Kulturstiftung des Bundes

Zielsetzung/Aufgaben:

Die Kulturstiftung des Bundes ist eine der größten von öffentlicher Hand geförderten Kulturstiftungen Europas. Mit einem Jahresetat von 35 Millionen Euro aus dem Haushalt des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien hat sie den ersten zehn Jahren ihres Bestehens bis 2012 rund 2.000 Projekte der Gegenwartskultur gefördert.

Im Bereich Allgemeine Projektförderung können Kulturschaffende Fördergelder für Projekte aus allen künstlerischen Sparten beantragen, wenn diese in einem internationalen Kontext stehen und neue künstlerische Impulse setzen. Die Förderung kann für alle Sparten des Kulturschaffens gewährt werden, für Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Film, Fotografie, Architektur oder Neue Medien.

Die Kulturstiftung beschäftigt sich außerdem mit der kulturellen Dimension von gesellschaftlichen Entwicklungen und konzipiert dazu eigene Programme und Veranstaltungen wie "Die Untoten" oder Kulturen des Bruchs. In den ersten zehn Jahren konnten wichtige Wegmarken mit Programmen wie Schrumpfende Städte, Migration, Tanzplan, Fonds Heimspiel (neue urbane Themen im Theater), Mittel- und Osteuropa oder Arbeit in Zukunft gesetzt werden.

Mit Projekten im Bereich Kunst der Vermittlung möchte die Kulturstiftung dazu beitragen, möglichst vielen Menschen einen Zugang zu Kunst und Kultur zu verschaffen. Die Projekte sollen die Erprobung neuer Vermittlungsformen ermöglichen und das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein stärken. Das Netzwerk Neue Musik, die Modellprogramme Jedem Kind ein Instrument und Kulturagenten für kreative Schulen sowie der Tanzfonds Partner konnten bisher wichtige Entwicklungen in der kulturellen Bildungslandschaft anstoßen.

Aktuelle Programme unterstützen den künstlerischen Austausch und die Kooperation zwischen deutschen und afrikanischen Künstlern und Institutionen (Fonds TURN) und fördern Museen in Deutschland in ihrer Arbeit der Wissensinszenierung und internationalen Vernetzung (Fellowship Internationales Museum). Das Humboldt Lab Dahlem bietet die Chance, in der Präsentation ethnologischer Sammlungen und außereuropäischer Kunstwerke neue Wege zu gehen. Der Fonds Doppelpass widmet sich der Kooperation von festen Tanz- und Theaterhäusern und freien Gruppen. Kunst- und Kulturvereine in den neuen Bundesländern, die sich auf lokaler und regionaler Ebene bürgerschaftlich engagieren, unterstützt die Kulturstiftung im Fonds Neue Länder.

Außerdem versucht die Kulturstiftung, Partner und interessierte Institutionen zu motivieren, sich mit ökologischen Fragen und nachhaltiger Arbeitsweise auseinanderzusetzen. Mit ihrem Programmschwerpunkt Kultur der Nachhaltigkeit hat sie eine Reihe eigener Initiativprojekte (z.B. Über Lebenskunst) ins Leben gerufen und Projekte gefördert, die sich mit diesen Themen beschäftigen.

Neben der Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur widmet sich die Stiftung auch der Pflege des Kulturerbes und den Herausforderungen, die mit dem Erhalt und der Vermittlung des kulturellen Erbes verbunden sind (Beispiele für bereits laufende oder umgesetzte Projekte sind Tanzfonds Erbe, Motion Bank, KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut, sowie zahlreiche Projekte zur Erinnerungskultur).

Die Kulturstiftung ermöglicht herausragenden Kulturinstitutionen und Festivals durch ihre Förderung mehrjährige Planungssicherheit. Zu diesen Großprojekten mit internationaler Strahlkraft zählen die documenta in Kassel, das Berliner Theatertreffen, die Donaueschinger Musiktage, der Tanzkongress, die Berlin Biennale sowie die transmediale. Eine institutionelle Förderung erhalten die selbstverwalteten Kulturfonds – Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds, Fonds Soziokultur, Fonds Darstellende Künste und Deutscher Übersetzerfonds.

Kulturstiftung des Bundes

Kontakt

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