm im Sommer 1937 eine Reise nach Nordamerika, um Geld einzuspielen. Nur acht der ursprünglich 20 Mann starken Delegation kehrten später zurück.

In der "nationalen Zone" wurde 1937 als Gegenstück zum bestehenden republikanischen ein weiterer Fußballverband gegründet, um auch dort Normalität zu suggerieren. Die durchaus erfolgreichen Reisen der Katalanen und Basken und die positive Resonanz in der Welt erhöhte die Motivation der Aufständischen, ebenfalls via Fußball Propaganda zu betreiben, allerdings nur in den faschistischen "Bruderländern" Portugal, Italien und Deutschland. Da die Fifa immer nur einen Verband pro Nationalstaat anerkannte, wurde weder eine republikanische noch eine franquistische Mannschaft zugelassen. Vor dem Hintergrund des scheinbar nicht mehr aufzuhaltenden Vormarsches der Franco-Truppen wurde dann kurze Zeit später der Fußballverband der "Nationalen" als einziger Spaniens anerkannt.

Die Trikotfarbe der Nationalauswahl wurde vom klassischen Rot, das aber auch die Republik und den verhassten Kommunismus symbolisierte, zu einem franquistischen Blau revidiert. Damit wurde auf die blauen Uniformhemden der faschistischen Falange angespielt, die den Militärputsch von Beginn an mit ihren Milizen unterstützt hatte und 1937 zur Staatspartei erklärt wurde. Dass die Selección seit 1947 wieder im klassischen Rot auflief, ist auf die zeitlich parallel laufenden Versuche der Franco-Diktatur zurückzuführen, sich nach dem Zweiten Weltkrieg ihrer faschistischen Ursprünge zu entledigen und sich als katholisch-autoritäres und antikommunistisches Regime zu präsentieren.

Symbol des Zentralismus

Nach dem Ende des Bürgerkriegs 1939 und dem Sieg der Franquisten gab es Bestrebungen, unter dem Namen Aviación Nacional einen großen Hauptstadtklub als Symbol des Zentralismus und Gegenpol zu den erfolgreichen Mannschaften aus den Regionen zu gründen. Dazu sollte Real Madrid, das diesen Namen erst ab 1941 wieder zugesprochen bekam, mit dem Lokalrivalen Atlético Madrid verschmolzen werden. Zu diesem Zeitpunkt firmierte Atlético als Atlético de Aviación und wurde von der franquistischen Luftwaffe gesponsert. Diese war in Madrid extrem unbeliebt, hatte sie doch noch kurz zuvor die Hauptstadt – und hier vor allem die Arbeiterviertel – bombardiert. Nur durch die Uneinigkeit verschiedener Machtgruppen innerhalb des Regimes und der guten Beziehungen zur Spitze des "Neuen Staats" konnte sich Real dieser Übernahmeversuche erwehren.

Das franquistische Regime stand den republikanischen Institutionen naturgemäß äußerst feindlich gegenüber. Dies galt nicht zuletzt für die Fußballvereine aus der ehemals republikanischen Zone. In der ersten Ausgabe der Marca vom Oktober 1938 beschrieb der Sportjournalist und baskische Falangist Jacinto Miquelarena den Fußball in der Zeit der Zweiten Republik als eine "rote Orgie regionaler Leidenschaften der niederträchtigsten Art […]. Fast alle waren Separatisten – auf sehr ungehobelte Art –, wenn Spiele um die spanische Meisterschaft ausgetragen wurden."

Die neuen Machthaber strukturierten den Sport nach italienischem und deutschem Vorbild im Sinne einer faschistischen Sportideologie um. Sport sollte der nationalen Ertüchtigung und der Vorbereitung auf mögliche Kriege dienen. Der neue Präsident des spanischen Fußballverbands und Oberstleutnant der Armee, Julián Troncoso, bezog sich dann auch auf die Rolle des Sports zur Wiedererlangung nationaler Größe, als er 1939 verlauten ließ: "Wir müssen uns alle an die Idee gewöhnen, dass in Zukunft der Sport keine Freizeitbeschäftigung mehr ist, sondern ein notwendiges Mittel, um die Männer dieses Landes zu stärken und auf gewisse Einsätze vorzubereiten, wann immer sie dafür gebraucht werden." Entsprechend wurde der Sport der Kontrolle der Falange, der faschistischen Staatspartei, unterstellt. Mit der Delegación Nacional de Deportes wurde eine nationale Sportbehörde, vergleichbar mit dem NS-Reichsbund für Leibesübungen, geschaffen, die dem als Kriegsheld verehrten General José Moscardó unterstellt war. Mit diesen institutionellen Umstrukturierungen ging eine "Hispanisierung" – de facto eine Assimilierung der peripheren Nationalismen unter den Zentralstaat – des spanischen Fußballs einher. Der Fútbol Club Barcelona musste sich nun Club de Fútbol, Sporting Gijón Deportivo Gijón nennen. Aus dem Madrid Football Club wurde zunächst der Madrid Club de Fútbol. Die Falange versuchte über nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens Einfluss zu gewinnen, so auch im Sport. Das neue Regime sicherte sich die nötige Kontrolle über den Fußball mit der Mindestanzahl von zwei Falange-Mitgliedern in jedem Vereinsvorstand.

Real Madrid war nach dem Bürgerkrieg zunächst alles andere als erfolgreich. Zwar gewann der Verein zwei Mal die Copa del Generalísimo, wie der spanische Pokalwettbewerb nun hieß. 1943 und 1948 konnte der Abstieg in die Zweitklassigkeit nur knapp verhindert werden. In dieser Phase waren andere Mannschaften deutlich erfolgreicher als der spätere Serienmeister aus Madrid. Die Polarisierung zwischen Real Madrid und dem F.C. Barcelona ist auf diese Zeit zurückzuführen. Dabei wird vor allem das Pokalspiel 1943 immer wieder als endgültiger Auslöser genannt. Nachdem Barça das Hinspiel zu Hause mit 3:0 gewann, fertigte Real den Konkurrenten aus Katalonien in Madrid mit 11:1 ab. Vor dem Spiel sollen Polizeibeamte in die Kabine Barcelonas eingedrungen sein und die Spieler unter Druck gesetzt haben. Im weiteren Verlauf führten nicht nur umstrittene Schiedsrichterentscheidungen und der Wechsel Alfredo di Stéfanos, der schon einen Vertrag bei Barça unterschrieben hatte, aber dann doch zu Real wechselte, zur Verschärfung des Konflikts.

Darüber hinaus sorgte das Auftreten von Santiago Bernabéu für Empörung, der seit dem Kriegseinsatz an der katalonischen Front für viele Barça-Fans eine Persona non grata war. Über die Katalanen soll sich Bernabéu nach dem verlorenen Pokalfinale Reals gegen Barça 1968 wie folgt geäußert haben: "Ich bewundere Vila Reyes [Vorsitzender von Espanyol Barcelona]; allein für die Tatsache, in Katalonien einem Verein vorzusitzen, der den Namen Espanyol trägt, verdient er Bewunderung. Und wer behauptet, ich möge Katalonien nicht, der irrt sich. Ich liebe und bewundere es, trotz der Katalanen." Für manche Anhänger des F.C. Barcelona waren solche Aussagen natürlich ein gefundenes Fressen, denn nur über das Feindbild Madrid konnten sie ihr Profil als katalanischer und – zumindest ihrem Selbstverständnis nach – oppositioneller Klub, auch in der Rückschau auf die Jahre der Diktatur, schärfen.

Allerdings sollte diese antifranquistische Selbstdarstellung auch nicht überbewertet werden. Der langjährige Präsident des F.C. Barcelona Miró-Sans war beispielsweise dem Franco-Regime gegenüber nicht abgeneigt und pflegte durchaus freundschaftliche Beziehungen zur Spitze Real Madrids.

Bernabéus Verein Real Madrid wurde seit dem 11:1-Sieg von 1943 häufig als "der Klub Francos" dargestellt. Und tatsächlich gab es eine enge Verschränkung zwischen dem Verein und bestimmten Repräsentanten des Regimes. Zwar war dies auch bei anderen Vereinen der Fall. Dennoch übernahm Real Madrid insbesondere ab Mitte der 1950er Jahre gewisse Aufgaben des Staats, die dieser nicht hätte leisten können. Nach 1945 war Spanien nämlich von den Vereinten Nationen als faschistisches Land eingestuft und von all seinen Organisationen ausgeschlossen worden. Lediglich zu einer Handvoll Staaten pflegte es diplomatische Beziehungen und war darüber hinaus zwischen Siegern und Besiegten des Bürgerkriegs extrem gespalten.

In diesen Zeiten von Hunger und Entbehrung wurde der Fußball für Teile der Bevölkerung zu einer gern gesehenen Ablenkung vom Alltag. Durch die Zuschauereinnahmen und Auslandsreisen konnten teure Stars wie Alfredo Di Stéfano 1953 oder Ferenc Puskas 1956 bezahlt werden. Und noch eine weitere Einnahmequelle tat sich auf: 1955 beteiligte sich Real Madrid aktiv an der Gründung des Europapokals der Landesmeister, der heute als Champions League bekannt ist, und gewann die ersten fünf Austragungen dieses Wettbewerbs.

Hunger und Spiele

Die 1940er und 1950er Jahre standen innenpolitisch im Zeichen einer spanischen Nationalisierung. Das siegreiche franquistische Regime versuchte in diesem Zusammenhang auch den Sport als staatlichen Hebel für die zentral-nationale Integration und politische Sozialisierung, vor allem gegenüber den jüngeren Generationen, nutzbar zu machen. Separatistischen Bestrebungen sollte ein für alle Mal ein Riegel vorgeschoben werden. Katalonien und das Baskenland wurden der Loyalität zur Republik beschuldigt und mit der Aberkennung historischer Sonderrechte bestraft. Jedoch funktionierte die Unterordnung unter den Zentralstaat nicht durch die völlige Ausschaltung der regionalen Identitäten, sondern durch deren Manipulation. Das bedeutete den Verlust der historisch verbrieften Sonderstellung, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung regionaler Traditionen als Bild der Vielfalt des eigentlichen – und das bedeutet kastilischen – Spaniens.

Diese Politik spiegelt sich auch auf sportlicher Ebene wieder. So setzte der Verband am 16. März 1941 zwei Spiele am selben Tag an: In Madrid spielte eine kastilische Regionalauswahl gegen eine katalanische, während die Nationalmannschaft in Bilbao gegen das portugiesische Nationalteam antrat. So sollte auch durch den Sport die Unterordnung, nicht die Tilgung, der regionalen Traditionen unter das Gesamtspanische deutlich gemacht werden.

Real Madrid wurde in den 1950er Jahren mehr und mehr als "das" spanische Team wahrgenommen und damit zur Projektionsfläche für eine gesamtspanische Identität. Für die sportlichen Rivalen in Spanien verfestigte sich mit den internationalen Erfolgen Reals die Überzeugung, dass hinter dem Verein der ganze Machtapparat des Staats stand.

Die vermehrte Wahrnehmung Reals als der spanische (Fußball-)Botschafter in der Welt resultierte zum einen daraus, dass sich die spanische Nationalmannschaft nur für die Weltmeisterschaft 1950 und dann erst wieder 1962 qualifizieren konnte. Eine Europameisterschaft wurde erst ab 1960 ausgespielt. Zum anderen trug die spanische Nationalmannschaft in den Jahren der internationalen Isolation nur sehr wenige Freundschaftsspiele aus. Grund dafür war unter anderem, dass das spanische Außenministerium der Selección 1948 verboten hatte, "Spiele mit nichtbefreundeten Nationen zu bestreiten, in denen ein kalkulierbares Risiko zur Niederlage" bestand. Für Vereine galt diese Regelung zwar nicht. Dennoch mussten sie sich beim Außenministerium eine Erlaubnis für auswärtige Partien einholen, die dann anschließend in enger Kooperation mit dem Ministerium vorbereitet wurden.

Der Fußball konnte auch dazu dienen, die nationalen Gefühle von Basken, Katalanen, Galiziern und Valenzianern zu kanalisieren, und so als Ventil für gesellschaftliche Spannungen wirken. Während der Frühphase der Diktatur war das Fußballstadion einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen die sonst verbotenen Sprachen gesprochen werden konnten. Parallel zur vorsichtigen Auflockerung der Sprachenpolitik Anfang der 1960er Jahre übermittelt dann die Vereinszeitung Barças schon 1960 die Neujahrswünsche in Katalanisch. Gleichzeitig sollte der Fußball die Bevölkerung davon abbringen, sich politisch zu betätigen. So wurden vornehmlich Spiele am 30. April oder am 1. Mai ausgetragen, um mögliche Arbeiterproteste zu verhindern. Vicente Calderón, damals Präsident von Atlético de Madrid, beschrieb diese erhoffte entpolitisierende Funktion des Fußballs 1969 in einem Fernsehinterview in seinen ganz eigenen Worten: "Hoffentlich verdummt der Fußball das Land und hoffentlich denken sie [die Menschen] an den Fußball drei Tage vor und drei Tage nach dem Spiel. So denken sie nicht an gefährliche Dinge." In vielen Stadien wurden am "Tag der Arbeit" zudem die Olimpiadas Sindicales, also eine spanische Gewerkschaftsolympiade abgehalten. Fraglich bleibt dabei, ob diese Politik der nationalen Integration und der Versuch, die Bevölkerung durch Fußball quasi zu narkotisieren, auch ihre Wirkung entfaltete. Es ist eher zu bezweifeln, dass mit Hilfe von Fußballspielen oppositionelle Aktivitäten eingedämmt oder gar ganz unterbunden werden konnten. Auch gab es natürlich eine Vielzahl von Oppositionellen, die nichts mit Fußball oder Sport zu tun hatten, und von solchen Maßnahmen gar nicht erreicht wurden, oder solche Veranstaltungen aus genau den beschriebenen Gründen mieden.

In Bezug auf die nationale Identitätsstiftung durch Real Madrid ist die Tatsache erwähnenswert, dass auch ausländische Spieler wie der gebürtige Argentinier Alfredo Di Stéfano, der Ungar Ferenc Puskas oder der Brasilianer Didi beziehungsweise Fußballer aus anderen Regionen Spaniens wie der baskische Torhüter Ariquistáin akzeptiert wurden, wenn sie sich dem Madridismo verpflichteten. Puskas erklärte 1966 sogar im Fernsehen, dass er bei dem Referendum über das letzte der franquistischen Grundgesetze, der ley orgánica mit "Ja" stimmen würde. Die Abstimmung wurde vom Regime als Plebiszit für Franco und die Diktatur inszeniert und bedeutete die endgültige institutionelle Verankerung des Regimes. Nach außen hin gerierte sich Real durch seine ausländischen Spieler – und hier vor allem durch den Exil-Ungarn und Antikommunisten Puskas – sogar als kosmopolitisch und gab Spanien den Anschein eines freien und weltoffenen Landes.

Für manche Träger des franquistischen Staats war Athletic de Bilbao auf Grund seiner Direktive, nur baskische Spieler aufzunehmen, sogar eher die spanische Mannschaft. Auch Franco soll den baskischen Club für die "Reinhaltung des Blutes" bewundert haben, auch wenn er das aufgrund des baskischen Separatismus natürlich nicht öffentlich äußern konnte. Nach dem Pokalgewinn des F.C. Barcelona 1953 gegen Athletic Bilbao in Madrid fabulierte der spanisch-philippinische Journalist Eduardo Teus dafür umso offener über das kulturelle, religiöse und sprachliche Konstrukt der "Hispanidad", das etwas anders konnotiert ist als die auf Blutsbande abzielende "Rasse" im deutschen Sprachgebrauch: "Die raza española lässt sich fußballerisch mit den Kreuzrittern von Athletic de Bilbao zusammenfassen, ein spanischer Club schlechthin, ohne Ausländereien... Der F.C. Barcelona wollte sich nicht dem spanischen Wesen anpassen und zog es vor, eine internationale Mannschaft zu formieren, ein Wort, das uns so viele verkommene Dinge ins Gedächtnis zurückruft." Mit "verkommenen Dingen" waren die politischen Theorien von Liberalismus und Kommunismus gemeint, die in der franquistischen Ideologie als unspanisch angesehen wurden und angeblich nur durch das Ausland eingeschleppt worden seien. Im zum "Kreuzzug" erhöhten Bürgerkrieg sollten diese Ideen von den "Nationalen" aus Spanien vertrieben werden.

Trotz des einen oder anderen Spielers nichtspanischer Herkunft war die Außenwirkung Real Madrids vor allem bei den Auslandreisen von größerer Bedeutung für das Regime. Nicht etwa, weil Franco die Funktionäre Reals dazu gedrängt oder einen größeren Plan mit dem Sport verfolgt hätte. Vielmehr nutzte das Regime die Möglichkeiten zur internationalen Inszenierung, die sich durch die Teilnahme und die Erfolge Reals boten. Rückblickend beschrieb der spanische Journalist Alex Botines 1975 die Rolle Reals während der Diktatur so: "Real Madrid war jahrelang die Mannschaft, die dem Franco-Regime als wichtigste Stütze diente. Der Klub führte dem ganzen Kontinent die Wichtigkeit eines Landes vor Augen, das sich im Vergleich zum übrigen Europa – aus der Not geboren und selbst gewählt – verspätet entwickelte. Angesichts unserer Unterentwicklung war Real Madrid eine Ausnahme, die uns im Ausland mit hoch erhobenem Kopf zeigte."

Botines sprach hier aus, was viele Spanier in den 1950er und 1960er Jahren vor allem umtrieb: Die wirtschaftliche Rückständigkeit des Landes, die Angst, aufgrund der faschistischen Diktatur nicht zum "modernen" Europa zu gehören, und die Sehnsucht, nach dem Bürgerkrieg und der internationalen Ächtung endlich wieder den Kopf ein wenig höher zu tragen. Dem deutschen Leser werden hier sicherlich Assoziationen zum Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 und der Formel "Wir sind wieder wer" kommen.

Darüber, dass Real Madrid eine Botschafter-Rolle für Spanien einnahm, war man sich in der franquistischen Herrschaftselite durchaus bewusst. So drückte sich der Generalsekretär der Falange, José Solíus Ruiz, im Jahre 1959 pathetisch aus: "Ihr habt viel mehr geleistet als die zahlreichen, weitverstreuten Botschaften der Völker Gottes. Menschen, die uns einst hassten, verstehen uns heute dank euch, weil ihr viele Mauern eingerissen habt." Zu jeder Auslandsreise gehörte für den einflussreichen Funktionär Real Madrids, Raimundo Saporta, eine Schallplatte mit der spanischen Hymne und eine spanische Flagge mit ins Gepäck, damit es ja zu keiner diplomatischen Panne kam. Eine solche hatte es beispielsweise am 12. Mai 1955 bei einer Freundschaftspartie des galizischen Vertreters Celta de Vigo beim FC Toulouse gegeben. In Toulouse lebten tausende exilierte Spanier, hier fanden auch Parteitage von in Spanien verbotenen linken Gruppierungen wie der Sozialdemokratie statt. Vor dem Spiel sollen Zuschauer die republikanische Hymne Himno de Riego gespielt und republikanische Flaggen statt der franquistischen gezeigt haben, ohne dass der Klub protestiert hätte. Auf solche Fälle wollte Saporta also vorbereitet sein. Er war es auch, der 1963 mit der heiklen Aufgabe betraut wurde, den reibungslosen Ablauf der beiden Begegnungen der Basketballabteilung Reals gegen ZSKA Moskau – dem ersten offiziellen Kontakt zwischen beiden Ländern seit dem Bürgerkrieg – zu garantieren. Noch 1960 hatte der spanische Innenminister die Reise der spanischen Fußballnationalmannschaft nach Moskau im Rahmen der erstmals ausgetragenen Europameisterschaft verhindert, was durch die offene Einmischung der Politik in die Sache des Sports international für Empörung sorgte.

Real Madrid war ein gern gesehener Gast für internationale Freundschaftsspiele. Für die außenpolitischen Interessen des Franco-Regimes Spanien waren sie aus zwei Gründen wichtig: Hier konnte viel Geld verdient werden und gleichzeitig erstatteten die Vereinsfunktionäre nach jeder Reise dem spanischen Außenministerium Bericht über die Lage in den bereisten Ländern. Bei den Spielen in der Sowjetunion und in Jugoslawien wurden auf diesem Wege sogar erste informelle Kontakte mit Ländern hergestellt, zu denen keine diplomatischen Beziehungen bestanden.

Oppositionelle unterschieden übrigens sehr wohl zwischen ihrer Fußballleidenschaft und dem Versuch des Regimes, den Fußball zu instrumentalisieren. Teilweise wurde die franquistische Imagepolitik auch zum Bumerang für das Regime, wenn Spiele von Real Madrid im Ausland für politische Proteste gegen das Franco-Regime genutzt wurden. Als die internationalen Erfolge Reals im Laufe der 1960er Jahre ausblieben und sich durch die allgemeine Entspannungspolitik die internationalen Beziehungen zeitgleich normalisierten, war das Regime nicht mehr an Akteuren alternativer Außenpolitik interessiert, da es jetzt über herkömmliche Wege der Diplomatie verfügte. Auch wenn Santiago Bernabéu immer betonte, dass er und "sein" Klub nicht dem Regime, sondern den Menschen und Spanien dienten, profitierte Real natürlich auch von der engen Verbindung zur Diktatur. Dabei ging es vor allem um kleinere und größere Gefälligkeiten wie die Beschleunigung von bürokratischen Arbeitsschritten und Einbürgerungen für ausländische Spieler. Weitere Vorteile waren Hilfe bei Interessenskonflikten mit den Verbänden und natürlich eine positive Berichterstattung in den staatlichen Medien. Hinzu kommt der prominente Zugriff auf Luxusgüter. Aufgrund der internationalen Isolierung im ersten Nachkriegsjahrzehnt war beispielsweise der Autoverkauf strengen Reglementierungen unterworfen. Spieler wurden mit Luxuswagen gelockt, von denen normale Bürger nicht einmal zu träumen wagten.

In der Spätphase der Diktatur seit den frühen 1970er Jahren nutzten insbesondere der F.C. Barcelona und Athletic Bilbao die "Bühne Fußball", um sich politisch zu positionieren. Noch vor Francos Tod 1975 wurde bei Spielen im Campo Nou offiziell die katalanische Fahne gehisst und der Kapitän trug die katalanischen Farben als Binde. Der 5:0-Sieg von Barça gegen Real 1974, der dem katalanischen Club zur ersten Meisterschaft seit 1960 verhalf, wurde zum politischen Fanal und symbolisierte für manche Zeitzeugen das Ende der Diktatur. Nur wenige Wochen vor Francos Tod liefen die Spieler von Athletic Bilbao bei einem Ligaspiel im Oktober 1975 mit Trauerflor auf. Nach außen argumentierten sie, dass sie damit an den Todestag eines Vereinsmitglieds erinnern wollten. Dennoch war vermutlich jedem klar, dass es ein stiller Protest gegen die Todesurteile des sich bereits in Agonie befindlichen Regimes war, gegen deren Vollstreckung unter anderem auch der Papst interveniert hatte. Im Dezember 1976 trugen beim Baskenderby zwischen San Sebastián und Bilbao die Kapitäne gemeinsam die weiterhin verbotene baskische Fahne, die Ikurriña, vor sich her und demonstrierten damit umso offener für die während der Diktatur unterdrückten Sonderrechte der Basken.

Bis heute spielt die öffentliche Wahrnehmung der Vereine aus Madrid, Barcelona und Bilbao in der Franco-Diktatur eine wichtige Rolle, wenn es um Sympathien aber auch die politische Bedeutung der Klubs geht. Bei Athletic Bilbao sind zwar immer noch ausschließlich gebürtige Basken unter Vertrag, wie etwa der aus seiner Zeit bei Bayern München bekannte Bixente Lizerazu aus dem französischen Teil des Baskenlandes. Aktuell steht mit Iñaki Williams ein in Bilbao geborener Sohn afrikanischer Eltern im Kader. Hier zeigt sich also eine stetige Aufweichung der Vereinspolitik durch die Anpassung an die Gegebenheiten der Globalisierung.

Im Oktober 2012 demonstrierten Barça-Fans während des clásico gegen Real Madrid genau in Minute 17:14 für die Unabhängigkeit vom spanischen Staat. Sie erinnerten damit an das Ende des Spanischen Erbfolgekriegs 1714, in dem das Königreich Aragón, zu dem die Grafschaft Barcelona damals gehörte, seine Sonderrechte verlor. Mit dieser Manifestation für ein autonomes Katalonien erzielten die Separatisten eine nie dagewesene Medienwirksamkeit für ihre Sache. Barças Verteidiger Gerald Piqué feierte neben den Erfolgen mit seinem Klub auch die Titel der spanischen Nationalelf bei Welt- und Europameisterschaften mit der katalanischen Flagge, was ihm in spanischen Stadien häufig mit Pfiffen und Anfeindungen quittiert wird.

Der Stürmer David Villa feierte den Weltmeistertitel 2010 hingegen mit einer asturischen Fahne und löste damit keine vergleichbaren Reaktionen der Fußballfans aus, sondern galt ganz im Gegenteil als besonders spanisch. Der bis Sommer 2016 als Trainer von Bayern München beschäftigte Pep Guardiola kandidierte bei den katalanischen Regionalwahlen Ende September 2015 auf der Liste des separatistischen Wahlbündnisses Junts pel Si (Zusammen für das Ja). Anfang 2016 konnte dort erstmals seit dem Ende der Diktatur eine Regionalregierung zusammengestellt werden, die einen konkreten Plan für die Unabhängigkeit entwerfen möchte. Was das für eine mögliche Mitgliedschaft eines von Spanien losgelösten Kataloniens in der EU oder den Verbleib des F.C. Barcelona in der spanischen Liga bedeuten würde, ist heute noch nicht abzusehen.

Auf europäischer Ebene droht Madrid ein Aufnahmegesuch Kataloniens in die EU zu blockieren. Vielleicht könnte Barça ähnlich wie der A.S. Monaco als nicht französischer Verein an der Ligue 1 teilnehmen. Sportlich und emotional wäre dies für die Attraktivität der spanischen Liga, wie für den F.C. Barcelona, alles andere als eine gute Perspektive.

Globales Spiel – Sport, Kultur, Entwicklung und Außenpolitik / EUNIC, … (Hg.). – Göttingen: Steidl, 2016. (Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch)

Globales Spiel – Sport, Kultur, Entwicklung und Außenpolitik / EUNIC,... (Hg.). – Göttingen: Steidl, 2016. (Kulturreport, EUNIC-Jahrbuch)

Julian Rieck ist Historiker und promoviert an der Humboldt-Universität Berlin.

Julian Rieck; Foto: privat

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