Mobilität von Künstlerinnen und Künstlern stärken

14.12.2017
Kategorie: akbp, Nachrichten  
Foto: Garrett Sears via Unsplash

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Die Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay und die schwedische Ministerin für Kultur und Demokratie, Karin Strandås, präsentierten heute in Paris den "Unesco-Weltbericht". In dem Bericht "Kulturpolitik neu I gestalten – Kreativität fördern, Entwicklung voranbringen" beschreibt die Sonderorganisationen der Vereinten Nationen neben positiven Entwicklungen auch die aktuell Defizite im Kultursektor.

Besorgt stellt die Unesco eine Zunahme der Angriffe auf Kunstschaffende fest. Am stärksten betroffen seien Musiker. Aber auch Autoren würden häufig attackiert werden. Die Autoren fordern, den Schutz und die Mobilität von Künstlerinnen und Künstlern zu verbessern.

Der Bericht zeigt auch, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in fast allen Bereichen des Kultursektors fortbestehen. Vor allem in Schlüsselfunktionen sind Frauen unterrepräsentiert. Die Autoren fordern daher, eine Genderperspektive in die Kulturpolitik zu integrieren.

Insgesamt generiert der Kultursektor aktuell Umsätze von 2,25 Milliarden US-Dollar jedes Jahr. Fast 30 Millionen Menschen weltweit sind aktuell im Kultursektor tätig. Prognosen zufolge wird er in den nächsten Jahren für zehn Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aufkommen.